Android 8.0 Oreo im Test: Die wichtigsten Veränderungen im Überblick 5/5

Nicolas La Rocco 122 Kommentare

Fazit – Google im Feinschliff-Modus

Nüchtern betrachtet bleiben die bahnbrechenden Veränderungen mit Android 8.0 aus. Mit dem aktuellen Release bessert Google hier und da nach und betreibt insgesamt bewertet eher Feinschliff als erneut den großen Umbau. Die umfangreicheren Anpassungen gab es im letzten Jahr mit Android 7.0, als das Mobil-Betriebssystem endlich für große Tablet-Displays und den Multi-App-Betrieb optimiert wurde.

Android 8.0 ist ein gutes, aber kein bahnbrechendes Update
Android 8.0 ist ein gutes, aber kein bahnbrechendes Update

Das aktuelle Update ist dennoch nicht unbedeutend. Google schraubt erneut an den Benachrichtigungen, die schon immer eine Stärke des Betriebssystems waren. Durch noch mehr Optionen, die sich vor allem an Intensivnutzer richten, wertet Google diesen Bereich von Android weiter auf. Interessant sind darüber hinaus die Background Limits, mit denen Google das Problem der Ressourcenverschwendung endlich beseitigen will. Das soll auch dann funktionieren, wenn eine App nicht an Android 8.0 angepasst wurde.

Mit Android 8.0 baut Google zudem erneut Funktionen in das Betriebssystem ein, damit OEMs diese nicht mehr manuell nachliefern müssen, um Smartphones und Tablets an ihre eigenen Anforderungen anzupassen. Neue Display-Typen und adaptive App-Icons geben den Herstellern mehr Spielraum.

Androids größte Schwäche bleibt (noch)

Ein Update auf Android 8.0 lohnt sich deshalb in jedem Fall. Wie in jedem Jahr stellt sich allerdings die Frage, wer das neue Betriebssystem überhaupt erhalten wird. Besitzer aktueller Pixel und Nexus können das Update sofort durchführen, während Nutzer aktueller Flaggschiffe anderer Hersteller das Update irgendwann wohl auch erhalten werden, aber wie immer länger warten müssen.

Angesichts der Tatsache, dass das nun ein Jahr alte Android 7.x erst auf 13,5 Prozent aller Geräte aufgespielt ist, werden viele Nutzer wahrscheinlich leer ausgehen. Project Treble soll diese Herausforderungen angehen, allerdings wird sich erst noch zeigen müssen, ob bisher wirklich nur der Aufwand für Updates die Gerätehersteller abschreckte, oder ob nicht doch einfach nur der Willen fehlte. Androids größtes Problem bekommt Google bisher auch nach bald einem Jahrzehnt noch nicht in den Griff.

Dieser Artikel war interessant, hilfreich oder beides? Die Redaktion freut sich über jede Unterstützung in Form deaktivierter Werbeblocker oder eines Abonnements von ComputerBase Pro. Mehr zum Thema Anzeigen auf ComputerBase.