Display Week 2018: 18-Megapixel-OLED-Display für VR angekündigt

David Pertzborn 37 Kommentare
Display Week 2018: 18-Megapixel-OLED-Display für VR angekündigt
Bild: displayweek.org

Google soll im Mai auf der Display Week 2018 ein neues OLED-Panel für VR-Headsets vorstellen, das mehr als die dreifache Auflösung von HTCs Vive Pro bietet. Dies geht aus dem Programm der Veranstaltung hervor in dem Google und LG einen gemeinsamen Talk zum Thema ankündigen.

Dieser trägt den Namen „An 18 Megapixel 4.3“ 1443 ppi 120 Hz OLED Display for Wide Field of View High Acuity Head Mounted Displays“ und wird von je einem Mitarbeiter von Google und LG gehalten. Damit dürfte auch LG als Produktionspartner feststehen. Der Hersteller liefert auch schon die Displays für Googles Pixel 2 XL, hat dort aber mit Qualitätsproblemen zu kämpfen.

Über 5K und 120 Hz auf 4,3 Zoll

Aus der angegebenen Displaydiagonale von 4,3 Zoll und der Pixeldichte von 1.443 dpi lässt sich bei insgesamt 18 Megapixel auf eine Auflösung von ungefähr 5.100 × 3.500 Pixel und damit 2.550 × 3.500 Pixel pro Auge schließen. HTCs Vive Pro kommt bei 2.880 × 1.600 Pixel insgesamt und 1.440 × 1.600 Pixel pro Auge nur auf 28% der Bildpunkte.

Interessant ist dabei, dass die neuen Panels, trotz des im Titel genannten großen Sichtfelds, im Vergleich zu den aktuell von HTC oder Oculus genutzten eher hoch als breit sind, womit bei gleichem horizontalen Sichtfeld deutlich mehr Bildinhalt in der Vertikalen dargestellt werden kann. Da das menschliche Sichtfeld üblicherweise deutlich breiter als hoch ist, könnte theoretisch auch jeweils ein Display pro Auge zum Einsatz kommen. Gepaart mit der Bildfrequenz von 120 Hz bleibt die Frage, welche aktuelle Hardware diese Auflösung befeuern soll. Dieses Problem scheint auch den Entwicklern bewusst und laut Ankündigung ist eine „Foveated driving logic“ implementiert, die es ermöglichen könnte jeweils nur den Bereich mit voller Auflösung darzustellen, der vom Nutzer betrachtet wird.

Genauere Informationen gibt es spätestens nach dem Vortrag am 22. Mai, wobei eine zeitnahe Umsetzung in einem Endkundenprodukt unwahrscheinlich erscheint.