Google-Statistik: Der Einsatz von Adobe Flash im Internet bricht rasant ein

Frank Hüber 54 Kommentare
Google-Statistik: Der Einsatz von Adobe Flash im Internet bricht rasant ein
Bild: BleepingComputer

Flash verliert deutlich an Bedeutung. War Flash noch vor einigen Jahren auf Websites weit verbreitet, ist die Technik inzwischen fast bedeutungslos. Ausgehend von 80 Prozent aller Chrome-Nutzer Mitte 2014, denen im Internet Flash auf mindestens einer Website angezeigt wurde, sind es Anfang 2018 nur noch 8 Prozent aller Nutzer.

Flash wird von Website-Betreibern somit immer weniger eingesetzt und immer weiter aus dem Internet verdrängt. Die Daten, die diesen Rückgang belegen, stammen von Google und wurden im Rahmen des Network and Distributed System Security Symposium (NDSS) in San Diego von der Leiterin der Software-Entwicklung bei Google, Parisa Tabriz, präsentiert.

Chrome 76 wird Flash deaktivieren

Mit Chrome 87, der im Dezember 2020 erscheinen wird, entfernt dann auch Google jegliche Unterstützung für den Flash Player aus Chrome. Derzeit wird Flash noch unter dem Grundsatz „click-to-run“ direkt von Chrome unterstützt, Flash-Inhalte müssen vom Nutzer aber bewusst gestartet werden. Mit Chrome 76, der im Juli 2019 erscheinen soll, wird sich auch dies ändern und Flash wird standardmäßig in Chrome deaktiviert sein, wobei Nutzer das Flash-Player-Plugin weiterhin aktivieren können.

Inzwischen beherrschen die gängigen Webstandards die Funktionen von Adobe Flash und sind dabei zudem deutlich flexibler in der Handhabung. Meist handelt es sich im Gegensatz zu Flash dabei auch um offene Technologien. Seit interaktive Inhalte, Videos und Audiotitel auch ohne Flash in Websites eingebunden werden können, setzen fast alle Websites auf HTML5, WebGL oder WebAssembly.

Support für den Flash Player endet 2020

Auch Adobe sieht in der Flash-Technologie keine Zukunft mehr und hat angekündigt, den Support für den Flash Player Ende 2020 komplett einzustellen und den Flash Player nicht mehr zu vertreiben. Bereits 2015 rief das Unternehmen Entwickler dazu auf, offene Standards wie HTML5 zu nutzen. Sicherheitsupdates soll es jedoch auch nach 2020 noch geben, um der weiten Verbreitung des Flash Players und daraus entstehender Sicherheitsrisiken Rechnung zu tragen.

Der Flash Player ist unsicher

In den letzten Jahren machte der Adobe Flash Player vor allem durch zahlreiche Sicherheitslücken auf sich aufmerksam, weshalb es ohnehin empfehlenswert ist, den Flash Player im Browser zu deaktivieren oder ihn gar nicht erst zu installieren. Die meisten Browser tun dies inzwischen von alleine. Apple hatte Flash bereits im Jahr 2007 mit der Veröffentlichung des iPhone den Kampf angesagt und die Web-Technologie zugunsten von HTML5 gar nicht mehr unterstützt – damals noch unter lautstarkem Protest einiger Kunden. Apple begründete diesen Schritt damit, dass Flash seine besten Jahre bereits hinter sich gebracht hatte und den Anforderungen mobiler Plattformen nicht mehr gerecht werde.