Kryptowährung: Ethereum kostet erstmals mehr als 1.000 US-Dollar

Jan-Frederik Timm 142 Kommentare
Kryptowährung: Ethereum kostet erstmals mehr als 1.000 US-Dollar

Im Windschatten des enorm gestiegenen Kurses der Kryptowährung Bitcoin hat auch die im letzten Jahr mit viel Aufmerksamkeit bedachte Währung Ethereum einen neuen Höchststand erreicht: Erstmals kostet eine Einheit der Währung mehr als 1.000 US-Dollar. Für Preise von Grafikkarten bedeutete das schon zuletzt nichts Gutes.

Ethereum (ETH) hat die Marke von 1.000 US-Dollar am Wochenende genommen, mittlerweile steht der Kurs laut CoinMarketCap bereits bei fast 1.200 US-Dollar. Ethereum ist damit fast drei Mal so wertvoll wie im Frühsommer 2017, als ComputerBase in der Redaktion Ethereum-Mining im Selbstversuch unternahm.

Der Kurs von Ethereum im Höhenflug
Der Kurs von Ethereum im Höhenflug (Bild: CoinMarketCap)

Steigende Preise von Grafikkarten mit Polaris-GPU

Der starke Kursanstieg der Währung seit Anfang Dezember des vergangenen Jahres hatte sich schon kürzlich abermals negativ auf die Preise von Grafikkarten für Spieler ausgewirkt; insbesondere auf die mit einer GPU der Polaris-Serie von AMD, die für ihre Preisklasse nach manuellen Anpassungen an den Taktraten sehr effizient im Ethereum-Netzwerk eingesetzt werden können.

Bei der Recherche für den zwischen Weihnachtsfest und Neujahr veröffentlichten Artikel „Pascal, Polaris und Vega im Test: Mit neuen Benchmarks und Treibern in das Jahr 2018“ waren die Auswirkungen auf die Preise des erneut enorm gestiegenen ETH-Kurses bereits sichtbar, kein Modell von AMD konnte zum aktuellen Marktpreis einem Spieler im Vergleich zur Konkurrenz rein in Bezug auf die Leistung in Spielen empfohlen werden. Und seitdem sind die Preise in der Tendenz weiter gestiegen, die Verfügbarkeit für eine derart gereifte Serie ist schlecht.

Gewinnaussichten wie im Sommer 2017

Im Gegensatz zu Bitcoin bleibt die Teilnahme an der Blockchain von Ethereum auch mit GPUs für Spieler-Grafikkarten profitabel, das erklärt die hohe Nachfrage. Laut CryptoCompare liegt der zu erwartende Gewinn dabei ungefähr auf dem Niveau von vor einem halben Jahr, denn mittlerweile sind die Berechnungen deutlich aufwendiger, das gleicht den drastischen Kursanstieg aus. Von Grafikkarten-Herstellern vereinzelt vorgestellte Sondermodelle explizit für Mining-Farmen haben bisher nichts an dem Druck, der auf dem Markt für Gamer-Grafikkarten lastet, geändert.