AOC U32U1: Porsche-Design-Monitor mit UHD und HDR 600 kommt spät

Michael Günsch 36 Kommentare
AOC U32U1: Porsche-Design-Monitor mit UHD und HDR 600 kommt spät
Bild: AOC

Schon vor über einem Jahr hatte ComputerBase über den AOC U32U1 als 32-Zoll-Monitor mit auffälliger Optik vom Design-Studio F. A. Porsche berichtet. Doch erst heute gibt AOC den Marktstart bekannt: Der U32U1 mit 4K UHD und DisplayHDR 600 sei ab sofort für 959 Euro erhältlich.

Das Design steht im Fokus

Zumindest aus Sicht des Marketings ist das „4-seitig rahmenlose“ Design mit dem extravaganten Standfuß das wesentliche Merkmal des AOC U32U1. Rahmenlos bedeutet aber nicht, dass kein sichtbarer Bildrand besteht, vielmehr fällt die Einfassung der Frontscheibe nur besonders schmal aus, sodass im ausgeschalteten Zustand der Eindruck entsteht, dass kein Rahmen vorhanden ist. Diese Umschreibung verwenden aber auch viele andere Hersteller seit Jahren, teils sogar mit täuschenden Produktabbildungen.

Die wesentlichen Eckdaten des U32U1 sind bereits seit dem April 2019 bekannt. Seinerzeit hieß es noch, dass das Display im Laufe des Jahres erscheinen soll, doch erfolgt der Marktstart erst jetzt mit Verspätung.

Anschlussbox dreht nicht mit

Ein weiteres Design-Merkmal hat funktionale Auswirkungen: Die aus DisplayPort 1.4, HDMI 1.4, HDMI 2.0, USB-C und dreimal USB-A bestehenden Anschlussbuchsen sind in einer separaten, plattenförmigen Einheit untergebracht, die am ebenso ungewöhnlich geformten, dreibeinigen Standfuß sitzt. Durch diesen Kniff fällt das Display-Gehäuse besonders schmal aus. Zudem bleiben die Kabel an Ort und Stelle, wenn das Display im Pivot-Modus hochkant gestellt wird, denn die Anschlussbox dreht sich nicht mit.

Das IPS-Display liefert 3.840 × 2.160 Bildpunkte bei der Standardfrequenz von 60 Hz. Dank FRC-Technik werden 10 Bit Farbtiefe simuliert und durch beschichtetes Backlight wird ein erweitertes Farbspektrum von 135 Prozent sRGB, 100 Prozent Adobe RGB und 98 Prozent DCI-P3 geboten. Die Zertifizierung nach DisplayHDR-600-Standard bedeutet, dass punktuell eine Leuchtstärke von mindestens 600 cd/m² erreicht wird. Auch wenn AOC neben Heim- auch Profianwender ansprechen möchte, fehlen für letzteres relevante Angaben zu einer werksseitigen Kalibrierung oder Zertifikate für gängige Farbsysteme.

Preis, Verfügbarkeit und günstige Alternative

Bei zahlreichen Online-Shops ist der AOC U32U1 in Kürze zu Preisen ab 880 Euro erhältlich. Ebenfalls mit einem „Porsche Design“, das aber die silberne Anschlussbox missen lässt, hat AOC eine deutlich günstigere Alternative im Programm: Der Q27T1 liefert für rund 275 Euro allerdings nur 2.560 × 1.440 Pixel auf 27 Zoll und ist auch sonst geringer ausgestattet.