News China: Junge DRAM- und Flash-Fertigung kämpft mit Klagen

Volker

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#1
Die Speichersparte rund um DRAM und Flash soll in Zukunft einen der größten Entwicklungsschritte in Chinas aufstrebenden Bemühungen im IT-Markt machen. Damit adressiert das Land gleiche Felder wie in anderen Wirtschaftsbereichen: mehr eigene Produkte, weniger Importe. Doch was fehlt, ist das Know-How.

Zur News: China: Junge DRAM- und Flash-Fertigung kämpft mit Klagen
 
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#2
Tjaja, ich denke der Rest der Welt hat einfach gelernt, dass "Partnerschaften" mit China meist nach hinten losgehen... und aus eigener Kraft sind die Chinesen noch sehr sehr weit weg davon eine komplexe Chipfabrik alleine hochzuziehen.
Also ich fürchte leider Gottes, wir müssen uns auf einige weitere Jahre überzogener RAM-Preise einstellen...
:(
 

Mr_Tee

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#3
Sind die nicht erst letztens bei Dialog Semiconductor rein, die Apple nun scheinbar fallen lässt? Aixtron wäre übrgens ohne USA heute chinesisch und in paar Jahren in D komplett weg. Denke KUKA wird es nicht mehr lange in Augsburg halten. Bisher wurden alle Buden zugemacht und die Patente transferiert, warum soll das in Zukunft anders sein? Dann müssten die Löhne in D schon deutlich niedriger sein als im Reich der Mitte.
 
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#4
Tjaja, ich denke der Rest der Welt hat einfach gelernt, dass "Partnerschaften" mit China meist nach hinten losgehen...[...]
Nein, hat die Welt nicht. Egal wer, alle wollen im Super-Markt "China" sein. Das wird von den großen Bossen der Weltkonzerne als "Konsumland" angesehen. (Anders als z.B. Indien.) Da aber die Firmenlenker nur bis an das Ende ihrer aktuellen Anstellungsperiode im Sinne des Konzerns und vor allem der Investoren denken, interessieren langfristige Strategien zur Risiko-Vermeidung schlicht und einfach nicht. Und DASS die Chinesen mit jeder Technologie zurückschlagen, mit der man sie in Berührung bringt, dürften die Autobosse gerade merken. Waren die Fahrzeuge des letzten Jahrzehntes noch durchgängig unterirdisch, sind derzeitige Entwicklungen durchaus auf europäischem Niveau. Lediglich beim Verbrenner-Antriebsstrang verlässt man sich auf Lizenzbauten (oder dreiste Komplett-Kopien). Aber genau deswegen forciert man ja in China gerade den E-Motor. Der ist deutlich weniger komplex. Und der Rest wird schon in China (oder dem Rest der Welt gesteuert aus China) gebaut. Bei Solar-Anlagen sind wir in Europa P/L-technisch schon lange abgehängt. Und die wenigen Prozente, die unsere Anlagen dank Innovation mehr bringen, sind den nötigen Zusatz-Groschen nicht wert. Da baut man lieber ein Paneel mehr auf und ist immernoch günstiger unterwegs.

Die Welt will es einfach nicht lernen. Denn dazu müssten die großen Konzerne in Familienhand sein, die sich überlegen, was sie wie ihren Kindern übergeben wollen. - Und nicht nur, wie sie in 2 Jahren einen verlängerten Vertrag bekommen oder nächstes Jahr ihre Dividende maximieren können.

Regards, Bigfoot29
 

usb2_2

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#5
Was wollen die dagegen tun, dass eine Firma in China ihre Patente verletzt? Der Staat wird nichts dagegen tun. Und wenn es um Unabhängigkeit von anderen Firmen geht ist es nicht so schlimm, wenn der Verkauf außerhalb Chinas verboten wird, dann lassen die nichts anderes mehr ins Land. Unabhängig sind sie dann ja schon. Und günstiger ist es auch.
 
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#6
Kann den letzten Beitrag absolut nur unterschreiben. Die Chinesen klauen, was sie in die Finger kriegen und die Manager drücken alle Augen zu, weil sie nur an den eigenen Job denken. So auch beim größten deutschen Elektrohändler. Deutschland und deutsche Arbeitsplätze spielen keine Rolle mehr. Hat Keaser offen gesagt.
 
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#7
Denke KUKA wird es nicht mehr lange in Augsburg halten...
Dann fallen aber vielleicht viele Kunden weg wegen dem Made in Germany, nur weil man die Firma kauft und den Namen hat bedeutet das nicht das der Kunde damit einverstanden ist und weiter kauft...

Das deswegen durchaus eine Produktion in China geben wird, ist gut möglich...
 
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#8
zeit wirds, ich wünsche ihnen viel erfolg, wenn ich mir die momentanen speicherpreise so ansehe

ohne china würden smartphones heute erst ab 500 aufwärts erhältlich sein...

tja, D is da mal fein raus: es wird doch hier eh immer so viel gejammert, dass wir keine high-tech-industrie haben...kann für uns also nur von vorteil sein, wenn die chinesen in dieser branche kopieren und klauen :p der einzige wenigstens ansatzweise nennenswerte halbleiterentwickler aus D ist mit infineon schon vor jahren vor die hunde gegangen...
 
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#9
ohne china würden smartphones heute erst ab 500 aufwärts erhältlich sein...
Deswegen sitzt der weltgrößte Telefon-Produzent auch in... Südkorea?!
Und der zweitgrößte Produzent lässt in ...China Hochpreis-Telefone bauen?!

Sorry, aber selten solchen Mist gelesen. Die "klassischen China-Phones" sind NUR billig, weil man sich dort um keinerlei Intelectual Property kümmert und keinerlei notwendige Technologien patentiert. Und da die normal nicht exportiert werden, interessiert es auch "keinen". (Ist zwar gelogen, nur können die Patent- und Urheberrechts-Inhaber gegen die Firmen in China nur wenig tun.) In Deutschland verkauft nur z.B: eben Samsung seine Billig-Telefone nicht, da die Kaufkraft hier viel zu stark ist. Man hat schon vor Jahren gezeigt, dass man für 50 Euro sehr wohl Smartphones bauen kann. Ab 100 Euro sogar sehr, sehr gut benutzbar. Nur will das halt gar keiner. Bei der Preisklasse gibts keinen Gewinn. Anders als bei 300 Euro HW-Kosten: Die kann man für 800 Euro verkaufen.

Mit Infineon mag ich Dir Recht geben, aber eine "Hightech-Industrie" sind wir dennoch. Denn ob Dir das gefällt oder nicht: Es heißt nicht umsonst "Saxony Valley". Dort sitzt eine Menge KnowHow. Inklusive GlobalFoundries. Spitzentechnologie gibt es in Deutschland sehr wohl noch. Nur eben kaum noch wie zu Ruhrgebietszeiten in der Massenproduktion sondern in hochspezialisierten Aufgabenfeldern.

Regards, Bigfoot29
 

bensen

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#10
Das machen die leider nicht nur in dieser Branche, sondern in allen Bereichen. Die kaufen sich Einfluss in Ländern und steuern dort die Politik um sich Rohstoffe und Handelswege zu sichern, kaufen westliche Hightechfirmen mit staatlichen Geldern und kopieren und plagieren alles was sie in die Finger bekommen.
Die haben bald so viele Ressourcen und Wissen zusammen und werden zudem noch viele wichtige Handelswege und Märkte kontrollieren, da werden sich einige in wenigen Jahrzehnten noch umschauen. Ich bin dann alt und grau, aber spätere Generationen tuen mir jetzt schon leid.

Und die Klagen hier gehen denen am Arsch vorbei. Die exportieren die Ware eh nicht. Die nächsten Jahre wird der heimische Markt noch riesig genug sein. Bis der mal bedient ist fließt noch viel Wasser den Jangtse hinab.

@Bigfoot
Und die Nummern 3-6 kommen aus China (7-8 wahrscheinlich auch, aber da gibts kaum Zahlen). Die allein machen schon über 30% Marktanteil aus. Dazu noch die kleineren Hersteller und man ist nicht weit von den 50 % weg.
Und sie exportieren nicht? Die exportieren alle stark in Asien und Huawei und Oppo auch sehr stark in Europa und Amerika.
Und keine IP?
Huawei baut eigene SoCs, baut eigene Modems und haben großes Know-how in Sachen Netzwerktechnik.
 
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#11
Deswegen sitzt der weltgrößte Telefon-Produzent auch in... Südkorea?!
Und der zweitgrößte Produzent lässt in ...China Hochpreis-Telefone bauen?!

Sorry, aber selten solchen Mist gelesen. Die "klassischen China-Phones" sind NUR billig, weil man sich dort um keinerlei Intelectual Property kümmert und keinerlei notwendige Technologien patentiert. Und da die normal nicht exportiert werden, interessiert es auch "keinen". (Ist zwar gelogen, nur können die Patent- und Urheberrechts-Inhaber gegen die Firmen in China nur wenig tun.) In Deutschland verkauft nur z.B: eben Samsung seine Billig-Telefone nicht, da die Kaufkraft hier viel zu stark ist.
das genau hab ich gemeint...also schreib nich so großkotzig von wegen "mist", dein ganzer post besteht nur darin, mich zu bestätigen. und das kann man sehr wohl aus meinem post rauslesen, so missverständlich hab ich mich nicht ausgedrückt.
 

Sylar

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#12
Nein, hat die Welt nicht. Egal wer, alle wollen im Super-Markt "China" sein. Das wird von den großen Bossen der Weltkonzerne als "Konsumland" angesehen. (Anders als z.B. Indien.) Da aber die Firmenlenker nur bis an das Ende ihrer aktuellen Anstellungsperiode im Sinne des Konzerns und vor allem der Investoren denken, interessieren langfristige Strategien zur Risiko-Vermeidung schlicht und einfach nicht. Und DASS die Chinesen mit jeder Technologie zurückschlagen, mit der man sie in Berührung bringt, dürften die Autobosse gerade merken. Waren die Fahrzeuge des letzten Jahrzehntes noch durchgängig unterirdisch, sind derzeitige Entwicklungen durchaus auf europäischem Niveau. Lediglich beim Verbrenner-Antriebsstrang verlässt man sich auf Lizenzbauten (oder dreiste Komplett-Kopien). Aber genau deswegen forciert man ja in China gerade den E-Motor. Der ist deutlich weniger komplex. Und der Rest wird schon in China (oder dem Rest der Welt gesteuert aus China) gebaut.
Mercedes zB hat heuer fast doppelt so viele Fahrzeuge in China verkauft als wie in Deutschland. Somit hat sich es erledigt, warum manche Hersteller lieber drüben was verticken möchte als hier. Die Zukunft ist halt China und nicht mehr Europa...

Warum wird Motorola, Huawei/Honor, Lenovo und Xiaomi immer als Billig-China Hersteller abgestempelt und hier immer als Kauf empfohlen...
 
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#14
Dafür hat Osram bei uns um 1000Arbeitsplätze aufgestockt...
 
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#15
Die Chinesen haben keine Ahnung und klauen sich ihr Wissen über den Zwang, vor Ort eine sogenannte "Kooperation" mit chinesischen "Partnern" eingehen zu müssen oder halt über Geheimnisverrat von Mitarbeitern.

Wenn die mit Staatsgeldern ganze Industriezweige Jahre hochziehen und Jahre lang quersubventionieren, ist das für andere Unternehmen (die ihr Geld selbst verdienen müssen!) natürlich extrem unfair.

Es wird Zeit, dass alle (nicht nur die meisten) westlichen Konsumenten ihr Gehirn einschalten und sich überlegen, bei wem sie etwas kaufen.
 
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#16
Macht doch schon lange keinen Unterschied mehr bei wem man kauft. 3/4 wird eh in China produziert.
Ein Chinesisches Auto würd ich jetzt auch (noch) nicht kaufen, aber bei Technik spielts doch gar keine Rolle. Jeder der dumm genug ist drüben zu produzieren wird irgendwann kopiert oder muss eine Kooperation eingehen damit man dort Marktzugang har.
Oder die hiesigen Perlen werden mit Staatsgeld aufgekauft.
Wenn Manager nicht solche Egoisten und Dumpfbacken wären, würde man das zu verhindern wissen.

https://www.google.de/url?sa=t&sou...jMAM&usg=AOvVaw3vZUaezsnXV1ivmN2oPka2&ampcf=1

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#19
..Trump fällt bestimmt auch dazu bald was tolles ein, wie man das Problem angehen könnte :freaky:
Naja, eine Mauer um China ziehen. Ein Teil steht ja schon, das spart Geld.

Deswegen sitzt der weltgrößte Telefon-Produzent auch in... Südkorea?!
Und der zweitgrößte Produzent lässt in ...China Hochpreis-Telefone bauen?!

Naja, schaut man sich Huawei an, die ziehen schon ordentlich an und sind auf Position 3 Global, wenn ich mich nicht irre. Meizu, Xiaomi, Jiaju und einige andere sind technisch auf Augenhöhe mit den großen westlichen Global-Playern, das aber zu wesentlich besseren Preisen. Von billigen China-Replikas ist man da weit entfernt und wenn die auf den westlichen Markt schwappen dürften (wie damals Samsung), dann hätten es einige altbekannte Hersteller es echt schwer.
 
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#20
China ist viel zu groß und stark geworden, als dass man die Entwicklung noch irgendwie aufhalten könnte. Über mir wurde es ja schon genannt, Lenovo, Motorolla, u.s.w. sind ja keine kleinen Fische, sondern China hat konsequent alles aufgekauft in den letzten Jahren was sich lohnen könnte. Und auch das China in den RAM-Markt einsteigt lässt sich nicht mehr verhindern, auch nicht mit Patent-Klagen. ^^
 
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