DataTraveler Elite G2: Kingston setzt beim neuen USB-Stick auf Metall

Michael Günsch 16 Kommentare
DataTraveler Elite G2: Kingston setzt beim neuen USB-Stick auf Metall
Bild: Kingston

Kingston bringt einen neuen USB-Stick auf den Markt. Der DataTraveler Elite G2 besitzt ein Metallgehäuse, das vor Stößen und Feuchtigkeit schützen soll. Der Stick arbeitet mit USB 3.0 alias USB 3.1 Gen 1 und soll bis zu 180 MB/s beim Lesen und 50 bis 70 MB/s beim Schreiben erreichen. Zur Wahl stehen 32, 64 oder 128 GB Speicher.

Metallgehäuse als Besonderheit

Der DataTraveler Elite G2 misst laut Hersteller 59,37 × 18,98 × 10,8 mm und besitzt damit eine eher durchschnittliche Größe für einen USB-Stick. Deutlich kompakter sind Mini-Sticks wie der neulich vorgestellte TransMemory U364 von Toshiba. Zum Gewicht macht Kingston keine Angaben. Das „druckgegossene Metallgehäuse aus einer Aluminium-/Zinklegierung“ soll „stoß- und wasserfest“ sein – eine offizielle Zertifizierung für Schutzarten wie IP67 liegt allerdings nicht vor. Eine LED-Anzeige gibt Auskunft über aktive Datentransfers.

Unter der Kunststoffkappe an einem Ende des Sticks sitzt der verbreitete Steckertyp USB-A. Am anderen Ende befindet sich eine Öse zur Befestigung an einem Schlüsselbund. Die Schnittstelle wird mit USB 3.1 Gen 1 angegeben, erst die Fußnote verrät, dass es sich dabei um USB 3.0 unter neuem Namen handelt. Dass Kingston in einem Video mit „schnelleren Dateiübertragungen im Vergleich zu Standard-Geräten mit USB 3.0 und USB 2.0“ wirbt, ist somit nicht ganz richtig. Beim Test des großen Schwestermodells DataTraveler Ultimate GT hatte die Redaktion Kingston noch dafür gelobt, dass klar gekennzeichnet war, dass es sich effektiv um USB 3.0 handelt.

Speichergrößen und Geschwindigkeit der Mittelklasse

Während der in jeder Hinsicht größere Ultimate GT bis zu 2 TByte Speicherplatz und Transferraten von bis zu 300/200 MB/s erreicht, tritt der Elite G2 diesbezüglich in der Mittelklasse an. Bis zu 128 GByte Speicherplatz und maximal 180 MB/s stehen im Datenblatt (PDF). Die Schreibrate soll bei den Modellen mit 64 und 128 GB 70 MB/s erreichen, das kleinste Modell mit 32 GB wird nur mit 50 MB/s angegeben. Wie üblich dürfte es sich um die sequenziellen Transferraten im Umgang mit großen Dateien handeln. Ob der Elite G2 ähnliche Schwächen bei kleinen Dateien wie der Ultimate GT aufweist, lässt sich mangels näherer Details nicht sagen.

Fünf Jahre Garantie

Als kompatibel zu Windows (ab 7, SP1), Mac OS (10.9.x+), Linux (2.6+) und Chrome OS beworben, bietet der Hersteller fünf Jahre Garantie. Die unverbindlichen Preisempfehlungen liegen der Redaktion noch nicht vor. Im Preisvergleich tauchten zwar bereits erste Listungen aus dem EU-Ausland auf, doch erscheinen die Preise als deutlich zu hoch gegriffen. ComputerBase hat beim Hersteller nachgefragt und wird bei Antwort den Artikel aktualisieren.

Schneller als der Vorgänger

Der Elite G2 tritt in die Fußstapfen des Elite 3.0, der im Jahr 2012 auf den Markt kam. Der Vorgänger bot 16, 32 oder 64 GB und Transferraten von maximal 85 MB/s beim Lesen und 65 MB/s beim Schreiben. Bei Speicherplatz und Lesegeschwindigkeit gibt es somit einen großen Fortschritt, die Schreibrate verbessert sich aber nur wenig.

Mehr Leistung von bis zu 350 MB/s lesend und 250 MB/s schreibend bietet Kingstons HyperX Savage (Test) im Kunststoffgehäuse, dem die Redaktion allerdings ebenso eine Schwäche mit kleinen Dateien bescheinigen musste.