Adata Falcon SSD: Das goldene Gewand versteckt keinen DRAM

Michael Günsch
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Adata Falcon SSD: Das goldene Gewand versteckt keinen DRAM
Bild: Adata

Bei Adata steht eine weitere M.2-SSD mit NVMe vor der Tür. Mit goldenem Kühlblech ist die Adata Falcon auffällig gestaltet. Die Eckdaten fallen mit bis zu 3.100 MB/s lesend und 1.500 MB/s weniger auf. Das Fehlen eines DRAM-Cache birgt potenziell Nachteile, während TBW, Garantie und Speicherplatz üppig ausfallen.

Das goldene Kühlblech fällt auf

M.2-SSDs mit PCIe 3.0 x4 und Spitzentransferraten im Bereich von 3.000 MB/s gibt es inzwischen wie Sand am Meer. Grund genug, sich auf andere Weise vom Wettbewerb abzuheben. Die Adata Falcon trägt ein goldfarbenes Aluminium-Blech, das nicht nur Blicke auf sich ziehen, sondern auch für gewisse Kühlung sorgen soll. Der Kühleffekt dürfte sich zwar in Grenzen halten, dafür wird die Kompatibilität, durch das dünne Stück Metall praktisch nicht eingeschränkt: Die Adata Falcon misst lediglich 80 × 22 × 2,9 mm und bringt es auf 9 Gramm laut Hersteller.

Adata Falcon SSD
Adata Falcon SSD (Bild: Adata)
Adata Falcon SSD
Adata Falcon SSD (Bild: Adata)

Positiv zu erwähnen ist die Garantiedauer von 5 Jahren, die bei NVMe-SSDs aber keine Seltenheit mehr ist. Auch die Total Bytes Written (TBW), die alternativ zur Dauer die Garantie beschränken, fallen vergleichsweise hoch aus: 150 TB, 300 TB, 600 TB und 1.200 TB nennt Adata für die Modelle mit 256 GB, 512 GB, 1 TB und 2 TB Speicherplatz. Die Leistungswerte gehören wiederum nicht zur Oberklasse und trotz SLC-Cache sind die Schreibraten relativ niedrig, was auch für die maximal möglichen 180.000 IOPS gilt.

HMB statt DRAM-Cache

Zu Controller und 3D-NAND macht Adata keine näheren Angaben, doch offenbart ein Feature zugleich eine Schwäche: Die Unterstützung von Host Memory Buffer (HMB) weist auf das Fehlen eines dedizierten DRAM-Cache hin. Denn bei HMB wird stattdessen ein Teil des System-RAM als Zwischenspeicher für die SSD reserviert. Ein vollständiger Ersatz ist dies aber nicht. Zum Controller ist außerdem die Unterstützung von NVMe 1.3, AES-Verschlüsselung und LDPC-Fehlerkorrektur bekannt.

Wann und zu welchen Preisen die Adata Falcon erhältlich sein wird, ist noch nicht bekannt. Alternativen in diesem Format hat der Hersteller zur Genüge.