Samsung: Der Personalausweis kommt als eID auf Smartphones

Sven Bauduin 103 Kommentare
Samsung: Der Personalausweis kommt als eID auf Smartphones
Bild: Samsung

Gemeinsam mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und der Deutschen Telekom Security GmbH sowie der Bundesdruckerei (BDR) bringt Samsung den Personalausweis noch 2020 als eID auf Smartphones. Mit dem Samsung Galaxy S20 (Test) soll die eID-Lösung bis Ende des Jahres starten.

Ein offenes Ökosystem zur sicheren Online-Authentifizierung

Im Rahmen des gemeinsamen Förderprojekts „OPTIMOS 2.0“, dem sogenannten „Technologieprogramm Smart Service Welt II“ entwickelt, stellt die eID-Lösung ein offenes Ökosystem dar, mit dem Technologien und die Infrastruktur für die sichere Authentifizierung mittels Mobilgeräten im Internet bereitgestellt werden soll.

Im Rahmen von OPTIMOS 2.0 war es unsere Aufgabe, die notwendigen Komponenten, Interfaces und Abläufe zu standardisieren, damit die entwickelte Technologie hohe Sicherheitsstandards erfüllt und für möglichst viele Endnutzer zur Verfügung steht.

Arne Schönbohm, Präsident des BSI

Samsung teilt mit, dass die eID, beginnend mit der Galaxy-S20-Reihe, auf Smartphones gebracht werde, sobald das entsprechende eID-Verfahren in Deutschland verfügbar sei.

Das Samsung Galaxy S20 und dessen Derivate S20+ und S20 Ultra erfüllen als erste Smartphones die vom BSI vorausgesetzten Sicherheitsstandards, um sensible Informationen wie den digitalisierten Personalausweis aufbewahren zu dürfen.

Wir sind unglaublich stolz darauf, dass unsere Samsung Galaxy S20-Serie als erstes Mobilgerät überhaupt die hohen Sicherheitsstandards des BSI für eID-Anwendungen im hoheitlichen Bereich erfüllt.

Daniel Ahn, Leiter des Sicherheitsteams von Samsung

Um die eID-Lösung samt elektronischem Personalausweis nutzen zu können, benötigt das Smartphone eine eingebettete Sicherheitsarchitektur, die bis zum Niveau „substantial“ der EU-Verordnung Nr. 910/2014 (eIDAS) reichen muss, um Missbrauch und Änderungen der von den Behörden ausgestellten sensiblen Ausweisdokumente verhindern zu können.

Im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung ist es unser Ziel, sicherzustellen, dass Mobilfunknutzer auf der ganzen Welt diese neuen Lösungen mit der Gewissheit genießen können, dass wir ihre Informationen sicher aufbewahren.

Daniel Ahn, Leiter des Sicherheitsteams von Samsung

Samsung erfüllt mit dem Common Criteria Evaluation Assurance Level (CC EAL) 6+ die zurzeit höchste verfügbare Verschlüsselungsstufe und kann die eID-Lösung daher als erster Hersteller anbieten, sobald sie im entsprechenden Land verfügbar ist.

NFC-fähiger Personalausweis schaltet eID-Lösung frei

Die Personalausweis-App der Bundesdruckerei aus dem Google Play Store wird einmalig mit dem NFC-fähigen Personalausweis freigeschaltet, indem dieser an die Rückseite des Smartphones gehalten wird. Anschließend lässt sich die eID-Lösung online und EU-weit verwenden.

Weitere Informationen haben Samsung, das BSI, die Deutsche Telekom Security GmbH und die Bundesdruckerei in ihrer offiziellen Pressemitteilung (PDF) zusammengefasst.

Die Redaktion dankt Community-Mitglied „DarkInterceptor“ für den Hinweis zu dieser Meldung.