Supercomputer: Epyc soll Wettervorhersage genauer machen

Sven Bauduin 50 Kommentare
Supercomputer: Epyc soll Wettervorhersage genauer machen
Bild: Atos

Das Europäische Zentrum für mittelfristige Wettervorhersage (EZMW) und der französische IT-Dienstleister Atos planen gemeinsam einen neuen Supercomputer, der auf Basis der BullSequana-XH2000-Plattform (PDF) und AMD Epyc 7742 (Rome) eine Gesamtrechenleistung von bis zu 40 PetaFLOPS in der Spitze erreichen soll.

Mit dem neuen Supercomputer möchte das 1975 gegründeten European Centre for Medium-Range Weather Forecasts (ECMWF) noch präzisere Wettervorhersagen treffen und würde sich auf den fünften Rank der aktuellen TOP500 der weltweit schnellsten Supercomputer verbessern.

Wechsel von Intel Broadwell-EP zu AMD Rome

Ventus, der aktuelle Supercomputer der Organisation, bestehend aus zwei Systemen der XC40-Plattform von Cray, erreicht in der aktuellen Ausbaustufe mit je 7.026 Prozessoren vom Typ Intel Xeon E5-2695v4 (18C/36T) eine Rechenleistung von rund 8 PetaFLOPS im realen Betrieb (Rmax).

Die zahlreichen Cluster-Nodes aus mehreren Tausend Epyc-Prozessoren mit je 64 Kernen und 128 Threads kommunizieren über eine serielle Hochgeschwindigkeitsschnittstelle vom Typ InfiniBand mit einer Übertragungsrate von bis zu 200 GBit/s. Außerdem soll der neue Supercomputer über insgesamt 91 Petabyte Massenspeicher von DataDirect Networks verfügen. Das noch namenlose System soll zukünftig vor allem deutlich höher aufgelöste und damit genauere Vorhersagen als bisher ermöglichen.

Weitere Details zu dem rund 80 Millionen Euro teuren Projekt, welches in einem neuen Hochleistungsrechenzentrum in Bologna installiert und 2021 in Betrieb genommen werden soll, liefert die offizielle Pressemitteilung (PDF) von Atos und des EZMW.