IFA 2019

Synology DSM 7.0: Schneller als DSM 6 und Apps werden gebündelt

Frank Hüber 58 Kommentare
Synology DSM 7.0: Schneller als DSM 6 und Apps werden gebündelt
Bild: Synology

Synology hat erneut einen Einblick in die neue Version 7.0 des NAS-Betriebssystems DiskStation Manager alias DSM gegeben. Statt unter dem Motto „Simple, yet powerful“ stand DSM 7.0 dieses Mal unter dem Motto „Smart. Simple. Reliable“.

Hinter „simple“ verbirgt sich dabei nicht nur eine einfachere und intuitivere Bedienbarkeit, die Synology mit der neuen Version erreichen möchte, sondern wird auch als eine schnellere Verfügbarkeit und Reaktion der Benutzeroberfläche verstanden. Die Web-Oberfläche von DSM 7.0 lädt durchschnittlich rund 40 Prozent schneller als der Vorgänger. Die Startseite ist bei identischem Inhalt in einem Test nach weniger als der Hälfte der Zeit geladen. Außerdem möchte Synology den Nutzer bei der Bedienung in der Oberfläche stärker begleiten und leiten, indem einzelne Funktionen wie der Storage Manager, der ebenso aufgeräumter ist, einfacher zu finden sind und wichtige Begriffe wie RAID und Storage Pool erläutert werden.

Aus Moments und PhotoStation wird Synology Photos

Für Überschneidungen bei der Nutzung und Verwirrung hat bisher die parallele Existenz der beiden Fotoanwendungen Moments und PhotoStation gesorgt, weshalb Synology die Funktionen beider Apps nun unter „Synology Photos“ zusammenfasst. Aus der Audio Station, Video Station und dem iTunes-Server wird zudem die neue App „Synology Media Center“. Auch die mobilen Apps für Smartphones wurden dabei überarbeitet und bieten nun neben der Möglichkeit, den Account zu wechseln, beispielsweise einen Darkmode.

DSM 7.0: Synology Photos
DSM 7.0: Synology Photos (Bild: Synology)

Neues Analyse-Tool für Administratoren

Hinter „smart“ verbirgt sich hingegen das neue Paket „Active Insight“ für Administratoren und Systemintegratoren. Hierbei handelt es sich um ein zentrales Analyse-Tool, das für alle betriebenen NAS-Geräte eine detaillierte Übersicht bezüglich Performance-Metriken zu CPU, RAM und Speicher anzeigt. Kombiniert werden diese Informationen der lokalen NAS mit Daten aus der Cloud, um Vorhersagen zur Lebensdauer beispielsweise der eingesetzten Festplatten treffen zu können. Administratoren können die Oberfläche zudem ihren persönlichen Präferenzen entsprechend anpassen.

Über das Central Management System (CMS) im DSM können alle NAS-Geräte im Netzwerk zentral gesteuert und verwaltet werden. Die Verbindung zwischen dem Host-NAS und den Clients kann automatisch über DDNS oder Synologys QuickConnect vorgenommen werden. Dabei können im CMS individuelle Skripte für einzelne Server ausgeführt werden, um beispielsweise IP-Adresse und Servernamen automatisch zu vergeben. In der neuen Version wurde die Key-Funktion „one-shot task“ hinzugefügt und Verbesserungen des UI und UX hinsichtlich Groups & Policy vorgenommen.

Verbesserungen für den Resource Monitor und btrfs

Deutliche Verbesserungen verspricht Synology auch beim „Resource Monitor“, über den Auslastungsprobleme besser erkannt werden sollen, da die neue Version eine detailliertere Auflistung der Auslastungsverteilung ermöglicht. Auch beim Dateisystem btrfs hat Synology Änderungen vorgenommen. Unter anderem wurde die Implementierung von „Concurrent Write“ auf einem einzelnen LUN, was die Leistung auf High-End-Geräten um bis zu 70% steigern können soll, vorgenommen.

Weitere Verbesserungen für den Enterprise-Bereich

Zu den weiteren Verbesserungen von DSM 7.0 zählen eine vereinfachte Einrichtung von virtuellen Maschinen, indem über ein VMWare-Plugin die notwendigen Schritte von 13 auf 4 reduziert wurden, die Unterstützung von Fiber Channel mit der Einführung des „SAN Managers“, der den „iSCSI Manager“ ablöst, und die Unterstützung von Hyper-V von Microsoft in der Active Backup Suite.

Weiterhin kein Releasetermin

Bereits im Herbst 2018 hatte Synology einen ersten Ausblick auf DSM 7.0 gegeben, ohne einen Termin zu nennen. Die Spekulation, dass die neue Version erneut im März erscheinen könnte, wie es zuvor bei Synology mit neuen Hauptversionen häufiger der Fall war, erwies sich dabei als falsch. Wann DSM 7.0 erscheinen wird, verriet Synology auch jetzt nicht, sondern möchte der Entwicklung so viel Zeit wie nötig geben, bis das Betriebssystem ausgereift ist.

ComputerBase hat Informationen zu diesem Artikel von Synology unter NDA erhalten. Die einzige Vorgabe war der Veröffentlichungszeitpunkt.