Sila: Erster Gaming-Router von Razer hat 9 Antennen

Frank Hüber 162 Kommentare
Sila: Erster Gaming-Router von Razer hat 9 Antennen
Bild: Razer

Mit dem Sila bringt Razer nun auch einen WLAN-Router auf den Markt, der speziell auf die Bedürfnisse von Spielern ausgelegt sein und eine schnelle Funkverbindung in allen Räumen gewährleisten soll. Hierfür setzt Razer auf neun interne Antennen mit einer starken Verstärkung.

Dank „Tri-Band AC3000“, FasTrack, Multichannel ZeroWait DFS und Mesh-Kompatibilität mit dediziertem Backhaul verspricht Razer nicht nur „ruckelfreies Gaming“, sondern auch „flüssiges, latenzfreies Streaming“ über die kabellosen WLAN-Verbindungen. Zudem spricht Razer vom „schnellsten WLAN-Gaming-Router“, wobei man sich auf eine Third-Party-Verifizierung von Allion USA stützt, die dem Razer Sila nach eigenen Angaben eine höhere Leistungsfähigkeit als anderen Mesh- und Gaming-Routern bescheinigt, wobei reale Bedingungen mit zusätzlichen WLAN-Netzwerken simuliert wurden.

Manuelle oder automatische Gaming-Priorisierung

Hinter „Razer FasTrack“ verbirgt sich eine QoS-Lösung, über die Bandbreite priorisiert werden kann. Die Filterung von Datenpaketen und eine adaptive Lerntechnologie ermöglichen es dem Nutzer, den Datenverkehr basierend auf Anwendungen oder Gerätetypen zu priorisieren. So kann etwa der eigene Gaming-PC bevorzugt behandelt werden. PlayStation, Xbox und Switch werden vom Router zudem automatisch erkannt. Möchte der Nutzer keine manuelle Konfiguration und Priorisierung vornehmen, kann per Knopfdruck der Gaming-Modus des Routers gewählt werden, der die optimale Bandbreite für Online-Gaming automatisch konfigurieren soll.

Dynamic Frequency Selection für mehr WLAN-Kanäle

Die Multi-Channel-Zero-Wait-DFS-Technologie (Dynamic Frequency Selection) wählt im 5-GHz-Frequenzbereich automatisch bis zu vier möglichst unbelastete WLAN-Kanäle im Bereich von 52 bis 144. In Deutschland muss DFS allerdings auf den Kanälen 52 bis 64 (5,25 – 5,35 GHz) und 100 bis 140 (5,47 – 5,725 GHz) benutzt werden. Zudem muss der Router den Kanal abhören und prüfen, ob ein anderer Sender auf diesem aktiv ist. Sollte dies der Fall sein, muss der Kanal vom Router gewechselt werden. Hierdurch soll unter anderem eine Störung des Betriebs von Wetterradarsystemen verhindert werden, die ebenfalls in diesen Frequenzbereichen arbeiten.

Mesh-WLAN und Tri-Band AC3000

Der Razer Sila kann darüber hinaus ein Mesh-Netzwerk mit anderen Sila-Routern aufbauen. Die Bezeichnung „Tri-Band AC3000“ bezieht sich auf die drei WLAN-Netze, die der Sila bereitstellt. Neben einem WLAN-802.11n-Netzwerk mit bis zu 400 Mbit/s werden zwei 5-GHz-Netze nach 802.11ac mit bis zu 1.734 Mbit/s und bis zu 866 Mbit/s aufgebaut. Letzteres dient als dedizierter 5-GHz-Backhaul. Neben WLAN ermöglicht der Razer Sila aber auch eine drahtgebundene Verbindung von Geräten. Hierfür stehen vier Gigabit-Netzwerkanschlüsse (1× WAN, 3× LAN) zur Verfügung. Zudem verfügt der Router über einen USB-2.0- und einen USB-3.0-Port.

Für 300 Euro ab sofort erhältlich

Die Einrichtung und Einstellungen des Routers kann der Nutzer über eine mobile App vornehmen, die für Google Android und Apple iOS angeboten werden soll. Der Razer Sila kann ab sofort auf Razer.com für 299,99 Euro bestellt werden, in den Handel soll er im Laufe des vierten Quartals kommen.