Philips Hue Play HDMI Sync Box: Ambilight über Hue-Lampen für das gesamte Wohnzimmer

Frank Hüber 116 Kommentare
Philips Hue Play HDMI Sync Box: Ambilight über Hue-Lampen für das gesamte Wohnzimmer
Bild: Signify

Ambilight am Fernseher gibt es seit Jahren, mit der „Philips Hue Play HDMI Sync Box“ wird jedoch die gesamte Philips-Hue-Beleuchtung im Zimmer oder gar der Wohnung angesprochen und mit dem Fernsehbild für Lichteffekte synchronisiert.

Die Philips Hue Play HDMI Sync Box wird hierfür per HDMI zwischengeschaltet und wertet das Bild aus, um die Farben und Effekte der Lampen an den Bildinhalt anzupassen. So ist es möglich, Beleuchtungseffekte für das Bildsignal einer Spielekonsole, eines Satellitenreceivers, eines Blu-ray-Players, eines PCs oder Laptops oder eines Streaming-Geräts wie Amazon Fire TV oder Apple TV zu nutzen. Bis zu vier Zuspieler können gleichzeitig an die Philips Hue Play HDMI Sync Box angeschlossen werden, die beim Einschalten eines Geräts den Eingang auf Wunsch automatisch auf diese Bildquelle umstellt. Die Philips Hue Play HDMI Sync Box kann auf normale Infrarot-Fernbedienungen angelernt und darüber bedient werden.

Bis zu 10 Leuchten tauchen das Wohnzimmer in Farbe

Um die Philips-Hue-Lampen und Leuchten mit der Play HDMI Sync Box und somit dem Bildschirminhalt und der Musik zu synchronisieren, ist es vorher notwendig, die Anordnung der Lampen im Verhältnis zum Bildschirm im Raum in der Philips-Hue-Sync-Mobile-App zu konfigurieren. Dabei ist nicht nur die 2D-Position entscheidend, sondern auch die Höhe der Leuchten im Raum. Bis zu 10 Leuchten können auf diese Weise zu einem Entertainment-Bereich kombiniert werden, wobei keine speziellen Lampen benötigt werden – alle farbfähigen Philips-Hue-Lampen und Leuchten funktionieren mit der neuen Philips Hue Play HDMI Sync Box.

Selbstversuch: Nicht nur der Bildschirmrand wird ausgewertet

Die Helligkeit, Intensität und die Geschwindigkeit des Lichtwechsels lassen sich in der App einstellen. Bei der höchsten Reaktionsgeschwindigkeit kann sich das Wohnzimmer je nach wiedergegebenem Inhalt jedoch schnell in eine Disco verwandeln, wie ComputerBase bereits bei einer Präsentation der neuen Box erleben konnte. Bemerkenswert ist jedoch, dass die Leuchten trotz der drahtlosen Kommunikation und der Auswertung des Bildsignals ohne spürbare Verzögerung reagieren.

Auffällig ist dabei zudem, dass sich die Lichteffekte deutlich von Ambilight unterscheiden. Während Ambilight für die Beleuchtung der Wand hinter dem Fernseher den Ansatz verfolgt, das Bild quasi zu vergrößern, indem die Farbe des Bildrandes auf die Wand projiziert wird, wird bei Philips Hue das gesamte Bild analysiert. Rote Haare der Protagonistin in Aquaman sorgen so beispielsweise für eine rote Beleuchtung an der Oberseite des Fernsehers, auch wenn sie sich in der Bildmitte befindet.

HDCP wird entschlüsselt und wieder verschlüsselt

HDCP geschützte Inhalte sind überraschender Weise übrigens kein Problem für die Philips Hue Play HDMI Sync Box. Sie bricht diese Verschlüsselung auf, analysiert das Bild und verschlüsselt es zur Ausgabe an den Fernseher wieder. Eine Möglichkeit das Signal unverschlüsselt abzugreifen, gibt es somit nicht.

Der LED-Streifen kann nicht aufgeteilt werden

Der Lightstrip von Philips Hue, den viele an der Rückseite des Fernsehers platziert haben, lässt sich in der App allerdings nicht aufteilen, um etwa die beiden Seiten und die Oberseite mit nur einem LED-Streifen abzudecken. Hierfür ist derzeit noch der Einsatz von drei einzelnen LED-Strips notwendig.

Preis und Verfügbarkeit

Die Philips Hue Play HDMI Sync Box ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz ab dem 15. Oktober 2019 für 249,99 Euro (UVP) exklusiv bei MediaMarkt und Saturn sowie über meethue.com erhältlich. Über weitere Händler wird sie erst im nächsten Jahr erhältlich sein.

ComputerBase hat Informationen zu diesem Artikel von Signify unter NDA erhalten. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt.