Lakka 2.3.2: Leichtgewichts-Linux macht Mini-PCs zu Spielkonsolen

Sven Bauduin 67 Kommentare
Lakka 2.3.2: Leichtgewichts-Linux macht Mini-PCs zu Spielkonsolen
Bild: Lakka

Die leichtgewichtige Linux-Distribution Lakka 2.3.2 auf Basis der Mediaplayer-Software LibreELEC verspricht, einen Mini-PC vom Schlage eines Raspberry Pi 4 (oder älter) in nur wenigen Schritten in eine plattformübergreifende Spielkonsole zu verwandeln. Dabei ist von Atari über Nintendo bis hin zu Sega und Sony alles vertreten.

Mehr als 50 Plattformen in einem System

LibreELEC – als Abspaltung des auf Kodi basierenden Betriebssystems OpenELEC – und das Front-End für Emulatoren, Game-Engines und Videospiele RetroArch in der Version 1.8.4 bilden die Basis von Lakka 2.3.2, der neusten Version des kleinen Leichtgewichtes unter den Gaming-Distributionen.

Unter Zuhilfenahme von RetroArch und dessen Ökosystem libretro ermöglicht es die äußerst modulare Distribution dem Nutzer mehr als 50 Plattformen zu emulieren. Ganz gleich ob Atari 2600, Nintendo Game Boy, Sega Master System oder Sony PlayStation, vor allem ältere Konsolen-Generationen stehen im Mittelpunkt des Betriebssystems.

Lakka 2.3.2 realisiert mit Hilfe von RetroArch 1.8.4 über 50 Plattformen auf einem System
Lakka 2.3.2 realisiert mit Hilfe von RetroArch 1.8.4 über 50 Plattformen auf einem System
Lakka 2.3.2 realisiert mit Hilfe von RetroArch 1.8.4 über 50 Plattformen auf einem System
Lakka 2.3.2 realisiert mit Hilfe von RetroArch 1.8.4 über 50 Plattformen auf einem System (Bild: Lakka)

Systemabbilder für x86 und ARM

Die Distribution ist sowohl als für AMD64 und Intel 64 optimiertes x86-Systemabbild (IMG) für die Installation auf gewöhnlichen Desktop-PCs, als auch in zwei Ausführungen für ARM-Plattformen wie die Raspberry-Pi-Serie, den BananaPi oder das Cubieboard der ersten und zweiten Generation erhältlich. Für alle Systeme bieten die Macher des Betriebssystems eine ausführliche Anleitung für die Installation unter Linux, Windows und macOS an.

Die legale Nutzung der zahllosen Retro-Spiele – für die der Nutzer selbstverständlich freie oder offiziell erworbene ISO-Dateien besitzen muss – werden über Lakka 2.3.2 mit Features wie verbesserten Shadern, einer Rewind-Funktion zum Zurückspulen des aktuellen Spielstandes und der Möglichkeit jeder Zeit speichern zu können aufgewertet. Die Distribution unterstützt von Haus aus Controller vom Typ Xbox 360 und DualShock 3.

Der Autor weist darauf hin, dass es in Deutschland nicht erlaubt ist, einen wirksamen Kopierschutz zu umgehen und es nur dann legal ist eine ISO-Datei zu nutzen, wenn diese vom Hersteller selbst herausgegeben wurde oder das Spiel mittlerweile als Open Source oder freie Software gilt.

Das Betriebssystem Lakka 2.3.2 selbst verwendet keine originale oder manipulierte Firmware der emulierten Systeme, sondern bildet diese nur nach.