Lizenzverletzungen vermeiden: Spotify kauft Musik-Lizenz-Dienst Loudr

Britta Niemann 10 Kommentare
Lizenzverletzungen vermeiden: Spotify kauft Musik-Lizenz-Dienst Loudr
Bild: StockSnap | CC0 1.0

Spotify gab am gestrigen Donnerstag bekannt, dass der in Kalifornien ansässige Musik-Lizenz-Dienst Loudr übernommen wurde. Auf diese Weise soll sichergestellt werden, dass sich potentielle Lizenzverletzungen, die Spotify zuletzt Anfang des Jahres eine Milliardenklage bereitet hatten, nicht wiederholen.

Das Team von Loudr, einem 2013 gegründeten Unternehmen, soll dafür mit Spotifys Büro in New York zusammenarbeiten und auch weiterhin für andere Publishing-Partner zur Verfügung stehen. Spezialisiert ist Loudr darauf, Rechteinhaber für die Nutzung ihrer Musikstücke automatisiert zu entlohnen.

Das Loudr-Team passt perfekt zu Spotifys Musik-Publishing-Unternehmen und wir glauben, dass wir gemeinsam eine offenere, optimierte und moderne Musik-Verlagslandschaft fördern können.

Adam Parness, Global Head of Publishing von Spotify

Zuletzt 1,6 Milliarden US-Dollar Schadensersatz gezahlt

Anfang des Jahres hatte der US-Musik-Verlag Wixen Music Publishing, dem unter anderem die Rechte an den Werken von The Doors oder Santana gehören, Spotify auf 1,6 Milliarden US-Dollar Schadensersatz verklagt, da keine Gebühren für die Nutzung tausender Songs bezahlt worden waren. Mit dem Kauf des Musik-Lizenz-Dienstes sollen solche Klagen zukünftig vermieden und sowohl Künstler als auch Rechteinhaber entlohnt werden.