CES 2020

Notebook: Dell stellt das XPS 13 (9300) auf 16:10 und Ice Lake um

Update Nicolas La Rocco
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Notebook: Dell stellt das XPS 13 (9300) auf 16:10 und Ice Lake um
Bild: Dell

Dell stellt das XPS 13 auf das neue Modell 9300 um, das nach zwei Jahren ein neues Design einführt. Das Display mit abermals schmaleren Rändern wächst auf 13,4 Zoll und hat neuerdings das Format 16:10. Außerdem führt Dell Intel Ice Lake, eine größere Tastatur und ein größeres Touchpad ein. Und wieder gibt es weniger Anschlüsse.

Das XPS 13 hat über die letzten Jahre einen deutlichen Wandel vollzogen. Vor drei Jahren als Modell 9360 noch mit USB Typ A und vollwertigem Cardreader erhältlich, folgte zur CES 2018 die Umstellung auf das 9370 mit neuem Chassis und nur noch USB Typ C und Thunderbolt 3. Das für zwei Jahre genutzte Gehäuse erhält kurz vor dem Start der CES 2020 mit der Generation 9300 ein neues Design, das das Notebook weiter verkleinert und die Anzahl der Schnittstellen auf zweimal Thunderbolt 3, einen microSD-Cardreader und die Kopfhörerbuchse reduziert. USB 3.1 Typ C ist gestrichen worden, dafür gibt es an anderen Stellen zahlreiche Veränderungen zum Positiven.

Neues Display im höheren 16:10-Format

Mit dem 9300 gleicht Dell das XPS 13 hinsichtlich Display an die 2-in-1-Variante des Notebooks an. Das XPS 13 2-in-1 7390 (Test) bietet Dell bereits mit einem neuen 13,4-Zoll-Display im 16:10-Format an. Die Auflösung der Full-HD-Variante wächst damit von 1.920 × 1.080 auf 1.200 Pixel in der Höhe, bei der UHD-Variante mit ehemals 3.840 × 2.160 Pixeln gibt es nun 2.400 Bildpunkte auf der Y-Achse. Aber Dell hat nicht nur das Format angepasst, sondern auch die Ränder weiter reduziert, allen voran den unteren Rand, sodass das Screen-to-Body-Verhältnis nun bei 91,5 Prozent liegt. Die 720p-Webcam ist erneut zentral oberhalb des Displays verbaut.

Das Full-HD-Display bietet Dell in zwei Varianten an: mit Touch und ohne Touch. Die weiteren Eigenschaften sind mit bis zu 500 cd/m² Helligkeit, 100 Prozent sRGB und einem Kontrastverhältnis von 1.800:1 identisch. Wer zur UHD-Version greift, erhält darüber hinaus eine DisplayHDR-400-Zertifizierung und 90 Prozent DCI-P3. Das Kontrastverhältnis des UHD-Bildschirms fällt mit 1.500:1 etwas schlechter aus.

Dell XPS 13 (9300)

Größere Eingabegeräte in kleinerem Gehäuse

Dell bringt in dem Notebook eine breitere Tastatur mit größeren Tasten sowie ein größeres Touchpad unter, obwohl das Gehäuse in puncto Fläche verkleinert wurde. Die neue Tastatur erstreckt sich über die gesamte Breite des Chassis, das 295,7 × 198,7 × 14,8 mm (B×T×H) misst, während es beim 9380 noch 302 × 199 × 7,8 – 11,6 mm waren. Das Notebook nimmt somit weniger Fläche ein, fällt dafür aber an der dicksten Stelle 3,2 mm höher aus. Eine Höhenangabe zur dünnsten Stelle fehlt im Datenblatt.

Dell XPS 13 9300
CPU Intel Core i3-1005G1
2 Kerne, 4 Threads
1,20 – 3,40 GHz, 4 MB L3 Cache
Intel Core i5-1035G1
4 Kerne, 8 Threads
1,00 – 3,60 GHz, 6 MB L3 Cache
Intel Core i7-1065G7
4 Kerne, 8 Threads
1,30 – 3,90 GHz, 8 MB L3 Cache
GPU Intel UHD Graphics, 0,3 – 0,9 GHz Intel UHD Graphics, 0,3 – 1,05 GHz Intel Iris Plus Graphics, 0,3 – 1,10 GHz
RAM 4 GB LPDDR4-3733, 8 GB LPDDR4-3733, 16 GB LPDDR4-3733, 32 GB LPDDR4-3733
SSD 256 GB PCIe 3.0 x4, 512 GB PCIe 3.0 x4, 1 TB PCIe 3.0 x4, 2 TB PCIe 3.0 x4
Display 13,4 Zoll, 1.920 × 1.200 Pixel, 500 cd/m², 1.800:1, 100% sRGB, Non-Touch
13,4 Zoll, 1.920 × 1.200 Pixel, 500 cd/m², 1.800:1, 100% sRGB, Touch
13,4 Zoll, 3.840 × 2.400 Pixel, 500 cd/m², DisplayHDR 400, 1.500:1, 100% sRGB, 90% DCI-P3, Touch
Akku 52 Wh
Anschlüsse 2 × Thunderbolt 3, microSD, Kopfhörerbuchse
Konnektivität Killer Wi-Fi 6 AX1650 (Intel), Killer Wi-Fi 6 AX500-DBS (Qualcomm)
Webcam 720p-HD-Auflösung, oberhalb des Displays
Abmessungen (B×T×H) 295,7 × 198,7 × 14,8 mm
Gewicht 1,20 kg (Non-Touch), 1,27 kg (Touch)
Farbe Schwarz, Weiß
Betriebssystem Windows 10 Home (64 Bit), Windows 10 Pro (64 Bit), Ubuntu Linux 18.04 (Developer Edition)
Preis ab 999,99 US-Dollar, ab 1.199,99 US-Dollar (Developer Edition)
Verfügbarkeit ab 7. Januar 2020, ab 4. Februar 2020 (Developer Edition)

Intel Ice Lake-U löst Comet Lake-U ab

Intern findet ein Wechsel von den gerade einmal vier Monate lang im XPS 13 9380 verfügbaren Comet-Lake-Prozessoren auf Ice Lake-U statt. Dell hatte das XPS 13 9380 ursprünglich Anfang 2019 zur CES mit Whiskey Lake-U vorgestellt und im Herbst zur IFA auf Comet Lake-U umgestellt, während das 2-in-1 zur selben Zeit mit Ice Lake-U vorgestellt wurde. Das XPS 13 9300 wird nun hingegen ausschließlich mit folgenden Ice-Lake-U-CPUs angeboten: Core i3-1005G1, Core i5-1035G1 und Core i7-1065G7 (Test). Die Prozessoren lassen sich mit bis zu 32 GB LPDDR4-3733-RAM (vorher maximal 16 GB) und bis zu 2 TB großen PCIe-x4-SSDs koppeln. In Deutschland lag das Maximum der SSD bisher bei 1 TB, während in den USA auch zuvor schon 2 TB angeboten wurden.

Der Akku hat mit 52 Wh die gleiche Kapazität wie bisher. Dell nennt eine Laufzeit von bis zu 19 Stunden für das Modell mit FHD-Bildschirm. Das UHD-Modell weist üblicherweise deutlich kürzere Laufzeiten auf, wie mehrere Tests von ComputerBase aus den vergangenen Jahre zeigen. Den Ladevorgang übernimmt ein 45-Watt-Netzteil mit USB-Typ-C-Anschluss.

Marktstart im Januar, mit Ubuntu im Februar

Dell will das XPS 13 9300 ab dem 7. Januar unter anderem in Deutschland anbieten, wobei derzeit lediglich der US-Startpreis von 999,99 US-Dollar vor Steuern vorliegt. Neben Varianten mit Windows 10 Home und Pro wird es ab dem 4. Februar eine in der Basis besser ausgestattete Developer Edition mit Ubuntu 18.04 zu Preisen ab 1.199 US-Dollar geben. Bei dieser Version wird der Fingerabdrucksensor im Power-Button nicht unterstützt.

Dell XPS 13 (9300) Developer Edition
Dell XPS 13 (9300) Developer Edition (Bild: Dell)
Update

Dells Barton George hat über sein eigenes Blog bekannt gegeben, dass der Fingerabdrucksensor der neuen XPS 13 Developer Edition im Laufe der Zeit zunächst per OTA-Update aktiviert werden soll. Später soll das Update direkt in das vorinstallierte Ubuntu-Image integriert werden.

ComputerBase hat Informationen zu diesem Artikel von Dell unter NDA erhalten. Die einzige Vorgabe war der frühest mögliche Veröffentlichungszeitpunkt.

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