Salt Fiber: Internet mit 10 Gbit/s kostet Schweizer 43 Euro im Monat

Jan-Frederik Timm 195 Kommentare
Salt Fiber: Internet mit 10 Gbit/s kostet Schweizer 43 Euro im Monat
Bild: Salt Mobile

Der zuletzt reine Mobilfunkanbieter Salt Mobile kehrt in der Schweiz mit einem Festnetzangebot zurück, das aufhorchen lassen soll und das auch tut: Symmetrische 10 Gbit/s über Glasfaser gibt es im Tarif Salt Fiber inklusive Telefonie und IPTV für umgerechnet 43 Euro im Monat. Einmalig werden 85 Euro fällig.

Wer bei Salt Mobile über einen Mobilfunkvertrag verfügt, zahlt nur 34 Euro. Im Preis jeweils inbegriffen ist der Zugriff auf mehr als 300 TV-Sender (davon 150 in HD), eine Flatrate aus dem Festnetz ins Schweizer Fest- und Mobilfunknetz sowie ein Apple TV 4K als Set-Top-Box.

Wer kündigt, muss den Apple TV 4K kaufen

Gegen Zahlung einer Kündigungsgebühr ist der Anschluss jederzeit kündbar. Sie beträgt im ersten Monat 198 Schweizer Franken (entspricht der UVP des Apple TV 4K) und reduziert sich in jedem weiteren Monat um jeweils 6 CHF – nach 33 Monaten entfällt die Gebühr also.

Allerdings steht das Angebot vorerst nur Schweizern in gut 30 ausgewählten Städten und Gemeinden zur Verfügung, auch wenn der Anbieter mit „Salt Fiber gibt’s überall.“ wirbt. Salt nutzt das Netz von „Swiss Fiber Net, verschiedenen Städten und Gemeinden und weiteren Partnern“. Die „weitere geografische Expansion“ sei bereits „für die nächsten Monate und Jahre geplant“.

Modem-Router mit einem 10-Gbit/s-Port

Neben dem Apple TV 4K erhalten Kunden die Salt Fiber Box. Das Gerät ist Kabelmodem und (WLAN-)Router zugleich und setzt auf einen 1,5 GHz schnellen Quad-Core-SoC. Als Anschlüsse stehen einmal Ethernet mit 10 Gbit/s, vier Mal mit 1 Gbit/s, WLAN mit 2,4/5,0 GHz, zwei USB-3.0-Ports (Typ A) und zwei Telefonanschlüsse zur Verfügung. Das Glasfaserkabel für den Hausanschluss ist 5 Meter lang.

Die Anschlüsse der Salt Fiber Box
Die Anschlüsse der Salt Fiber Box (Bild: Salt Mobile)

Ein Netzwerkkabel für 10 Gbit/s findet sich hingegen nicht im Lieferumfang. Kein Wunder, private Endgeräte, die diese Geschwindigkeit nutzen können, gibt es bisher kaum. Selbst aktuelle Mainboards bieten in der Regel noch 1 Gbit/s, für den Sockel 1151 von Intel gibt es nur ein Modell, das 10 Gbit/s ohne Steckkarte erreicht.