Intel NUC: Crimson Canyon mit Cannon Lake-U und Radeon 500

Michael Günsch 28 Kommentare
Intel NUC: Crimson Canyon mit Cannon Lake-U und Radeon 500
Bild: bukalapak.com

Eine neue Generation von Mini-PCs aus Intels NUC-Serie trägt den Codenamen Crimson Canyon. Erstmals soll der Core i3-8121U eingesetzt werden, bei dem es sich um Cannon Lake-U handeln könnte. Jetzt gibt es Hinweise, dass der 10-nm-Prozessor mit einer dedizierten Grafikeinheit von AMD kombiniert wird.

Über die bisher unbestätigten Informationen zur Grafiklösung von Crimson Canyon hat Winfuture berichtet und beruft sich auf Fotos und Screenshots, ohne die Herkunft zu enthüllen. Nach kurzer Suche über die genannten Produktcodes NUC8I3CYSM2 und NUC8I3CYSM3 finden sich allerdings die gleichen Fotos schnell im Netz – ganz ohne Wasserzeichen von Winfuture und mit Zeitstempel vom 13. April.

Zu sehen ist eine kleine schwarze Box im typischen NUC-Format. Das Modell NUC8I3CYSM2 soll mit Core i3-8121U, 8 GB RAM und 1-TB-HDD bestückt sein. Die Spezifikationen des Prozessors bleiben unklar. Ein Screenshot der Systemeigenschaften besagt, dass Windows die CPU nicht richtig erkennt, aber zumindest einen Takt von 2,4 GHz ausliest. Gut möglich, dass es sich um einen Prototypen gehandelt hat. Ein weiteres Foto zeigt ein Paket mit einer näheren Beschreibung des NUC. Dort ist klar von „Cannon Lake U“ als Plattform sowie 2 GB GDDR5-Speicher, ac-WLAN und einem 90-Watt-Netzteil die Rede. Die 2,5-Zoll-HDD mit 1 TB stammt von Seagate.

Der Crimson-Treiber meldet eine Radeon 500 mit 2 GB
Der Crimson-Treiber meldet eine Radeon 500 mit 2 GB (Bild: bukalapak.com)

Der GDDR5-Speicher ist der erste Hinweis auf eine GPU abseits von Intels integrierten Grafiklösungen. Ein weiterer Screenshot zeigt schließlich die Oberfläche von AMDs Crimson-Treiber. Dort werden die „Radeon 500 Series“ mit 2.048 MB Speicher und ein GPU-Takt von 1.124 MHz genannt.

Die Vermutung liegt nahe, dass eine diskrete Radeon-GPU direkt auf der Hauptplatine verlötet ist. Eine Lösung wie Kaby Lake-G mit Vega-GPU auf dem CPU-Package bei den NUCs der Reihe Hades Canyon ist allein durch den Einsatz von GDDR5 statt HBM2 unwahrscheinlich.

Händler liefern erste Hinweise auf die Preise von Crimson Canyon, die bei rund 450 Euro zuzüglich Steuern liegen. Eine offizielle Vorstellung der Plattform durch Intel steht noch aus.

Crimson Canyon in verschiedenen Variationen mit Preis
Crimson Canyon in verschiedenen Variationen mit Preis (Bild: redcorp.com)