Betrieb des MoBo außerhalb eines Gehäuses...-

Chillaholic schrieb:
Nicht alleine die Spannung ist entscheidend, das ist nur ein Faktor von mehreren, entscheident sind auch die Ampere und ein vernünftiges Netzteil hat heutzutage locker 25A auf ner 12V Schiene als auch der Widerstand. Und ich bin schon selber beim Versuch den Powerbutton kurzzuschließen abgerutscht und habe damit ordentliche Funken produziert. Zum Glück nur mit isoliertem Schraubendreher, sonst hätte ich mich sicher daran verbrannt. Dem Mobo hat es übrigens zum Glück nicht geschadet und nein die Geschichte ist nicht ausgedacht und da war auch nix überhitzt, ich bin schlichtweg beim starten des Boards vom Kontakt abgerutscht und habe die falschen Kontakte kurzgeschlossen.
Kurz Offtopic, aber ich denke es hilft ein wenig Elektrotechnisches Grundwissen herein zu streuen. Kurz: Ihr habt beide Recht, versteht aber unter demselben Begriff utnerschiedliche Dinge. Daher die abweichende meinung.

Funken produzieren != elektrischer Schlag.

Funken produzierst du, da kurz vor dem berühren der Kontakte mit dem Schraubendreher, die Luftstrecke zwischen Pol und Schraubenzieher so gering wird, das die 12V DC die Luftstrecke durch einen Lichtbogen (Plasma) überbrücken wird. Der Funke also entsteht. Dieser Funke ist bei 12V DC erstmal für den Menschen ungefährlich, natürlich kann das entstehende (kleine) Plasma zu kleineren Verbrennungen führen, mehr aber nicht. Die Spannung reicht nicht aus um einen spürbaren Stromfluss durch den menschen hidnurch zu erzeugen. Der hautwiderstand ist (unter Normalbedingungen) einfach zu hoch.

Beim elektrischen Schlag wird der Hautwiderstand des Menschen durch eine entsprechend hohe Spannung überwunden (unter Normalbedingungen bei DC sind das >60V und bei AC 25V) und sorgt für einen entsprechenden Stromfluss im Körper der schädigend wirken kann.
Genau genommen bezeichnet man als elektrischen Schlag jede Form von Schädigung des Menschen/Tieres durch elektrischen Strom. Die Verbrennung durch entsprechendes Plasma zählt also genau genomen auch dazu. Wird aber Umgangssprachlich nicht unter einem elektrischen Schlag verstanden.

Die Spannungen, die auf einem Computermainboard herschen, sind für den Menschen erstmal ungefährlich: So lange Normalbedingungen herschen (Luftfeuchtigkeit, Hautfeuchtigkeit, Atmosphärischer Druck). Die maximale Stromstärke des Netzteils spielt dafür keine Rolle. Durch den recht hohen Hautwiderstand kommt keine für den Menschen gefährliche Stromstärke zustande. Man kann auch eine 9V Batterie anfassen ohne Probleme zu bekommen. Und die schaffen kurzzeitig (Bei Kurzschluss) > 100A.
Auch für die Mainboards ist so etwas oftmals unkritisch, solange der Kurzschluss nur kurzzeitig anliegt.
 
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Chillaholic schrieb:
Nicht alleine die Spannung ist entscheidend, das ist nur ein Faktor von mehreren, entscheident sind auch die Ampere und ein vernünftiges Netzteil hat heutzutage locker 25A auf ner 12V Schiene als auch der Widerstand.
ein Netzteil mit 25A ist keine Konstantstromquelle mit 25A. Das ist so ausgelegt das es 25A liefern kann und dabei keine Bauteile überfordert sind.
Ein Schaltnetzteil ist eher als Konstantspannungsquelle zu verstehen.
 
Sakphul schrieb:
natürlich kann das entstehende (kleine) Plasma zu kleineren Verbrennungen führen
Mehr wollte ich auch nicht damit aussagen, mit geerdetem isoliertem Schraubendreher erspart man sich diese auf jeden Fall.
 
🙈 Oh Mann, fixed.
 
rocketworm schrieb:
Du meinst einen isolierten Schraubendreher, ein geerdeter würde ordentlich Funken erzeugen :evillol:
Nein, würde er nicht. Es ist trotzdem nicht eine höhere Spannung vorhanden die zu einem früheren überbrücken des Luftwiderstandes, und damit zu einem größeren Lichtbogen/funken, führen würde. Zumindest was die Pins in der nähe des On/Off-SW connector angeht.

Genau genommen werden die Funken wahrscheinlich ziemlich gleich sein, da man meist einen Kurzschluss zwischen SW+ und einem falschen GND PIN erstellt. GND ist aber bei korrekter Montage/nicht defekten Teilen mit dem Schutzleiter/Erde des Netzteils niederohmig verbunden.

Klugscheissmodus-Off. Back to Topic.
 
Sakphul schrieb:
Nein, würde er nicht. Es ist trotzdem nicht eine höhere Spannung vorhanden die zu einem früheren überbrücken des Luftwiderstandes, und damit zu einem größeren Lichtbogen/funken, führen würde. Zumindest was die Pins in der nähe des On/Off-SW connector angeht.
Bei einem geerdeten Schraubendreher ist die Überbrückung relativ Wumpe, bei Herstellung eines Kontaktes mit der Erdung hast du nen 1A Kurzschluss gegen Erde welcher mit hoher Wahrscheinlichkeit einen defekt verursacht. Und natürlich kann dabei auch ein größerer Lichtbogen entstehen als zwischen SW+ und GND, da bei einem Kurzschluss gegen Erde ein größerer Strom fliessen kann.

Mal ganz davon abgesehen, dass es wahrscheinlich nicht mal Schraubendreher gibt die man erden kann. Wenn doch, dann nur zur Verwendung an Geräten die "NICHT" unter Spannung drehen.
Wobei vermutlich könnte man einen Polprüfer entfernt als geerdeten Schraubendreher bezeichnen, wenn man ihn entsprechend verwendet.
 
rocketworm schrieb:
Bei einem geerdeten Schraubendreher ist die Überbrückung relativ Wumpe, bei Herstellung eines Kontaktes mit der Erdung hast du nen 1A Kurzschluss gegen Erde welcher mit hoher Wahrscheinlichkeit einen defekt verursacht.
Richtig, ein idealer Kurzschluss mit Widerstand gegen 0. Das heißt dann aber auch das die (fast gesamte) Leistung in diesem Falle in Richtung Erde abfließt, also nicht in eine der elektronischen Komponenten. Somit ist auch keine Leistung vorhanden die etwas in einer der Komponenten anstellen kann. Effekt -> Lichtbogen. Man könnte jetzt überlegen ob die entstehende elektromagnetische Welle des Lichtbogens einen Schaden in der umliegenden Elektronik auslösen könnte. Die abgestrahlte Leistung wird aber wohl zu gering sein. Sonst würde sie auch Schaden nehmen wenn man den normalen An/Aus-Schalter benutzt (da entsteht auch ein zeitlich sehr kurzer Lichtbogen mit Vergleichbarer Leistung).

rocketworm schrieb:
Und natürlich kann dabei auch ein größerer Lichtbogen entstehen als zwischen SW+ und GND, da bei einem Kurzschluss gegen Erde ein größerer Strom fliessen kann.
Damit ein größerer Lichtbogen entsteht muss mehr Spannung/Leistung vorhanden sein, bzw. der zu überbrückende Widerstand geringer werden. Die leistung ändert sich nicht einfach so, da die Quelle die identische ist. Nämlich die 5V am SW+ Pin mit ihrer dahinterliegenden Quelle und deren innenwiderstand (beides relativ unveränderlich).
Der zu überbrückende Widerstand bei einer Verbindung SW+ - GND - Erde wird sich in der gleichen Größenordnugn bewegen wie SW+ - Schraubendreher - Erde. Bei beidem < 1Ohm. Je nachdem wie die Verbindungen jeweils genau ausgeführt sind (Übergangswiderstände). Es fließt also ein vergleichbar großer Strom.

rocketworm schrieb:
Mal ganz davon abgesehen, dass es wahrscheinlich nicht mal Schraubendreher gibt die man erden kann. Wenn doch, dann nur zur Verwendung an Geräten die "NICHT" unter Spannung drehen.
Wobei vermutlich könnte man einen Polprüfer entfernt als geerdeten Schraubendreher bezeichnen, wenn man ihn entsprechend verwendet.
Du kannst jeden metallischen Schraubendreher Erden. Einfach einen Draht mit dem nächsten Metall-Heizkörper oder den Schutzleiter einer Steckdose verbinden. Und natürlich macht man das nicht bei eigenschalteten Geräten. Das hast aber gerade nur du ins Spiel gebracht.

Aber wie gesagt. Back to Topic.
 
Hier gehts um nen popeligen Kontakt der mit ner Büroklammer überbrückt werden kann.
Wenn man euch noch bissel hier Diskutieren läst liegt er dann wahrscheinlich noch tot neben dem Rechner bei euren aussagen^^

Man sollte hier die Mücke nicht zum Elephant machen.
 
Meinen Dank den 20 Helfern!!!
Aber, mit meinen "83" bin ich auf weitere Hilfe angewiesen. Zunächst: Nach Kurzschluss der zwei Kontakte liefen die Lüfter an: Netzteil, CPU, Graka. Leider bleibt der Monitor ohne Signal.
Habe einen Stick mit dem Win 10 Image und dem Creationstool, der laut Forum booten sollte. Es sollte doch eigentlich beim Start das BIOS erscheinen, tut es aber auch nicht.
Was sollten nun meine nächsten Schritte sein?
Bin überzeugt, das mit Eurer Hilfe zu stemmen.
@Janz: Hast natürlich Recht: 20+ ein weißer Vierer, doch für den ist kein Anschluss auf einem mATX-Bord.
Er bleibt demnach frei liegen.

MfG Günter
 
Da steckt nun aber was drinne bei der CPU versorgung in dem 4x4 Anschluß oder?

Bzw. der 20+4 ist voll belegt?

Ansonsten Bilder machen sonst geht das gerate hier wieder los.
 
Öhm... dein Board hat einen 24 poligen Anschlussblock und einen 8 poligen Anschlussblock. Und in beide müssen jeweils Kabel vom Netzteil rein, einmal 20+4 polig und einmal mindestens 4 polig, besser 4+4 polig.
 
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Mach mal bitte ein Foto von deiner Konstruktion,irgendwas ist doch da faul. Und grundsätzlich gilt was Jesterfox sagte, sonst gibbet kein Bild
 
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...- in der Tat, neben dem 20poligen war noch ein 4poliger frei. Das BIOS wird jetzt geladen. Freude³
Boot Priority - bin da auf den USB-Stick gegangen, weil da das Win 10 Image und das Media-Tool drauf sind.
Mit Neustart des BIOS tut sich da aber nichts. Wie bekomme ich nun das Win 10 Image auf die "M2-SSD"?
MfG Günter
 
Das Image musst du auf den USB-Stick klatschen, aber nicht einfach die iso kopieren. Das bringt nix. Mit Rufus oder UniversalUSBInstaller auf einem Stick einrichten lassen, dann bootet er davon
 
Sakphul schrieb:
... Man kann auch eine 9V Batterie anfassen ohne Probleme zu bekommen. Und die schaffen kurzzeitig (Bei Kurzschluss) > 100A.
...

Im Lebtag nicht.
Wenn du 5A raus kriegst bist du schon gut.
sry für Offtopic, aber sowas kann man nicht stehen lassen

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Hast du vorher einen Bootfähigen USB-Stick mit Rufus erstellt ?

1. https://www.computerbase.de/downloads/systemtools/festplatten/rufus/

2. https://www.computerbase.de/downloads/betriebssysteme/windows-10/

Nicht böse gemeint, aber wenn es schon bei so grundlegenden Dingen wie Post #1 scheitert, solltest du dir vielleicht noch Jemanden dabei holen der bisschen Plan hat.

Das Asrock Z390 Pro4 ist ein tolles Mainboard, habe ich auch schon verbaut. Bios Update gemacht ?
 
Oder mit Hilfe eines funktionierenden PCs das Media Creation Tool ausführen und den Stick erstellen lassen.

Aber ISO und MediaTool auf Stick bringt nix.

Eine schön kurze Bilderstrecke, wie das MCT aufgebaut ist gibt's übrigens direkt hier: https://www.computerbase.de/downloads/betriebssysteme/windows-10-media-creation-tool/
Da im Grunde mit den gewünschten Einstellungen durchklicken (siehe Bilder) und das Tool macht den Rest.
 
Ja er braucht einen funktionierenden PC um einen USB-Stick zu erstellen, das ist klar.
Ich würde Rufus (portabel) immer dem MCT vorziehen.
 
@Avenger84: Ich nehme nichts übel :evillol:
(Nicht böse gemeint, aber wenn es schon bei so grundlegenden Dingen wie Post #1 scheitert, solltest du dir vielleicht noch Jemanden dabei holen der bisschen Plan hat.)
Den letzten PC baute ich vor mehr als 10 Jahren, und immer hat alles bestens geklappt...-
Habe mich nun entschlossen, Win 10 über den Umweg der Installation von Win 7 dann upzudaten, da das Rufus-Tool nicht startet. WIN 7 files Dateien werden von der CD geladen, komme aber nur bis zu den Spracheinstellungen, von da nicht weiter, da der Mauszeiger fehlt...-Habe in Erinnerung, dass der Mauszeiger immer treibermäßig geladen wurde.
Gebe mir Mühe, um das als letzte Anfrage zu starten :)
MfG Günter
 
Windows 7 wird nicht von deiner Plattform unterstützt, es fehlen die Treiber. Daher kein Mauszeiger und vermutlich keine Tastatureingabe möglich. Als möglicher Workaround könnte es helfen die USB2 Ports des Boards (falls vorhanden) zu nutzen. Windows 10 als Upgrade zu installieren ist dann aber unangebracht, das macht mehr kaputt als heile vermutlich.

Benutz den UniversalUSBInstaller, ist idiotensicher. Rufus kann schon mal verwirren, wenn man das nicht häufiger nutzt
 
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