Radeon RX Vega: AMD beweist zum Start von Zen+, dass die Nano existiert

Jan-Frederik Timm 59 Kommentare
Radeon RX Vega: AMD beweist zum Start von Zen+, dass die Nano existiert

Im Vorfeld der Markteinführung von Ryzen 2000 (Test) hatte AMD zur Informationsveranstaltung nach München eingeladen. Neben Details zu den neuen Prozessoren gab es vor Ort aber auch eine besondere Grafikkarte zu begutachten: Die bereits totgeglaubte Radeon RX Vega Nano. Ob sie auf den Markt kommt, bleibt aber offen.

Das erste Lebenszeichen seit Juli 2017

AMD hatte die winzige Variante zur Präsentation von Radeon RX Vega Ende Juli 2017 gezeigt, seitdem aber nie wieder über dieses Modell gesprochen. Gemutmaßt wurde, dass sich die Vega-GPU mit ihrem hohen Stromverbrauch nur mit sehr großem Leistungsverlust in diesem Formfaktor hätte umsetzen lassen und deshalb ganz gestrichen wurde.

Mit Vorstellung der Sapphire Radeon RX Vega 56 Pulse (Test) tauchte Anfang 2018 dann allerdings eine ausgewachsene Desktop-Grafikkarte mit PCB im nur 15 Zentimeter langen Nano-Format auf. Das Modell trägt allerdings einen deutlich längeren Kühler und erreicht das Leistungsniveau einer Radeon RX Vega 56. Dass Sapphire das PCB für diese Karte explizit so entworfen hatte, durfte allerdings bezweifelt werden – offensichtlich wurde also doch ein PCB für die Nano entwickelt und umgesetzt.

Etwas länger als die Radeon R9 Nano mit Fiji-GPU

Die von AMD in München gezeigte Radeon RX Vega 56 von PowerColor verfügt über ein ähnliches PCB im gleichen Format, ist aber nicht komplett identisch. Neben dem Wechsel von 2 × 8-Pin-PCIe auf 1 × 6 Pin und 1 × 8 Pin zeigen sich auch Anpassungen bei den verbauten Komponenten. Ganz so kompakt wie die Radeon R9 Nano (Test) mit Fiji-GPU ist das Modell dabei allerdings nicht, denn der Kühler ragt bei der Variante mit Vega noch ein paar Millimeter über das Ende des PCBs hinaus. Ein weiterer Hinweis darauf, dass an die Kühlung im Kleinformat in dieser Generation noch höhere Anforderungen gestellt werden, auch wenn Vega deutlich effizienter als ab Werk bekannt betrieben werden kann.

Die Radeon RX Vega Nano von PowerColor
Die Radeon RX Vega Nano von PowerColor

Ob die Grafikkarte so auf den Markt kommen wird, steht laut PowerColor noch nicht fest. Auch AMD wollte dazu keine Aussage treffen. Möglicherweise hat der Hersteller sie also nur gezeigt, um das Projekt mit der Gewissheit, dass die Entwicklung zu Ende geführt wurde, einstellen zu können.