Fermi-GPU: Vor 10 Jahren veröffentlichte Nvidia die GeForce GTX 480

Sven Bauduin
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Fermi-GPU: Vor 10 Jahren veröffentlichte Nvidia die GeForce GTX 480
Bild: Nvidia

Heute vor genau zehn Jahren, am 27. März 2010, stellte Nvidia mit dem Grafikchip GF100 (Codename 'Fermi') und der darauf basierenden GeForce GTX 480 (Test) sein neues Grafik-Flaggschiff vor, welches mehr denn je die Extreme suchte. Mit insgesamt 480 CUDA-Cores eroberte die GTX 480 den Thron für Single-GPUs, war aber zu heiß.

ATi hatte das bessere Angebot

Die Erwartungen an die „GeForce GTX 400“-Serie waren seinerzeit sehr hoch. Am Ende stand zwar auch nicht weniger als die Leistungskrone auf der Habenseite, diese wurde aber teuer erkauft. Nach dem Test stand fest: Die günstigere und zudem effizientere ATi Radeon HD 5870 (Test) war ohne Frage das „rundere“ Produkt. Der Konkurrent konnte weder CUDA noch PhysX, dafür aber SGSSAA, Eyefinity mit einer Grafikkarte sowie die geringeren Anschaffungskosten auf sich vereinen, wie auch ComputerBase im Anschluss an den Test im Jahr 2010 abschließend konstatierte.

Wer 2010 unbedingt die schnellste Single-GPU-Grafikkarte sein Eigenen nennen wollte, griff zwar zur GeForce GTX 480, aber auch diese fand schlussendlich ihren Meister und wurde von der Dual-GPU-Grafikkarte ATi Radeon HD 5970 (Test) in Sachen Leistung um 7 Prozent (1.680 × 1.050 Pixel) bis 30 Prozent (2.560 × 1.600 Pixel) übertroffen. Die HD 5870 wiederum lag nur maximal 15 Prozent hinter der GTX 480 und konnte den Rückstand in hohen Auflösungen auf unter 5 Prozent reduzieren.

Zu heiß, zu laut, zu teuer

Mit einem Verbrauch von bis zu 452 Watt unter Last war das Gesamtsystem mit GeForce GTX 480 zudem extrem durstig und genehmigte sich eine um 13 Prozent höhere Leistungsaufnahme als mit dem Dual-GPU-Monster ATi Radeon HD 5970 (392 Watt) und fast 50 Prozent mehr als mit einer ATi Radeon HD 5870 (305 Watt).

Die maximale Leistungsaufnahme wurde im Test von 2010 durch Verwendung des Actionspiels Crysis Warhead (Test) von Crytek unter der Auflösung 1.920 × 1.200 Pixeln simuliert. Spätestens hier hatte sich die GTX 480 ihren Spitznamen „Thermi“ redlich verdient und untermauerte diesen mit Temperaturen von bis zu 93 Grad im selben Szenario. Trotz der hohen Temperaturen konnte die Verlustleistung dabei nur unter Schmerzen in Form hoher Lautstärke abgeführt werden.

Mit einer offiziellen Preisempfehlung von 479 Euro war die GTX 480 zudem exakt 100 Euro teurer als die HD 5870 und konnte unter diesen Voraussetzungen keine der begehrten ComputerBase-Empfehlungen für sich verbuchen. Die Probleme der GTX 480 wurden erst mit der GeForce GTX 580 (Test) abgestellt, die ihren Vorgänger nur 8 Monate später in allen Belangen schlagen sollte.

Die GeForce GTX 480 und der GF100 im Detail

Für alle die der GeForce GTX 480, dem GF100-Grafikchip und der Fermi-Architektur noch einmal ganz genau auf den Zahn fühlen wollen, hat ComputerBase seinerzeit vorgesorgt und Nvidias nächste Grafik-Architektur im Detail erklärt.

Auch der Vergleich von GeForce GTX 480, 580, 680, 780, 980 und 1080 (Test) zeigt die Entwicklung von Nvidia-GPUs seit 2010 noch einmal sehr anschaulich auf.