Paywall: Facebook testet kostenpflichtige Gruppen

Frank Hüber 70 Kommentare
Paywall: Facebook testet kostenpflichtige Gruppen
Bild: geralt | CC0 1.0

Facebook testet kostenpflichtige Gruppen, bei denen die Administratoren der Gruppe von ihren Mitgliedern Monatsbeiträge kassieren können. Die sich derzeit noch im Teststadium befindende Funktion soll bald allen Admins zur Verfügung stehen. Die Monatsbeiträge können zwischen 5 und 30 US-Dollar liegen.

Exklusive Inhalte gegen Gebühr

Der derzeit stattfindende Test der Subscription Groups ist auf die USA und eine kleine Auswahl von Gruppen beschränkt. Durch das kostenpflichtige Abonnement für Gruppen soll nicht nur die Arbeit der Admins honoriert werden, sondern Facebook erhofft sich auch, dass so exklusive Angebote auf Facebook entstehen, da sie hinter einer Paywall angeboten werden können. Schließt ein Nutzer ein Abo für eine Gruppe ab, kann er es monatlich kündigen. Diese Einstellung zur Laufzeit soll generell für alle Gruppen gelten und nicht von den Gruppenadmins individuell festgelegt werden können – zumindest nach aktuellem Stand. Facebook möchte mit dem eigenen Angebot auch erreichen, dass Admins keine externen Zahlungsdienstleister mehr für private Gruppen einsetzen, um so faktisch schon jetzt Abos für Gruppen an Facebook vorbei zu realisieren.

Kostenpflichtige Gruppen auf Facebook
Kostenpflichtige Gruppen auf Facebook (Bild: Facebook)

15 US-Dollar pro Monat für Aufräumtipps

Zu den ersten kostenpflichtigen Gruppen in den USA gehört die Gruppe „Organize My Home“ von Sarah Mueller, bei der es sich um eine Untergruppe ihrer zuvor bestehenden Gruppe „Declutter My Home“ handelt, die Aufräumtipps für das eigene Zuhause bereithält und derzeit mehr als 42.000 Mitglieder zählt. Um Mitglied der neuen Gruppe „Organize My Home“ zu werden, müssen Facebook-Nutzer 15 US-Dollar monatlich bezahlen. Dafür erhalten sie neben generellen Tipps zum Aufräumen auch Videos, Anleitungen, Checklisten, Live-Fragerunden und Aufgaben. Zudem nehmen weitere ausgewählte Gruppen aus anderen Bereichen wie etwa Gruppen zu Essensplänen oder der Hochschulzulassung teil.

Noch gehen alle Einnahmen an den Admin

In der Testphase werden die Einnahmen aus den Abonnements der kostenpflichtigen Gruppen in voller Höhe an die Gruppenadmins ausgezahlt; Facebook behält derzeit keinen Eigenanteil ein. Facebook möchte zunächst das Feedback der Admins und Nutzer abwarten, um die Funktion weiter zu verbessern. Nach eigenen Angaben sind mehr als eine Milliarde Facebook-Nutzerkonten in mindestens einer Gruppe aktiv.