Verfügbarkeit unklar: Microsoft testet Seagates Mach.2-Festplatten für Azure

Frank Hüber 45 Kommentare
Verfügbarkeit unklar: Microsoft testet Seagates Mach.2-Festplatten für Azure
Bild: Seagate

Bereits Anfang 2018 hat Seagate die Mach.2-Technologie vorgestellt, bei der eine klassische Festplatte mit Dual-Actuator-Technologie ausgestattet ist, was in der Praxis derzeit zwei autonome Köpfe bedeutet, wodurch sich die IOPS sowie Lese- und Schreibraten verbessern. Nun testet Microsoft die neue Technik für die Azure-Cloud.

Microsoft testet dabei Seagates neue Exos-2X14-Enterprise-Festplatte mit der Mach.2-Dual-Actuator-Technologie mit zwei unabhängigen Gruppen von Schreib-/Leseköpfen. Ziel sei es, zu testen, ob durch die Mach.2-Technik die erforderlichen IOPS für Microsoft Cloud-Services in Azure und den Microsoft Exchange Online E-Mail-Service aufrechterhalten werden können. Seagate verspricht, dass sich die sequenziellen Transferraten verdoppeln und 520 MB/s erreichen. In puncto Effizienz nennt Seagate bis zu 30 Prozent mehr IOPS pro Watt gegenüber HDDs mit Single-Actuator, da die zusätzliche Mechanik mehr Energie benötigt.

Erste Tests bei Microsoft sollen diese Erwartungen erfüllen, so Seagate. Microsoft habe die erste Runde des Einsatzes der Exos 2X14 inzwischen abgeschlossen und sie auf Kompatibilität, Interoperabilität, Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit abgeschlossen. Microsoft habe dabei eigene Testprogramme genutzt, die etwa den Einsatz von Exchange 2013 und Exchange 2016 auf einem Server simulieren. Auch Backups und Streaming seien getestet worden, um die sequenziellen Transferraten zu prüfen.

Microsoft sei bereits seit den Anfängen der Technologie an der Entwicklung beteiligt, so dass die Anforderungen des Unternehmens für ihre Datenzentren berücksichtigt werden konnten, wovon auch andere Cloud-Anbieter profitieren sollen.

Kunden warten weiterhin auf eine Verfügbarkeit

Im September dieses Jahres hatte Seagate angekündigt, dass die Bemusterung der Festplatten mit Mach.2-Technologie nun tatsächlich starten soll, nachdem die Technik zwar immer wieder gezeigt wurde, aber für Kunden nie verfügbar war. Wann sie tatsächlich frei auf dem Markt erhältlich sein wird, ist auch weiterhin unklar. Denn auch bei Microsoft kommen speziell von Seagate bereitgestellte Test-Festplatten aus früher Produktion zum Einsatz.