Adata-CEO: NAND-Flash-Preise könnten 2019 noch stärker fallen

Michael Günsch 40 Kommentare
Adata-CEO: NAND-Flash-Preise könnten 2019 noch stärker fallen

Es gibt verschiedene Prognosen für die Preisentwicklung bei NAND-Flash im kommenden Jahr. Einigkeit herrscht bei der Tendenz: Die Preise sollen durch ein Überangebot weiter fallen. Der Adata-Chef Simon Chen sagte, dass die Preise 2019 sogar noch stärker fallen könnten, als dies 2018 der Fall ist.

NAND-Flash-Preise auf steiler Talfahrt

Wie DigiTimes berichtet, sind die Preise für NAND-Flash in diesem Jahr bereits um rund 50 Prozent gefallen. Nach Engpässen in den vergangenen Jahren herrscht derzeit ein Überangebot, das die Preise wieder nach unten treibt. Laut dem CEO von Adata könnte der Preisverfall 2019 noch größer ausfallen, während die großen Hersteller von NAND-Flash die Kapazitätserweiterungen ihrer Fabriken noch verlangsamen müssten, um der Überversorgung entgegen zu steuern.

Etwas vorsichtiger ist dagegen die jüngste Schätzung der Marktforscher von DRAMeXchange, die eine weitere Reduzierung der Preise für NAND-Flash um 25 bis 30 Prozent für 2019 erwarten.

SSD-Preise innerhalb eines Jahres halbiert

Für Endprodukte wie SSDs, Speicherkarten und mit NAND-Flash bestückte Computer und Smartphones würde dies ebenfalls Kostensenkungen bedeuten. Bei SSDs ist der aktuelle Trend klar erkennbar: Kostete ein günstiges Mainstream-Modell mit SATA-Anschluss vor einem Jahr im Online-Handel noch rund 30 Cent pro Gigabyte, sind es aktuell zum Teil weniger als 15 Cent pro Gigabyte. Da NAND-Flash den Großteil der Kosten für eine SSD ausmacht, wären laut den Schätzungen SSD-Preise im Bereich von 10 Cent pro Gigabyte oder weniger im kommenden Jahr denkbar.

Bei DRAM-Preisen soll sich wenig ändern

Adata bietet neben SSDs auch Arbeitsspeicher mit DRAM an. Chen gehe davon aus, dass die Preise für DRAM im kommenden Jahr eher stabil bleiben. Die kleineren Kapazitätssteigerungen der DRAM-Fabriken sollen einer höheren Nachfrage gegenüber stehen. DRAMeXchange geht dagegen von um 15 bis 20 Prozent sinkenden DRAM-Preisen aus.