AKWs reaktivieren sinnvoll?

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Und um mal auf die Frage einzugehen ob es sinnvoll ist neue AKW in einem Kriegsgebiet zu bauen - nein, natürlich ist das nicht sinnvoll.

Sinnvoll ist es dagegen dezentral EE auszubauen. Die sind auch kriegsresistent.
 
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ShiftC schrieb:
Sauberkeit von EE-Anlagen
Naja. Das ist auch nur teilweise schön geredet.
Die Herstellung ist nicht CO2-Neutral.
Dann ist das Problem, z. B. bei Windrädern, das die nicht recyclebar sind. zumindest aktuell. In Zukunft sieht das sicher anders aus.
Aktuell werden die Flügel der Windräder, die aus Glasfaser gefertigt werden einfach im Boden verbuddelt.
Das Ganze entwickelt sich natürlich weiter. Die Gesamtbilanz wird in Zukunft sicher besser werden.
Aber vieles grünes schöngeredet.
Genauso die Elektroautos. Aber das hat mit dem Thema jetzt nichts zu tun.

Die Zukunft wird EE sein. Da wird man nicht drum herum kommen.
Es fehlt halt noch an der Akzeptanz, vor allem auf dem Land.
Da will niemand Windräder vor dem Haus stehen haben.
Den Städtern ist das alles egal. Die sehen sie ja nicht.

Nur meine Bescheidene Meinung. Kann man drüber streiten.
Ergänzung ()

Micha- schrieb:
dezentral EE auszubauen
Da bin ich voll bei dir.
Am besten auch lokal über Genossenschaften mit entsprechender Beteiligung realisiert.

Alles dezentral und untereinander verbunden.

Aber da machen weder Politik / Lobby und Energieversorger mit.

Schön wäre es, wenn sicher jeder selbst versorgen könnte. Aber eben auch vernetzt untereinander. Das wäre ein Traum.
 
---Daniel--- schrieb:
ob da übergangsweise ein paar Jahre mehr Atommüll den großen Unterschied machen
Ja, denn es ist nunmal ein erhebliches Risiko. Man kann nur von Glück und Menschen mit Hausverstand sprechen, daß noch nicht mehr passiert ist. Aber in der heutigen Zeit mit den Hitzköpfen...
Und wie schon anders erwähnt wurde: ich bezweifle, daß man in 500 oder 1000 Jahren weiter sein wird. Dafür halte ich Star Trek für zuviel Fiktion und glaube nicht an den Erstflug mit Warp-Antrieb im Jahre 2063. Ein Hoverboard gab es ja auch nicht 2015.
 
DHC schrieb:
Dann ist das Problem, z. B. bei Windrädern, das die nicht recyclebar sind. zumindest aktuell. In Zukunft sieht das sicher anders aus.
Aktuell werden die Flügel der Windräder, die aus Glasfaser gefertigt werden einfach im Boden verbuddelt.
90% eines Windrades ist recycelbar. Siemens Gamesa entwickelt bereits recycelbare Flügel. Die ersten drehen sich schon vor Helgoland.

Ich weis nicht woher du das mit dem Verbuddeln hast, aber in Deutschland gilt ein Deponieverbot. Die Flügel wurden bisher verbrannt oder landen in der Stahl- und Zementindustrie.

 
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DHC schrieb:
Die Herstellung ist nicht CO2-Neutral.
Das ist bei restlos jedem Bauwerk der Fall.
DHC schrieb:
Den Städtern ist das alles egal. Die sehen sie ja nicht.
Ich bin Städter ... und ich würde sehr gerne sehen, wie PV-Anlagen und Windräder auch im Innenstadtbereich aus dem Boden schießen, wie die Pilze. Leider gibt es da ein paar Dinge, die das faktisch unmöglich machen (bei Windrädern vor allem die 10h-Regel ... in meinem Garten dürfte ich nichtmal eines von 2m Höhe hinstellen).

Mich stören allerdings auch Windräder auf Feldern nicht die Bohne. Ich bin fast 20 Jahre meines Lebens regelmäßig durch die Lüneburger Heide gefahren ... und da waren WIndräder schon vor 30 Jahren ein ganz normaler Anblick (genau wie in fast ganz Jütland).
Ja ... man hört sie ... wenn sie laufen.

Nur Schade, wenn die dann alle still stehen, weil man im Süden lieber dreckige Kraftwerke hochfährt, als mit dem Trassenbau voranzukommen.
Schade, dass es Solarparks gibt, die sofort abgeregelt werden müssen, wenn die Sonne mal scheint, weil es keine Speicher gibt und keine Trassen, die den Strom dahin bringen könnten, wo er gebraucht wird (der Weg von der Nordsee nach Bayern läuft über Benelux, Frankreich, Polen und Tschechien).
Schade, dass man in Deutschland die Speicherproblematik zu lange komplett ignoriert hat.

Aber wirklich schade ist nur, das aus diesen Versäumnissen nun pro-AKW-Argumente gebastelt werden.

Merit Order bezieht sich nur auf zugeschaltete Kraftwerke ... nicht auf die, die aufgrund technischer Besonderheiten ohnehin 24/7 durchlaufen müssen, wie das bei einem AKW der Fall ist (diese Technologie ist für kurzfristige Lastabfederung und Netzstabilisierung einfach ungeeignet).
 
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---Daniel--- schrieb:
Da ist eben die Frage, wie das tatsächlich rechnerisch und nicht nur gefühlsmäßig aussieht -> Grenzkostenberechnung. Die Peaks sind enorm und machen nun einmal den Wirtschaftsstandort für Investoren zunehmend unattraktiv -> müsste auch für die Entscheidungsfindung eingepreist werden.
...
Natürlich, wobei die Ausschläge nach unten eben quasi "begrenzt" sind, nach oben haben wir quasi keinen Deckel bzw. der teure Gaspreis ist dann die Obergrenze. Deshalb hatten wir ja diese enormen Peaks von 900€+. Damit garantiert man Unternehmen eben keine planerische Sicherheit.
Es ist ein Umdenken bei den großen Energieabnehmern nötig.
Bis rund 2021 waren rd. 10 Jahre lang die Börsen-Spotpreise für Gas + Strom unterm Strich immer günstiger wie lang- und mittelfristige Verträge. Da haben sehr viele Unternehmen und Privatpersonen, sofern Zugang, auf diese Versorgungsart umgestellt, ich übrigens auch.
Dann kam die Energiekrise und die Spotpreise schnellten nach oben, auf das 5-fache und mehr. :(

Nach weiteren 4 Jahren und Betrachtung der Spot- und Mittel-und Langfristangebote (bis 48 Monate im voraus) komme ich zu dem Schluss, das sich die Marktsituation gedreht hat. Die Preissprünge bei Strom, aber auch bei Gas, sind häufiger und größer geworden und zumindest beim Strom wird sich auch in absehbarer Zukunft durch die EE mit fehlenden Speichern nichts ändern. Jedes Unternehmen, was weiterhin auf den Spot-Preisbezug setzt, wird auf jeden Fall keine planerische Sicherheit haben und unterm Strich auch keine Ersparnis, falls es seine Produktion nicht tageszeitabhängig steuern kann und genau das können die Großverbraucher meistens nicht.
Man zahlt aktuell für einen 48 Monatsvertrag Gas nur die Hälfte des aktuell geforderten Gaspreises!
Mit jedem Jahr weiterer Laufzeit im Vergleich zum Gas-Spotmarkt sinkt aktuell der Bezugspreis.
Die Preisstruktur hat sich damit grundlegend gewandelt. Früher hatte man bei längeren Laufzeiten einen kleinen Preisaufschlag.
Beim Strom ist es das selbe, nur nicht in diesem Ausmaß des Preisrückganges mit längerer Laufzeit.
Da kann man aktuell bei einer Laufzeit von 48 Monaten nur rund 30% am Preis sparen.

Ich muss es deswegen jetzt so hart sagen:
Wer als Unternehmen weiterhin auf die Spotpreise setzt, der hat kein Mitleid wegen zu hoher Strompreise und Planungsunsicherheit verdient!
Das derzeitige Preisfindungsmodell, ohne aktuelle Aussicht auf eine echte politisch gewollte Änderung, verhindert zwingend eine Änderung der Preisstrukturen (Volatilität, Preisniveau).

Eine Wiederinbetriebnahme von AKW wird daran nichts ändern, außer das die AKW die Kohlekraftwerke als Grundlast- und Reservekraftwerke ersetzen würden/können. Preislich wird sich es nichts nehmen, ob statt Kohlestrompreis dann AKW-Strompreis bezahlt werden muss, weil der in etwa gleich hoch ist.
Das Klima würde profitieren, weil deutlich weniger CO2 ausgestoßen wird.
Niemals würden die wieder in Betrieb zu nehmenden restlichen AKW aber den Grundlast- und Reservebedarf dieses Landes komplett decken können und somit werden auch in diesem Szenario zwangsläufig die Gas-, Öl- und Importstrompreise den Spot-Strom-Energiepreis bestimmen, genau so wie bisher auch. Wahrscheinlich, falls wir keine Kohlekraftwerke nennenswert weiter stilllegen, werden durch die zusätzliche AKW-Stromkapazität die oberen Preisspitzen etwas gekürzt, aber das macht vielleicht grob von mir geschätzt 10-20% am Spitzenpreis aus. Diese 10-20% vom Spitzenpreis sind aber nicht entscheidend, um von einer deutlicher Entlastung zu reden.
Die Betreiber der AKW wollen sicherlich eine Art Zukunfts- Betriebsgarantie haben, wenn sie ihre AKW wieder flott machen sollen und da reden wir bestimmt nicht von 5 Jahren weiterer Betriebsdauer, eher 10 Jahre+.

So lange es die Politik/Wirtschaft nicht schafft, wenigstens die Über-Nacht-Speicher für die Photovoltaik zu installieren, so lange wird sich am täglich nächtlichen Grundlastbedarf in unserem Land nichts ändern und somit werden auch weiterhin jede Menge Kohlekraftwerke ständig am Netz sein, auch wenn man sie tagsüber gar nicht bräuchte und wir ein Problem mit diesem Kohlestrom haben (CO2, Stromüberschuss).

Daran wird sich meiner Meinung nach auch durch die geplanten privaten Großbatteriespeicher nichts ändern, denn die funktionieren wirtschaftlich nur, wenn es ein deutliches Preisgefälle von Einspeicher- zu Ausspeicherpreis gibt. Die werden z. Bsp. um 2 Uhr nachts gar keinen Strom ausspeichern wollen, weil sie dann in Konkurrenz zum Grundlaststrom aus Kohle (und theoretisch AKW) stünden, und systembedingt nicht billiger sind/sein können.
Die Batteriespeicher der Netzbetreiber werden in absehbarer Zeit (1-2 Jahre) lediglich gebaut, um die Netze vor dem Zusammenbruch zu schützen, nicht um Strom für die ganze Nacht zu liefern.
 
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garfield121 schrieb:
Ich denke, ich weiß, wie der Markus auf den Holzweg geraten ist.
Irgendwer hat gesagt (wahrscheinlich in Bierlaune), dass man die AKWs natürlich wieder reaktivieren könne, dass dafür aber Bedingungen A, B, C, D bis Z erfüllt sein müssen.
Die Bedingungen hat der Markus dann lieber verschwiegen ... ist halt ein Populist reinster Güte, der vor allem daran interessiert ist, den Leuten das zu sagen, was sie gerne hören möchten.

Und es existiert noch immer der Irrglaube, dass Atomstrom "günstig" zu haben sei ... deswegen glauben auch viele einem Markus Söder, wenn der mal wieder dampfplaudert.
Das, was Atomstrom "günstig" hat erscheinen lassen, waren massive Subventionen. Das, was wir für den Atomstrom NICHT bezahlt haben, haben wir über Steuern an anderer Stelle bezahlt.

Warum wohl argumentiert niemand in der pro-AKW Szene mit den tatsächlichen Kosten eines AKW? Weil das eben alles andere als "billig" ist und "billig" leider das einzige ist, was den deutschen Michel noch interessiert.
Da verschweigt man lieber die tatsächlichen Kosten oder betitelt sie maximalschwammig als "nicht allzu groß".

Ausserdem "Phantomexperte" - "Atomexperte" auf solche feinen sprachlichen Unterschiede kann doch ein Markus Söder im Wahlkrampfmodus keine Rücksicht nehmen :lol:
 
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Die Spekulationen rund um die AKW Reaktivierung hat doch eher immer damit was zu tun, dass die Preise für Strom in Deutschland einfach sehr hoch ist. (im Vergleich zu USA, China oder anderen Staaten in Europa)
Die Hoffnung ist halt, dass wir mit AKWs dann wieder massiv günstigen Strom produzieren können. Weil diese Kraftwerke nun mal in der Nähe der Großstädte/Groß-Verbraucher sind.

Aktuell haben wir ja eine nicht unerhebliche staatliche Abgabenlast auch noch auf dem Strompreis, der für den Verbraucher mit hinzukommt. Diese Abgabenlast wird auch in Zukunft noch deutlich ansteigen, nämlich dann, wann wir keine fossilen Energieträger mehr in Deutschland verbrauchen.
Zur Zeit erhält nämlich der Staat knapp 80 Milliarden EUR aus den Verkauf von fossilen Energieträger wie Benzin, Diesel, Heizöl in Form von Energiesteuer, CO2 Steuer und Mehrwertsteuer. Diese 80 Milliarden EUR fehlen, wenn wir nur noch mit E-Autos unterwegs sind und mit Wärmepumpen heizen. Der Staat müsste somit entweder sehr sehr fleißig sparen ... oder erhöht halt die Verbrauchssteuern für das Substitut von fossilen Energieträger -> Strompreiserhöhung ich seh dich kommen.

Die Regierung wäre aus meiner Sicht gut beraten, wenn wir technologie-offen nach Lösungen suchen, in Zukunft auch günstig Strom zu produzieren, transportieren und zu speichern - Abseits der Kernkraft!
 
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Mal was anderes:
Die letzten deaktivierten AKWs in DE waren für gerademal 5% der Netzabdeckung verantwortlich.

Wo liegt genau der Vorteil, wenn man durch die Reaktivierung dieser Krtaftwerke dann statt 45% "nur" 40% der benötigten Energie aus Kohle und Gas (oder aus dem Ausland) beziehen muss?

Was bringen die 5% durch die Reaktivierung der veralteten und bereits im Rückbau befindlichen AKWs?
 
DerOlf schrieb:
Was bringen die 5% durch die Reaktivierung der veralteten und bereits im Rückbau befindlichen AKWs?
Massive Gewinne für die Energieversorger, sonst nichts. EON hat bis zuletzt an Isar 2 richtig gut verdient und billiger war der Strom für den Endverbraucher dadurch nicht.
 
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_killy_ schrieb:
technologie-offen nach Lösungen suchen, in Zukunft auch günstig Strom zu produzieren
Alles, was für die Kilmakrise hilft, ist bekannt. Neue Techniken werden dafür nicht schnell genug den Markt erreichen, siehe Fusionskraft oder AKW der 3. oder 4. Generation. Was schwebt dir so vor, Vakkuumenergie? Neutronensterne anzapfen? Jet eines SL in Energie für uns wandeln? Sorry, aber mir fehlt die Fantasie, auf welche Technologie du deine Hoffnungen setzt...
 
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_killy_ schrieb:
technologie-offen
Tut mir echt leid, aber dieser Begriff wurde durch die FDP in den letzten Jahren regelrecht verbrannt.
Ich habe nichts dagegen, wenn man damit meint, auf allen Gebieten nach Technologien zu forschen.
Die FDP meinte damit aber eher Forschung, die dazu beiträgt, 100 Jahre alte Technologie weiter nutzen zu können ... das ist nicht technologie- sondern eher arschoffen.
 
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Die Wind- und der Solarenergie setzt auf freie Güter, die Herstellung der Technik kann in nahezu jedem Land der Welt erfolgen, Anhängigkeit =0.
Sie sind mit Abstand die günstigste und schadstoffärmste Form der Energieerzeugung. In meinen Augen haben wir bereits die perfekte Energielösung gefunden. Da ist natürlich noch Optimierungsbedarf in Kombination mit Batteriespeicher was die Rohstoffe, Recyclebarkeit, Effizienz, Netzausbau usw. angeht. Darauf sollte sich eine Regierung konzentrieren damit wir auch technologisch den kleinen Vorsprung halten den wir aktuell noch haben um daraus Kapital zu erwirtschaften.
Wenn es da noch eine andere Technologie geben soll die das Ganze vor allem preislich unterbietet, dann bin ich beeindruckt.
 
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Technologie-offen meint nicht nur die Produktion (1), sondern auch Speicherung (2) und Transport (3).

Wenn Wind- und PV Energie die beste Lösung für die Erzeugung sind - super, fertig für Problem Nummer 1. ABER:

2) Wir brauchen auch Lösungen für die Speicherung und für den Transport des Stroms. Bisherige Batteriespeicher sind brutal schlecht. Du hast sehr viel Ressourcen-Verbrauch um nur ein sehr knappen Zeitraum von wenigen Tagen zu überbrücken ... auch nur für ein begrenzten Verbrauch.

3) Beim Transport fehlt ebenfalls der Netzausbau. Wir schaffen es nicht, den Strom von Wind- und PV Parks innerhalb von Deutschlands gut zu verteilen.

Bei Problemen 2 und 3 sollten wir m.E. weiterhin Technologie-offen mit umgehen. Zu günstigen Zeiten wird nämlich immer noch deutlich mehr EE Strom produziert (1) als wir speichern (2) oder transportieren (3) können. Deshalb stellen wir die Produktion des EE Stroms ab - gerade dann, wann die Anlagen eigentlich perfekt laufen würden!

Und bitte - nein meine PV Anlage auf mein Haus produziert auch nur für 6 Monate ausreichend Strom, dass ich davon was als Verbraucher merke. Für die restlichen 6 Monate muss ich deutlich mehr zukaufen. Und der Heimspeicher deckt nur wenige Tage ab ...
 
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1Up4Life schrieb:
@---Daniel--- Schon mal drüber nachgedacht, dass es passieren kann, dass es in 500 oder 1000 Jahren überhaupt keine Raumfahrt mehr gibt weil uns irgendein Ereignis in der Entwicklung um 100 Jahre oder mehr zurückgeworfen hat?
Micha- schrieb:
Trump und Putin arbeiten ja schon daran
Jep, eben, solch ein Ereignis wäre mit großer WS ein Atomkrieg und dann hätten wir leider noch ganz andere Probleme als den vorherigen Atommüll zu entsorgen.

Micha- schrieb:
Interessant, wusste nicht, dass die mit der Transmutation doch schon recht weit sind - was natürlich auch gg diesen absurd hohen Diskontierungszeitraum sprechen würde.
garfield121 schrieb:
Bzgl. Transmutation hatte ich auch schon negative Kommentare gelesen, aber wenn eine solche Anlage wirklich mal gebaut werden sollte, muss man sich das genau anschauen.
Vermutlich das, was im zweiten Artikel von Micha steht, dass man dafür wiederum Kernkraft braucht

wuselsurfer schrieb:
Im Handelsblatt schreiben Experten?

Unsere Schichtleiter haben mir etwas ganz anderes erzählt.
Das einzige Verfahren zur Reaktivitätsmessung im laufenden Betrieb war wohl das Kugelmeßverfahren.
Naja, ob das "wahre" Experten sind, sei mal dahingestellt. Nicht selten wissen die Leute auf den "unteren" Ebenen deutlich besser, was praktikabel und zielführend ist - werden aber leider oft nicht gefragt. Könnte mir gut vorstellen, dass du durchaus recht hast und das eigentlich sinnvoll wäre, aber eben ggf. aus juristischer Sicht nicht gemacht werden muss.

DHC schrieb:
Naja. Das ist auch nur teilweise schön geredet.
Die Herstellung ist nicht CO2-Neutral.
....
Aber vieles grünes schöngeredet.
Genauso die Elektroautos. Aber das hat mit dem Thema jetzt nichts zu tun.

Die Zukunft wird EE sein. Da wird man nicht drum herum kommen.
Jep, die Grafik fand ich diesbezüglich doch erschreckend, kein Wunder, dass Atomkraft im Ausland teilweise so positiv gesehen wird.
1741013085846.png


Ist Atomkraft nicht paradoxerweise teils in Umweltfonds mit drin oder soll da reinkommen? Das ist dann wieder so eine typische Rechnung ohne Endlager.

DerOlf schrieb:
Mich stören allerdings auch Windräder auf Feldern nicht die Bohne. Ich bin fast 20 Jahre meines Lebens regelmäßig durch die Lüneburger Heide gefahren ... und da waren WIndräder schon vor 30 Jahren ein ganz normaler Anblick (genau wie in fast ganz Jütland).
Ist mit Sicherheit auch eine Frage der Gewohnheit. Menschen mögen in der Tendenz keine Veränderungen und in manchen Gegenden sehen eine riesige Anzahl an Windrädern neben Burgen in idyllischer Landschaft mMn tatsächlich nicht allzu schön aus. Wenn da sonst keine visuellen Anker nebendran sind, macht das sicherlich weniger aus.
DerOlf schrieb:
Schade, dass es Solarparks gibt, die sofort abgeregelt werden müssen, wenn die Sonne mal scheint, weil es keine Speicher gibt und keine Trassen, die den Strom dahin bringen könnten, wo er gebraucht wird (der Weg von der Nordsee nach Bayern läuft über Benelux, Frankreich, Polen und Tschechien).
Schade, dass man in Deutschland die Speicherproblematik zu lange komplett ignoriert hat.
Das ist ja verrückt. Ist dem tatsächlich so? Gerade mit unserer hohen EE Strategie geht es doch gar nicht ohne Speicher? Und das hat man nicht kommen sehen oder einfach weiterhin auf günstiges Gas gehofft?
DerOlf schrieb:
Merit Order bezieht sich nur auf zugeschaltete Kraftwerke ... nicht auf die, die aufgrund technischer Besonderheiten ohnehin 24/7 durchlaufen müssen, wie das bei einem AKW der Fall ist (diese Technologie ist für kurzfristige Lastabfederung und Netzstabilisierung einfach ungeeignet).
Ja, das habe ich mehrmals gehört. Wobei das für mich aus mathematischer Sicht nicht logisch erscheint (siehe die Grafiken, die ich gepostet hatte, in denen in einigen Fällen, die Gesamtnachfrage nahezu der Residuallast entspricht). Je nach Menge der Atomkraft, könnte das Grenzkraftwerk ja bspw. Kohle statt Gas sein und das wäre schon ein signifikanter Impact in den Grenzkosten.
Außerdem hatte ja auch jemand das Trassenproblem von Nord nach Süd angesprochen, sprich lokal in Bayern könnte das ggf. noch mehr eine Rolle spielen?

ThomasK_7 schrieb:
Wer als Unternehmen weiterhin auf die Spotpreise setzt, der hat kein Mitleid wegen zu hoher Strompreise und Planungsunsicherheit verdient!
Das derzeitige Preisfindungsmodell, ohne aktuelle Aussicht auf eine echte politisch gewollte Änderung, verhindert zwingend eine Änderung der Preisstrukturen (Volatilität, Preisniveau).
Können wir dann noch kompetitiv mit dem Ausland mithalten? Sind die Langfristverträge viel teurer? (vermutlich schon? sonst hätten die Unternehmen wahrscheinlich schon gewechselt) Bei den Spotpreisen hatte ich gesehen, dass auch die Peaks bei uns fast immer deutlich höher als im Ausland waren (vermutlich auch wieder teils diese angesprochene Trassenproblematik)
ThomasK_7 schrieb:
Eine Wiederinbetriebnahme von AKW wird daran nichts ändern, außer das die AKW die Kohlekraftwerke als Grundlast- und Reservekraftwerke ersetzen würden/können. Preislich wird sich es nichts nehmen, ob statt Kohlestrompreis dann AKW-Strompreis bezahlt werden muss, weil der in etwa gleich hoch ist.
Ich hatte gelesen, dass der Kohleenergiegrenzpreis sogar um ein vielfaches höher gewesen wäre/ist als der Atompreis. Und selbst die Gestehungskosten sind ja laut der einen geposteten Quelle hier bei den deutschen AKWs sehr niedrig, teils noch unter EE, da zum Großteil abgeschrieben.

Siehe auch hier Grafiken zur Situation vor und während Ukrainekonflikt:

Vor Ukrainekonflikt:
1741013122202.png


Während Ukrainekonflikt:

1741013138180.png

https://peakpower-energy.com/meritorder/
-> hier schreiben sie übrigens, dass Atomkraft bei Merit-Order eine Rolle spielen würde (aber ka, wie seriös die Quelle ist)
ThomasK_7 schrieb:
Das Klima würde profitieren, weil deutlich weniger CO2 ausgestoßen wird.
Niemals würden die wieder in Betrieb zu nehmenden restlichen AKW aber den Grundlast- und Reservebedarf dieses Landes komplett decken können und somit werden auch in diesem Szenario zwangsläufig die Gas-, Öl- und Importstrompreise den Spot-Strom-Energiepreis bestimmen, genau so wie bisher auch.
Ggf. lokale Entlastung für bspw. Bayern?
ThomasK_7 schrieb:
Wahrscheinlich, falls wir keine Kohlekraftwerke nennenswert weiter stilllegen, werden durch die zusätzliche AKW-Stromkapazität die oberen Preisspitzen etwas gekürzt, aber das macht vielleicht grob von mir geschätzt 10-20% am Spitzenpreis aus. Diese 10-20% vom Spitzenpreis sind aber nicht entscheidend, um von einer deutlicher Entlastung zu reden.
Da frage ich mich eh, wie wir die zusätzlich benötigte Energie in den kommenden Jahren bereitstellen wollen - bedingt durch AI, E-Mobilität etc. Selbst Google plant ab 2030 mit SMRs.
Können wir da absehbar genug Speicher bekommen oder wird dann vor Allem wieder Kohle verfeuert?
Und Gaskraftwerke sollen ja auch gebaut werden - werden die überhaupt zeitnah fertig?
ThomasK_7 schrieb:
Die Betreiber der AKW wollen sicherlich eine Art Zukunfts- Betriebsgarantie haben, wenn sie ihre AKW wieder flott machen sollen und da reden wir bestimmt nicht von 5 Jahren weiterer Betriebsdauer, eher 10 Jahre+.
Ja, davon gehe ich auch aus, daher vermutlich auch aus verhandlungstechnischen Gründen erstmal diese Absagen.
ThomasK_7 schrieb:
So lange es die Politik/Wirtschaft nicht schafft, wenigstens die Über-Nacht-Speicher für die Photovoltaik zu installieren, so lange wird sich am täglich nächtlichen Grundlastbedarf in unserem Land nichts ändern und somit werden auch weiterhin jede Menge Kohlekraftwerke ständig am Netz sein, auch wenn man sie tagsüber gar nicht bräuchte und wir ein Problem mit diesem Kohlestrom haben (CO2, Stromüberschuss).
Ja genau, und da sind die Abfallprodukte ja anscheinend teilweise auch atomar, wenn auch zu geringerem Grad, aber mit anscheinend noch weniger Umweltvorschriften.
ThomasK_7 schrieb:
Daran wird sich meiner Meinung nach auch durch die geplanten privaten Großbatteriespeicher nichts ändern, denn die funktionieren wirtschaftlich nur, wenn es ein deutliches Preisgefälle von Einspeicher- zu Ausspeicherpreis gibt. Die werden z. Bsp. um 2 Uhr nachts gar keinen Strom ausspeichern wollen, weil sie dann in Konkurrenz zum Grundlaststrom aus Kohle (und theoretisch AKW) stünden, und systembedingt nicht billiger sind/sein können.
Die Batteriespeicher der Netzbetreiber werden in absehbarer Zeit (1-2 Jahre) lediglich gebaut, um die Netze vor dem Zusammenbruch zu schützen, nicht um Strom für die ganze Nacht zu liefern.
Sprich, es fehlt uns noch die richtige Strategie? ^^
 
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---Daniel--- schrieb:
Das ist dann wieder so eine typische Rechnung ohne Endlager.
Natürlich ist das eine Rechnung ohne Folgekosten ... die würden ja auch die ganze (durch das Fortlassen der Folgekosten geschönte) Bilanz versauen.

Darf ich dich bitten, zu Grafiken eine Quelle anzugeben?
Ich würde gerne erfahren, welche Parameter da zugrundeliegen, da ich sehr gut weiß, wie man mit Statistik (insbesondere mit Grafiken) bescheißen kann. Um das bnewerten zu können, brauche ich aber die Studie, die dieser Grafik zu Grunde liegt.
 
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DerOlf schrieb:
Natürlich ist das eine Rechnung ohne Folgekosten ... die würden ja auch die ganze (durch das Fortlassen der Folgekosten geschönte) Bilanz versauen.
Jep.
DerOlf schrieb:
Darf ich dich bitten, zu Grafiken eine Quelle anzugeben?
Ich würde gerne erfahren, welche Parameter da zugrundeliegen, da ich sehr gut weiß, wie man mit Statistik (insbesondere mit Grafiken) bescheißen kann. Um das bnewerten zu können, brauche ich aber die Studie, die dieser Grafik zu Grunde liegt.
Kassenwart schrieb:
Als Grundlage empfehle ich hier folgendes Video:

Dort sind die Kosten recht gut erklärt.

Was man noch ergänzen kann. Ein AKW ist nicht versicherbar. Der Staat haftet am Ende.
Die teuerste Haftpflichtpolice der Welt
Ja, mache ich normalerweise auch. Quelle ist das Video hier. Hatte die Grafik während dem Schauen / Zus.fassen gescreenshotted.
 
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@TE
1. Die Gaskrise ist vorbei.
2. Deine Grafiken strotzen vor Rechtschreibfehlern und falschen %-Mengenangaben/Balkendarstellungen. Wirf die + Quelle weg!
3. Du kannst nicht lesen.
Wenn ich schreibe, das Langfristverträge aktuell (seit Trendwende) deutlich billiger sind brauchst Du (mich) nicht noch einmal fragen, ob denn Langfristverträge nicht viel teurer sind?
Wenn der aktuelle Wirtschaftsminister von Bayern aktuell sagt (siehe gebrachter link von garfield121)), dass die Wiederinbetriebnahme von ISAR 2 rund 3-4 Jahre dauert und Milliarden kostet, darf man ihm auch ruhig einmal glauben.

4. Machen wir es doch jetzt einmal anders herum!
Bitte rechne Du uns vor, wann sich wie die Wiederinbetriebnahme der 3 AKW auf den Strompreis senkend auswirken wird!
 
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---Daniel--- schrieb:
Naja, ob das "wahre" Experten sind, sei mal dahingestellt.
Es reden da halt viele Theoretiker, die noch nie ein Kraftwerk von innen gesehen haben.
Und vom Revisionsablauf oder dem Kraftwerksbetrieb und dessen Parametern sieht es da auch meist dünn aus.

Am lustigsten sind die, die schon mal im Kraftwerksrechner waren und dort die Daten gesehen haben.

---Daniel--- schrieb:
Nicht selten wissen die Leute auf den "unteren" Ebenen deutlich besser, was praktikabel und zielführend ist -
Ja, man kann die genaue Aktivitätsverteilung im laufenden Betrieb messen.
Dazu bedarf es aber Umbauten während der Revision und die Messung geht nur nachträglich mit zeitlicher Verzögerung,

---Daniel--- schrieb:
werden aber leider oft nicht gefragt.
Die Schichtleiter saßen mir direkt gegenüber und was die erzählt haben ging schon jeden Tag an die technische Leitung.

---Daniel--- schrieb:
Könnte mir gut vorstellen, dass du durchaus recht hast und das eigentlich sinnvoll wäre, aber eben ggf. aus juristischer Sicht nicht gemacht werden muss.
Juristisch ist nicht der springende Punkt sondern die techische Realisierung.
Das war kompliziert und dafür gab es hohes Lob für das Verfahren.

Der TÜV steht Dir so wie so jeden Tag auf den Zehen und mal schnell etwas "übersehen", wie zwei gebrochene Federn beim Auto, ist da nicht drin.
Da sind sie knallhart und wenn Du nicht nachweisen kannst, welche Zugfestigkeit der Stahl der Schraube hat, wird sie nicht eingebaut.

Aber Technik ist Geschichte und wird nicht wieder kommen.
Dafür ist es zu spät und die Fristen aller Art sind wohl abgelaufen.

Die Schichtleiter haben alle gesagt: wenn das Kraftwerk mal geschlossen wird, bauen wir noch 30 Jahre ab.
So ist es bereits und die HKMP wird keiner wieder einbauen, wenn die ausgebaut ist.
 
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