Atomkraft?

Was haltet ihr von Atomkraft und der Austeigepolitik?

  • Atomkraft? Nein, danke!

    Stimmen: 60 8,8%
  • Atomkraft finde ich richtig, zumal sie die Umwelt mehr schohnt als irgendwelche Kohlekraftwerke

    Stimmen: 394 57,9%
  • Deutschland sollte die Reaktoren abschalten, dafür aber auf erneuerbare Energieen setzten

    Stimmen: 226 33,2%

  • Umfrageteilnehmer
    680
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Stimmt Vattenfall ist Schwedisch. Eine Energieaufsicht auf Bundesebene, die alle Kraftwerke kontrolliert fände ich besser. Vorallem könnte das Amt für Strahlenschutz sicher die ein oder anderen unsicheren Kraftwerke abschalten.
 
Zunächst einmal noch was vorweg:

Um eine fachlich vernünftige Diskussion führen zu können, muss man die Materie die dahinter steckt verstehen. Verstehen insofern, dass man nicht nur in der Lage ist Gefahren zu erkennen, sondern auch Gefahren zu abstrahieren und zu erklären.

Man stelle sich die Frage: Wie funktioniert ein Atom-Kraftwerk? - "Mit Atomen!" ist in dem Fall eine ungenügende Antwort.
Oder: Warum und auf welche Weise kann/ ist Uran oder ein MOX-Brennelement gefährlich (sein)? (- "Strahlung" alleine ist keine hinreichende Antwort.)

Beschränkt euch bitte nicht auf ignorante, aussagenlose Kommentare, sondern glänzt zumindest mit physikalischem Schulwissen!

Unyu schrieb:
Muss man, nur weil man keine gelbe Energie will unbedingt grüne Energie wollen?
Klar grüne Energie wär schön.

Die sache ist doch eindeutig. Energie muss gespart werden, mit anderen Worten all unsere Geräte zu Hause und auch Industrie müssen sparsamer werden. Das Verbrennen von fossilen Brennstoffen (ja, auch Steinkohle ist ein Fossiler Brennstoff) muss heruntergeschraubt werden.
Ersatzweise dazu sollen Solarzellen oder Windräder den Ausgleich schaffen. Diese wären in Ihrer zukünftigen Gesamtheit jedoch niemals in der Lage, selbst einen evtl zukünftig reduzierten Gesamtstromverbrauch (beispielsweise der Bundesrepublick/ Ich argumentiere hier wirklich extrem optimistisch - Gegenteiliges wird wohl eher der Fall sein) nur ansatzweise zu decken. Außerdem müssen in die Herstellung überproportional viel Energie reingesteckt werden damit diese dann leider im Endeffekt konvergierend an der hohen Produktionsenergie Energie ausstoßen können. Der Wirkungsgrad ist ebenfalls (leider) erbärmlich niedrig (Beachte dazu evtl. auch die maximale Sonneneisntrahlung pro Tag/ Jahr/ Jahreszeit).
Wenn also niemand innerhalb der nächsten paar Jahre irgendeine energetische Innovation in Form eines neuen kraftwerkstyp bieten kann, bleibt da nur unser deutsches, sehr sicheres Atomkraftwerk, über, um auch deine GeForce GTX280 zukünftig mit Strom zu befeuern.
In der Post-Fossil-Brennstoffphase (in ca. 20, max. 30 Jahren) muss nichtsdestoweniger die Energieversorgung sichergestellt sein. Und ich würde mich nicht auf das Glück verlassen, dass jemand tatsächlich daher kommt und das ultimative Anti-Atom-Kraftwerk entwickelt. Atom-Kraftwerke sind zur zeit (und sehr wahrscheinlich auch zukünftig) unsere einzige energetische Rückversicherung. Und diese würde ich nicht leichtfertig und naiv aufs Spiel setzten.
Glücklicher Weise tun es die Franzosen nicht - Dann weiß ich ja wo ich dann evtl. hin kann, wenn es denn mal soweit sein sollte. [Bitte Konjunktiv berücksichtigen]

Solltest du mir oder irgendjemand anders eine andere kurzfristige Lösung zur Abdeckung unsere Energieversorgung in naher Zukunft geben können, lass ich mich gerne von anderen Meinungen/ Argumenten überzeugen. - Aber da liegt doch schon der Casus Knaxus: Wir haben (so gut wie) keine/ kaum Zeit mehr um einen alternativen Kraftwerktypen zu entwickeln, testen und zu etablieren.

Wenn dein Hintern (und deine Grafikkarte) erst ein mal auf Eis liegen wirst gerade du, Unyu, ganz anders denken und gewisse Dinge diesbezüglich bereuen.

Unyu schrieb:
Sie werden uns zumindest abgrund tief hassen.

Fühlst du keine Schuldgefühle in der Hinsicht?

Sehr stichhaltige Aussage. Und wofür? (Bitte mit verstand und Wissen erklärt)

Unyu schrieb:
Ist mir neu, das andere Kraftwerke durch einen Störfall Millionen töten, neben denen die beim normalen Betrieb schon sterben.

Und Abgesehen von einem Russenkraftwerk haben bis heute wie viele (Atom)-Kraftwerke Menschen getötet? -> Beweisen.



Enttäuschen tut mich hier deine Argumentation. Oft ist diese doch gut und stichhaltig, Unyu.

Auf bald.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja tut mir leid dich zu entäuschen.

MacPok schrieb:
Glücklicher Weise tun es die Franzosen nicht
Objektiv betrachtet, muss man den Kurs der Franzosen für sehr gefährlich halten.
Sie sind vollkommen abhängig vom AKW, ist das so gut?

MacPok schrieb:
In der Post-Fossil-Brennstoffphase (in ca. 20, max. 30 Jahren) muss nichtsdestoweniger die Energieversorgung sichergestellt sein. Und ich würde mich nicht auf das Glück verlassen, dass jemand tatsächlich daher kommt und das ultimative Anti-Atom-Kraftwerk entwickelt. Atom-Kraftwerke sind zur zeit (und sehr wahrscheinlich auch zukünftig) unsere einzige energetische Rückversicherung. Und diese würde ich nicht leichtfertig und naiv aufs Spiel setzten.
Wenn es so kommen sollte, dann kannst du davon ausgehen, das wir ins 2. Atomzeitalter einsteigen.
Ganz egal ob jemand dagegen ist.

Dann zahlt man dem Betreiber jetzt die Abschaltung, die in 20 Jahren stattfindet und in 40 Jahren den Neubau.
Oder wer weiß was in 20 Jahren ist. Ich wäre kein bisschen überrascht, wenn die Abschaltung der bis dahin noch laufenden AKWs nicht durchgeführt wird.


Um mal einen Ansatz der Regierung zu zeigen:
"Wir verzichten einfach auf Industrie, spart eine Menge Energie."
Bitte verstehe das nicht als meinen Lösungsansatz.

MacPok schrieb:
Wenn dein Hintern (und deine Grafikkarte) erst ein mal auf Eis liegen wirst gerade du, Unyu, ganz anders denken und gewisse Dinge diesbezüglich bereuen.
Meine Grafikkarte ist so verschwenderisch wie deine.

MacPok schrieb:
Sehr stichhaltige Aussage. Und wofür? (Bitte mit verstand und Wissen erklärt)
Ich verstehe deine Frage nicht.
Meinst du, unsere Nachkommen werden sich über Atommüll freuen?

MacPok schrieb:
Und Abgesehen von einem Russenkraftwerk haben bis heute wie viele (Atom)-Kraftwerke Menschen getötet? -> Beweisen.
Schwer zusammen zu zählen.
Einmal wäre da die Kinderleukämie -> http://www.sueddeutsche.de/,tt3m1/wissen/artikel/504/147161/
Dann reguläre Vorfälle in
Majak 1957 -> http://www.zeit.de/2007/34/A-Atomkatastrophe?page=all
Windscale -> http://www.greenpeace.de/themen/ato...kel/sellafield_ein_schleichendes_tschernobyl/
Mihama -> http://www.shortnews.de/start.cfm?id=531657
...
Magst du weiterzählen?

Natürlich führt der geschmolzene RBMK der Russen die Statistik an, das bestreite ich nicht.
Wenn wir schon in Prypiat sind: Wie viele Opfer geben die schön gerechneteten Zahlen zu? 50? Was sagen andere Statistiken? 100000 http://www.spiegel.de/panorama/zeitgeschichte/0,1518,410268,00.html

Wie viele sinds wirklich?
 
Zuletzt bearbeitet:
Eigentlich ist ein Aussteig aus der Atomenergie, gar nicht mit dem Umweltgeheuchel der Politiker vereinbar.
Umweltschutz hier, Umweltschatz da, aber Milliarden will auch keiner investieren, das nenn ich doch mal eine Investition für die Zukunft. Mit Forschungen für alternative Energiekonzepte könnte sie Deutschland mit Patentrechten den Arsch vergolden, aber nein man stopft Millionen in neue Kohlekraftwerke und wie die Atomenergie abschalten, muhahaha!

Klartext: Abschalten: Ja, aber erst dann, wenn es vertretbar ist, und das ist nicht 2021 !
 
Ich habe keine Angst vor der Atomkraft, aber ich habe Respekt vor ihr. Respekt habe ich vor der Atomkraft, weil ich weiß, was da abläuft. Das ist der (/mein) entscheidender Unterschied (im Gegensatz zu manch Anderen hier).

Vor Augen halten muss man sich:
1. Wir haben stets eine natürliche und kosmische Strahlung um uns.
2. Radioaktivität ist keine Erfindung der Menschen, sondern ein natürliches Phänomen.

Um sich ein Grundverständnis anzueignen muss man sich vorweg zumindest fragen:
Was ist Uran und was kann Uran sein? Was ist Plutonium?
Was ist radioaktiver Zerfall?
Was ist atomarer Müll? Wie wird dieser (End-)gelagert?


Ich bin mal so frei und gebe mal auf diese Fragen ein paar entscheidene Hinweise;
Also der Reihe nach:

Uran ist ein natürlich vorkommendes, sogenanntes radioaktives Isotop. Es zerfällt mit der Zeit und wandelt einen Teil seiner Masse in radioaktive/ thermische Energie um. Dementsprechend besagt auch die berühmte Fromel

E (Energie) = m (Masse) * c² (Lichtgeschwindigkeit²), dass die Energie proportional zur Masse ist.​

Es gibt verschiedene Uran-Isotope. Die gängigsten Isotope sind das natürlich vorkommende Uran-238 (Halbwertszeit: 4,5 Mrd. Jahre) und das in deutschen Atomkraftwerken gängige, angereicherte, spaltbare Uran-235. Man weiß: Je höher die Halbwertszeit, desto schwächer strahlt ein Element und desto ungefährlicher ist es (in der Regel).
Die Strahlung die von (natürlichem) Uran ausgeht besteht zum größten Teil aus sog. Alpha-Komponenten.
Ein "Alpha-Strahl" ist durchaus hochenergetisch und extrem stark ionisierend (~ schädigend), kann allerdings schon durch ein Blatt Papier oder durch eine 10cm dicke Luftschicht abgeschirmt und somit neutralisiert werden.
Plutonium ist ein noch stärkerer Alpha-Strahler als Uran und hat vergleichbare Charakteristika.
Plutoniumoxid, wie es häufig in Kernkraftwerken im Ausland als Brennstoff verwendet wird, ist ein hochstabiler Stoff und in Wasser nicht löslich.

Durch den radioaktiven Zerfall entstehen im und am Brennelement neue (radioaktive) Stoffe und sogenannte Spaltfragmente und Transurane.
Ein frisches/ neues Brennelement für ein dt. AKW besteht zu 99,9999999% aus Uran-238 und Uran-235 (ca. 3%) (angereichertes, spaltbares Uran).
Nach ca. einem Jahr hat dieses Brennelement ausgedient ("abgebrannt") und besteht nun aus folgenden Komponenten:

95% Uran-235 (Uran im natürlichen Zustand)
1% Uran-238 (angereichertes, spaltbares Uran)
1% Plutonium-239 (angereichertes, spaltbares Plutonium)
3% Spaltfragmente (2,9%) und Transurane (<<0,1%)

Was macht nun den "Radioaktiven Müll" aus? Viel weniger als man glaubt.
Nachdem ein Brennelement abgebrannt und abgeklungen ist, wird es nach Frankreich oder England in Aufbereitungszentren gebracht und dort recyclet. Unerwünschte Stoffe (Transurane/ Spaltfragmente) werden aus dem Brennelement entfernt und das fast reine (natürliche) Uran wird aufbereitet und kann abermals als frisches Brennelement genutzt werden. Der Rest welcher von der Aufbereitung übrig bleibt nennen wir eben "Atomaren Müll" und dieser ist zur Endlagerung bestimmt. Dementsprechend werden 97% eines abgebrannten Brennelementes verwertet und wiederverwendet.

Beispiel: Ein deutsches Atomkraftwerk muss ein mal pro Jahr mit neuen Brennelementen bestückt werden. Die Masse einer Bestückung beläuft sich auf ca. 3 metrische Tonnen. Die alten Brennelemente werden wie oben beschrieben recyclet. Die endzulagernde Gesamtmasse der durch die Kernspaltung entstandenen Spaltfragmente und Transurane, sowie die durch die Aufbereitung kontaminierten Materialen beläuft sich auf unter 500kg (pro Jahr, pro Atomkraftwerk). Von diesen 500kg radioaktivem Endmüll sind:

unter 1%: Hoch radioaktiver Abfall
ca. 5-10%: Moderat radioaktiver Abfall
90-95%: Schwach radioaktiver Abfall (80% Wiederverwertung nach ca. 50 Jahren Abklingzeit möglich)

Erläuterung:
1. Hoch radioaktiver Abfall:Unter hoch radioaktivem Abfall versteht man die Sorte an radioaktivem Abfall, welche man nicht ohne weiteres endlagern kann. Der Abfall ist hoch energetisch (einige wenige Spaltproduckte) und es bedarf eines Spezialbehältnisses, welches mitunter auch knapp 300°C (veursacht durch den Abfall) heiß wird. Die Endlagerung dieser Behältnisse kann erst nach einigen Jahren erfolgen. Diese Art von Müll wird hermetisch zwischengelagert.
2. Moderat radioaktiver Abfall: Diese Sorte an Abfall ist die populärwissenschaftlich und in den Median am häufigsten diskutierte. Moderat radioaktiver Abfall kann beinahe bedenkenlos in Stahl-Blei-Beton-Fässern eingebettet und endgelagert werden. Dazu zählen einige Spaltprodukte und einige bei der Wiederverwertung verwendeten Stoffe.
3. Schwach radioaktiver Abfall: Dieser Abfall strahlt maximal grenzwertig zum moderat radioaktivem Abfall und wird analog dazu ähnlich behandelt und endgelagert. Dazu zählen einige Spaltprodukte, Transurane und viele bei der Wiederverwertung verwendeten Stoffe.

Diese kurze Übersicht strebt keine Vollständigkeit an. Der Hintergrund ist definitiv tiefgründiger und komplexer.
Ich wollte nur gegen folgendes vorsorgen -> :watt:, :affe:, :schaf:


Unyu schrieb:
Ja tut mir leid dich zu entäuschen.
Objektiv betrachtet, muss man den Kurs der Franzosen für sehr gefährlich halten.
Sie sind vollkommen abhängig vom AKW, ist das so gut?

Mit Sicherheit ist so ein krasser Einschlag ohne oder mit kaum Alternativen nicht der beste. Ich halte den französischen Schritt dennoch für den effektivsten und zukunftssichersten.
Und: Ist es denn so gut, dass wir zu 65% auf Kohle- und andere Fossilkraftwerke setzten und in Zeiten immer knapper werdenden fossilen Ressourcen sogar noch neue Kohlekraftwerke etablieren?

Unyu schrieb:
Wenn es so kommen sollte, dann kannst du davon ausgehen, das wir ins 2. Atomzeitalter einsteigen.
Ganz egal ob jemand dagegen ist.

Ich bin bei aller gebotener Skepsis sogar ziemlich sicher, dass es so kommen wird.
sudfaisls Ansicht kann ich zumindest teilen:
sudfaisl schrieb:
Klartext: Abschalten: Ja, aber erst dann, wenn es vertretbar ist, und das ist nicht 2021 !

Unyu schrieb:
Dann zahlt man dem Betreiber jetzt die Abschaltung, die in 20 Jahren stattfindet und in 40 Jahren den Neubau.

Und genau das halte ich für ein wirtschaftliches und steuertechnisches Nogo, richtig.

Unyu schrieb:
Meine Grafikkarte ist so verschwenderisch wie deine.

Glaub mir, auf das Thema wollte ich jetzt wirklich nicht hinaus. Ich hatte es nicht umsonst in Klammern gesetzt ... :freak:

Unyu schrieb:
Ich verstehe deine Frage nicht.
Meinst du, unsere Nachkommen werden sich über Atommüll freuen?

Ich wollte von dir erklärt bekommen, was du unter Atommüll (und ich rede hier wirklich von Müll) verstehst.

Unyu schrieb:
Schwer zusammen zu zählen.
Einmal wäre da die Kinderleukämie
...
Magst du weiterzählen?

Natürlich führt der geschmolzene RBMK der Russen die Statistik an, das bestreite ich nicht.
Wenn wir schon in Prypiat sind: Wie viele Opfer geben die schön gerechneteten Zahlen zu?
Wie viele sinds wirklich?

Ich würde die Fakten ebensowenig überdramatisieren wie ich sie verleugnen würde.
Ja! Atomkraft kann gefährlich sein! Das würde ich auch niemals bestreiten! Aber ich weiß, wie man in Deutschland und in der EU mit Atomkraft umgeht. Ich kenne die Restriktionen und Auflagen, und unter eben den selben fühl ich mich sehr sicher.
Verstehen kann ich nur nicht Leute die sich vor Kastor-Züge schmeißen, Stahlboltzen an Gleise schweißen o.Ä. und sich selbst und andere, sogar ganze Dörfer mit dieser Ur-Hirnrissigkeit in Gefahr bringen! Da sehe ich ein Sicherheitsmanko!

Ich bin mir auch im Klaren dass nicht alle Staaten dieser Welt die Vorraussetzungen für sicheren Atomstrom (beispielsweise in der Bundesrepublick) erfüllen. Da ist definitiv Nachholbedarf.
 
Zuletzt bearbeitet: (Fehler bei den Zahlen.)
Also ich bin auch für die Kernkraft.
Finde mal sollte neue Kernkraftwerke bauen, z.b. den EPR wie er in Finnland gebaut. Und dann aber dafür die alten abschalten. Denn so wird immer nur an den alten rumrepariert. Seh das ja jeden Tag, da ich selbst in nem Kernkraft arbeite. ;)
 
MacPock: Soweit ganz gut, aber du hast die schnellen Brüter nicht bedacht. Soll ich dazu was schrieben und wir fügene s in deinen Post ein, den ich für Leute, die sich nicht so gut auskennen, echt prima finde?
 
Baumnarr schrieb:
MacPok: Soweit ganz gut, aber du hast die schnellen Brüter nicht bedacht. Soll ich dazu was schrieben und wir fügene s in deinen Post ein, den ich für Leute, die sich nicht so gut auskennen, echt prima finde?

Hey Baumnarr,

Du hast recht, dass uns das Thema (aufgrund unsere "nuklearen Nachbarn") durchaus betrifft.
Bist du daher damit einverstanden, dass ich einen weiteren Post für morgen oder Sonntag Abend (Zeit ist bei mir leider knapp) vorbereite und dir dann vorserst als PM schicke, sodass wir uns abstimmen können? Gerne kannst du mir zu diesem Thema auch zwischenzeitlich eine PM schicken.

@blackfir3:
Auch das "herumreparieren" halte ich für ein kritisches Thema. Vielleicht lässt sich das auch irgendwie aufgreifen. Leider muss ich zugeben, dass ich diesbezüglich relativ unwissend bin und dass ich dazu auch kaum Material finde :(
 
Hört sich gut, doch leider habe ich bis Dienstag keine Zeit, aber ich werde dann etwas vorbeireiten und es dir schicken. Mfg
 
Neue bauen will denke ich niemand in diesem Land oder Europa, die bereits welche haben. Denn man muss schon eingestehen das Atomenergie massiv subventioniert ist/wurde. Das fängt bei der Einführung die sehr umstritten war an, geht weiter bei den Rückstellungen der Endlagerung, die am Finzanzmarkt zwischenzeitlich gewinnbringend verschoben werden und die steuerfrei gestellt sind, zudem sind die Kosten merkwürdig günstig beziffert und die lächerlichsten Fälle zeigen schon das der Steuerzahler 9x soviel hinterherstecken darf. Weiterhin die Frage, wie im Prinzip jeder einzelne das (Nicht-)Risiko in € für sich bewertet.

Und meine allgemeine Meinung zur Energie ist. Klar gibt es zu jedem einzelnen Zeitpunkt eine billigste Form. Wenn man das mit Ökoaspekten vermischt ist es vielleicht eine andere, aber weiterhin definierbar in € und ct. Wenn man immer bis zum Schnittpunkt der nächsten Technologie warten würde, würde man quasi mit durchgedrücktem Gaspedal gegen ne Wand fahren. Die reichsten überleben es, der Rest fällt vom Teller. Denn es müssten ja in 1 Jahr alle Forschungen durchgedrückt werden, die Nachfrage ist unbefriedigbar selbst wenn man 100x Leute einsetzt, die man 10 Jahre später nur noch brauchen würde. Und somit sind die Umstiegskosten exorbitant.
Ist also die Frage, ob man nicht 20-30 Jahre vorher Forschung/Produkte subventioniert, mit hoffentlich wenig Mitnahmeeffekten wie leider aktuell bei Fotovoltaik, und somit alle Bürger über den Berg bringt. Und man die Chance hat als Weltmarktführer auch jede Menge der ehemaligen Subventionen wieder hereinzubekommen?
Ist zumindest das, dem ich Beipflichte. Lieber ein Stück mehr Sicherheit, anstatt die Maximaxixxl Rendite mit massiven Risiken und Nachwirkungen auf 3. die irgendwann auf einen auch wieder zukommen. Bist du für Atom kannst du es den anderen nicht verweigern, haben sie Plutionium. Kohle, abgeholzte Tropfenwälder erzeugen am Ende hunderte Millionen Klimaflüchtlinge, Genveränderung oder Monokulturen etc führt zu Verlust von Artenvielfalt, Tierarten, Resistenzen. Es ist dadurch wirklich schwierig Kosten gut zu bewerten und keine Auswirkung zu vergessen, bzw. politische Entscheidungen anderer die man dadurch in Ecken treibt abzusehen.
Dadurch lieber ein Miteinander auch wenn es 20-30% mehr kosten wird. Auf allen Ebenen. Schafft jedenfalls mehr Überlebende, Glücksseeligkeit und Fortschritt für die Menschheit auf Dauer als das bisherige System.
 
RicmanX schrieb:
Neue bauen will denke ich niemand in diesem Land oder Europa, die bereits welche haben.

neu bauen wollen sie alle. siemens hat sogar vor, sich an einigen neubauten zu beteiligen.

problem ist nur, dass die ganzen früheren versteckten subventionen aufgrund der damaligen euphorie nicht mehr übersehen werden und somit kommen sie voll zutragen:

Während der Öffentlichkeit eine Renaissance der Atomkraft eingeredet wird, zeigt sich das Scheitern der Branche, sobald es um konkrete Projekte geht.
FINNLAND ZEIGT: AKW-TECHNIK AUS EUROPA IST NICHT WETTBEWERBSFÄHIG

und weiter:
RicmanX schrieb:
Es ist dadurch wirklich schwierig Kosten gut zu bewerten und keine Auswirkung zu vergessen, bzw. politische Entscheidungen anderer die man dadurch in Ecken treibt abzusehen.

Jährliche Ökosystem-Schäden übersteigen Ausmaß der Finanzkrise

die kosten sind im allgemeinen sehr gut abzuschätzen. problem ist einfach, sie fallen nicht bei uns direkt an, sondern auf der anderen seite der welt. dadurch intressieren sie uns einfach nicht.
 
hi Vulture_Culture,

einst dürfte klar sein. Es kann nicht sein, daß immer noch 1000de von Atombomben Weltweit lagern, wenn die Energie immer knapper wird.
Den ganzen Rüstungswahn muß man wohl zwecks Energiegewinnung zwangsweise
umpolen.
Sollte jedoch eines Tages ein größere Meteor auf die Erde zu steuern, sollte man einige A-Bangs in petto haben. omg

cya

TS
 
Zuletzt bearbeitet:
Vom Brandstifter zur Atomaufsicht

Zum Vorsitzenden der Kontrollkommission (CLS) des Atomkraftwerks wurde ausgerechnet Michel Habig ernannt, der den bisherigen Vorsitzende Pierre Schmitt ablöst.
...

In Ensisheim und Umgebung, wo Le Pens rechtsextreme Front National regelmäßig von 40 % der Wähler die Stimme erhält , musste Habig von Nicolas Sarkozy "Volksbewegungsunion" (UMP) wohl etwas tun, um weiter Bürgermeister zu bleiben. Seit der Brandstiftung ist er bei vielen ein Volksheld. Und das zahlte sich auch bei den Gemeinderatswahlen im März aus. Mit einer stabilen absoluten Mehrheit von 55 % wurde er im Amt bestätigt, das waren 10 % mehr als bei den vorhergehenden Wahlen. Tausende hatten sich in der Umgebung mit Habig solidarisiert.

aber wir wissen ja alle um die sicherheit von modernen (?) europäischen atomanlagen bescheid und da tschernobyl nur ein personalfehler war, brauch man sich auch keine sorgen machen, wenn für die atomaufsicht eine person eintritt, die alles tut, um wieder gewählt zu werden

ach du herrliches atomzeitalter
 
MacPok schrieb:
Die sache ist doch eindeutig. Energie muss gespart werden, mit anderen Worten all unsere Geräte zu Hause und auch Industrie müssen sparsamer werden. Das Verbrennen von fossilen Brennstoffen (ja, auch Steinkohle ist ein Fossiler Brennstoff) muss heruntergeschraubt werden.
Ersatzweise dazu sollen Solarzellen oder Windräder den Ausgleich schaffen. Diese wären in Ihrer zukünftigen Gesamtheit jedoch niemals in der Lage, selbst einen evtl zukünftig reduzierten Gesamtstromverbrauch (beispielsweise der Bundesrepublick/ Ich argumentiere hier wirklich extrem optimistisch - Gegenteiliges wird wohl eher der Fall sein) nur ansatzweise zu decken. .

Es wird immer nur in Richtung Photovoltaik und Wind gedacht - man muss jedoch beim Thema Energiesparen darüber hinaus schauen. Natürlich kann Photovoltaik und Wind Atomkraftwerke und Kohlekraftwerke nicht einfach so ersetzen (nicht mit dem heutigen Fortschritt).
Allerdings in Verbindung mit anderen Maßnahmen kann dadurch dennoch ein erheblicher Anteil an Energie selbst gedeckt werden.
Stichwort ist hier Wärmedämmung. Ich behaupte einfach mal das die Mehrheit der dt. Häuser keine oder eine mangelnde Wärmedämmung aufweisen, da gehen Unsummen an Energie dahin! Unsummen an Gelder!
Mit den 500 Mrd Untersztützungspaket könnte man hier beispielsweise enorm Gegensteuern und die dt. Häuser ordentlich Sanieren und viel für die Forschung und Etablierung neuer Sachen tun. Vor ein paar Monaten sah ich eine Sendung wo ein Stoff entwickelt wurde, der effektiv wie 20 cm Dämmwolle ist aber nur 2 bis 5 cm dick ist und damit auch im Altbau (die ja die puren Energieverschwender in unserer Landschaft sind) einsetzbar wäre. Warum wird sowas nicht gefördert?
Ich sehe immer noch oft Maßnahmen wo RohBauten einfach neu verputzt werden und fertig.
Bei Sanierungen genau so, weshalb wird das Thema Wärmedämmung noch immer so unbeachtet gelassen?
 
abgesehen davon, dass hier in dem thema alles weitere m.e. sinnlos ist ein kurzer einwand:
die 500mrd sind doch hauptsächlich eine garantie und kein geld das derzeit vorhanden sein muss! insofern kann man es auch nicht für alles andere aufwenden weil es nicht da ist.

bei ~40 mio haushalte in deutschland wären das allerdings immerhin 12500€ für jeden ;)
 
hi all,

mammelucke schrieb:
Aufgrund des Problemes mit der Endlagerung finde ich es sehr unpassend Atomkraft als SAUBER zu bezeichnen sie hat genau so Nachteile wie jede andere technologie zur energiegewinnung usw...

abs korrekt und endlich mal eine 100%ig darlegung des A-problems.

die augenblickliche lage der atomenergie ist vergleichbar mit dem vorhaben marsmission.
man kann zwar hinfliegen, hat nur einen tretroller zur verfügung und weiss nicht 100%ig ob man zurück kommt.
 
es gibt nunmal keine "sauberere" Alternative zur Atomkraft. Klar, die erneuerbaren Energiequellen werden kommen, aber das geht nicht von heute auf morgen.
 
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