Atomkraft?

Was haltet ihr von Atomkraft und der Austeigepolitik?

  • Atomkraft? Nein, danke!

    Stimmen: 60 8,8%
  • Atomkraft finde ich richtig, zumal sie die Umwelt mehr schohnt als irgendwelche Kohlekraftwerke

    Stimmen: 394 57,9%
  • Deutschland sollte die Reaktoren abschalten, dafür aber auf erneuerbare Energieen setzten

    Stimmen: 226 33,2%

  • Umfrageteilnehmer
    680
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
naja, ich denke trotzdem der Staat und auch die Energieversorger sollten erneuerbare Energien fördern. Zum Beispiel ist es ja so, dass man für Solarstrom 40 Cent ungefähr bekommt wenn man ihn ins Stromnetz einspeist. Das is schonmal ein guter Anfang. ABER wieso ist es zum Beispiel so, dass man für Strom den man durch Wasserkraft produziert nur 7 Cent bekommt? Obwohl diese Art von Energiegewinnung wesentlich wartungsintensiver ist. Ist zwar auch viel ergiebiger, aber man bekommt halt nur 7 Cent pro kW/h. Habe so ein Teil mal an ner Mühle gesehen, das war nur ein kleiner Bach und hat extrem viel Strom produziert. Aber trotzdem lohnt es sich kaum weil man eben nur 7 Cent dafür bekommt.
 
durch die höhere vergütung, wird die nachfrage angekurbelt, und somit indirekt auch die forschung unterstützt und angekurbelt.
 
Ja schon klar. Die Frage ist nur ob man die ganzen Milliarden nicht effizienter für Umweltschutz einseten könnte als die teure Solarenergie, und das noch in Deutschland wo die Sonnenintensität viel zu gering ist!
 
Solarenergienutzung ist perspektivisch Umweltschutz!

Deutschland ist ein ausreichend besonnter Standort in Europa.
Solarstrom in südlicheren Gefilden hat zur Zeit als größtes Problem der Wärmeentwicklung in den Paneelen. Gekühlte Solarstromanlagen mit effektiver Wärmegewinnung aus dem Kühlmittel steigert die Effizienz bei der Stromgewinnung um bis zu 35% und man hat 2 Ausbeuten (Strom + Wärme).
 
@ThomasK_7

Solarenergienutzung ist überhaupt kein Perspektivischer Umweltschutz sondern rausgeschmissenes Geld. Geld, welches man in andere Technologien stecken sollte.

Ich hab vor nem halben Jahr an dem erneuerbaren Energien Seminar an der Uni teilgenommen (Lehrstuhl Umwelt und Resourcenökonomie)

Mein Thema war die Vermeidungskosten der Erneuerbaren Energien:

Auzug aus meiner Arbeit

Solarstrom Import aus Spanien (die Deutschen Werte sind aufgrund der geringeren Sonnenintensität noch schlechter):
70 € / Tonne CO2
Zum Vergleich Wasserkraft:
30 € / Tonne CO2
Windkraft Offshore:
20 € / Tonne CO2

Quelle: vgl.Öko-Institut Fritsche 2007, GEMIS Berechnung

D.h.: Die Vermeidung von CO2 durch Solar ist 3,5 mal so teuer wie durch Windparks Offshore. Das nenne ich (und ich gebe da nur die Meinung der Wissenschaft wieder) Geldverschwendung.
Deutschland ist überhaupt nicht ausreichend besonnt. Jedenfalls nicht so "besonnt" um Solarenergie zu einer tatsächlichen Alternative zu machen.
Zudem kommen noch die ungewissen Lernkurveneffekte. Die sehen bei den anderen Energien auch besser aus.
Insgesamt wurde der Solarenergie im gesamten Seminar kaum Bedeutug zugemessen weil unrentabel.
Ich würd mir sowas trotzdem aufs Dach bauen, nämlich um die Einspeisevergütung abzukassieren. Zahlen darfs der Steuerzahler und bringen tuts auch nix.
 
Zuletzt bearbeitet:
wie mrgraphicsguy schon sagte kann man nicht einfach alles mit PV-Anlagen zuklatschen.
Ihre Stromgewinnung kann man nicht berechnen. vorallem nicht wenn Millionen Haushalte eine auf den Dächern haben.

eine Überproduktion oder Unterproduktion ist Tödlich für ein Stromnetz.

bei Überlastung sinkt die Netzfrequenz und
bei Überproduktion steigt die Netzfrequenz.

um das zu verhindern braucht man viele schnell zuschaltbare Kraftwerke.
Hier bietet sich Wasserkraft an.
aber bekanntlicher weiße hat Deutschland wenig geeignete Plätze für Wasserkraft.
Gaskraftwerke sind dafür auch geeignet. sie sind aber nicht so umweltfreundlich.

hier Sieht es in Österreich besser aus (bevor Raseman wieder kommt) sie haben sehr viel Wasserenergie wodurch sie die Schwankungen besser abfangen können.
 
Man sollte die Kernenergie als eine Übergangstechnologie sehen, die solang eingesetzt werden sollte, bis die Entwicklung der regenerativen Energien ausgereift ist.
Da die Stromerzeugung aus "reinen" regenerativen Energien (Solar, Wind) atm noch sehr teuer ist, sollte man sich wirklich überlegen, ob man damit die Strompreise nicht noch unendlich weiter in die Höhe treiben will.
 
Und was wenn die regenerativen Energien nicht ausreichen? Regenerativ heißt, dass wir die Sonnenstrahlung, den Wind, die Erdwärme und das Wasser nutzen.
Das sind fast alles sehr flächenintensive Arten der Stromerzeugung, und das geht zu Lasten der Bevölkerung und der Natur.

Ich schätze, du hast den Artikel nicht gelesen, denn da geht um Zahlen. Allein Großbritannien (ca. 60 Mio. Einwohner): Wer will da schon 750km Küstenlinie mit Wassergeneratoren, dazu vier mal so viele Windräder, wie es sie weltweit im Jahr 2007 gab? Und selbst das würde den Bedarf noch lange nicht decken.

Ich kann mir vorstellen, dass wenn die fossilen Brennstoffe Kohle, Gas und Uran so knapp werden, der Strompreis auf so ein hohes Niveau steigt, dass viele Haushalte in Deutschland ein Teil ihrer elektrischen Geräte verkaufen werden.
 
FRaglich wie intensiv du dich mit dem Thema beschäftigt hast. Alle neuen Technologien werden billiger.
Den aktuellen Energiebedarf können sie aber nicht annähernd decken.
 
Ich bin kein Student und habe leider nicht viel freie Zeit, um mich mit dem Thema ausführlich zu beschäftigen. :D Fakt ist: jeder Haushalt kann theoretisch seinen gesamten Energiebedarf selbst decken ( Stichwort: Passivhaus).
 
1. Gilt nur bei Neubauten
2. Erfordert teure 1. Investitionen
3. Hat nur bedingt mit Solarenergie zu tuen - viel e greifen eher auf Geothermie zurück
 
Ich hatte einen Thread eröffnet, in dem es mir um die Frage ging, wie bedeutend die Atomenergie eigentlich ist. Leider wurde diese Haupt-Fragestellung von den Diskussionsteilnehmern nicht aufgegriffen, stattdessen entstand nur eine allgemeine Diskussion über das Für und Wider der Atomenergie. Darum ging es mir nicht. (der Thread ist jetzt aber auch geschlossen)
 
lucid dream schrieb:
Ich bin kein Student und habe leider nicht viel freie Zeit, um mich mit dem Thema ausführlich zu beschäftigen. :D Fakt ist: jeder Haushalt kann theoretisch seinen gesamten Energiebedarf selbst decken ( Stichwort: Passivhaus).

Jeder Haushalt, das ist richtig. Gilt aber nur für Einfamilienhäuser und nicht mehr, sobald du in die Wohnbezirke mit Mietshäusern mit mehreren Mietparteien gehst. So groß sind die Dächer dann doch wieder nicht, die Nachrüstung solcher Technik an vielen Orten ist schlichtweg nicht möglich (technisch sowie finanziell). Eine sich derartig selbst versorgende Stadt mag bis zu gewissen Grenzen funktionieren, aber wie Hamburg, Berlin, München, Köln etc. mit Sonnenenergie versorgt werden sollen, scheint mir fraglich.

Und es bleibt unmöglich, Industrie mit Solarkraft zu versorgen. Auch Offshore-Windparks können dazu wenig beitragen, zumal sich Strom nicht sonderlich gut über sehr weite Strecken transportieren lässt. Und ob die Ösis uns in Südeutschland mit ihrer Wasserkraft aushelfen, na ich weiß ja nicht ;) Blöd nur, dass wir eben gerade für unsere Industrie eine ganze Menge an Strom brauchen. Und der Bedarf ist einfach NICHT mit alternativen Energieträgern zu decken. Es geht nicht, egal wie man es dreht und wendet. Bleibt also da die Frage: Atomkraft, Öl, Gas oder Kohle? Alles hat politisch sowie umwelttechnisch seine Vor- und Nachteile.

Sowieso habe ich den Eindruck, dass sich die Diskussion vielleicht eher in diese Richtung bewegen sollte. Machen wir uns nichts vor: Wir müssen gegenwärtig so oder so auf konventionellem Weg weitergehen. Wie also kann das am verträglichsten und fortschrittlichsten gehen?
 
Zuletzt bearbeitet: (Rechtschreibung)
lucid dream schrieb:
Fakt ist: jeder Haushalt kann theoretisch seinen gesamten Energiebedarf selbst decken ( Stichwort: Passivhaus).

Mit Verlaub, das ist leider falsch. Mit einem Passivhaus läßt sich der Heizenergiebedarf komplett decken, indem die Wärme der im Haus lebenden Menschen und der dortigen Elektrogeräte komplett drinnen gehalten wird. Das reicht dann tatsächlich. Davon läuft aber noch lange kein Herd, keine Waschmaschine, kein Fernseher und kein Computer. ;)

Wann muss also ganz deutlich zwischen Heizenergie und sonstigem Energiebedarf - also im Grunde der Stromversorgung - trennen.

mrgraphicsguy schrieb:
Jeder Haushalt, das ist richtig. Gilt aber nur für Einfamilienhäuser und nicht mehr, sobald du in die Wohnbezirke mit Mietshäusern mit mehreren Mietparteien gehst. So groß sind die Dächer dann doch wieder nicht, die Nachrüstung solcher Technik an vielen Orten ist schlichtweg nicht möglich (technisch sowie finanziell). Eine sich derartig selbst versorgende Stadt mag bis zu gewissen Grenzen funktionieren, aber wie Hamburg, Berlin, München, Köln etc. mit Sonnenenergie versorgt werden sollen, scheint mir fraglich.

Auch hier geht´s durcheinander.

Die Passivbauweise hat nichts mit Ein- oder Mehrfamilienhäusern zu tun, sondern eher etwas mit Neu- und Bestandsbauten. Bestandsobjekte auf Passivhausstandard zu bringen ist fast nicht möglich, aber da können dann evtl. erneuerbare Ernergien wie Solarkollektoren oder Erdwärmepumpen für Verbesserungen beim Heizen sorgen. Wobei diese Techniken dann wieder Strom benötigen ...

Mit Bezug auf die Kernenergie hat die Frage der richtigen Heizung von Wohngebäuden also nur dann eine Bedeutung, wenn man die Abwärme von KKWs zur Speisung von Fernwärmenetzen nutzt, da die direkte Stromheizung heute kaum noch eine Rolle spielt, wegen extremer Ineffizienz.

Aber auch diese Frage ist eigentlich eher egal, denn irgendwie ist es immer sinnvoller, vorhandene Wärme, wie immer sie erzeugt wurde, auch zu nutzen, als sie über Kühltürme einfach in die Umwelt zu verblasen. Somit reduziert sich die Frage der Kernkraft imho imho lediglich auf die Frage der Stromerzeugung.

mrgraphicsguy schrieb:
Und der Bedarf ist einfach NICHT mit alternativen Energieträgern zu decken.

Das Problem ist aber mehr die Verfügbarkeit als die Erzeugung. Vielleicht sollte man an Speichermöglichkeiten arbeiten, um Nächte und windarme Tage zu überbrücken. Mit Speicherstauseen und Druckluftspeichern wird ja auch tatsächlich schon ein Anfang gemacht.

Kernkraft hat zwar aktuell den Charme der CO2-armen (nicht freien!) Stromerzeugung, aber unter Kostenaspekten ist sie eigentlich chancenlos. Kernkraft ist nur billig, weil die Kosten ohnehin von der Allgemeinheit der Steuerzahler getragen worden sind, wie auch die Risiken. Dieses findet sich im Preis nicht wieder. In einer Vollkostenbetrachtung müßte sie sich hinter jeder anderen Form der Stromerzeugung wiederfinden.

Viele Grüße, Tiguar
 
Zuletzt bearbeitet:
Tiguar schrieb:
Das Problem ist aber mehr die Verfügbarkeit als die Erzeugung. Vielleicht sollte man an Speichermöglichkeiten arbeiten, um Nächte und windarme Tage zu überbrücken. Mit Speicherstauseen und Druckluftspeichern wird ja auch tatsächlich schon ein Anfang gemacht.

Das ist in Deutschland einfach nicht möglich.
für Druckluftspeicherkraftwerke gibt es praktisch keine geeigneten Aufstell Möglichkeiten.
für Speicherstauseen haben wir in Deutschland auch nicht genügend Platz.

es Bleibt also die Frage wie es Deutschland realisieren soll?


mrgraphicsguy schrieb:
Und der Bedarf ist einfach NICHT mit alternativen Energieträgern zu decken. Es geht nicht, egal wie man es dreht und wendet. Bleibt also da die Frage: Atomkraft, Öl, Gas oder Kohle? Alles hat politisch sowie umwelttechnisch seine Vor- und Nachteile.

Das Trift es sehr gut.
es geht einfach nicht in den Nächsten Jahren alles mit Wind/PV-Anlagen voll zu klatschen.
auch wenn sich das einige hier wünschen.
 
Doch florian, das geht eigentlich schon. Abschaltung aller Kohle- und KKW, Import dieser Stromarten aus Frankreich und dann zahlen wir locker 1€ pro Kilowattstunde. Mal schauen, wie schnell die jetzigen grünen AKW-Gegner dann die Schilder tauschen und für gegen die Liberalisierung des Strommarktes protestieren :lol:
 
ich freu mich schon auf die nächste kernschmelze und supergau...mal schauen wie schnell die schwarzen AKW-befürworter dann mal ein wenig anfangen nachzudenken.:lol:
 
Wenn du dich mit dem Thema beschäftigt hättest, wüsstest du, dass sowas bei heutigen AKW's nicht möglich ist bzw. nicht gleich sämtliche Strahlung in die Umwelt freigesetzt wird. Man sollte nicht von irgendwelchen Sowjetischen AKW's auf Westliche schließen.
 
jeder stöfall (supergau, kernschmelze,... inbegriffen ), auch wenn keine strahlung in die natur kommt, ist ein störfall zuviel, ich glaube das wollte bonestorm333 eigentlich sagen. ;)
 
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