Wochenrück- und Ausblick: Bei Ryzen 3000 entscheidet das Mainboard über den Takt

Nicolas La Rocco 113 Kommentare
Wochenrück- und Ausblick: Bei Ryzen 3000 entscheidet das Mainboard über den Takt
Bild: AMD

Wie hoch taktet Ryzen 3000 auf Basis von Zen 2 wirklich? So hoch wie AMD verspricht oder doch niedriger? Und von welchen Faktoren ist dies abhängig? Diesen Fragen sind ComputerBase und die Community im beliebtesten Artikel der 35. Kalenderwoche nachgegangen. Bei den Tagesmeldungen führt eine Kopie der Apple Watch.

Das Ökosystem rund um AMDs neue Ryzen-3000-Familie fühlt sich knapp zwei Monate nach dem Start noch immer nicht vollständig ausgereift an. Vor allem bei den Mainboards, zahlreichen BIOS- und AGESA-Code-Updates entsteht der Eindruck eines unfertigen Eindrucks, was an die Kinderkrankheiten der ersten Ryzen-Generation erinnert.

Dabei dreht sich ein Großteil der Diskussion um den maximalen Turbotakt bei Ryzen 3000, der für die maximale Taktfrequenz bei Last auf einem Kern steht. Hier hatte sich unter einigen Anwendern manifestiert, dass der von AMD beworbene maximale Turbotakt nicht erreicht werden könne. Dazu beigetragen haben zudem die inoffiziellen Aussagen eines Asus-Mitarbeiters, wonach AMD die neuen Prozessoren über ein AGESA-Code-Update hinsichtlich des Turbotaktes eingeschränkt haben soll, um die Zuverlässigkeit zu steigern.

Eigene Tests zeigen gespaltenes Bild

Dass dem nicht pauschal so ist, haben mehrere Tests von ComputerBase und der Community gezeigt. Je nach Mainboard und unter Verwendung der aktuellen AGESA-Version kann der von AMD beworbene Turbotakt nicht nur erreicht, sondern sogar leicht übertroffen werden. Wahr ist allerdings auch, dass bei einigen der getesteten Mainboards bis zu 130 MHz zum offiziellen Turbotakt fehlen. Das Mainboard scheint entscheidend für das Erreichen oder Nichterreichen der offiziellen Angabe zu sein.

Ein Großteil der Community erreicht den Turbotakt nicht

Auch innerhalb der ComputerBase-Community zeigt sich ein gespaltenes Ergebnis. 35 Prozent der Tester aus der Community konnten mit ihren Ryzen-3000-CPUs den von AMD beworbenen Takt erreichen oder überschreiten. Allerdings bedeutet das auch, dass 65 Prozent und damit die Mehrheit der Anwender nicht den maximalen Turbotakt erreichen. Die beworbene maximale Taktfrequenz zu erreichen, ist somit eher die Ausnahme als die Regel. Am Ryzen-3000-Ökosystem muss somit weiter gefeilt werden.

Eine günstige Smartwatch für Android und iOS

Bei den Tagesmeldungen hat es ein neues Wearable der Xiaomi-Tochter Huami an die Spitze geschafft. Mit der Amazfit GTS hat das Unternehmen eine Smartwatch vorgestellt, die der Apple Watch bei Gestaltung der Smartwatch selbst sowie dem Design der Software verblüffend ähnlich ist. Beim Preis unterscheidet sich die Huami Amazfit GTS jedoch deutlich von der Apple Watch: Wo Apple für die aktuelle Generation mindestens 429 Euro verlangt, sind es für die Amazfit GTS nur 115 Euro. Und mit einem eigenen Betriebssystem kann die Uhr mit Android- und iOS-Smartphones gekoppelt werden.

Die IFA startet in Berlin

Die kommende Woche steht im Zeichen der Internationalen Funkausstellung in Berlin. ComputerBase wird am Montag erste Termine wahrnehmen, bevor der große Messetrubel schließlich ab Mittwoch mit einer Pressekonferenz von Acer beginnt. Für Privatbesucher ist die IFA 2019 vom 6. bis 11. September geöffnet, die Ticketpreise liegen bei regulär 13 Euro für eine Tageskarte, ermäßigte Tickets gibt es ebenfalls.