Mini-ITX-Mainboard: Asus bringt erste Platine mit A320-Chipsatz für 99 Euro

Frank Meyer 78 Kommentare
Mini-ITX-Mainboard: Asus bringt erste Platine mit A320-Chipsatz für 99 Euro
Bild: Asus

Asus hat mit dem Prime A320I-K ein erstes Mini-ITX-Mainboard mit dem AMD-Einsteigerchipsatz A320 ins Portfolio aufgenommen. Via Sockel AM4 werden auf der Platine AMDs Ryzen-Prozessoren der ersten und zweiten Generation unterstützt. Neue CPUs der Ryzen-3000-Familie (Test) kann der Chipsatz aber nicht ansprechen.

Erstes Mainboard mit A320-Chipsatz in Mini-ITX-Bauweise

Die kompakte Mini-ITX-Platine Prime A320I-K ist als erste ihrer Art im Budget-Segment angesiedelt und kann bedingt durch den kleinsten AMD-Chipsatz nur mit einer eingeschränkten Funktionsvielfalt aufwarten. Dazu gehört die Inkompatibilität zu Ryzen-CPUs der dritten Generation. Die neuesten Ryzen-APUs in Form des Ryzen 3 3200G und Ryzen 5 3400G (Codename Picasso) sind hingegen nach einem Bios-Update voll kompatibel mit A320-Platinen. Asus bietet auf der entsprechenden Support-Seite des Prime A320I-K bereits entsprechende Updates zum Download an.

Asus Prime A320I-K

Im direkten Vergleich zu Mainboards mit den größeren Chipsätzen X370/X470/X570 respektive B350/B450 ist der Funktionsumfang des mit dem A320-Chipsatz bestücken Asus Prime A320I-K aber noch in weiteren Bereichen deutlich beschnitten.

Einschränkungen auch beim M.2-Slot

Beispielsweise verfügt der M.2-Steckplatz für SSDs im Steckkartenformat zwar über vier Datenleitungen, die in Abhängigkeit vom verwendeten Prozessor aber im besten Fall via PCIe 2.0 angebunden sind. Mit einer Athlon-APU wird dieser in den SATA-Mode umgeschaltet, der die maximalen Transferraten noch weiter senkt. Auch schnelle USB-Ports mit bis zu 10 Gbit/s (USB 3.1 Gen2) hat Asus bei der neuen Platinen eingespart.

Die I/O-Schnittstellen der Chipsätze und CPUs von AMD für den Sockel AM4
X570 X470/X370 B450/B350 A320 Ryzen 3000 (CPU) Ryzen 1000/2000 (CPU)
PCIe 4.0 16**** 0 0 0 24 (20*) 0
PCIe 3.0 0 0 0 0 0 24 (20*/18**)
PCIe 2.0 0 8 6 4 0 0
USB 3.2 Gen 2 (10 Gbit/s) 8 2 2 1 4 0
USB 3.0 0 6 2 2 0 4
USB 2.0 4 6 6 6 0 0
SATA 6 Gbit/s 4 (max. 12****) 6 4 4 2** 2**
SATA-RAID ? 0/1/10 0/1/10 0/1/10
Übertakten Ja Ja Ja
CrossFire / SLI ja / ja ja / ja ja*** / – ja*** / –
*bei X570/X470/X370/B450/B350/A320 sind 4 PCIe-Lanes für Chipsatzanbindung belegt
**SATA-Ports kosten 2 weitere PCIe-Lanes des SoCs
***CrossFire-Support durch eigene Lösungen der Mainboard-Hersteller

****statt 8 × PCIe 4.0 ist 8 × SATA möglich

Die weitere Ausstattung des Prime A320I-K ist unspektakulär und umfasst neben dem für Mini-ITX-Platinen obligatorischen PCIe-3.0-x16-Steckplatz für Grafikkarten vier SATA-Buchsen für Laufwerke, Gigabit-LAN via Realtek-Chip und eine 7.1-Audiolösung. Von den sechs am I/O-Panel positionierten USB-Buchsen sind vier via USB-3.0-Standard (5 Gbit/s) ausgeführt. Die übrigen zwei sind genau wie zwei interne USB-Header nach USB-2.0-Standard spezifiziert. Nativ bringt das Asus Prime A320I-K keine (RGB)Beleuchtung mit, verfügt aber über zwei interne Anschlüsse, an denen Leuchtstreifen gekoppelt werden können.

Ab 90 Euro gelistet, für 99 Euro erstmals lieferbar

Das Mini-ITX-Mainboard Asus Prime A320I-K ist aktuell noch nicht bei allen Händlern vorrätig und nur sehr eingeschränkt lieferbar. Der Preis variiert dementsprechend, weshalb bei sofortiger Verfügbarkeit derzeit im Preisvergleich rund 99 Euro aufgerufen werden. Bei breiter Verfügbarkeit soll die kompakte AM4-Platine noch zehn Euro günstiger werden.