Doom 1: Mod für Shooter-Klassiker rüstet Ray Tracing nach

Max Doll
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Doom 1: Mod für Shooter-Klassiker rüstet Ray Tracing nach
Bild: id Software

Nachdem sich „Doom RTX“ vor gut zwei Jahren als Fake herausgestellt hatte, bekommt der Shooter-Urvater Doom ausgerechnet am 1. April echte Ray-tracing-Unterstützung spendiert. Das Nachrüsten moderner Features erledigt einmal mehr die aktive Modding-Szene um den Titel.

Die Mod „PrBoom: Ray Traced 1.0.1“ kann über GitHub bezogen werden. Vorausgesetzt wird neben einer RTX-fähigen Nvidia-GPU – AMD-Produkte werden von der Mod nicht unterstützt – auch ein Windows-Betriebssystem. Modder sultim-t ist kein Ersttäter: Er hat bereits eine Mod erstellt, die Ray Tracing im ersten Serious Sam einfügt.

Zur Installation muss lediglich der Heruntergeladene Ordner entpackt und mit der Leveldatei von Doom, der „Doom.wad“, versehen werden. Die Mod nutzt dabei nicht den originalen Quellcode, sondern wie im Namen vermerkt den Source Port „PrBoom“, der den Klassiker unter Windows lauffähig macht und zahlreiche Optimierungen vornimmt.

Wie beeindruckend das Ergebnis aussieht, zeigt sulim-t in einem Trailer. Im Vergleich mit dem Original überzeugt der deutliche Zugewinn an Atmosphäre: Doom wirkt deutlich düsterer und interessanter, ohne dass sich an Pixelzahl oder Detailgrad der Objekte etwas ändern musste.

Karriere dank Community

Mit Doom wird ein durchaus noch populäres Spiel aufgehübscht. Das Spiel, das im Grunde den modernen (schnellen) Ego Shooter erfand, profitiert von der Veröffentlichung seines Quellcodes und dem ungebrochenen Interesse einer aktiven Modding-Szene. Sie stellt technische Verbesserungen, neue Level und Mods bereit, die das Gameplay teils stark modifizieren. Selbst John Romero hat sich mit Sigil in die Riege der Modder begeben.

Aber auch ohne Veränderungen kann sich Doom noch immer sehen lassen: Es ist ein schneller, schnörkelloser Shooter, der damit eine Formel nutzt, die erst jüngst durch Retro-Shooter wie Dusk oder Amid Evil wiederentdeckt wurde. Spielbar ist Doom mittlerweile dank Ports für jede nur denkbare Plattform ohnehin überall: In der langen Liste finden sich selbst Taschenrechner, Microsofts gefloppter MP3-Player Zune, Ebook-Reader und ein Kühlschrank von Samsung.

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