Ich vermute sehr stark, dass sich die CPUs mehr an der Architektur der GPUs orientieren werden.
Nach meiner Vorstellung wird es dann einfach nur noch eine Ansammlung von Recheneinheiten, die getrennt von den anderen Einheiten laufen. AMDs Bulldozerdesign geht etwas in diese Richtung, wenn man auf die FPU schaut. Die kann teilweise einfach an einen anderen Core übergeben werden, wenn dieser es benötigt.
Wenn man das Ganze ähnlich wie bei einer GPU aufzieht, hat man dann am Ende eine CPU mit hunderten Recheneinheiten, die parallel hunderte Threads bearbeiten können. Vielleicht sogar tausende.
Das Vorbild hier ist die GPU mit seinen tausenden Shadern (= "Threads"). Bei GPGPU sieht man ja, wie viel Leistung eine derartige Architektur erbringen kann, auch wenn sie aktuell nur für relativ wenige Anwendungsgebiete einsetzbar ist.
Quantencomputer gibt es bereits. Aber leider sind sie sehr speziell. Einige Probleme können sie in erstaunlich kurzer Zeit berechnen, aber als universelle Recheneinheit taugen sie (aktuell) nicht. Vielleicht in 40 Jahren.
Was bleibt, ist der Ansatz in Richtung der Many-Core-Architektur (siehe Intel) zu gehen. Das verspricht imo für die nächste Zukunft (10 - 15 Jahre) die beste Idee zu sein.
Ansonsten bleibt noch die Idee, vom Silizium weg zu anderen Materialien zu gehen. Ich hab gehört, mit Gallium kann man 30 GHz-Chips basteln. Das bringt einen wieder etwas nach vorne.