Microsoft-Studie: Gerade Jüngere häufiger Opfer von Internetbetrug

Fabian Vecellio del Monego 98 Kommentare
Microsoft-Studie: Gerade Jüngere häufiger Opfer von Internetbetrug
Bild: Microsoft

In Deutschland fallen überwiegend Millennials auf Internetbetrug in Form von Tech-Support-Scam herein, wie eine Studie von Microsoft darlegt. Insgesamt waren über die Hälfte der deutschen Internetnutzer im laufenden Jahr zumindest Opfer des versuchten Betruges geworden, im Vergleich zu 2016 stieg die Anzahl.

Deutsche Internetnutzer seien naiver geworden

Die Internetbetrüger versuchen dabei über Telefonanrufe, E-Mails oder aufdringliche Pop-Up-Fenster das Vertrauen der Betroffenen zu erlangen, indem sie sich als Mitarbeiter von Technologiekonzernen ausgeben. Unter dem Vorwand eines angeblich existierenden Computerproblems versuchen sie anschließend, an persönliche Daten, Passwörter oder Kreditkarteninformationen zu gelangen. Microsoft selbst ist dabei vor allem auf Grund des Betriebssystems Windows involviert: Jeden Monat erhalte das Unternehmen rund 11.000 Beschwerden von Kunden, die von entsprechenden Betrugsversuchen im Internet berichten.

Mittels einer Studie, in deren Rahmen rund 16.000 Erwachsene Internetnutzer aus 16 verschiedenen Ländern befragt wurden, fand Microsoft nun heraus, dass vor allem Jüngere betroffenen sind. Weltweit sind über die Hälfte der Opfer zwischen 18 und 37 Jahren alt. In Deutschland waren dabei von den Geschädigten, die auch einen finanziellen Schaden erlitten, 76 Prozent jünger als 38 Jahre alt. Auch sind die Nutzer leichtgläubiger geworden: Rund 13 Prozent der deutschen Befragten ließen sich in diesem Jahr auf den Betrug ein – Im Jahr 2016 taten es nur gut die Hälfte.

Ignorieren der Kontaktaufnahme sei die beste Strategie

Weltweit sank indes die Zahl der Betroffenen: 63 Prozent der Teilnehmer gaben an, im Laufe dieses Jahres bereits entsprechende Kontaktaufnahmen erhalten zu haben, 2016 waren es noch 68 Prozent. 44 Prozent fiel dabei auf Pop-Up-Fenster und aufdringliche Werbung zurück, für rund 37% des Betruges zeigten sich E-Mails verantwortlich. Während sich Nutzer laut Microsoft dank Ad- und Pop-Up-Blockern sowie ausgereifteren E-Mail-Filtern mittlerweile besser gegen diese Strategien wehren, zeigen sich auch klassische Telefonanrufe nach wie vor als effektiv.

Das Unternehmen verweist hierbei darauf, dass es keine Nutzer unaufgefordert telefonisch kontaktiere; dieses Verhalten sei generell branchenunüblich. Betroffenen rät Microsoft, die Kontaktaufnahmen so weit wie möglich zu ignorieren, bereits begonnene Telefonate sollten zügig und kommunikationslos beendet werden. Darüber hinaus gelte nach wie vor, bei unbekannten Links besonders skeptisch zu sein und nicht auf Werbeanzeigen wie unbekannte E-Mail-Anhänge zu klicken.