Homeworld 3: Gearbox setzt Serie fort und fragt nach Unterstützung

Max Doll 62 Kommentare
Homeworld 3: Gearbox setzt Serie fort und fragt nach Unterstützung
Bild: Gearbox

Gearbox belebt die Strategiespiel-Serie Homeworld wieder und lässt derzeit eine echte Fortsetzung entwickeln, die sich aber noch ein einem sehr frühen Stadium befindet. Parallel fragt das Unternehmen auf der Crowdfunding-Plattform Fig bis zum 30. September nach Geld und Ideen der Fans.

Mit der Entwicklung hat Gearbox Blackbird Interactive beauftragt. Das Studio hatte 2016 bereits das Prequel Homeworld: Deserts of Kharak entwickelt und wurde von einem Serienveteranen gegründet. Darüber hinaus wird das Team von Gearbox-Mitarbeitern unterstützt, die die Homeworld-Klassiker überarbeitet haben.

Homeworld 3 findet sich aktuell aber noch in der „Pre-Production-Phase“, in der Entwickler das Konzept festzurren. Die Fertigstellung wird deshalb erst für das letzte Quartal des Jahres 2022 angepeilt, was die Entwickler aber nur als grobe Schätzung verstanden wissen wollen. Die Schwarmfinanzierung in dieser frühen Phase, in der nicht mehr als ein Rendertrailer gezeigt werden kann, solle die Entwicklung zusammen mit einer Community ermöglichen, heißt es auf Fig. Die Wahl der Plattform ist allerdings kein Zufall: Gearbox-CEO Randy Pitchford ist dort Mitglied des Beirates.

Bewährtes wird aktualisiert

Homeworld 3 soll die Geschichte des zweiten Teils nahtlos fortsetzen, dabei wie Deserts of Kharak häufiger Charaktere in gemalten Zwischensequenzen in der Vordergrund rücken und wie in der Serie gewohnt echte 3D-Kämpfe inszenieren. Dies war lediglich im Prequel Deserts of Kharak anders, das als klassisches Strategiespiel mit 2D-Ebenen konzipiert war.

Das klassische Homeworld-Gameplay soll auch der dritte Teil bieten, allerdings ergänzt und modernisiert. Angekündigt wird, dass etwa die Zugänglichkeit und Grafik gegenwärtigen Standarts entspricht, aber auch eine Reihe von Gameplay-Neuerungen. Klassisches Homeworld zeichnet sich vor allem durch die Übernahme der Raumflotte zwischen Missionen aus. Hohe Verluste sind deshalb kritisch.

Unterstützen oder Investieren

Das fertige Spiel erhalten Unterstützer der Kampagne für einen Beitrag von 50 US-Dollar. Für 60 US-Dollar gibt es zusätzlich alle bisherigen Homeword-Spiele. Alternativ besteht auf Fig die Möglichkeit, zeitlich begrenzt gültige Anteile an den Publishing-Rechten eines Projekts zu erwerben. Ein Anteil kostet im Falle dieser Kampagne 500 US-Dollar und berechtigt zu einem Anteil am Umsatz, der in den ersten 18 Monaten nach Erscheinen eingespielt wird. Um die investierte Summe wieder zu erhalten, müssen laut Hochrechnungen von Fig mindestens 560.000 Exemplare verkauft werden. Vorausgesetzt wird eine Crowdfunding-Summe von zehn Millionen US-Dollar, die zur Hälfte aus Investments besteht.

Bislang sind rund 320.000 US-Dollar zusammengetragen worden. Das Finanzierungsziel der Kampagne ist damit überdeutlich erreicht worden, lag es doch bei nur einem(!) US-Dollar. Die niedrige Summe garantiert, dass Gearbox jeden Dollar erhält, soll aber nach Angaben des Unternehmens symbolisieren, dass die Finanzierung auch ohne weiteres Geld gesichert sei.