News AMD Zen 6 auf AM5: Nicht nur Ryzen-9000-Platine mit 64-MB-BIOS fit für Zen 6?

Portal501 schrieb:
Kaufe immer Boards im Bereich 350 bis 450 Euro.
Braucht man nicht. Auch um zukünftige Prozessoren des Sockels zu unterstützen reicht irgendwas um 200€ für ein Board locker aus. Du merkst da keinen Unterschied zu den wirklich teuren, außer du braucht gewisse Anschlüsse.
Ergänzung ()

sujo99 schrieb:
Ein 5700x3D reicht, ist günstig und verfügbar.
Der ist schon lange nicht mehr günstig.
 
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Alesis schrieb:
Hör du lieber damit auf, monolithische CPUs mit Chiplets zu gleich zu setzen.
Warum in diesem Fall nicht?
Es geht ja nur darum, dass bei den genannten monolithischen APUs immer 8 Kerne und 12 CUs verbaut sind, die aber stets auf bis zu 50% der Kerne und bis zu 33% der CUs herunterstutzt wurden, im Fall des 5125C sogar noch mehr).
Ebenso wie bei Epyc 8 oder sogar 16 8-Core CCDs verbaut werden, von denen nur je 1, 2 oder 3 Kerne aktiv sind.

Da kann man nicht sagen, dass bei 12-Kern CCDs CPUs mit 1x6, 2x6, 1x8 und 2x8 Kernen unrealistisch sind.
 
ETI1120 schrieb:
Es geht doch gar nicht um "auf Nummer sicher gehen wollen".

Es ist ein Werbe-Gag. Die 64 MB sollen die Zukunfstsicherheit unterstreichen. Man nimmt ein paar Cent in die Hand und reklamiert Zukunftssicherheit für das Board.

Und dass jetzt alle mit Zukunftssicherheit kommen, ist IMO mit AMD abgestimmt.
Gehe auch davon aus, dass das ein Werbegag ist. Mir macht das ehrlich gesagt sogar Hoffnung, dass tatsächlich zusammen (oder knapp vor) Zen 6 noch eine neue Generation an Boards mit wirklichen Neuerungen (insbesondere massiv verbesserte Effizienz des Chipsatzes sowie PCIe 6.0 vom Sockel aus) vorgestellt werden wird. Denn indem AMD jetzt diesen Werbegag freigibt haben die Hersteller gute Möglichkeiten, ihre Lager zu leeren. Für mehr Lanes...
ETI1120 schrieb:
Und noch Mal, wo willst Du mehr PCIe Lanes im Sockel unterbringen? Da ist kein Platz mehr.
[IMG]https://www.computerbase.de/forum/attachments/1760191982169-png.1664986/[/IMG]
https://en.wikichip.org/wiki/amd/packages/socket_am5#Photos
...sehe ich hingegen genau wie du keinen Raum.
Tigerfox schrieb:
LP-Cores will ich im Desktop nicht und ich sehe auch keinen Vorteil.
Was hast du gegen niedrigere Leistungsaufnahmen im Idle und Pseudo-Idle? Das ist doch auch im Desktop was schönes...
...besonders toll ist, wenn die gut genug sind, dass die gesamten CCDs schlafen gelegt werden können.
 
@CDLABSRadonP... Nur, wenn der Platzverbrauch wirklich nicht der Rede wert. Wenn aber das CCD wirklich um 50% vergrößert wird, USB4 integriert wird und auf RDNA3.5 mit vielleicht mehr CUs kommt, dann ist mir das alles wichtiger.

Da big.LITTLE nur wirklich einen Vorteil bringt, wenn der Scheduler damit gut umgehen kann und wir bisher eher das Gegenteil gesehen haben, ist es einfacher, darauf zu verzichten.
 
Tigerfox schrieb:
@CDLABSRadonP... Nur, wenn der Platzverbrauch wirklich nicht der Rede wert. Wenn aber das CCD wirklich um 50% vergrößert wird,
Ich weiß nicht, woher diese Idee kommt. Nur, weil von 12 Kernen die Rede ist? Entweder wird als Node N3P/X oder N2 zum Einsatz kommen: Im ersteren Fall wird das CCD leicht größer, im letzteren leicht kleiner. Nicht vergessen: SERDES werden durch SeaOfWires ersetzt, das spart auch Fläche. (Siehe Strix Halo)
Tigerfox schrieb:
USB4 integriert wird und auf RDNA3.5 mit vielleicht mehr CUs kommt, dann ist mir das alles wichtiger.
Das wandert ins IO-DIE, genau wie die LP-E-Cores es auch sollen.
Tigerfox schrieb:
Da big.LITTLE nur wirklich einen Vorteil bringt, wenn der Scheduler damit gut umgehen kann und wir bisher eher das Gegenteil gesehen haben, ist es einfacher, darauf zu verzichten.
Die Arbeit wurde doch nun eh schon für Lunar Lake und wird weiterhin mit Panther und Nova Lake geleistet werden.
 
@CDLABSRadonP... : Habe mich unpräzise ausgedrückt, meinte natürlich mit 50% vergrößern nicht die Fläche, sonder die Anzahl Kerne. Aber wird das CCD mit 50% mehr Kernen durch den Shrink wirklich nur leicht größer?

Und ich meine eben, dass USB4 und RDNA3.5 mit evtl. mehr Cores im IOD auch viel Platz schlucken werden, der zwar auch geschrumpft wird, aber sicher wieder nicht in einem ganz so modernen Prozess. Ich bin Laie und kann das schlecht einschätzen, aber für LP-cores würde ich den gewonnenen Platz als allerletztes ausgeben.

Ja klar, aber die Arbeit ist noch lange nicht erledigt und ist durch eine dritte Stufe noch schwieriger geworden.
 
Stahlseele schrieb:
Warum ist das eigentlich immer noch so wenig?
Selbst 1GB Chips kosten in der Produktion wahrscheinlich nicht viel mehr als 64MByte . .
Frag ich mich auch.
Zumindest so groß, dass DOOM drauf passt (+ BIOS) :cool_alt:
 
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Ferax schrieb:
Sollte ZEN6 nicht erst 2027 kommen?

Prinzipiell halte ich eine alte stabile Plattform für besser als early adopter von AM6 zu sein. Hatte bei 4 und 5 noch Kinderkrankheiten.
Das wäre arg lange und man wird Intel wenig Angriffsfläche bieten wollen...

Denke Zen6 wird nochmal auf AM5 und DDR5 kommen da DDR6 und PCIe 6.0 kaum verfügbar ist.

Ggf. könnte ich mir vorstellen dass man Zen7 Ende 2027 bringt und AM6 mit DDR6 und PCIe platziert.

So kann man auch auf beiden Plattformen langfristig je nach Bedarf Kunden binden.

Nur wenn TSMC N2 Kapazitäten ein Problem wären würde ich mir Zen6 in 2027 vorstellen...
Ergänzung ()

Alesis schrieb:
Ich kann mir vorstellen, dass es einen AM5+ Sockel geben wird. Zen 6 läuft auch auf AM5, aber man nicht das volle Potenzial an Eigenschaften nutzen kann. Es also mehr Lanes gibt, die bei aktuellen AM5 Boards ja nicht nachträglich gelegt werden können. Möglicherweise eine NPU Unterstützung nicht funktioniert.

Deswegen kann ich bei der Abstimmung nicht mitmachen.
Was sollte dieser Sockel bringen?

DDR6 ist ohnehin nicht verfügbar, PCIe 6.0 SSDs oder GPUs auch nicht. Wobei man PCIe 6.0 sogar über die CPU bringe könnte für die die ein entsprechendes neues MoBo kaufen. Der Rest bekommt halt nur PCIe 5.0 auf dem alten MoBo.

Es müsste die Leistung der CPU durch Kontakte derart eingeschränkt sein um hier deswegen zu erweitern.

Nein AMD setzt nochmal auf AM5 sodass man lange Zeit Zen6 verkaufen kann und die Kunden dank DDR5 und PCIe 5.0 gute Verfügbarkeit haben.

Es wird halt ggf. neue Chipsätze geben die mehr Funktionen unterstützen aber das war es. Wenn Du das als AM5+ sehen willst...
 
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@Matthias B. V. : Vor allem braucht man für PCIe6.0 keinen neuen Sockel, nur neue Boards. Ich halte es nicht für ausgeschlossen, dass Zen6 mit PCIe6.0 kommt, immerhin hat Zen2 auch PCIe4.0 gebraucht. Allerdings sind bis jetzt erst ein paar professionelle SSD-Controller mit PCIe6.0 angekündigt. Brauchen tun wirs im Consumer-Bereich wahrlich noch lange nicht.

Auch USB4, eine größere und modernere IGP und ein überarbeiteter Speichercontroller für CU-DIMM, CAMM2 und höhere Taktraten brauchen keinen neun Sockel.

Nur mehr Lanes oder Speicherkanäle kann es auf AM5 nicht geben.
 
Tigerfox schrieb:
@Matthias B. V. : Vor allem braucht man für PCIe6.0 keinen neuen Sockel, nur neue Boards. Ich halte es nicht für ausgeschlossen, dass Zen6 mit PCIe6.0 kommt, immerhin hat Zen2 auch PCIe4.0 gebraucht. Allerdings sind bis jetzt erst ein paar professionelle SSD-Controller mit PCIe6.0 angekündigt. Brauchen tun wirs im Consumer-Bereich wahrlich noch lange nicht.
Ja das stimmt aber sehe einfach keine Anwendung für PCIe sofern es nicht im professionellen Umfeld ist.

Ob die Kontakte auf dem Sockel ausreichen würden kann ich nicht sagen.
Tigerfox schrieb:
Auch USB4, eine größere und modernere IGP und ein überarbeiteter Speichercontroller für CU-DIMM, CAMM2 und höhere Taktraten brauchen keinen neun Sockel.
Und genau sowas wird es werden.Schnellere und erweiterte CPU und neuer Chipsatz für die die ggf. noch neu kaufen.

Und wer es aus einem alten AM5 Board einsetzt hat Kompatibilität mit ggf. Weniger / eingeschränkten Funktionen was den Chipsatz angeht. Obwohl ich nicht mal das erwarte…
Tigerfox schrieb:
Nur mehr Lanes oder Speicherkanäle kann es auf AM5 nicht geben.
 
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Tigerfox schrieb:
@CDLABSRadonP... : Habe mich unpräzise ausgedrückt, meinte natürlich mit 50% vergrößern nicht die Fläche, sonder die Anzahl Kerne. Aber wird das CCD mit 50% mehr Kernen durch den Shrink wirklich nur leicht größer?
Aktuell nehmen die Kerne und Cache etwa vier Fünftel und die SERDES sowie der Debug-Bereich ein Fünftel ein. Allein, wenn man dieses Design in N4P nehmen und bloß um vier weitere Kerne samt Cache verlängern würde (was geht, wie die Turin-Dense-CCDs* gezeigt haben) wäre man bei sieben Fünfteln der aktuellen Fläche. Entsprechend bräucht es dann auch bloß eine Reduktion um etwa 30%, um bei der gleichen Fläche zu landen.
Apple zumindest hat beim M4 eine Packdichte von ~170MT/mm² erreicht und das ist ja ein SOC mit einer großen Mischung aus einzelnen Elementen. N2 ist noch ein ganz anderes Brett, dort sollen auch Caches wieder ordentlich scalen.
Tigerfox schrieb:
Und ich meine eben, dass USB4 und RDNA3.5 mit evtl. mehr Cores im IOD auch viel Platz schlucken werden, der zwar auch geschrumpft wird, aber sicher wieder nicht in einem ganz so modernen Prozess. Ich bin Laie und kann das schlecht einschätzen, aber für LP-cores würde ich den gewonnenen Platz als allerletztes ausgeben.

Ja klar, aber die Arbeit ist noch lange nicht erledigt und ist durch eine dritte Stufe noch schwieriger geworden.
Selbst wenn AMD sich dazu entscheiden würde beim IO-DIE immer noch auf N6 zu setzen hätte AMD allein dadurch, dass eben der Wechsel weg von den SERDES vollzogen wird, deutlich mehr Platz als zuvor. Denn das IO-DIE wird nun direkt neben den CCDs sitzen. Entsprechend: Ja, da ist genug Platz für LP-E-Cores, für mehr RDNA-CUs, für eine NPU und so weiter, das ist vollkommen unproblematisch. Allerdings ist nichts davon für N6 optimiert, von daher gehe ich von einem N4er-Prozess aus.
Edit: *hier noch der Link: https://www.pcgameshardware.de/CPU-...yc-9005-Die-Shot-Unterschiede-Zen-5c-1471051/
 
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sujo99 schrieb:
Ein 5700x3D reicht, ist günstig und verfügbar. Habe so für etwas mehr als 100euro vor einem halben Jahr meinen 3700x Upgraded.
Vor 6 Monaten war der günstigste Preis knapp unter 200 €, jetzt gibt es ihn nur noch bei einem Händler (Amazon/laut Geizhals) für knapp 600 € ... :freak:
 
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Pisaro schrieb:
Der ist schon lange nicht mehr günstig.

Genau deswegen sehe ich auch meine AM4 Reise als beendet an. Aber ich warte, war Intel noch zeigen wird. Auch wenn ich nicht sicher bin, ob da was konkurrenzfähiges kommt.

2026 steht ein Upgrade an, Stand heute ein 9700 oder ein X3D
 
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Es wird Zeit, dass man selbst sein Bios zusammenstellen kann. Also dass dann man einfach die gewünschten CPUs anklickt und dann kann man sich sein gewünschtes Bios downloaden.
 
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Naja wenn ich CPU upgrade finde ich das ehrlich gesagt nicht sooooo super schlimm wenn man auch das Board tauschen muss - entweder nutze ich die alte CPU woanders (oder familiy and friends) mit Board oder verkauf das dann halt als Bundle.

seit eh fast alles in der cpu ist braucht man doch eher selten highendboards (ausser evtl 10 GBit Netzwerk)

Dann hat man mit einem neuen Board evtl die neuen Ram Slot kontakte usw.
 
Ganz starkes BTW bzgl. 12Kern-CCD: Zen 6 bzw. Medusa Ridge muss nicht teuer werden. Was oftmals vergessen wird ist, wie viel wirtschaftlicher Zen 3 die Produktion für AMD gemacht hat: Vorher war klar, dass ein Sechskerner nur erzeugt werden kann, wenn in beiden CCXes ein Kern deaktiviert wird. War also Kern 0 und Kern 1 tot oder zu schlecht, dann musste auch Kern 4 und Kern 5 deaktiviert werden und man landete bei einem Vier- statt einem Sechskerner. Neben allen Vorteilen in Punkto Performance (Latenz!) hat AMD also, bei gleichen Rohyields, viel bessere in der Praxis erhalten.
Wenn nun wirklich ein 12-Kern-CCD die Grundlage von allem darstellen wird, dann werden CCDs mit 8,9 oder 10 Kernen ziemlich günstig ausfallen. Wenn AMD es wirklich schaffen sollte, dass nicht nur Venice und Medusa Ridge, sondern auch Medusa Point und Medusa Halo die gleichen CCDs nutzen werden, dann wird sich der Effekt noch drastisch verstärken.
 
BloodGod schrieb:
Zeigt sich mal wieder das man doch ein bisserl mehr ausgeben darf für ein MB das man für viele Jahre behält.

Muss ja nun nicht gleich ein Godlike sein, aber immer wenn ich hier in Kaufberatungen gehe wird dort fast immer der billigste Shit überhaupt empfohlen.
Komischer Take, wenn es rein gar nichts bringt, mehr Geld auszugeben.

https://geizhals.de/?cat=mainboards&xf=2833_AMD AM5~4563_64MB&offset=0&sort=p&promode=true

Das ist die Liste, der Preis ist hier nicht das Kriterium, sondern schlichtweg das Release Date.

Du hättest den Herstellern auch 1000€ für ein Mainboard in den Rachen werfen können und hättest davon exakt gar nichts gehabt.
 
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Tigerfox schrieb:
Das kannst Du bei vielen Features fragen. Der Nutzen ist das Verkaufsargument. Man kann kaputtgeflashte Bausteine einfach ersetzen und eben solche Fallen wie damals bei 16MB auf AM4 vermeiden.
Du kannst für jedes verlötete Bauteil auf dem Board eine schöne Geschichte erzählen, dass man es einfach ersetzen könnte wenn es gesockelt wäre. Im übrigen hatte ich in meinem zweiten Praktikum das Vergnügen auf 20 Platinen Spannungsregler (Dual Inline, SMD) zu ersetzen.

Gesteckt wird nur dort, wo es für die Konfiguration der Endprodukte sinnvoll ist. Aber eben nur so lange wie es nicht mit der Zuverlässigkeit kollidiert. Siehe Notebook-SoCs.
Tigerfox schrieb:
Ja, stimmt leider alles. Ich fand es echt ärgerlich, das kein einziges 800er-Board USB4 von der CPU unterstützt, nachdem Gigabyte spät nach dem ursprünglichen AM5-Release wenigstens ein 600er-Board mit USB4 von der Phoenix-CPU nachgelegt hat.
Es ist nicht ärgerlich, es ist eine Unverschämtheit.

Es gibt wenige Boards die USB4 vom Hawk Point bis an die USB C Ports durchschleifen, also geht es prinzipiell. Zu dem Zeitpunkt an dem die Board herauskamen war Hawk Point schon auf AM5 verfügbar. Also haben die Boardhersteller ein Feature von Hawk Point ignoriert, damit sie den ASM4242 auf ihren X870 Boards besser vermarkten können. Und AMD hat zugesehen.

Ich bin gespannt, in welches Fettnäppchen AMD treten wird.
  • 2026 einen IOD und USB4 anbieten
  • einen USB4 Host im IOD einbinden, der dann von den neuen 900 Boards unterstützt wird. Genauso wie der USB4 Host der 8000G
Tigerfox schrieb:
Wodurch wird das nötig
IMO hat das 3 Gesichtspunkte:
  • Desktop Effizienz bei Idle und sehr niedriger Last
  • Datenmengen im Server
  • Andere Typen von Chiplets
Die Chiplet Ryzen haben einen Schwachpunkt: Der Verbrauch in Idle oder extrem niedriger Last.
Da sehen die Ryzen ganz schlecht aus. Das ist in den letzten Jahren immer mehr zum Thema geworden. Außerdem ist das ein Grund warum Dragon Range und Fire Range als Notebook Chips so gut wie nichts taugen.

Außerdem kommen die Server in Bereiche wo sich der Energieverbrauch der Interchiplet Verbindungen deutlich bemerkbar macht. In seinem Vortrag zur Einführung von Zen 2 hat Sam Naffziger die Rechnung mit einem Kanal DDR4-2933 gemacht (ca 23,5 GB/s), da für jedes CCD 2 ein Memory Channel verfügbar war. Ein IFoP-Link konnte bei Zen 2 ca. 55 GB/s schieben.

Venice verwendet 16 MRDIMMs mit DDR5-12800. Da es nur 8 CCDs gibt, kommen auf jedes CCD rechnerisch 2 DIMMs mit ca 200 GB/s und mit ein bisschen Puffer für eine ungleiche Belastung ist man schnell bei 400 GB/s für die Anbindung eines CCDs in EPYC.

Andere Typen von Chiplets könnten z. B. Chiplets für Co Packaged Optics sein,.

Tigerfox schrieb:
und wie sieht das aus?
Da streiten sich die Leute.

AMD ist mit Strix Halo auf Fanout gegangen und hat den Infinity Fabric zwischen den Chiplets von IFoP auf ein sea of wires umgestellt. Sea of wires bedeutet, dass das Infinity Fabric auf der ganzen Breite vom Die über das Package zu anderen Die geführt werden (Interview Chips&Cheese). Im CCX des Zen3 war das Inifinity Fabric ein doppelter Ringbus mit Jeweils 2000 Drähten in beide Richtungen (ISSCC 2021). Also denke ich dass ein normaler Port zum zentralen Infinity Fabric des CCX ebenso ca 2000 Drähte hat.

Bei IFoP werden SerDes verwendet und ein Infinity Fabric Link besteht IIRC aus 18 Lanes. Hierzu verwendet AMD PCIe SerDes und drosselt die Power. Denn für die kurzen Verbindungen im Package wird nicht die volle Power wie auf dem Board benötigt. Somit senkt AMD den Verbrauch von 11 pJ/bit auf 2 pJ/bit (Daten von Zen 2 mit PCIe 3.1 SerDes). Im übrigen bezieht sich die Infinity Fabric Clock auf die Frequenz des Inifinty Fabrics im Die. Die IFOP takten weit höher um die geringere Anzahl der Lanes zu kompensieren.


Bei Zen 6 erwarten viele ebenso Fanout wie bei Strix Halo. Das wäre eigentlich auch mein Favorit. Die Silicon Gang und Moores Law sagen es werden Silicon Bridges. Durch die Reduktion der Anzahl der Chiplets bei Epic und dadurch dass alle CCD den IOD berühren sind Chiplets auch bei EPYC umsetzbar. Einige Analysten gehen davon aus, dass das CoWos Kontingent von AMD sich auf INSTICT und EPYC aufteilt.

Fanout sind sehr feine Leitungen, die auf sehr dünne Kunststofffolien aufgebracht werden. AFAIK sind 35 µm Pitch bei den Kontakten und 2 µm L/S (Linewidth/Space). Damit lassen sich je mm Die Rand 250 Verbindungen realisieren. Bei Strix Halo wären damit bei 9 mm Kantenlänge der CCDs maximal 2250 Verbindungen zwischen den Dies möglich gewesen. Offensichtlich genug für Zen 5 und das passt auch zu den 2000 Drähten die AMD auf der ISSCC 2021 genannt hat.

Große Packages mit Fanout haben das Problem mit Verwindung und Verzug. Deshalb bin ich bei EPYC skeptisch mit Fanout.

Die Zen 6 Dense CCDs haben 32 Kerne. Reicht hier die Anbindung mit einem Infinity Fabric Port wirklich aus? Angesichts der deutlich höheren Speicherbandreiten stellt sich auch die Fragem wie AMD mit dem Infinity Fabric im IOD verfährt, höherer Takt oder breiter? Wenn der Infinity Fabric im CCD breiter werden sollte, wären 9 mm Kantenlänge zu wenig um den Link mit Fanout auszuführen.

Siliziumbrücken haben AFAIK einen Pitch von ca 25 µm und ein

Tigerfox schrieb:
Klar, RDNA3.5 ist nett, aber bei den CPUs nicht so wichtig.
Es ist nicht nett, sondern an der Zeit. Es werden sehr viele Desktops ohne dGPU verkauft.

Tigerfox schrieb:
Akzeptable Akkulaufzeit. Die Low Power Cores benötigen weniger Energie als die großen Cores.
Wie gesagt, man hat viel über AMD LP Cores geredet, aber direkt von AMD gab es dazu noch nichts.
Tigerfox schrieb:
Ich sehe den Nutzen im Desktop nicht, so wie ich ihn auch bei Intel nicht sehe. Spiele profitieren davon nicht, die allermeisten einfachen Anwendungen auch nicht, nur solche, die wirklich viele Kerne nutzen können,
Deshalb gibt es böse Zeitgenossen die die E-Cores von Intel als Cinebench-Beschleuniger bezeichnen.

Allerdings soll es auch vorkommen, dass man mehrere Anwendungen gleichzeitig betreibt und einige davon im Hintergrund arbeiten.
Tigerfox schrieb:
Instruction Set Architecture auf deutsch der Befehlssatz.

Tigerfox schrieb:
Würde man meinen, aber guck dir im mobilen Bereich und bei den Servern an, was es da an Verschnitt gibt: Obwohl man mit Zen3 auf 8 Cores pro CCD erhöht hat, gibt es Cezanne, Barcelo(-R) und Rembrandt-R stets mit 4 Cores, Barcelo-R sogar mit 2 (5125C), wobei die IGP bei Rembrandt-R auch auf bis zu 33% reduziert oder ganz deaktivertwird. Tlw. gibt es die auch für AM4.
Das ist aus Zeiten in denen AMD noch mit Chipdesigns gegeizt hat.
Tigerfox schrieb:
Bei Phoenix, Hawk Point(-R) und Strix Point hat man dafür Phoenix2/Hawk Point2 und Krakan Point(2) eingeführt.
Und warum glaubst Du hat AMD die zusätzlichen Dies eingeführt? Den zusätzlichen Die abzuleiten ist billiger als jede Menge funktionierende Kerne zu deaktivieren und den Rest zu verramschen.
Tigerfox schrieb:
Bei Epyc 7003 und 7004 gibt es Konfigurationen mit 8 CCD mit je nur 1, 2 oder 3 aktiven Cores und ebenso mit 2 oder 4 CCDs mit nur 4 aktiven Cores, bei 7005 sogar 16 CCD mit je nur 1 aktiven Core.
Bei den Preisen dieser SKUs spielt es keine Rolle ob eon paar Kerne deaktiviert werden.
Tigerfox schrieb:
Strix Halo wird auch von 16 Cores und 40CUs auf bis zu 6 Cores und 16CUs mehr als halbiert.
Bei der CPU ist es doch nichts besonderes. Es gibt ja auch den 9600X.

Allerdings Frage ich mich wie das bei der GPU ausgeht. 60 % der GPU zu deaktivieren ist heftig. aber ich habe noch nicht zu einem 2. Die gehört.
 
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