Pascal, Polaris und Vega im Test: Mit neuen Benchmarks und Treibern in das Jahr 2018

Wolfgang Andermahr 357 Kommentare
Pascal, Polaris und Vega im Test: Mit neuen Benchmarks und Treibern in das Jahr 2018

tl;dr: Zum Start in das Jahr 2018 hat ComputerBase sowohl das Testsystem als auch den Testparcours für Grafikkarten-Tests massiv überarbeitet. Neue Spiele, neue Treiber und Updates für Spiele und Windows 10 zeichnen ein etwas anderes Bild. Zusammen mit Preisen und Verfügbarkeiten ergeben sich aktuelle Kaufempfehlungen.

Aktuelle Grafikkarten in aktuellen Benchmarks

Seit der letzten großen Umstellung des Grafikkarten-Testparcours im April 2017 hat sich viel getan: Neue und optimierte Treiber sind erschienen, neue relevante Spiele wie Assassin's Creed Origins, Call of Duty: WWII, Destiny 2, Mittelerde: Schatten des Krieges, Star Wars: Battlefront 2 oder Wolfenstein 2: The New Colossus auf den Markt gekommen und einige ältere haben einflussreiche Updates erhalten. Kurz und knapp: Der Parcours gehörte noch vor Jahresfrist angepasst – und das Testsystem, wenn eh schon alles neu vermessen werden musste, gleich mit.

Aktuelle Empfehlungen mit Pascal, Polaris und Vega

Dieser Artikel enthält die Ergebnisse aktueller Architekturen von AMD und Nvidia im Überblick. Wer nach dem Weihnachtsfest immer noch oder schon wieder auf der Suche nach einer neuen Grafikkarte ist, findet auf den folgenden Seiten also top-aktuelle Aussagen zur Leistungsfähigkeit von Pascal, Polaris und Vega. Zukünftige Grafikkarten-Tests werden darüber hinaus auch noch ältere Modelle enthalten, deren Benchmarks stehen aber noch aus.

Das ist neu: Spiele, Treiber, Hardware

Von den 21 Spielen im Benchmark-Parcours sind zwölf Titel und damit mehr als die Hälfte neu. Ältere Titel wie Anno 2205 oder Rise of the Tomb Raider sind hingegen nicht mehr dabei. Immer noch sehr beliebte ältere Spiele wie Battlefield 1 und The Witcher 3 haben es wiederum noch einmal in den Parcours geschafft. Eine genaue Auflistung der Zu- und der Abgänge finden sich in folgender Tabelle.

Spiele Neuzugänge Spiele Abgänge
Assassin's Creed Origins Anno 2205
Call of Duty: WWII Ashes of the Singularity
Dawn of War 3 Call of Duty: Infinite Warfare
Destiny 2 Dishonored 2
Elex F1 2016
F1 2017 For Honor
Mittelerde: Schatten des Krieges Mafia 3
Overwatch Mirror's Edge Catalyst
Prey Rise of the Tomb Raider
Star Wars: Battlefront 2 Watch Dogs 2
The Evil Within 2
Wolfenstein 2: The New Colossus

Neue Benchmarks, alte Methoden

Wie ComputerBase die Spiele testet, ist dagegen unverändert geblieben. Es wird nicht zwangsweise mit den vollen Details getestet, nur in Full HD ist das in der Regel der Fall. Sind die FPS hingegen auch auf schnellen Grafikkarten zu gering, werden ab 2.560 × 1.440 die Details reduziert, um auf den flotten Modellen spielbare Frameraten zu erzielen. In Spielen, die mehrere APIs unterstützen, wird stets die genommen, die die höchste Framerate pro Grafikkarte erzielt. Und in den getesteten Titeln fällt das Urteil für AMD und Nvidia immer gleich aus. Dazu gehört auch: DirectX 11 ist auf Pascal/Polaris/Vega immer schneller als DirectX 12. Nur in Doom geht die Low-Level-API Vulkan gegen OpenGL als Sieger vom Platz.

Gleich geblieben ist auch, dass in Grafikkartentests neben der klassischen Framerate (FPS) auch die Frametimes als 99th Percentile gemessen und in den Diagrammen dargestellt werden. Die Frametimes werden aus Übersichtsgründen in FPS umgerechnet. Die Diagramme geben damit an, mit wie viel FPS das Spiel in 99 Prozent der Zeit im Benchmark mindestens gelaufen ist.

Bei den in diesem ersten Test genutzten Grafikkarten handelt es sich durchweg um Modelle, die sich an die Referenzvorgaben von AMD und Nvidia halten. Zu einem späteren Zeitpunkt werden die Diagramme aber auch noch durch von Haus aus übertaktete Partnerkarten ergänzt.

Ein übertakteter Intel Core i7-8700K mit 32 GB RAM

Auch die Hardware hat sich geändert. Ab sofort nutzt ComputerBase für Grafikkartentests einen Intel Core i7-8700K (Test), der auf allen Kernen auf 4,7 GHz übertaktet worden ist. Der Speicher setzt sich aus zwei je 16 Gigabyte großen Dual-Rank-Modulen von G.Skill zusammen, die mit DDR4-3.200 und den Primärtimings von 16-16-18-1T angesteuert werden. Bei dem Mainboard handelt es sich um das Asus ROG Maximums X Hero mit dem Z370-Chipsatz. Das Gehäuse ist dagegen weiterhin ein Fractal Design Define R5.

Der Core i7-8700K im neuen alten Sockel LGA 1511
Der Core i7-8700K im neuen alten Sockel LGA 1511

Für den neuen Testparcours müssen nicht alle Messwert erneuert werden. Sowohl für die Lautstärke, die Temperatur und die Leistungsaufnahme (Grafikkarte separat gemessen) werden die alten Ergebnisse weiter genutzt. Kontrollen haben gezeigt, dass es diesbezüglich keinerlei Änderungen gegeben hat.

Neue Grafikkarten-Treiber von AMD und Nvidia

Wie zuvor wird für die Benchmarks Windows 10 benutzt, ab sofort jedoch mit dem Fall Creators Update sowie allen weiteren Updates. Als Grafikkartentreiber kommen der neue Adrenalin 17.12.1 sowie der GeForce 388.43 zum Einsatz. Im Januar wird es einen weiteren Artikel geben, der genauer auf das Testsystem, den Testparcours, die verwendeten Grafikkarten und die Testmethoden eingehen wird.

Auf der nächsten Seite: Testergebnisse