AMD CPU plötzlich zu heiß

x16

Cadet 3rd Year
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Dez. 2005
Beiträge
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Hallo Leute,

erstmal meine Hardware:
Asus M5A99X Evo Rev2
AMD FX-8350
Cooler Master Gemini2
Gelid GC-Extreme

Ich habe ein kleines Problem. Letztens habe ich Mafia 3 über Steam installiert und gespielt. Nach ca. 10 Minuten ging der PC einfach aus. Auch beim 2. Mal ging er aus. Also habe ich mit Prime95 und Aida64 die Temperaturen geprüft, die gingen über 100°. Noch einige Monate vorher habe ich keine Probleme beim Spielen gehabt.
Als Kühler habe ich den Cooler Master Gemini2. Ich weiß, der ist uralt, gefühlt von 1953, aber lief immer einwandfrei. Also gab es für mich keinen Grund einen neuen zu kaufen.
Die Wärmeleitpaste ist gerade 1 Jahr alt. Die war auch nicht vertrocknet. Ich dachte gut der Kühler ist hinüber und habe mit den Thermaltake Macho Rev.B bestellt und mit der Gelid Paste eingebaut. Musste den Lüfter aber leider saugend installieren, da er mit den Rams kollidierte. Jetzt habe ich im Idle 50° und unter Prime95 Volllast 70°.

Mir gefallen die Temperaturen nicht. Meine Vermutung ist, dass die CPU defekt ist und heißer wird als sie soll. MB und CPU sind auch erst 1 Jahr alt.
Irgendwelche Tipps?
 
Bitte kontrolliere die Spannungen die an der CPU anlegen.
 
Den Ratschlag von Homini dringend befolgen. Im BIOS den Turbo ausschalten.

Temperaturen beim FX auslesen hat was von Lotterie an sich, meistens stimmt es einfach nicht, was ausgelesen wird. Und nur noch mal zur Sicherheit gefragt: Du hast vor einem Jahr diese CPU und das Mainboard neu gekauft?
 
Läuft doch nun wieder alles oder? Taktet sich die CPU denn während des Spielens etc. herunter? Ansonsten die die ausgelesenen Temp. Werte besonders auch bei AMD sehr ungenau. 70°C unter Volllast sind erstmal ok und liegen tatal im Rahmen

Edit:
Aus welchem Grund soll er den Turbo deaktivieren? Bei 70° unter Volllast gibt es wirklich keinen Grund zur Panik, ggf. lässt sich was an der Gehäuselüftung optimieren
 
Zuletzt bearbeitet:
Saugend? Da wundert mich überhaupt nichts. Das reicht eben nicht aus um einen ausreichenden Luftzug durch die Kühllamellen zugenerieren,
 
70 Grad mit Prime .... Ist doch normal bei der CPU .... Ich habe bei mir immer diese temps ...würde mich nicht stressen und erst handeln falls er drosselt. Habe mir am Anfang über meinen 8350 ordentlich Gedanken gemacht, weil ich die Temperaturen enorm fand aber mittlerweile ist es mir egal.
 
x16 schrieb:
Also habe ich mit Prime95 und Aida64 die Temperaturen geprüft, die gingen über 100°.

Der TE schreibt was vom über 100°, wie kommt ihr auf 70°?

Edit: :( Sorry ihr habt natürlich recht. :freak:
 
Zuletzt bearbeitet:
Also mit meinem "kleinen" Ben Nevis erreiche unter Prime 95 maximal 62-63 Grad. Hab aber auch den Turbo deaktiviert und die Spannung auf 1,3 Volt abgesenkt. Naja bald kommt die Heizung raus :D
 
Die angegebenen 100°C sind Quatsch! Die beste Charge übersteht in kurzfristig bis maximal 85°C. Er hat womöglich anstelle von Tcore und Tcase den Wert eines VTIN-Sensors ermittelt.

Die 50°C im Leerlauf klingen danach, als sei der Energiesparplan <Höchstleistung> aktiv oder ein anderer so konfiguriert, dass der <Minimale Leistungszustand des Prozessors> gen 100% gesetzt ist.

Wenn der AMD FX-8350 trotz dem Thermalright HR-02 Macho und einem neuen Thermal Interface Material unaufhaltsam überhitzt dann kann dies ein Indikator auf die Elektromigration sein, woran mein AMD FX-8350 mit exakt diesem Symptom zugrunde gegangen ist. (Eine weit auseinander gegangene Schere zwischen der Wirkleistung und der Verlustleistung.)
 
Zuletzt bearbeitet:
@Naru: Sein Kühlung arbeitet ja fast passiv durch den saugenden Lüfter. Da sind solche Temps doch zu erwarten
 
Was sind denn das für Rams bzw. wie hoch sind die?
Es sollte eigentlich möglich sein beim Thermaltake Macho Rev.B die Lüfterklammern vorne mit dem Lüfter etwas nach oben zu ziehen/verbauen so das auch sehr hoher Ram runterpasst.

Edit:
Ach nein,die werden ja oben in den kleinen Löchern eingehakt.
Habe das Prinzip mit einem zbs. Cryorig R1 Ultimate verwechselt.
Da geht das mit den Klammern.
Mein Fehler.
 
Zuletzt bearbeitet:
rg88 schrieb:
@Naru: Sein Kühlung arbeitet ja fast passiv durch den saugenden Lüfter. Da sind solche Temps doch zu erwarten

Stimmt auffallend!
Seiner getätigten Aussage zufolge ist womöglich davon auszugehen, dass die Gehäuse-Belüftung etwas unzureichend ausfällt, denn die Art der Montage des Lüfters beeinträchtigt die Temperatur im Leerlauf um 5°C, es resultiert dann trotz dem Wechsel in den Power State #4 (1.400 MHz / 0.875V) in die zu erwartenden 45°C.
Die 50°C im Leerlauf sind immens, da wundert es nicht, dass der AMD FX-8350 bei Last gen 70°C rennt, unterdessen das Throttling agiert, was so gen 65°C einschreitet, trotzdem ist er weiterhin am Aufheizen.
Entweder ist das Thermal Throttling deaktiviert oder es ist zu seichte konfiguriert: In seinem Fall muss es prompt mit 100% (Power State #4) einschreiten.
Er kann vom Glück reden, dass das ASUS M5A99X EVO R2.0 die Maximum Junction Temperature auf 80°C bestimmt, was viele andere Mainboards auf 70°C festlegen, sodass die Notabschaltung längst gegriffen hätte.

Ich bin mal gespannt, ob er noch eine Angabe zu dem Gehäuse und zu den Lüftern nachreicht.
 
Ja das mit den saugenden Lüfter stört mich auch extrem. Ich hasse es Lüfter so zu montieren, aber die einzige Alternative wäre den Lüfter an der selben Stelle blasend zu montieren. Dann pustet er die warme Luft aber ins Gehäuse.
Oder ich bastel noch an der Halterung mal sehen.

Mein Gehäuse ist das Corsair Graphit 600t mit Standard-Turbinen (Lüfter).

Aber habe eben noch mal den PC angemacht. Inzwischen sind die Temperaturen wie folgt: Idle 38°, Load 65°.
Denke dass sich die zähe Wärmeleitpaste endlich gesetzt hat.

Bei Aida64 gibt es ja 2 CPU Temperaturen. Die Temp. dr Diode ist um 10° niedriger.
Siehe Bild.

Und die Spannung liegt bei 0,89V. Also alles ok.
 

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So ist 's absolut okay!

Tcore ist bei AMD immer niedriger als Tcase (CPU-Package-Diode/ Phase/ Thermistor), so 10°C Differenz im Idle, 15°C bei normalem Load und 20°C bei extremen Load.
Das liegt daran, dass AMD-Prozessoren, auch die neuen, über keine Core-Dioden verfügen, es ist vielmehr eine einzelne Diode am Außenbereich des Dies (Tdie), daher die immense Temperatur-Differenz.
Tcore kann man getrost ignorieren, nur Tcase stimmt, insoweit das Low-Pin Count Input/Output Interface keinen Nonsens abliefert, andernfalls sind je nach Belastungsgrad die oben genannten Differenzwerte der Tcore aufzurechnen!
 
Zuletzt bearbeitet:
Naru schrieb:
Das liegt daran, dass AMD-Prozessoren, auch die neuen, über keine Core-Dioden verfügen, es ist vielmehr eine einzelne Diode am Außenbereich des Dies (Tdie), daher die immense Temperatur-Differenz.

Kannst du diese Aussage auch irgendwie belegen. Meines Wissens haben die neuen sogar zig Messpunkte, welche dann im Endeffekt die Daten liefern die verantwortlich sind wie weit der XFR-Takt hochgesetzt werden kann.
 
Ich kann zumindest belegen, dass ein AMD Ryzen 5 1600X nach wie vor über eine einzelne Diode verfügt. Es gab zur Einführung von Ryzen einen Artikel bei HardwareLUXX, da hieß es, dass es so sein soll, wie Du sagst, also ein Verfahren, wie es Intel per Digital Thermal Sensors (DTS) umsetzt, aber davon sehe ich nichts. Es zeigte sich nach wie vor nur eine einzige Diode, diese die gleiche Abweichung aufwies. Das ist für mich der Beweis, dass sich daran nach wie vor nichts geändert hat. Die viele Messpunkte beziehen sich womöglich auf Sensoren verschiedener Art zur Überwachung und Automatisierung der SenseMI-Technologie.


Ergänzung

In diesem Zusammenhang fällt mir ein, dass das UEFI des ASRock Fatal1ty X370 Professional Gaming die Tdie ausliest und deren Lüftersteuerung daran ausrichtet. Das ist mir neu gewesen, weil es bis zuvor stets so gewesen ist, dass der Tcase verwendet wurde. Diese Methodik kann schon ein Indiz für die Änderung von der SenseMI-Technologie sein. Ich finde es allerdings als falsch, dass diese Tdie verwendet wird, welche nach wie vor die oben genannten Differenzen zur Tcase aufweist. Das ist insoweit unschön, weil der Wert zu niedrig ausfällt und sich so die Lüfter ungenau anpassen lassen, man also stets kleinere Werte nehmen muss und deren Differenz für den Anstieg der Lüfter in kaum höher als 5°C ausfallen. Es bedeutet, dass wenn im Leerlauf die Tdie nur 31-33°C beträgt und im Load nur 40-42°C, was per Tcase in etwa 40-65°C resultiert, also im Gaming-Laod eine große Spanne von 15-20°C, die sich in der Lüftersteuerung in weniger als 10°C anapssen lässt. Schon blöd ... Ich bin dafür, dass die UEFIs zu Tcase zurückkehren, oder besser noch, dass AMD endlich das umsetzt, was Intel schon seit Äonen tut.
 
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