Atomkraft?

Was haltet ihr von Atomkraft und der Austeigepolitik?

  • Atomkraft? Nein, danke!

    Stimmen: 60 8,8%
  • Atomkraft finde ich richtig, zumal sie die Umwelt mehr schohnt als irgendwelche Kohlekraftwerke

    Stimmen: 394 57,9%
  • Deutschland sollte die Reaktoren abschalten, dafür aber auf erneuerbare Energieen setzten

    Stimmen: 226 33,2%

  • Umfrageteilnehmer
    680
Status
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ZeroZerp schrieb:
Aha- 19% auf Gutspreis+Steuern macht nicht so viel aus????
Du scheinst ja mächtig Asche zu verschenken zu haben...

Durch unser korruptes und wirtschaftsdurchtränktes Politiksystem, welches wichtige Einnahmequellen durch die derzeitige Energiesituation....
So ist das nunmal in den heutigen Zeiten. Macht, Geld, Interessen. Die Macht geht von der Politik und Wirtschaft und nicht mehr vom Volke aus.

nö ich hab ganz bestimmt kein geld zu verschenken. frag mich wie du aus meiner aussage darauf schließt. ich habe nur gesagt, dass die MwSt nicht den entscheidenen beitrag zu hohen spritpreisen ausmacht.
der steueranteil insgesamt ist hoch, und das ist auch ok so!

gott sei dank wohnst du nicht in einem anderen land. so korrupt wie unser politiksystem ist. man das ist aber auch schlimm.
da kenne ich länder, in denen das ein wenig extremer ist.

aber typisch erstmal nen sündenbock finden, auf dem man richtig rum kloppen kann :rolleyes:
 
Ich schliesse nicht von der Verteuerung des Ölpreises in Rotterdam auf korrupte Politiker, sondern von regelmäßig wiederkehrenden "Einzelfällen" (ein Widerspruch in sich), welche sich auch oder gerade in der Energiewirtschaft widerspiegeln. Prominentestes und dreistestes Beispiel ist. z.B. unser Ex Bundeskanzler. Sowas nennt man eindeutig Vorteilsnahme!

@bonestorm333
Ein Glück, dass Du nicht weißt, wie es selbst schon im niedrigsten Kreise der Politik zu geht.
Ich empfehle Dir mal, Dich ein wenig mit Politik auseinanderzusetzen und Dich vielleicht sogar mit Nebentätigkeiten einer Partei anzuschliessen. Dann wirst Du wissen, was ich meine.

Die Korruption wird hier in Deutschland schön unter den Tisch gekehrt. Nur ab und zu wird mal jemand geopfert, wenn er zu umbequem wird und dann fliegen die "unschönen Geschichten" von demjenigen auf.

Das wird in der Tat in anderen Ländern offener und schmutziger praktiziert. Da weiss man aber als Bewohner des Landes wenigstens, was man von den entsprechenden Herrschaftsstufen zu erwarten hat.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Mineralölsteuer ist meines Wissens ein fester Betrag pro Liter. Die MwSt. wurde auch schon immer so berechnet, wie sie heute berechnet wird. Und die Verteuerung der Energiepreise durch die Ökosteuer war breiter politischer Konsens in Deutschland.

So viele Ansatzpunkte für Kritik gibt es dort eigentlich nicht. Der Rest des Preises wird über den Markt geregelt. Aber das ist nicht die Sache der Politik.
 
keshkau schrieb:
Und die Verteuerung der Energiepreise durch die Ökosteuer war breiter politischer Konsens in Deutschland.

Genau da geht es doch los! Zwischen politischem Konsens und dem Volkswillen klaffen inzwischen erhebliche Lücken.
Vielleicht würde sich das deutsche Volk ja dazu aufraffen können, die eklatanten Steuerbelastungen im Energiesektor hinzunehmen, wenn diese ZWECKGEBUNDEN auch in Teilen an die Erforschung alternativer Energiegewinnung/Antriebskonzepte fliessen würde? Schonmal daran gedacht?

Wenn die Parteien aber ohne konsequenzen nach der Wahl all Ihre Konzepte um den Haufen werfen darf, für die sie gewählt wurden und davon auch in ausuferndem Maße gebrauch machen, dann ist diese Politik eben nicht dem Volkeswillen entsprechend.
Das hat dann mit Demokratie nix mehr zu tun.
Bestenfalls könnte man es eine demokratisch gewählte Diktatur ohne Programm nennen, was da schon seit einiger Zeit abläuft.

Oder hast Du einen Überblick welche Töpfe die z.B. Ökosteuer inzwischen auffüllt?

Ich merke, dass wir (ich :) ) vom Thema ziemlich abschweifen. Es geht ja ursprünglich um die Frage, ob Atomkraft bestehen/auslaufen soll.
Gerne würde ich auf die Atomkraft verzichten, wenn es sozialverträgliche (und zwar für jeden!) bzw. umweltverträgliche und ökonomisch sinnvolle Alternativen gäbe.
Ich kann nicht einesteils den Untergang der Welt durch CO2 beschwören und andersteils neue Kraftwerke, welche fossile Brennstoffe verfeuern fordern. Das ist irgendwie paranoid.
Für alles andere ist die Technik nicht weit bzw. effizient genug.

Das ist nunmal die Realität.
 
Zuletzt bearbeitet:
@ZeroZerp
Die Technik ist weit genug, schon sehr lange, aber wir nicht.


Österreich hat 24% Alternativenergieanteil(OHNE WASSERKRAFT) weil es verdammt viel auf diesem Sektor tut, tun muß. CO2 Zertifikate....!
Wir haben übrigends KEIN AKW, über eine Volksabstimmung (1978 in einer Volksabstimmung mit einer hauchdünnen Mehrheit von 50,47 % die Inbetriebnahme ab) wurde die Inbetriebnahme von Zwentendorf nicht vorgenommen...

Nicht weil wir keine Industrie haben und so wenige Einwohner...
Österreich ist DAS Industrieland Europas, bezogen auf die Größe.

Unsere Bevölkerungsdichte, ausgegangen von der besiedelbaren Fläche, ist höher als die Deutschlands, weil wir da so ein kleines quasi unbewohnbares Gebirge(Alpen) haben, das die Hälfte des Landes bedeckt.

Solarstrom kommt vom Hausdach, mehr Leute, mehr Hausdächer!
Verabschiedet euch endlich von dem Gedanken, daß der Strom von Konzernen und ihren riesigen Kraftwerken kommen muß.
Der einzige Grund, warum Alternativenergien so schleppend vorankommen ist, daß damit die großen Bosse kein Geld machen können, sondern im Gegenteil, Geld verlieren.

Wo kommen wir denn da hin, wenn jeder seinen Strom selber macht, der locker die Möglichkeit dazu hat?
50m2 Solarstromfläche bringt 5000KWh im Jahr
8m2 Solarwärmefläche spart 250-400 Liter Heizöläquivalent, weis jetzt nicht wieviel KWh ein Liter Heizöl hat.
Solarwärme bei uns schon in der Bauordnung vorgeschrieben, sonst verminderte Förderung, also machts jeder, AUCH BEI RIESEN WOHNBLOCKS!

Es gibt auch Wärme+Strom aus dem Heizkeller(eher für Landwirtschaftliche Betriebe oder Gemeinden):
www.sunmachine.at

Jedem Schweinezuchtbetrieb sein Biogaskraftwerk!, damit kann eine ganzes kleines Dorf versorgt werden.
Tag und Nacht.

Es gibt Plusenergiehäuser, da erzeugt man mehr Strom+Wärme als das Haus braucht und speist diese Energie ins Strom und Fernwärmenetz.

Das aller einfachste und billigste wäre allerdings Energie erst gar nicht zu verbrauchen.
Über Gesetze zur Gerätezulassung geschieht dies bereits EU weit.

Text:
"Diese erste Maßnahme im Rahmen der Ökodesign-Richtlinie wird eine drastische Reduzierung des Standby-Stromverbrauchs von Haushalts- und Bürogeräten ermöglichen. Sie stellt einen konkreten Beitrag zur Erreichung der Energieeffizienz- und der Klimaschutzziele der EU und zur Kostensenkung für die Bürger dar", sagte Energiekommissar Andris Piebalgs.

Die Verordnung gilt für alle in Haushalten und Büros verwendeten Elektrogeräte wie Fernseher, Computer, Mikrowellengeräte usw. Je nach Funktionsumfang des Produkts ist für den Standby-Betrieb ab dem Jahr 2010 ein maximal zulässiger Stromverbrauch von entweder 1 oder 2 Watt festgelegt. Ab 2013 sinkt der Grenzwert auf 0,5 bzw. 1 Watt.

Pro Jahr würden EU-weit derzeit 50 TWh Strom durch Geräte im Standby-Betrieb verbraucht. Die angepeilten Einsparungen entsprechen dabei etwa dem jährlichen Stromverbrauch Dänemarks. Umgerechnet auf Emissionen wären dies 14 Millionen Tonnen CO2.

Link dazu:
http://winfuture.de/news,40702.html

50 Terrawattstunden?
Sind das 50.000 Gigawatt? Weis ich nicht genau.
Also ca. 30-40 AKW? Oder habe ich einen Kommafehler und es sind 3-4 AKW?
Klärt mich auf.

Was für Probleme ganz anderer Art so AKWs mit sich bringen...
Das AKW Krümmel in Geesthacht hat seine Leistung seit dem Wochenende um 20 Prozent gedrosselt. Grund sei die hohe Wassertemperatur der Elbe von 25 Grad, sagte ein Sprecher des Betreibers Vattenfall am Dienstag. Das Kühlwasser des seit 1984 betriebenen Kraftwerks darf mit maximal 30 Grad in die Elbe eingeleitet werden. Der Reaktor hat eine Nettoleistung von 1346 Megawatt und liefert rund 30 Prozent der gesamten in Schleswig-Holstein produzierten Strommenge. Mit Blick auf den Wetterbericht und die geringe Wasserführung der Elbe sagte der Sprecher: „Wir rechnen damit, dass die Situation in den nächsten Tagen so erhalten bleibt.“



Wenn man das hier liest, dann wundert man sich, warum wir eigentlich alle noch leben...

http://de.wikipedia.org/wiki/Störfälle_in_europäischen_Atomanlagen
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Ziele der Ökosteuer waren klar umrissen. Erstens sollte der knappe Faktor Energie bewusst verteuert werden, um die Menschen zu Einsparungen zu bewegen und um effizienteren Anwendungen auf die Sprünge zu helfen (3-Liter-Auto, Energiesparlampen, Wärmedämmungen, Mehrfachverglasungen usw.) Zweitens sollte ein Teil der Ökosteuer in die Sozialversicherungen fließen, um die Lohnnebenkosten zu senken. Das wurde den Wählern auch so verkauft.

Es ist daher kein Argument, heute darauf zu pochen, dass die gesamte Ökosteuer in die Erforschung alternativer Energie-Gewinnung gesteckt wird. Das wäre aber ein neuer Ansatz, über den man in die Diskussion einbringen könnte. – Eine „demokratisch gewählte Diktatur“ sehe ich da noch lange nicht.

Bei der bisherigen Diskussion wird gerne darauf verwiesen, dass Atomkraft im Vergleich zu den Alternativen eine geringe C02-Belastung mit sich bringen würde. Aber wie die Ökobilanz für ein Atomkraftwerk aussieht, kann mir niemand sagen. Da wird schließlich eine Menge Zeug verbaut, das erst einmal hergestellt werden muss. Hinzu kommen die Betriebskosten, die teuren Castor-Transporte und die Kosten der Lagerung, inkl. Wartung. Die Kosten für einen späteren Rückbau (Abriss) müsste man auch noch einbeziehen, samt der damit verbundenen Umweltbelastung.

Wir reden auch fast nur darüber, wie wir unseren derzeitigen Energiehunger stillen können. Vielleicht ist dieser Ansatz schon falsch, weil wir viel zu viel Energie verbrauchen. Da ließe sich doch mit Sicherheit eine Menge einsparen, wenn man nur wollte.
 
Moin,

hab mich jetzt mal durch den ganzen Thread gelesen und geb jetzt auch mal bissel meinen Senf dazu. Zur Zeit beschäftige ich mich mit regenerativen Energien und daher liegen dieverse Bücher auf meinem Tisch... Ich zitier hier einfach mal ein paar Passagen...

Atomkraft = billig!?
"...müßte die Atomindustrie eine volle Haftpflichtversicherung abschließen und hätte keine staatlichen Subventionen erhalten, würde eine Kilowattstunde laut Frauenhofer-Institut etwa 1,80 € kosten." (Quelle: Grundiger, Wolfgang; Die Energiefalle; München 2006)

Dazu hier noch die Entwicklungsausgaben Energieforschungsausgaben der IEA-Länder (Internationale Energie-Agentur) zwischen 1974-2002:
Atomkraft: 137.529 mio US-$ (47,3 %)
Fossile Energien 36.842 mio (12,6 %)
Kernfusion 30.562 mio (10,5 %)
andere Technologien (Wasserstoff, ...) 29.212 mio (10 %)
erneuerbare Energien 23.550 mio (8,1 %)
Energiesparen 23.479 mio (8,1 %)
Energiespeicherung 9.844 mio (3,4 %)
Summe 291.018 mio US-$(100 %)

Energieforschungsmittel des Bundes (2000)
Kohle, andere fossile, rationelle Energieverwendung(clean coal...) 117,1 mio € (22,4 %)
Kernfusion 112,1 mio (21,4 %)
beseitigung kerntechnischer Anlagen 102,7 mio (19,7 %)
erneuerbare Energien 95,4 mio (18,3 %)
Atomkraft 94,9 mio (18,2 %)
Summe 522,2 mio € (100 %)

(Quelle: Grundiger, Wolfgang; Die Energiefalle; München 2006)

Nur weil auf der privaten Stromrechnung Atomstrom so billig aussieht, ist er es nicht.

Ich muss viel mehr regenreative-Energieerzeuger installieren um Ausfälle (keine Sonne, kein Wind,...) abzufangen!?
"...von 100 MW installierter Kraftwerksleistung in Deutschland werden nur 60 MW eingesetzt..." (Quelle: Scheer, Hermann; Energieautonomie; München 2005)
Man benötigt so oder so Überkapazitäten, denn auch konventionelle Kraftwerke laufen nicht 24/7/365.

Ich halte es da eher wie e-ding: das was jetzt an Kernenergiekapazitäten da ist noch mitnehmen, aber sich eher auf regenerative Energien konzentrieren und die Reaktoren nach und nach entsorgen...

Sicherheit?
Derzeit geistern wieder jede Menge Störfälle durch die Medien. (Obwohl auch mir ein Deutsches Kernkraftwerk lieber ist als ein ukrainisches vom Typ Tschernobyl...)
Viele Kernkraftwerke = viel radioaktiver Abfall (wie und wo soll das ganze Zeug gelagert werden?

Versorgungssicherheit?
Uran kommt nicht überall vor, ich denke da machen wir uns genau wie beim Öl wieder von anderen Abhängig (sei es Russland, Kananda, Australien...) Ja, ich weiß wir können Uran auch in Thüringen und Sachsen abbauen (Wismut-GmbH), aber mir hat im Wikipedia-Artikel der letzte Absatz zum Thema Umweltschäden gereicht: http://de.wikipedia.org/wiki/Wismut_(Unternehmen)
...aber Kernenergie ist ja sauber...

Und nicht zuletzt reichen die Uranvorräte auch nicht ewig...

Regenerative Energien wurden lange Zeit sehr stiefmütterlich behandelt. Öl, Kohle und Atom waren/ sind ja "billiger". Und ich glaube kaum, das es im Interesse der Energiekonzerne ist, wenn sich jeder Haushalt ne Solarzelle aufs Dach packt, ne Erdsonde bohrt, Biomasse verwertet... Die Konzerne würden ja nur an Einfluss und Geld verlieren...

Kurze rede langer Sinn: Atom notgedrungen ja, aber bitte keine KKW-Neubauten.

bis denne
geisterbär
 
@keshkau
Wir reden auch fast nur darüber, wie wir unseren derzeitigen Energiehunger stillen können. Vielleicht ist dieser Ansatz schon falsch, weil wir viel zu viel Energie verbrauchen. Da ließe sich doch mit Sicherheit eine Menge einsparen, wenn man nur wollte.

Genau da liegt der Hase im Pfeffer!
Ich für meinen Teil, habe einen niedrigenergie Kühlschrank, Geschirrspüler, Waschmaschine, ein Auto, welches 4,5 Liter auf 100KM verbraucht, Energiesparlampen, Generalschalter, die ganze Zimmer bei Betätigung komplett stromlos machen etc.
Ich bemühe mich, wenn möglich das Fahrrad zu benutzen. Einkaufen gehe ich täglich und das zu Fuss (ist auch gut für die Gesundheit).
Fliegen vermeide ich, wenn möglich (bin leider auch ab und an im Ausland tätig- und das zeitkritisch).
Ich fahre kaum, wenn das Wetter schön ist in die Alpen, zum übernächsten See oder sonstwohin, wo ich nicht mit meine Rad hinkomme. Wenns doch irgendwo weiter weg hingehen soll, bilden ich und meine Freunde Fahrgemeinschaften.

Und und und....
Es sind kleine Dinge, die in der Masse denke ich aber schon ihren Teil dazu beitragen um
1. Meinen Geldbeutel zu schonen (ein erheblicher und auch Positiver Nebeneffekt)
2. Die Umwelt zu schonen
3. Meine Gesundheit fördern (durch Bewegung) :)

Trotzdem muss ich gestehen, dass auch ich meine Laster habe. Ein Beamer, der mal gut und gerne 800 Watt verbrät, dazu eine Dolby Surround Anlage und einen recht flotten und Energiehungrigen Rechner.
 
@ZeroZerp

also ist dein Lebensstil ein guter Lebensstil und darfst ihn so weiterführen
und die anderen Menschen haben einen schlechten Lebensstil und sollen sich ändern?

Das kommt etwas egoistisch rüber.


und was macht die Politik deiner Meinung nach falsch?
Solar wird stark gefördert.
ohne diese würde kaum einer Solarzellen kaufen.
und dann würde kein Unternehmen die Solarzellen weiterentwickeln.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Politik macht das ansatzweise schon ganz richtig. Sie packt die Leute am Portmonee. Wer Energie verprassen will, indem er sich ein Auto mit hohem Verbrauch kauft und damit das ganze Wochenende durch die Gegend brettert, muss dafür bluten. Wer sich Fotovoltaik auf das Dach packt, wird gefördert und belohnt. So kann man die Gewohnheiten ohne Zwang in die „richtige“ bzw. gewollte Richtung lenken.

Wer trotz hoher Spritpreise immer noch allein mit dem Auto zur Arbeit fährt, den drückt der Schuh anscheinend noch nicht genug. Andere bilden da schon Fahrgemeinschaften oder fahren mit dem Zug. – Die Politik zielt dabei immer auf die breite Masse ab. Und natürlich gibt es dabei auch Verlierer, etwa diejenigen, die darauf angewiesen sind, mit ihrem Wagen zur Arbeit zu fahren, weil sie auf dem Land wohnen. Man kann das politisch abfedern (Pendler-Pauschale), aber man kann es nicht allen recht machen.

In anderen Fällen arbeitet die Politik mit Gesetzen, etwa bei der Überlegung, Energiesparlampen vorzuschreiben. Wenn man wollte, könnte man bei Hausneubauten auch schärfere Vorschriften erlassen, die zu Energieeinsparungen führen würden. Da wäre noch ein gewisser Spielraum, der bisher nicht voll ausgeschöpft wird.

Alles andere sind Verhaltensänderungen, die in den Köpfen ablaufen müssen: Drehe ich im Winter die Heizung weiter auf oder ziehe ich mir einen dicken Pulli an und belasse es bei 18 Grad? Bei steigenden Preisen wird sich mancher diese Frage stellen (bzw. stellen müssen).
 
<NeoN> schrieb:
Unfälle wie in Tschernobyl können hier nicht passieren, du solltest ein Sowjet Kraftwerk nicht mit nem Deutschen oder Westlichen Vergleichen.
und wer garantiert das? Du? Die Versicherungen wollen das Risiko nicht tragen, das sagt schon einiges.

<NeoN> schrieb:
außer 3 (nicht sicher) verherrenden Unfällen in der ehemaligen Sowjetunion gab es niemals einen Störfall mit wirklich schlimmen Folgen.
Harrisburg? Und die Liste der Unfällen ist nicht gerade kurz.
http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Unfällen_in_kerntechnischen_Anlagen

Odium schrieb:
Ich würde lieber neben einem AKW leben als neben einer solchen Anlage. Die subtile Angst vor der Kernkraft ist irrational.
wie war das noch mit der Leukämie?


<NeoN> schrieb:
Was auch vergessen wird, das für Kohle ganze Landstriche zerstört und Städte versetzt werden.
bei der Uranförderung sieht die Sache nicht besser aus.

<NeoN> schrieb:
btw. die Umwelt stören all die Gifte nicht großartig, die wird sich anpassen.
Nur wir Menschen glauben große Probleme damit zu haben.
:rolleyes:
schade um den Strom, der für solche Postings verbraucht wird.

<NeoN> schrieb:
Außerdem haben da auch die dämlichen CO2 Gesetze der EU
s.o.

e-ding schrieb:
Da steckt viel Ideologie hinter.
genau. "ich mache mir Tachen voll und nach mir die Sintflut" Ideologie.
 
OneTimePassword schrieb:
wie war das noch mit der Leukämie?
Hier war mal ein unübersichtlicher Artikel, der mal als pdf-Download verfügbar war. Nun fehlen dort die Grafiken und der Text ist unformatiert.

Der Übersicht halber kopiere ich da raus:
Laut Greenpeace wurden 272 000 Menschen geschädigt: Selbst in dem 80 Kilometer entfernten Ort Musljumowo sei noch heute "jeder zweite Erwachsene unfruchtbar, jedes dritte Neugeborene kommt mit Missbildungen zur Welt"
Starker Tobak - den die Prüfungen jedoch in keiner Weise belegen. Ergebnis: Die Schrecken sind weit geringer als gedacht. Untersucht wurden 6293 Männer, die zwischen 1948 und 1972 in dem Chemiekombinat angestellt waren. "301 von ihnen starben bislang an Lungenkrebs", sagt Jacob, "aber nur 100 Fälle entstanden durch ionisierende Strahlung, die anderen durch Zigaretten."
Sicher ist, dass die Chefs der abgeschirmten Waffenschmiede zwischen 1949 und 1951 den Abfall aus der Plutoniumproduktion einfach in den Fluss leiten ließen. Die Werksleitung habe einen "atomaren Genozid" an den anwohnenden Tataren begangen.
Aber auch dieser Vorwurf ist stark übertrieben, wie die Analysen zeigen. 29 873 Personen, die zwischen 1950 und 1960 an der Tetscha lebten, wurden vom Nationalen Krebsinstitut der USA in Augenschein genommen. Das Resultat: "Nur 46 der Mortalitätsfälle sind mit der Strahlenexposition assoziiert."

Oder Tschernobyl:
15 Jahre nach dem Reaktorunfall zog etwa das Magazin "Focus" Bilanz und kam auf "500 000" Tote.
An den Spätfolgen könnten in den kommenden Jahrzehnten bis zu 4000 Aufräumarbeiter und Bewohner der höher kontaminierten Gebiete sterben. Die sechsstelligen Todesziffern, mit denen die Gegner einst hantierten, sind dagegen Unsinn. Sie stützten sich zumeist nur auf vage "Hochrechnungen", die sich vom Hörensagen auf russische Dissidenten beriefen.

Oder auch Hiroshima:
Fast alle 140 000 Hiroshima-Toten starben schnell. Entweder wurden sie sofort durch die Druckwelle zerfetzt, oder sie erlagen in den Tagen darauf den Folgen ihrer akuten Hautverbrennungen.Aber wie stand es um die Spätfolgen?
Nach dem Krieg schoben die Japaner deshalb gemeinsam mit den USA eine riesige epidemiologische Studie an. Alle Bewohner Hiroshimas und Nagasakis, die den Atomblitz im Umkreis von zehn Kilometern überlebt hatten, wurden ins Visier genommen. "In welchem Vorort, welcher Straße, welchem Haus befanden Sie sich, als der Sprengkopf detonierte?", wollten die Tester wissen und errechneten so für jeden Einwohner eine persönliche Strahlendosis. 86 572 Menschen wurden erfasst.
Heute, 60 Jahre später, liegen klare Ergebnisse vor: Demnach büßten bislang gut 700 Personen durch den Nuklearschlag nachträglich ihr Leben ein: [...]

Mutationen an ungeborenen Kindern:
Immer wieder haben Presseorgane Fotos vom zerstörten Hiroshima mit solchen von verwachsenen Kindern, ohne Augen oder mit drei Armen garniert.
Derzeit läuft in Japan ein letzter Versuch, einen Zusammenhang herzustellen. In der Studie sind 3600 Personen erfasst, die den Schreckenstag vom August 1945 ungeboren, im Bauch der Mutter erlebten. Aber auch sie erbrachte bislang keinen Hinweis auf eine erhöhte Chromosomenabnormität.

Meine Meinung: Atomkraft ist gefährlich, wird vom Großteil der Bevölkerung aber mystifiziert und überschätzt. Falls die Zahlen korrekt sind, halte ich das in meinen Augen für ein vertretbares Risiko.

Edit: Ganz frisch aus vom guten F. Rötzer hier ein Artikel über die aktuelle Meinung der Bevölkerung. Für ihn sind die steigenden Energiepreise daran schuld, denn 84% der Menschen halten das für eine Gefährdung ihres Wohlstands und die Zahl an Befürwortern des Atom-Ausstiegs ist innerhalb von acht Monaten um 13% gesunken.
Es geht - wie immer - nur um's liebe Geld, wie es scheint :D
 
Zuletzt bearbeitet: (Telepolis-Artikel hinzugefügt)
Der Spiegel hat rausgefunden, dass bei der Hiroschima explusion eine maximale Strahlungsintensität von 2,5 RAD gemessen worden ist. Ab 100 RAD treten erst kleine Symtome auf. Wir wollen aber nicht eine Atombombe mit einem Atomreaktor vergleichen, da bei einer bombe 50% der Energie, die Freigesetzt wird aus Druck besteht.
das wirklich gefährlcihe bei einm GAU ist das atomare Feinstaubmaterial, welches bei der hitze und der Strahlung entsteht. Bei einem wirklich extremen Fall kann der Staub sich über die ganze Welt verteilen (Chernobyl)
 
Zuletzt bearbeitet:
http://www.heise.de/tp/blogs/2/100261 <-- Das hier finde ich aber auch interessant (weil es Zahlen enthält ;)). Statistisch hat man 17 kranke Kinder erwartet, aber es sind 37 und niemand weiß, warum.

Ja gut, auch wenn wir nicht wissen, wieso diese Kinder krank werden, können wir vielleicht doch festhalten, dass dieser Schaden an der Bevölkerung sich in Grenzen hält.
 
so irrational scheinen die Ängste nicht zu sein. Die Schäden an der Bevölkerung durch ständigen Lärm und wechselnde Licht-Schatten-Verhältnisse der Windräder halten sich bestimmt auch in Grenzen.
 
http://www.heise.de/tp/blogs/2/100261 <-- Das hier finde ich aber auch interessant (weil es Zahlen enthält ;)). Statistisch hat man 17 kranke Kinder erwartet, aber es sind 37 und niemand weiß, warum.

Ja gut, auch wenn wir nicht wissen, wieso diese Kinder krank werden, können wir vielleicht doch festhalten, dass dieser Schaden an der Bevölkerung sich in Grenzen hält.

Edit: Ich habe mich nochmal wegen der Fusionsenergie erkundigt, da eine PM dazu kam. Das Ziel ist, Wasserstoffkerne so nah aneinander zu bringen, dass sie sich zum Element Helium entwickeln und das unter Abgabe von Energie (Nach Einstein ist die Energie gleich der Masse*Lichtgeschwindigkeit^2 - da die Wasserstoffatome weniger wiegen als das Heliumatom besteht die Differenz aus Energie, die man zum Teil nutzen kann).
Das tolle an der Fusionsenergie ist aber, dass bei einem Unfall gar nichts passiert. Denn wenn die magnetische Abschirmung fällt (innerhalb dieser Abschirmung herrschen Temperaturen ähnlich wie in der Sonne), kommt es zu keiner Explosion - das Plasma kühlt einfach ab und im schlimmsten Fall bleibt der Schaden auf das Kraftwerk begrenzt.
Da und nur da liegt die Zukunft. Man ist im Moment so weit, dass man etwa 20% mehr Energie zur Aufrechterhaltung dieses Magnetfeldes braucht. Der Testreaktor ist etwa 2020 fertig (lange Bauzeit, weil nur 5 Milliarden Euro gespendet werden), möglicherweise können wir schon 2040 die ersten kommerziellen Kraftwerke erwarten.
Alle alternativen Energiequellen sind nur ein Ableger der Fusionsenergie. Solarpanells, Windräder und thermische Wasserkraftwerke sind letzten Endes nur Nutznießer der Fusion innerhalb der Sonne.
 
OneTimePassword schrieb:
so irrational scheinen die Ängste nicht zu sein. Die Schäden an der Bevölkerung durch ständigen Lärm und wechselnde Licht-Schatten-Verhältnisse der Windräder halten sich bestimmt auch in Grenzen.

Ausserdem ist das Argument "Windräder verschindeln die landschaft" völlig Geschmaksbezogen. Wie sehr verschindelt den ein Atom oder Stahlkraftwerk die landschaft?
Ausserdem finde ich die gelben Atomwarnschilder auch nicht sehr schön anzusehen, besonders, wenn sie in einem naturschutzgebiet stehen :rolleyes:
 
Vulture_Culture schrieb:
Der Spiegel hat rausgefunden, dass bei der Hiroschima explusion eine maximale Strahlungsintensität von 2,5 RAD gemessen worden ist. Ab 100 RAD treten erst kleine Symtome auf. Wir wollen aber nicht eine Atombombe mit einem Atomreaktor vergleichen, da bei einer bombe 50% der Energie, die Freigesetzt wird aus Druck besteht.
das wirklich gefährlcihe bei einm GAU ist das atomare Feinstaubmaterial, welches bei der hitze und der Strahlung entsteht. Bei einem wirklich extremen Fall kann der Staub sich über die ganze Welt verteilen (Chernobyl)

Bist du verrückt? Bei 100Rad bist du innerhalb von einem Tag tot.(1Rad=10Sivert, wenn ich das richtig in Erinnerung habe, ansonsten stimmt das nicht)

Zu dem Rest: Es kommt ganz auf das Kraftwerk an, wenn es z.B. eins schneller Brüter ist, kann man den Atommüll eher vernachlässigen, der freigesetzt wird, weil das flüssige Natrium so ziemlich alles, was da in der Nähe/Ferne ist, zerstört.
 
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