Falsche Videostreams: Google sperrt Xiaomi nach Panne bei Cloud-Kameras aus

Frank Hüber 17 Kommentare
Falsche Videostreams: Google sperrt Xiaomi nach Panne bei Cloud-Kameras aus
Bild: Xiaomi

Nachdem Nutzern von Cloud-Kameras von Xiaomi, die über den Google Assistant auf ihren Videostream zugreifen wollten, mitunter die Bilder fremder Kameras gezeigt wurden, hatte Google Xiaomi zunächst aus der Nest-Plattform ausgesperrt. Xiaomi hat umgehend reagiert und das Problem inzwischen in Zusammenarbeit mit Google gelöst.

Betroffen war demnach die Sicherheitskamera Mijia 1080p Smart IP von Xiaomi. Nutzern dieses Modells wurde beim Abruf des Videostreams über den Google Assistant – etwa über das Smart-Display Google Nest Hub (Test) –, sofern das Google-Konto über die App mit der Kamera verknüpft wurde, mitunter der Videostream eines beliebigen anderen Nutzers mit demselben Kameramodell gezeigt. Bei jedem erneuten Zugriff wurde dabei das Bildsignal der Kamera eines anderen Nutzers angezeigt, eine feste Zuordnung gab es somit nicht.

Update zur Verbesserung sorgte für Probleme

Laut Xiaomi sind die Probleme durch ein Cache-Update am 26. Dezember 2019 ausgelöst worden, durch das eigentlich nur die Videostreaming-Qualität der Mijia-Kamera verbessert werden sollte. Das Problem soll zudem nur in extrem seltenen Fällen aufgetreten sein, nämlich dann, wenn die Integration der Kamera in den Google Home Hub bei einer schlechten Netzwerkverbindung genutzt wurde. Deutsche Anwender seien von dem Problem zudem gar nicht betroffen gewesen, so Xiaomi. Sofern über die Mi-Home-App auf den Videostream zugegriffen worden sei, habe es auch keine Probleme gegeben.

Google hat die Xiaomi-Integration und den Zugriff auf die Xiaomi-Kameras über die Assistant-Plattform bis zur vollständigen Klärung ausgesetzt.

Reddit-Nutzer hatte Probleme öffentlich gemacht

Auf Reddit hatte der Nutzer Dio-V die Probleme öffentlich gemacht, der über den Kamera-Zugriff auf dem Nest Hub auf Videostreams aus fremden Wohnungen zugreifen konnte. Unter anderem wurden ihm fremde Wohn- und Kinderzimmer angezeigt, wobei in einem von diesen die Kamera auf das Babybett mit einem schlafenden Kleinkind gerichtet war. Die Aufnahmen, die er veröffentlicht hat, stammen vom 1. und 2. Januar 2020.