Bitcoin: Deutsche haben gespaltenes Verhältnis zum Kryptogeld

Aljoscha Reineking 153 Kommentare
Bitcoin: Deutsche haben gespaltenes Verhältnis zum Kryptogeld
Bild: pixabay.com | CC0 1.0

Die Mehrheit der Internetnutzer stehen laut einer repräsentativen Befragung Kryptowährungen kritisch gegenüber. Nur jeder Zehnte, dem Kryptowährung ein Begriff war, könnte sich überhaupt vorstellen, in eine virtuelle Währung zu investieren. Die Mehrheit der Nutzer macht lieber einen Bogen um Bitcoin, Ripple oder Ethereum.

Nutzer stehen Kryptowährungen weiterhin kritisch gegenüber

Laut der repräsentativen Befragung von Internetnutzern der Teams des Marktwächters Finanzen aus den Verbraucherzentralen Hessen und Sachsen, ist der Begriff „Kryptowährung“ mehr als der Hälfte der Nutzer bekannt.

Nur rund elf Prozent der Befragten, welche den Begriff „Kryptowährungen“ überhaupt kannten, kann sich eine Investition in virtuelles Geld vorstellen. Weitere elf Prozent haben zu dem Thema eine noch nicht festgelegte Meinung und 77 Prozent können sich nicht vorstellen, in Kryptowährungen zu investieren.

Bereitschaft für Investitionen bei jüngeren Nutzern höher

In dem Bereich der jüngeren Internetnutzer (18 bis 29 Jahre) ist die Investitionsbereitschaft am ausgeprägtesten. Fast jeder dritte (28 Prozent) kann sich vorstellen, in Kryptowährungen zu investieren und diese auch als Zahlungsmittel zu nutzen.

Kryptowährungen mit hohem Risiko verbunden

Laut Wolf Brandes, Teamleiter Marktwächter Finanzen mit dem Schwerpunkt Grauer Kapitalmarkt bei der Verbraucherzentrale Hessen, merkte an, dass die Anleger wissen müssten, dass Kryptowährungen als Geldanlage zum Grauen Kapitalmarkt gehören und damit unreguliert und nicht unter staatlicher Aufsicht stehen. Die theoretisch hohen Gewinnerträge durch Investitionen in Kryptowährungen sind deshalb mit hohen Risiken verbunden. Das hohe Risiko bei solchen Investitionen ist zumindest 70 Prozent der befragten Internetnutzern bereits bekannt. Allgemein warnt die Verbraucherzentrale Hessen vor allem vor undurchsichtigen Geschäften mit Kryptowährungen.

Kryptowährungen als Zahlungsmittel noch nicht gänzlich akzeptiert

Bei Kryptowährungen überwiegt derzeit noch die Skepsis das Vertrauen in einzelne Währungen, weshalb die Zahlungsmittel nur bei einigen, wenigen Händlern angenommen werden. Wird eine Zahlung über Kryptowährungen angeboten, gestaltet sich diese im Normalfall aber sehr einfach und schnell, was bereits elf Prozent der potenziellen Käufer zu schätzen wissen. Auch ComputerBase Pro lässt sich zum Beispiel einfach per Bitcoin bezahlen.

Die Umfrage wurde als Online-Panel durchgeführt. Ausgewertet wurden 1.016 Stichprobenbeschreibungen, welche eine repräsentative Abbildung der Internetnutzer ab 18 Jahren darstellt. Die statistische Fehlertoleranz soll bei +/- 3 Prozentpunkten liegen.