ASMedia-Chipsätze für AMD: B550 und A520 nur mit PCIe 3.0, PCIe 4.0 erst ab 2020

Michael Günsch 182 Kommentare
ASMedia-Chipsätze für AMD: B550 und A520 nur mit PCIe 3.0, PCIe 4.0 erst ab 2020

Den X570-Chipsatz mit PCIe 4.0 hat AMD selbst entwickelt. Die kleineren Varianten B550 und A520 sollen hingegen erneut von ASMedia stammen, aber nur PCIe 3.0 bieten. Erst ab 2020 soll es Chipsätze mit PCIe 4.0 bei ASMedia geben. An Controller-Chips für USB 4.0 arbeite die Firma ebenfalls.

Der Bericht von DigiTimes beruft sich einmal mehr auf Quellen aus Branchenkreisen und bestätigt zum Teil frühere Gerüchte. Denn schon zuvor hieß es, dass unter den Chipsätzen der 500-Series für AMDs AM4-Plattform voraussichtlich lediglich der X570 den neuen Schnittstellenstandard PCIe 4.0 bieten wird.

B550 und A520 mit PCIe 3.0 zum Jahresende

Im vierten Quartal 2019 soll ASMedia die Chipsätze B550 und A520 mit PCIe 3.0 an Mainboard-Hersteller ausliefern. Schon im Vorfeld war der Marktstart des B550 inoffiziell auf Ende 2019 datiert worden, was demnach im Bereich des Möglichen läge. Inwieweit sich die Chipsätze von den Vorgängern B450 und A320 unterscheiden, bleibt abzuwarten. Das Titelbild oben zeigt den B450-Chipsatz.

Potenziell wäre möglich, dass kommende B550- und A520-Mainboards dennoch PCIe 4.0 bieten: Die Ryzen-3000-CPUs bieten unabhängig vom Chipsatz ebenfalls PCIe 4.0 und versorgen unter anderem den oder die PCIe-Slots für Grafikkarten.

PCIe 4.0 bei ASMedia ab 2020

Zum Jahresende sollen erste I/O-Controller mit PCIe 4.0 von ASMedia ihr Tape-Out erreichen und somit deren Design an die Fertigung übergeben werden. Mit diesen wolle ASMedia im kommenden Jahr erneut AMD als Kunden gewinnen.

Den Auftrag für den X570-Chipsatz hatte ASMedia wiederum nicht erhalten. Stattdessen hat AMD dessen Entwicklung in die eigene Hand genommen. Erst kürzlich wurde bekannt, dass AMD dabei ganz ökonomisch vorgeht. Denn das Design des X570-Chipsatzes entspricht dem I/O-Die der Ryzen-3000-CPUs (Matisse). Während der Chip bei den Prozessoren im 12-nm-Verfahren bei Globalfoundries gefertigt wird, wird das gleiche Design für den X570-Chipsatz in 14 nm produziert. Lediglich bei den aktiven Funktionseinheiten gibt es Unterschiede; der DDR4-Speichercontroller wird beim X570 zum Beispiel nicht benötigt.

Nächstes Jahr will ASMedia auch USB 4.0 anbieten

Neben PCIe 4.0 habe ASMedia mit USB 4.0 eine weitere neue Schnittstelle auf dem Zettel. Auf einer Aktionärsversammlung habe der ASMedia-Vorsitzende Jerry Chen USB-4.0-Controller für 2020 in Aussicht gestellt, die Mainboard- und PC-Hersteller abnehmen sollen. Weniger offiziell sind die Informationen, dass ASMedia künftig Samsung und SanDisk mit USB-Bridge-Chips mit bis zu 10 Gbit/s (USB 3.2 Gen 2) beliefert, die beispielsweise in externen SSDs mit interner PCIe-Schnittstelle eingesetzt werden.

Vor einem Jahr hatte JMicron mit dem JMS583 einen der ersten PCIe-auf-USB-Bridge-Chips vorgestellt. Die Hersteller Phison und Silicon Motion arbeiten aber bereits an PCIe-SSD-Controllern, die nativ USB unterstützen und keinen Bridge-Chip mehr benötigen.