Alternate 1

Sammelthread Aktien kaufen, verkaufen und Fragen

Ich hab eben in der App zum Prime+ gewechselt. Jetzt steht in den Transaktionen, dass sie erstmal 4,99 abbuchen wollen :D sobald sie das haben, krieg ich wohl Zinsen.
Muss mal schauen wann letztes Mal die Jahreszahlung abgebucht wurde und ob sie das gutschreiben, was noch übrig ist...

Für mich war es nicht klar, also gar nicht.... warum werde ich denn nicht einfach automatisch auf den neuen Tarif umgestellt. Bestandskundenarschtreterei.
 
Hypocrisy schrieb:
warum werde ich denn nicht einfach automatisch auf den neuen Tarif umgestellt.
Na die können dich ja wohl schlecht einfach, ohne dich zu fragen, auf einen teureren Tarif umstellen. Aber sie hätten dich fragen können, da stimme ich zu.


Bzw. was zum Schmunzeln oder Kopfschütteln, letztens hier gelesen. Da spricht sich eine bei der Firma Schroders beschäftigte Person gegen Indexfonds aus mit dem Argument, ein (sich stets aktualisierender und üblicherweise breit gestreuter) Indexfonds nach Marktkapitalisierung würde ein starkes Klumpenrisiko einbringen. Wenn ein Unternehmen im Index an Gewicht verliert, dann verliert es ja auch Anteil am ETF. Für mich klingt das übersetzt nur nach "Entscheidend ist, dass Anleger uns Gebühren zahlen, statt einfach breit gestreut ohne unser Zutun am Markt zu partizipieren."

Zitat aus dem Artikel:
Entscheidend ist es, Risiken kalkuliert einzugehen und Positionen durch detaillierte Fundamentalanalysen zu untermauern, anstatt sie an die Gewichtung einer Aktie im Index zu koppeln. Dies ist angesichts der andauernden Indexkonzentration umso wichtiger, weshalb wir Indexfonds (ETF) skeptisch gegenüberstehen. Es scheinen sich nicht alle Anleger bewusst zu sein, welchen Klumpenrisiken ihr Portfolio ausgesetzt ist.
 
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Hypocrisy schrieb:
Für mich war es nicht klar, also gar nicht...
Ich hatte es befürchtet und dann nach der Umstellung kontrolliert, ob ich Zinsen bekomme oder zwangsweise in den teureren Tarif umgestellt wurde. Weder noch. Da ich da meist nur geringe Beträge liegen habe und die Zinsen auch nur alle 3 Monate gezahlt werden, habe ich beschlossen alles so zu lassen. Prime+ bietet mir nichts, was den Aufpreis wert ist.
 
Ihr habt recht. Der alte Prime hat nur 3 eur gekostet. Hatte ich dann falsch im Blick.

Die 5 eur hole ich aber rein mit Zinsen. Kein Problem.
 
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Da hier seit ein paar Tagen Grabesstille herrscht, wäre es doch interessant, mal wieder über Aktien zu diskutieren.

Vor gut ein paar Wochen habe ich mal wieder das gute alte Teamviewer genutzt und da mir die Software sehr nützlich erscheint und der Fakt, dass es sich beim Entwickler um ein deutsches Unternehmen handelt, habe ich mich selbst gefragt, warum sollte ich denn nicht ein paar Aktien erwerben und mich an deren erhofftem "Gedeihen" erfreuen?

Gedacht, getan. Leider musste ich mit erschrecken feststellen, dass die Aktie seit dem Höhepunkt am 21.02.2021 von 49 Euro um satte 80% auf heute 4.85 Euro zusammengebrochen ist, was plus minus dem bisherigen Allzeittief entspricht. Alleine im letzten Monat hat die Aktie einen Wertverlust von ganzen 10% gesehen.

https://ir.teamviewer.com/de/aktie/aktienentwicklung
Screenshot 2026-02-22 164415.png

Screenshot 2026-02-22 163721.png

Um es vorneweg zu nehmen, ich halte nichts von Einzelaktien, aber wenn man sein Geld schon nicht im Casino verpulvert, dann kann man ja wenigstens an der Börse mit einer kleinen Summe damit ein paar Einzelaktien kaufen und da auf eine Wertsteigerung hoffen (oder sich dann die restlichen Haare raufen, weil man geistig so umnachtet war, darin zu investieren). :rolleyes:

Den Analysten zu Folge, scheint da doch ein gewisses Potential nach oben vorhanden zu sein, aber wenn die "Aktienexperten" mit ihren Einschätzungen doch immer richtig lägen, dann wären sie jetzt keine Analysten, sondern Milliardäre die ihren Lebensabend auf einer Südseeinsel geniessen. (Naja, auch wenn sie keine Milliardäre sind, so werden sie kaum am Hungertuch nagen müssen.) :D

Fassen wir zusammen:

  1. Die Aktie hat seit 2021 massiv an Wert verloren.
  2. Wir haben ein Allzeittief erreicht.
  3. Das Unternehmen verfügt im Gegensatz zu SAP über keinen Burggraben.
  4. Das KGV ist für eine Tech-Aktie relativ günstig bewertet.
  5. Die Konkurrenz ist stark und vieles hängt vom US-Geschäft ab.
Ich denke mal, für nen Hunderter kann man sich ein paar Aktien gönnen, um von allfälligen unerwarteten Kurssteigerungen profitieren zu können, aber für langfristiges buy and hold wäre es mir zu riskant.
 
Seit einem Jahr nur am Fallen und da willst du jetzt rein?
 
Strahltriebwerk schrieb:
dem bisherigen Allzeittief entspricht.
Der perfekte Zeitpunkt zum Einstieg

Allerdings frage ich mich was genau Teamviewer nun einzigartig machen soll, außer die Marke? Die Bedienung wird mit jeder Version umständlicher.
 
Die Investoren haben die Gewinne schon gemacht. Keine gute Aktie.

Teamviewer bedankt sich bei Permira

Aus Unternehmenskreisen erfuhr Golem, dass es sehr wohl Kritik gibt, weil Permira mit seinen Verkäufen dem Aktienkurs geschadet und dem Unternehmen insgesamt fast 6 Milliarden Euro entzogen habe. Das von dem Finanzinvestor eingesetzte Management habe davon mit profitiert. Im Jahr 2021 erhielt Vorstandschef Steil trotz des Einbruchs der Aktie und einer Gewinnhalbierung eine Vergütung von 22,1 Millionen Euro.
 
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Ich habe die letzten Tage mein Portfolio mal ein wenig angepasst, nachdem ich das lange nicht getan habe. So habe ich Rheinmetall und Nvidia gestutzt und mit Kursverlusten verrechnet so das die Verlusttöpfe jetzt so gut wie leer sind, das waren aber nur kleine Verkäufe. Den Großteil lasse ich weiter laufen.

Desweiteren habe ich neue Positionen aufgemacht, Mondelez, PEPSI, Sixt Vz. und morgen nehme ich wahrscheinlich noch Enbridge mit auf, also nichts spektakuläres, Dividendenzahler halt.

Euwax Gold 2 kommt auch noch auf Sparplan mit rein, geplant ist langfristig in Gold 2-3% zu halten.

Teamviewer reizt mich als IT´ler zwar auch, aber meine aktuelle Firma und die vorherige haben bei einer Verlängerung der Lizenzen schon abgewunken, hey schaut mal nach Alternativen.
 
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Strahltriebwerk schrieb:
  1. Die Aktie hat seit 2021 massiv an Wert verloren.
Ich denke mal, für nen Hunderter kann man sich ein paar Aktien gönnen
Varta ist von ~120€ auf 15€ gefallen.
Da dacht ich mir auch, das wird schon wieder, also günstig einsteigen.
Heute steht Varta bei 0€
Hab mich zum Glück gegen den einstig entschieden,
was mich wieder bestärkt hat, nicht auf Einzel Aktien zu "wetten"

Teamviewer kann aktuell natürlich "günstig" sein, ein gefallener Kurz sagt darüber aber nichts aus.
 
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Strahltriebwerk schrieb:
Ich denke mal, für nen Hunderter kann man sich ein paar Aktien gönnen, um von allfälligen unerwarteten Kurssteigerungen profitieren zu können,
Mit Beträgen, die meinen Depotstand nicht relevant beeinflussen würden, spiele ich lieber Lotterie, habe die unwahrscheinliche Chance, richtig Geld zu gewinnen und habe die Garantie, dass ich mit Teilen des Geldes noch etwas (für mich) sinnvolles getan habe außer nur Mitspielern (anderen Investoren) mein Geld zu Überschreiben.

Eine Verzehnfachung des Aktienwertes würde bei 100€ Invest trotzdem "nur" zu 1000€ (vor Steuer) führen. Wenn Du Spaß an solchen Investments hast, mag das als Freizeitbeschfätigung interessant sein. Meins ist es nicht.

TeamViewer hat noch nicht einmal eine physische Hauptversammlung, um sich darüber eine Rendite abzuholen. So, wie Emil von Finanztip das bei seiner Fussball-Aktie macht.
 
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Ich würde sowieso keine Position <1% vom Depotwert aufbauen.
wenn man auf Einzel Aktien setzt, dann sollte man eine gute Recherche betreiben, und nicht in das erstbeste Unternehmen Investieren. Man steckt Zeit, Energie, Geld in die Entscheidung.

Und nie die Börsenweisheit vergessen:
Greif niemals in ein fallendes Messer.
Das Messer fällt, weil das Unternehmen irgend ein Problem hat.
Weißt du, welches Problem das ist, und weißt du, ob und wann das gelöst wird?
 
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Also ich würde in Teamviewer kein Geld stecken wollen.
Die Business-Cases sind weniger geworden, daher wundern mich die fallenden Kurse auch nicht. Es wird irgendwo einen gewissen Basisnutzen von Teamviewer geben, während Corona haben sich aber einige Hauptanbieter etabliert (z.B. Teams) die für mich auch eine bessere Funktionalität haben.
florian. schrieb:
Ich würde sowieso keine Position <1% vom Depotwert aufbauen.
Ich würde den Satz noch ergänzen:
... wenn man damit ein ernsthaftes Investment erreichen will.
Man kann sowas mMn schon machen um z.B. Erfahrung zu sammeln. Nicht, ob die Entscheidung nun richtig war oder nicht, sondern wie man damit umgeht wenn XY passiert.
Wie belastet es einen, wenn der Kurs z.B. nochmal 40% vom Einstandswert fällt? Auf der anderen Seite - sollte er plötzlich 300% steigen - ärgert man sich dann Tag und Nacht, nicht 50% seines Vermögens da reingesteckt zu haben und wird beim nächsten Kauf übermütig (Hot Hand effect).

Ich pers. hab auch mal sowas probiert (in ein fallendes Messer gegriffen) - ging am Ende dann +-0 aus mit starken Kursschwankungen - finanziell gebracht hat es mir nichts - aber die Erfahrung war lehrreich. Bei einer anderen standen dagegen dann mal 40% Kursverlust im Buch. Aber bei <500€ Invest war das wirklich nur Zockerei.

Muss letztlich jeder selbst wissen, wann er wo welches Geld reinwirft.
 
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Ich kann sowieso nur jedem, der ernsthaft am Vermögensaufbau arbeitet, raten nicht mit Einzelaktien rumzuspielen. Einfach stur einen ETF MSCI World oder je nach Geschmack AllWorld besparen. Wenn man noch feintuning betreiben will, dann meinetwegen auch 60-70% MSCI World, 30-20% EU STOXX, 10% Small Caps. Das ist schon aufregend genug bei einem Börsencrash.

Aber schon von den ganzen Nischen ETF auf Wasserstoff Aktien oder was auch immer würde ich die Finger lassen. Das sind immer nur kurzfrsitige Wetten. Wenn man auf 30 Jahre investiert, dann ist das einfach bedeutungslos. Wenn sich eine Nische durchsetzt, dann landet die irgendwann auch im MSCI World.

Es ist ja nicht so, das ich die Erfahrungen nicht alle selber gemacht habe... Ich habe auch heute noch Einzelaktien und manche haben in der Tat mein Depot ordentlich gepuscht. Ich hatte halt Glück, das ich damals als ich mit dem Depot angefangen habe, gedacht habe Apple, Amazon, Alphabet - die kennste, da nimmst du einfach mal ein paar Aktien... Irgendwann nahmen die 20-30% meines Depots ein und ich habe angefangen umzuschichten. Gewinne mitgenommen und in weniger renditestarke ETF gesteckt. Aber eben auch das Risiko gesenkt, das Apple das neuste iPhone verkackt oder Amazon unter den Zöllen leidet oder whatever.
Meine Ziellinie ist eine Einzelaktie nicht über 5% Depotwert steigen zu lassen.
Aber die meisten habe ich eh schon abgestoßen. Der Rest ist Liebhaberei oder Sentimentalität.
Und wie schon weiter oben geschrieben wurde: wenn die Aktie nur 1% vom Depotwert entspricht, dann ist deren Wirkung so oder so bescheiden - dann kann man es auch sein lassen.
 
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Micha- schrieb:
Wenn man auf 30 Jahre investiert, dann ist das einfach bedeutungslos
Gebe ich dir vollkommen recht.
Bei mir ist das Ziel aber auch nicht, dass es nur für die Rente sein soll, sondern als kurzfristiger Invest <5Jahre als Horizont. Für mich sind solche Invests dann nur Renditetreiber im Verhältnis zu Tagesgeld und Festgeld (wobei ich letzteres Aktuell nur für die Kids am laufen habe, da die frühestens in 10 Jahren einen erhöhten Kapitalbedarf haben sollten).

Die Langzeitgelder liegen ausschließlich in ETFs oder anderen risikoarmen Anlagen (Haus, Grund&Boden, etc.).
 
Hier ein ganz interessanter Vergleich für alle, die über ihrem Depot sinnieren oder neu anfangen möchten.

7 Wege zum Weltportfolio: Welche Strategie gewinnt langfristig?

Aus dem Video: Gängige Ansätze zur Neugewichtung der großen Regionen, um Klumpen zu vermeiden, sind der Marktkapitalisierung teils beträchtlich in der Rendite unterlegen, können aber gleichzeitig das Risiko in Form von Volatilität und Drawdowns nicht systematisch verringern, einfach aus dem Grund, weil Risiko nicht aus Regionen resultiert, sondern aus Faktoren.


Grüße Kazuja
 
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Schon lustig, dass Finanzfluss mit beiden Strategien am schlechtesten abschneidet und nichtmal geringeres Risiko damit hat. Ich mag den Thomas nicht - das ist so super basic, was jeder im ersten Jahr Börse lernt. Schon okay für sehr viele Leute denke ich - besser 70+30 als gar nichts machen oder blind irgendwelche Aktien kaufen, aber für mich taugt da wenig, was er so erzählt.
 
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für die Zielgruppe die er hat, ist das extrem wichtig.
Woher bekommen die meisten ihr wissen über Finanzen?
von Bankberatern und provisionsbasierten Versicherungsmaklern.
Beide wollen das Thema Finanzen natürlich möglichst komplex halten, sodass die Leute teure Provisionen nicht hinterfragen.

Natürlich widerholt es sich, wenn man zum hundertsten mal die Basics erklärt.
Es gibt aber auch jedes Jahr einen neuen Jahrgang, welcher das erste mal Berührung mit Finanzen hat.


Wobei mich an ihm auch stört, dass immer stärker seine eigenen Produkte und Abbos beworben werden.
Aber gut, er ist halt auch nicht die Wohlfahrt.
 
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@Hypocrisy bin da bei dir, aber wir reden im Video im Ergebnis von einer Abweichung von rund 1 % auf alle verglichenen Strategien.
Als Standartempfehlung sage ich ohnehin zu jedem: FTSE All World ETF und Geduld.

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Verfolge den Gerd Kommer, Beck, Finanzfluss (finde die eigentlich ganz Ok) etc. auch schon (verdammt, ich werde alt) 16 Jahre +.
Die müssen quasi alle 5 Tage vor irgendwas warnen, entweder die Anleger sind zu sorglos.
Zu ängstlich
Zu USA lastig (on vogue)
Zinsen
Zoll
Brexit
Blase hier
Blase da
Blub
Blub
^^

Während Warren Buffett, Charlie Munger und nun Greg Abel mit Berkshire Hathaway Inc. seit 1975 drüberbügelt über die ganzen Mathematik-Doktoren.:D

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Nur mal so.

Grüße Kazuja
 
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Micha- schrieb:
Wenn Gold eine Eigenschaft als Wertspeicher haben soll, dann darf es nicht volatil sein. Wenn es nicht volatil ist, dann gibt es keine Rendite. Also nimmst Du 10% deines Vermögens aus der Renditebildung raus.
Gold soll nicht non-volatil sein.
Gold soll sich umgekehrt volatil zum Aktienmarkt bewegen.
Musst du irgendwas liquidieren, dann bist du in einer Baisse froh, wenn du Gold mit Gewinn liquidieren kannst.
 
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