Radeon-Gerüchte: AMD bereitet eine Radeon RX 7600 XT mit 16 GB vor

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Radeon-Gerüchte: AMD bereitet eine Radeon RX 7600 XT mit 16 GB vor

Auf der Gamescom 2023 hatte AMD zu verstehen gegeben, dass es nach Radeon RX 7700 XT und RX 7800 XT (Test) keine weiteren RX-7000-Grafikkarten geben werde; das RDNA3-Portfolio sei komplettiert. Jetzt aber geistert eine Radeon RX 7600 XT durch die Gerüchteküche, von gleich mehreren Varianten ist die Rede. Worum geht es?

Radeon RX 7600 XT mit 10, 12 und 16 GB?

Die Gerüchte zu einer Radeon RX 7600 XT, die sich wenig verwunderlich oberhalb der Radeon RX 7600 (Test) platzieren soll, sind grundsätzlich nicht neu. Schon im September tauchte in einer Datenbank der Eurasischen Wirtschaftsunion ein Eintrag zu zwei verschiedenen Konfigurationen einer mutmaßlichen Radeon RX 7600 XT auf; einmal mit 10 GB und einmal mit 12 GB Grafikspeicher. Die Navi-33-GPU, die auf der Radeon RX 7600 zum Einsatz kommt, bietet lediglich ein 128-Bit-Speicherinterface, sodass 10 GB respektive 12 GB nur über 80 Bit respektive 96 Bit möglich wären. Das aber würde die Bandbreite weiter kastrieren und erscheint insofern wenig realistisch.

Entsprechend kam die Mutmaßung auf, die kolportierte Radeon RX 7600 XT setze auf die Navi-32-GPU und ein 160-Bit- beziehungsweise 192-Bit-Interface, wie sie auch auf der nächstgrößeren Radeon RX 7700 XT zum Einsatz kommt. Das aber würde die Frage aufwerfen, wieso AMD die Grafikkarte Radeon RX 7600 XT und nicht Radeon RX 7700 nennen sollte. Und passend dazu sind nun gleich mehrere EAWU-Datenbankeinträge aufgetaucht, die diesen Namen beinhalten – und ebenso eine Radeon RX 7800 nennen. Und ein von Boardpartner Gigabyte veranlasster Eintrag führt nun sogar zwei Custom-Designs einer Radeon RX 7600 XT mit 16 GB Grafikspeicher.

Schnell sollte klar werden, dass hier etwas nicht passen kann. Gleich drei Varianten der bislang nicht bestätigten Grafikkarte wird es wohl kaum geben, wenngleich 16 GB über das 128-Bit-Interface der Navi-33-GPU vergleichsweise einfach umsetzbar wären – analog zu Nvidias GeForce RTX 4060 Ti 16 GB. Anzunehmen ist derweil, dass es sich bei den vielen EAWU-Einträgen einmal mehr in erster Linie um Platzhalter oder Rundumschläge handelt, um für Eventualitäten gewappnet zu sein.

Gerüchte sprechen von einer RX 7600 XT Ende Januar

Nichtsdestoweniger hält sich eine Radeon RX 7600 XT hartnäckig in der Gerüchteküche. Quellen aus Asien berichten jetzt sogar von einem geplanten Marktstart Ende Januar 2024, wobei es lediglich Custom-Designs und kein Referenz- respektive MBA-Design von AMD geben werde. Grundsätzlich bietet die knapp 50 Prozent große Lücke zwischen Radeon RX 7600 und RX 7700 XT genug Platz für eine stärkere Radeon RX 7600 XT oder RX 7700 mit Navi-32-GPU; zwischen keinen anderen beiden RDNA-3-Grafikkarten ist der Abstand derart groß. Um welche der spekulierten Grafikkarten es sich aber handeln wird, wenn AMD tatsächlich eine neue Radeon vorstellen sollte, dazu gibt es bis dato keine weiteren und stichhaltigen Erkenntnisse.

Update

Die Gerüchte um eine Radeon RX 7600 XT haben sich über den Jahreswechel verdichtet, inzwischen gelten 16 GB und nicht 10 oder 12 GB Speicher als gesetzt.

Damit würde die XT-Version über doppelt so viel Grafikspeicher verfügen wie die bereits seit knapp einem Jahr verfügbare Radeon RX 7600 und auch die Radeon RX 7700 XT mit 12 GB übertreffen. Erst die Radeon RX 7800 XT bietet im Portfolio darüber ebenfalls 16 GB. Wie bei der Radeon RX 7600 soll Navi 33 und kein beschnittener Navi 32 zum Einsatz kommen, mehr Rohleistung scheint damit nur über höhere Taktraten über einen höheren Verbrauch möglich zu sein.

Wie Benchlife berichtet, wird es die Radeon RX 7600 XT vorerst nicht in China geben. Grund sei eine der vielen zuletzt wiederum exklusiv in China veröffentlichten Modelle, die Radeon RX 6750 GRE. Sie besetzt denselben Preispunkt von um die 300 US-Dollar. Mit der offiziellen Vorstellung der Radeon RX 7600 XT ist zur CES 2024 in der kommenden Woche zu rechnen.