AM4-Mainboards: Ein Dutzend A520-Modelle von ASRock benannt

Michael Günsch 59 Kommentare
AM4-Mainboards: Ein Dutzend A520-Modelle von ASRock benannt

Noch sind die B550-Mainboards nicht auf dem Markt, da mehren sich die Hinweise zu Hauptplatinen mit dem A520-Chipsatz als neuen Einsteiger-Chip von AMD. Ein Dutzend verschiedene A520-Modelle von ASRock werden in der Online-Datenbank der EEC aufgeführt.

Die Website der Eurasian Economic Commission (EEC) liefert immer wieder Hinweise auf noch nicht veröffentlichte Produkte, deren Namen dort vor Marktstart registriert werden. Teils handelt es sich nur um Platzhalter, sehr oft aber auch um konkret geplante Produkte.

Die von Twitter-Nutzer @momomo_us entdeckten Einträge zum Hersteller ASRock enthalten nicht nur Namen diverser B550-Mainboards sondern auch der noch nicht vorgestellten A520-Mainboards.

Folgende Modelle respektive Revisionen sind demnach zumindest angedacht:

  • A520M Pro4
  • A520M Pro4 R2.0
  • A520M Pro4 R3.0
  • A520M-HDVP
  • A520M-HDV
  • A520M-HDV R2.0
  • A520M-HDV R3.0
  • A520M-HVS
  • A520M-HVS R2.0
  • A520M-HVS R3.0
  • A520M-ITX/ac
  • A520M/ac

Das „M“ hinter dem Namen des Chipsatzes sollte auf den Micro-ATX-Formfaktor hinweisen, zumindest ist dies bei ASRock bisher der Fall. Dass demnach alle Varianten bis auf ein ITX-Modell diesen Formfaktor nutzen, wäre gar nicht so ungewöhnlich, denn die Vorgänger mit A320-Chipsatz setzen bei ASRock ebenso durchweg auf Micro-ATX.

Fünf A520-Modelle bei Asus

Schon vor einem Monat wurden Namen erster A520-Mainboards entdeckt. Der Hersteller Asus hatte auf Support-Seiten vermutlich versehentlich bereits fünf Modelle benannt, die der Nomenklatur zufolge ebenso den Micro-ATX-Formfaktor nutzen:

  • PRIME A520M-A
  • PRIME A520M-E
  • PRIME A520M-K
  • TUF GAMING A520M-A
  • TUF GAMING A520M-PLUS

Von Biostar, MSI und Gigabyte sind ebenfalls A520-Mainboards zu erwarten.

Der A520 unterstützt kein PCIe 4.0

Der A520-Chipsatz tritt auf der AM4-Plattform von AMD die Nachfolge des A320 als Einstiegs-Modell an, einen „A420“ hat es nicht gegeben. Gegenüber dem Flaggschiff X570 und dem in Kürze erscheinenden Mainstream-Modell B550 ist die Ausstattung deutlich geringer. Ein wesentlicher Unterschied ist der Verzicht auf Unterstützung von PCI Express 4.0, das es bei B550-Boards via Ryzen-CPU gibt und beim X570 zusätzlich nativ im Chipsatz steckt.

Spezifikationen zum B550- und A520-Chipsatz
Spezifikationen zum B550- und A520-Chipsatz (Bild: HKEPC)

Nach bisherigem Kenntnisstand liefert der A520 bis zu sechs PCIe-3.0-Lanes, vier SATA-Ports und neun USB-Ports, von denen nur einer nach USB 3.2 Gen 2 (10 Gbit/s) arbeitet. Gegenüber dem A320 ist PCIe 3.0 die größte Neuerung, denn dieser liefert nur viermal PCIe 2.0.

Termin für Marktstart noch ungewiss

Wann die A520-Mainboards den Handel erreichen, ist allerdings noch nicht bekannt. Klar ist nur, dass der Marktstart später als bei den B550-Pendants erfolgt, die ab dem 16. Juni verfügbar sein sollen. Mit dem A520 wird eher im Spätsommer gerechnet.