For Honor: Billigere Starter Edition kostet Geld und Geduld

Max Doll 8 Kommentare
For Honor: Billigere Starter Edition kostet Geld und Geduld
Bild: Ubisoft

Ubisoft legt eine Starter Edition von For Honor (Test) auf, die günstiger als die bisherige Basisversion angeboten wird. Das gesparte Geld muss allerdings durch Geduld ersetzt werden: Das Freischalten von Helden wird wesentlich teurer. Den gleichen Mechanismus nutzt Ubisoft in der Starter Edition von Rainbow Six Siege (Test).

Käufer der 15 Euro teuren Starter Edition erhalten Zugriff auf den Einzelspieler-Modus sowie alle Karten und Spielmodi des Online-Parts. Gespielt werden können initial die drei Helden der Vanguard-Klasse, die vollständig freigeschaltet sind, sowie drei Helden der gewählten Fraktion. Diese können zwar genutzt, aber nicht angepasst werden.

Starter- und Standard-Edition im Vergleich
Starter- und Standard-Edition im Vergleich (Bild: Ubisoft)

Um Ausrüstung und kosmetische Gegenstände zu nutzen, müssen diese Charaktere wie in der Standard-Version „rekrutiert“ werden. Das kostet hier allerdings nicht 500, sondern 8.000 Stahl pro Figur. Um weitere Helden spielen und anpassen zu können, müssen jeweils weitere 8.000 Einheiten der Ingame-Währung gezahlt werden, in der Standard-Edition fallen lediglich die Rekrutierungskosten von 500 Stahl an. DLC-Helden kosten wie für die Besitzer der teureren Versionen 15.000 Stahl. Ein Upgrade auf eine teurere Version des Spiels ist im Nachhinein nicht möglich.

Transparente Mehrkosten

Ubisoft ist immerhin so fair, im Kleingedruckten die Kosten an Zeit oder Zusatzzahlungen anzugeben. Für 8.000 Stahl werden jeweils 8 bis 15 Stunden Spielzeit oder acht Euro veranschlagt, um alle Helden des Basisspiels vollständig einsetzen zu können, müssen demnach 72 bis 135 Stunden investiert werden – zuzüglich weiterer Stunden, um Ausrüstung zu kaufen.

Die angegebene Zeitspanne bildet dabei ab, dass das Einkommen von der Erledigung von täglichen Herausforderungen beeinflusst wird und so in der ersten Spielstunde eines Tages deutlich höher ausfallen kann und vom Spielmodus bestimmt wird. Aufstellungen zum Stahl-Einkommen zeigen auf, dass Vielspieler mehr Stunden zum Freischalten investieren müssen.

Preislich mäßig attraktiv

Ob sich Grind und Geduld lohnen, erscheint mit Blick auf das preisliche Umfeld fraglich. 15 Euro für die Starter Edition erscheinen nur dann günstig, wenn sie mit den Preisen der anderen Varianten auf Steam und im Uplay-Shop verglichen werden: Für diese verlangt Ubisoft rund 60 Euro. Im freien Handel wird die normale Version des Spiels aber bereits für rund 20 Euro, die Gold-Edition mit Season Pass für rund 30 Euro angeboten und erfordern einen weniger langen Atem beim Freischalten.