Auf Linux umsteigen

AramisCortess

Commander
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Hallo Linux-CB-Community,

da mir Windows immer mehr auf die Eier geht, würde ich gerne alles ausserhalb vom reinen Gaming auf ein Linux system Verschieben.

Wichtig ist mir dabei, dass ich M$ Office weiter benutzen kann, gerne würde ich allerdings dessen Funktionalität beeinflussen. Meine Wissenschaftlichen arbeiten sind recht sensibel und diese ganze Cloud-Sch****e geht mir tierisch aufn Pin. Ausserdem nerven die ganzen Vernetzungen verschiedener Dienste cookies und Werbungen etc. Cookies auf meinem Gaming System stören mich nicht, lediglich bei der Arbeit würde ich die gerne abschaffen. Nun überlege ich ob es sinvoller ist Linux komplett von einem Stick zu nutzen, eine weitere SSD in den Rechner einzubauen oder ueber ein neues System inkl. VGA/tastatur/Maus switch zu kaufen, allerdings was kleines al'a Raspberry Pi.

Eigentlich würde ich schon gerne die Rechenleistung meines PC'S anzapfen bevor ich mein System komplett entkoppel. Frage #1 Was empfehlt ihr?

Frage #2 Ausserdem würde mich allgemein interessieren wie getrennt ich von der ganzen Datensammelwut des heutigen Internetzes arbeiten kann? Arbeiten mit Tor ueber Linux, nutzen von M$ Office 365, Daten versandt verhindern etc.



*edit*
Rechner währe ne alte Krücke, denke aber das sollte passen:
Gigabyte GA890GPA-UD3H
X6 1055T @ 6x3600Mhz
7970@1200/1600Mhz
Crucual M4 60gb + 1GB HDD
8GB Ram.

Ich hoffe das OC stört nicht unter Linux. die SSD/hdd würde ich gerne komplett von dem linux system trennen
 
Zuletzt bearbeitet:
AramisCortess schrieb:
da mir Windows immer mehr auf die Eier geht,
Warum genau?

würde ich gerne alles ausserhalb vom reinen Gaming auf ein Linux system Verschieben.
Wenn es eine "Gaming-Kiste" ist (relativ modern und 6-Kerner), würde sich eine Virtuelle Maschine für Linux unbedingt anbieten (mit vmware, 4 Kerne reservieren). Es gibt dann nichts in Linux, was nicht gut geht ;)


Wichtig ist mir dabei, dass ich M$ Office weiter benutzen kann, gerne würde ich allerdings dessen Funktionalität beeinflussen.
Unter Linux kannst Du, wenn Du fit bist, Office 2003 zum laufen bekommen (wine). Wenn nicht, wirst Du Dich mit Libreoffice o.ä. abfinden müssen.

Meine Wissenschaftlichen arbeiten sind recht sensibel und diese ganze Cloud-Sch****e geht mir tierisch aufn Pin. Ausserdem nerven die ganzen Vernetzungen verschiedener Dienste cookies und Werbungen etc. Cookies auf meinem Gaming System stören mich nicht, lediglich bei der Arbeit würde ich die gerne abschaffen. Nun überlege ich ob es sinvoller ist Linux komplett von einem Stick zu nutzen, eine weitere SSD in den Rechner einzubauen oder ueber ein neues System inkl. VGA/tastatur/Maus switch zu kaufen, allerdings was kleines al'a Raspberry Pi.

Ganz klar: Linux in VM auf externe SSD über USB3, und zwar im RAW-Mode (vmware). Vorteil: Du kannst das Linux mitnehmen und an jedem einigermaßen brauchbaren Rechner laufen lassen (ggf. Anzahl der Kerne reduzieren).

Frage #2 Ausserdem würde mich allgemein interessieren wie getrennt ich von der ganzen Datensammelwut des heutigen Internetzes arbeiten kann? Arbeiten mit Thor ueber Linux, nutzen von M$ Office 365, Daten versandt verhindern etc.

Windows 7 + Office 2010? Damit geht absolut alles, oder? Ansonsten: in Linux über SOCKS-Proxy (vielleicht über Euren UNI-ssh-Rechner?) ins Netz gehen.
 
Zuletzt bearbeitet:
- MS Office läuft unter Linux nur mit Wine, soll aber wohl ganz gut laufen
- MS Office verschickt keine Daten außer man aktiviert das Programm zur Erfassung der Nutzung (für GUI Statistiken zur Verbesserung) oder man speichert explizit in die Cloud
- auf dem Raspberry kannst du es vergessen, einerseits zu langsam (zumindest für ein ausgewachsenes Office) und andererseits läuft MS Office nur auf x86 Hardware
- prüft Office 365 seine Lizenz nicht online? (weiß es nicht genau), dann kannst du es nicht wirklich vom Internet entkoppeln

Für nen Test mit Linux würd ich ne zusätzliche Platte empfehlen, so hab ich es auch gemacht. Zum installieren erst mal alle anderen abklemmen und nur die neue rein. Danach kann man alle wieder anstecken und übers BIOS die Bootplatte wählen und damit das System das starten soll.
 
Du kannst deine SSD partitionieren und auf einer getrennten Partition Linux inteallieren. Alternativ USB Stick (langsam) oder eine zweite SSD.

Allerdings passt MS Office und linux nicht so recht zusammen. Ich habe gehört, dass es wohl in Wine läuft, aber 100% ist das dann nicht. Vll kommt auch ein umzug auf Libreoffice etc. in Betracht. Dort kann man auch wissenschaftliche Texte schreiben ;-)
 
Mhh, ok... Ich hatte gelesen, dass Ubuntu mitlerweile Office 365 in vollem Umfang unterstützt. Wichtig ist mir dass, weil die Formatierungen sich ständig zerhauen, das ist kein Problem bei nem kleinen Brief, aber wenn ich 200-300 Seiten Text, Bilder und Tabellen mit Verweisen und Verzeichnissen in einem Dokument habe, beschwert sowas schnell eine spontane Bulimie.

Ich bin extra von Openoffice (das von Oracle) zu M$ gewechselt, eben wegen der Formate und vor allem, weil bei großen Dateien, 400-500MB Open office eine Katastrophe ist. Solange ich im Büro Office 365 nutze, will ich dieses auch Privat nutzen.

@Böderidiot: warum es mir auf die Eier geht? - Weil M$ Firmenpolitik mir zu agressiv wird, nervt. Die ganze Opt In Opt out Geschichte, die scheiss Bloatware und diese ständige synchronisation (allein das vorhanden sein, siehe Blaotware) geht mir auf die Nüsse. Das Microsoft sogar so dreisst ist und mich als Torrent für die Updates anderer Nutzer einsetzt oder sogar den WIndows 10 Käse mit aller kraft versucht auch noch auf den letzten Rechner zu bekommen.

Besonders wer mal die AGB's aktueller Cloud-Dienste leisst und Wissenschaftlich arbeitet dem werden sich die Nackenhaare aufstellen. Es hat Gründe warum unsere Hochschule eine eigene AGB bei Microsoft unterschreibt als der Privatanwender, es gibt dinge die gehören nicht "ausversehen" durch Cloud-Dienste veröffentlicht
Ich möchte mich einfach jetzt darum bemühen mein Zuhause ein wenig zu schützen, bzw. Privates von der Aussenwelt oder Datensammlern zu trennen, bevor es bald nur noch Pay2Use internet, bezahlabbos und sonst was gibt und ich dann erst anfange.
 
Bei der Ubuntu-Unterstützung geht es um die WebApps, aber über Office365 hast du ja glaub ich auch Lizenzen für die lokalen Versionen, oder?

Bei wissenschaftlichen Arbeiten in dem Umfang wäre aber auch die Frage ob nicht ein Umstieg auf ein ganz anderes System wie z.B. TeX nicht eine Lösung wäre.
 
Ja bei meinem Office 365 sind genug lizenzen bei im es Theoretisch auf allen Handys, tablets und PC's laptops zu installieren und diese zu vernetzen (ganz legal versteht sich). Ausserdem würde es von meinem gaming system fliegen.
 
AramisCortess schrieb:
oder sogar den WIndows 10 Käse mit aller kraft versucht auch noch auf den letzten Rechner zu bekommen.

Das ist leicht zu verhindern - für Windows 8 und Windows 7. Einfach bei den Update-Einstellungen die Option
[ ] Optionale Updates wie wichtige Updates installieren

ausschalten. Und nach jeder größeren MS-Updateaktion wieder ausschalten. MS schaltet das nämlich immer mal wieder ein, wenn es das Update-System selbst updated ;)

Abr sonst funktioniert das so eigentlich ganz prima (mit gelegentlichem Blick in die Update-Einstellungen). Vielleicht überlegst Du Dir's nochmal, installierst Windows 7 oder 8.1 sauber neu, stellst die optionalen Updates ab und versuchst Linux erstmal in der VM? Und: Office 365 würde ich nichtmal geschenkt nehmen, 2010 ist eigentlich schön, 2013 ist fast identisch, hat aber erstmal diese häßlichen Farben und GROSSBUCHSTABEN im Menü ;)

Im Grunde ist ja Office 365 Dein "Hauptproblem", nicht?
 
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blöderidiot schrieb:
Das ist leicht zu verhindern .......
Ja und das mache ich auch. Allerdings ist mit dem Thema Vorradsdatenspeicherung, Netzneutralität, Datenspeicher/sammelwut und dem Gehabe der großen Software-Anbieter das Internet so wie ich es liebte gestorben. Ich sehe es als Anfang und glaube nicht, dass es sich nochmal zum besseren ändert, also möchte ich jetzt umsteigen und nicht erst wenn man die von dir beschriebenen Methoden nicht mehr selbsständig durchführen kann, ich möchte die Kontrolle über meinen PC und meine Daten haben und diese nicht in Fremde Hände geben oder diesen Ständig auf die Finger hauen wenn sie mir nach einem Update an die Wäsche wollen.

blöderidiot schrieb:
Im Grunde ist ja Office 365 Dein "Hauptproblem", nicht?
sowie alle Internet dienste wie Emailverkehr, Internetbanking, Private Cloud, etc.
 
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Schmeiß einfach ein Linux zusätzlich auf die vorhandene SSD, in zwei Tagen kommt openSUSE 42.1 raus (die Antwort auf alle Fragen ;-) ). Vorher ein Backup machen. Ein extra Rechner oder USB stick sind Unsinn: umständlich und langsam.

Für MS Office kannst du auch eine Windows-VM einsetzen, dann bleibt dein Hauptsystem Linux und ein paar Office-Sachen machst du mit Windows. Ich würde auch Office 2013 nehmen statt auf dieses Miet-Modell aufzuspringen. Wobei sich der Umstieg auf LibreOffice auch anbieten würde, gerade für wissenschaftliche Arbeiten.
 
Ich denke ich kauf mir gleich mal ne 850 Evo, schmeiss da windows drauf und benutze meine alte 60gb ssd für nen linux system und derpe ein wenig rum umd zu gucken ob alles läuft. Derzeit ueberlege ich ob ich alle Platten physisch trenne mit einer RaidSonic Icy Box IB-124CL-U3 oder ob ich die platten einfacvh verschlüsseln soll.
 
Wenn es darum geht, dass nicht nach Hause telefoniert wird und du Office benutzen musst, dann am besten Linux Distri als Hauptinstallation und Win in einer VM. Ich bevorzuge da Virtual Box aber, jedem wie er will und braucht.

Der Box kannst du dann explizit sagen was sie darf und was nicht. Wenn du ihr nur dann einen Netzwerkzugang gewährst, wenn du Win und Office regestrieren musst, dann kann danach nichts mehr ungewollt "syncroniesieren" ;)

Ich nutze das genau auf diesem Wege. Da gewisse Anwendungen einfach nicht ohne Windows auskommen und Wine nicht immer die volle Unterstützung mitbringt.

Brauchst eben nur einen Share Ordner in dem Virtuell Win mit Linux Daten tauschen kann.

Aber wenn du deswegen wirklich wechselst, sollten alle Google Programme genau so gebannt werden.

Sobalt du Zocken willst, musst du Windows nutzen und das geht nur schlecht/bis garnicht in der Box.

Festplatten verschlüsseln nutzt nur dann was wenn du sie unter Win nicht einbindest. Ich nutze nur ext4, das sollte reichen um Windows am lesen zu hindern, sicher ist das zwar nicht, aber doch sehr unwahrscheinlich.
 
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AramisCortess schrieb:
Ich denke ich kauf mir gleich mal ne 850 Evo, schmeiss da windows drauf und benutze meine alte 60gb ssd für nen linux system und derpe ein wenig rum umd zu gucken ob alles läuft.

Hört sich vernünftig an. Allerdings sollte man sich sicher sein, daß Windows eine so "teure" Samsung-SSD "wert ist", diese hier tut's genauso.

Am Anfang einfach immer nur eine anstecken, dann geht auch nichts schief. Für Linux kann man die Datenpartitionen mit LUKS/dmcrypt verschlüsseln, das ist so sicher wie beim Teslacrypt-Trojaner ;)

/edit: sehe gerade: 850 EVO kostet auch nur noch 85€.
 
Zuletzt bearbeitet:
ja, zumal mich weniger die geschwindigkeit der 850 interessiert, sondern eher die geringen ausfallquoten. Habe davon schon etliche verbaut und auch der Händler meines vertrauens hatte nach eigenen angaben bisher noch keine rückläufer der 850er evo.
 
Vielen Dank für die infos und Tipps.
Die Evo habe ich gestern bei Cyberport abgeholt. Ich werde wohl die Windows SSD anschließen und nen sauberers Windows 10 installieren und das laufwerk verschlpsseln. Anschließend W10 SSD ausstöpseln, nen sauberes Linux installieren und dieses ebenfalls verschlüsselt. Meine Datengrab als Backup ist ebenfalls Verschlüsselt. So habe ich zwar leider keine Physische Trennung der Systeme, doch ich kann die Linux SSD intern verbauen und muss sie nicht ueber USB laufen lassen. Zumindest sollte so die Beeinträchtigung durch Windows innerhalb der Gaming SSD mit W10 bleiben ohne das meine sensiblen Daten erreichbar sind.


Lediglich mit der Variante Microsoft Office 365 auf Linux. Die einzig Sinvolle Variante die ich da sehe ist ueber die Apps auf Ubuntu. Hat jemand eine Idee, wie ich die Zugriffsrechte für 365 auf Ubuntu begrenzen/kontrollieren kann? Ich würde gerne Microsofts nach hause Telefonate auf ein notwendiges minimum begrnezen
 
AramisCortess schrieb:
Lediglich mit der Variante Microsoft Office 365 auf Linux. Die einzig Sinvolle Variante die ich da sehe ist ueber die Apps auf Ubuntu. Hat jemand eine Idee, wie ich die Zugriffsrechte für 365 auf Ubuntu begrenzen/kontrollieren kann? Ich würde gerne Microsofts nach hause Telefonate auf ein notwendiges minimum begrnezen

Ich bezweifle, dass das unter Linux besser geht als unter Windows, ehrlich gesagt. Ich würde entweder eine ältere MS Office Version oder das aktuelle Libre Office verwenden.
 
Ich bin natürlich Dankbar für jeden Hilfe, doch ich möchte wirklich nicht nach jedem Post erneut sagen das ich 365 nutzen MUSS. Das ich kein Altes oder Libre office nutzen kann oder werden. Ich habe ein Problem und suche dafür eine Lösung. Das Problem heisst Produktiv mit Office 365 unter Linux zu arbeiten. Da ich nicht vor habe auf Latex umzusteigen muss nunmal 365 her, da ich es auf der Arbeit mit 365 arbeite und keine formatierungsprobleme gebrauchen kann. Die gibt es selbst wenn man zwischen 2010, 2013 und 365 wechseln muss. Ich brauche leider einige funktionen von 365 sehr häufig, die in den vorherigen Versionen nicht funktionieren.
 
Ähm, ist Office 365 am Desktop nicht das selbe wie Office 2013 oder verwendest du die Office Online Variante? Aber vor allem, speichert Office Online nicht automatisch in der Cloud? Das ist es ja eigentlich was du gerade nicht willst...

Wenn du auf MS Office angewiesen bist bleibt die eigentlich nur eine lokal installierte Version bei der du das Programm zur UI-Verbesserung abschaltest und nichts in die Cloud speicherst. Dann sollte auch nichts übermittelt werden (den Aufschrei aus der Geschäftswelt hätte man sicher schon gehört wenn MS da tatsächlich Daten "abschnorcheln" würde ;-)

Wie weit das unter Linux mit der aktuellen Office-Version geht bin ich aber überfragt. Wine und evtl. auch CrossOver sind da die Anlaufstellen.
 
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