Predator X & Triton 900: „Viel hilft viel“-Hardware von Acer für Spieler

Jan-Frederik Timm 16 Kommentare
Predator X & Triton 900: „Viel hilft viel“-Hardware von Acer für Spieler
Bild: Acer

Wie im Jahr 2017 will Acer auch zur IFA 2018 Spieler mit einem Desktop-PC und einem Notebook der Superlative für die Predator-Serie des Herstellers gewinnen. Für die breite Masse sind nach dem Predator Orion 9000 und Predator 21 X auch der Predator X und Predator Triton 900 nicht gedacht.

Predator X: Dual-Xeon-Dual-Turing-PC für Streamer

Mit dem Predator X will Acer dem „Gamer von heute“, der nicht nur spielt, sondern nebenher auch noch streamt und Inhalte kreiert, das richtige Werkzeug an die Hand geben. Das System setzt auf zwei Xeon-CPUs und dem bisher veröffentlichten Material zufolge auch auf zwei GeForce RTX 2080 (Ti) und soll auf dieser Basis nicht nur ausreichend Leistung für Spiele bieten, sondern auch dem gestalterischen Aspekt heutiger Spieler gerecht werden. Auf den ersten Blick klingt das schlüssig.

Dass Software allerdings darauf ausgelegt sein muss, um von einem Dual-CPU-System und vor allem dessen Speicherarchitektur zu profitieren, lässt Acer hingegen unerwähnt. Dabei ist das in der Vergangenheit nur von Dual-Sockel-Systemen bekannte Verhalten mit den aktuellen Multi-Kern-CPUs vom Typ Intel Core X oder AMD Ryzen Threadripper heutzutage sogar weitläufiger bekannt. AMD versucht bei Threadripper mit der Wahlmöglichkeit zwischen Non-Uniform Memory Access (NUMA) und Uniform Memory Access (UMA) gegenzusteuern. Kommen parallel mehrere Anwendungen zum Einsatz, die nicht vom selben Modus profitieren, bringt das aber nichts. Ian Cutress von Anandtech hält den von Acer proklamierten Einsatzzweck des Dual-Xeon-Systems folgerichtig für falsch.

Bis der Rechner auf den Markt kommt, dürfte noch etwas Zeit vergehen – und zwar nicht nur, weil die GeForce RTX 2080 erst am 20. September erscheinen wird. Details zu den Konfigurationen und den Preisen nennt Acer vorerst nicht.

Predator Triton 900: Display dreh dich

Vergleichbar verschlossen zeigt sich Acer auch beim Gaming-Notebook Predator Triton 900, das mit seinem gewagten Ansatz in die Fußstapfen des vor zwei Jahren präsentierten Predator 21 X tritt. In diesem Jahr bündelt Acer High-End-Desktop-Hardware allerdings nicht mit einem gebogenen 21-Zoll-, sondern einem planen Display, das in seinem Scharnier um 360° gedreht und damit auf Wunsch auch näher an der Tastatur positioniert werden kann.

Wer das tut, lässt auch das Kühlsystem im hinteren Teil des Notebooks hinter dem Display verschwinden, was dem wahrgenommenem Geräuschpegel zugute kommen soll. Mit neuen Lüfterblättern an den beiden Lüftern will Acer zwar auch so an der Geräuschkulisse gearbeitet haben. In Anbetracht der in der Vergangenheit vom Hersteller in Geräten dieser Klasse verbauten Hardware ist aber nicht davon auszugehen, dass das System unter Last leise bleibt.

Wie zum Predator X gibt es auch zum Predator Triton 900 noch keine weiterführenden Informationen. Beim Predator 21 X hatte es fast neun Monate gedauert, bis das System im Handel verfügbar war.