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Interessanter Ansatz. Aber überlebt das die Partei dann auch? In Berlin reicht es so deutlich nicht zu einer Merheit, in Meck-Pomm vermutlich auch nicht. Und für ein popliges Bundesland? Wo man auch noch Juniorpartner ist? Die Bundesregierung wäre danach wohl am Ende ... Das die AfD auf Bundesebene für Neuwahlen ist, kann ich mir gut vorstellen. Sie wären dann eindeutig die stärkste Kraft und ob die Bundes-CDU den Wählerverlust bei möglichen Neuwahlen wirklich hinnimmt? Wo man ebenfalls Junior-Partner wäre? Mit einer Partei, die in so einem Fall die sichere Wählerbasis hat? Jeder Stillstand spielt eher der AfD in die Karten, die mit der schon oft gebrachten Begründung "aber die anderen" die Schuld von sich weißen könnte.
Ganz zu schweigen von Abgeordneten, die sich vielleicht unter der CDU wählen lassen, dann aber austreten oder einfach gegen die Fraktion stimmen. Letzteres wäre auch im Bund bei einer Regierungsänderung zu erwarten.
Man könnte fast schon vergessen, dass es in diesem Monat drei Wahlen gibt, aber man hört halt nur von Sachsen-Anhalt, obwohl Berlin allein Wirtschaftlich stärker ist, als die anderen beiden. aber ich will hier jetzt auch nicht den Verwunderten spielen. Es ist offensichtlich weshalb. Und der Wahlkampf ist so Präsent, dass er bis nach BW reicht.
Ganz kurz meine Gedanken, was es für Szenarien in SA geben kann.
Szenario 1: Die AfD schafft wirklich die Mehrheit und das wäre wohl für die CDU fast das beste Ergebnis, da diese dann aus dem Schneider wären. Keine Duldung durch die LINKEN, welche sie bei einigen CDU Wähler nicht gut aussehen lassen würde.
Szenario 2: Die AfD verfehlt ganz knapp die absolute Mehrheit, aber durch vereinzelnde Überläufer aus der CDU schaffen sie es dann doch. Um ehrlich zu sein, das Szenario halte ich sogar für Wahrscheinlicher, als eine Minderheitsregierung, geduldet durch die LINKE. Ich weiß nur nicht, was das für die CDU bedeuten wurde. Wäre es nur ein blaues Auge, da es Individuelle Entscheidungen von Einzelnen waren, oder doch ein Todesstoß, da sie ihre Leute nicht im Griff haben?
Szenario 3: BSW schafft es doch rein und durch Enthaltung im dritten Wahlgang, überlassen sie der AfD den Ministerpräsidenten Posten. Das halte ich aber für Unwahrscheinlich, da BSW schon sehr lange bei 4 % liegt und es glaub sehr, sehr selten passiert, dass diese Partei dann noch reinkommt. Meisten scheint es so, dass die Wähler dann ihre Stimme einer anderen Partei geben, der sie den Eintritt zutrauen.
Das Szenario, dass die CDU als Juniorpartner eine Koalition mit der AfD eingeht, halte ich für äußerst Unwahrscheinlich. Dafür hat man zu wenige (im Grunde gar keine) Hintertür offen gelassen. Da steht ja die Hintertür weiter offen, dass die CDU eine Minderheitsregierung mit Duldung der LINKEN eingeht.
Worauf ich aber noch eingehen will ist, der die Berichtserstattung über den Wahlkampf. Ich nehme mal an, viele haben die Sache mit der Spiegeltitelseite gehört "Der gefährlichste Mann Deutschlands". Das beschreibt so ziemlich alles. Angeblich war der Artikel selbst besser, als die Titel (ich habe ihn jetzt selbst nicht gelesen), aber für Ulrich Siegmund war das der reine Segen.
Sehr viele Berichte behandelten, warum die Politik der AfD so schlecht für Sachsen-Anhalt wäre, aber eigentlich nie, warum die anderen Parteien besser wären, oder was die Erfolge waren. Das schimmerte nur bei Interviews dann mal heraus, bzw. wenn man Ulrich Siegmund dann mit dem Programm der AfD richtig Konfrontierte, er dann gleich auf "Das Gefühl der Bevölkerung" auswich. Wann ist den die AfD so Woke geworden, dass sie sich plötzlich für die gefühlte Realität von Menschen interessiert?
Vielleicht habe ich es nur übersehen, aber ich kann mich nicht erinnern, dass irgendwo Groß die Parteiprogramme untereinander verglichen wurden und was das jeweils bedeutet. Zur letzten Bundestagswahl gab es ja damals diese Tabelle mit den Steuern, für welche Schichte, welche Partei am meisten lohnt.
Und ich glaube, das Argument, "es wird euch mit der AfD schlechter gehen", zieht bei Menschen nicht so sehr, dessen Bundesland beim BIP pro Kopf innerhalb von Deutschland, ganz unten steht
Bei den Nazis haben sie vorher auch gelächelt und dann hatten wir den Salat. Ein Teil von mir sagt zwar auch "lasst sie machen. Die scheitern am Föderalismus." auf der anderen Seite hab ich echt keinen Bock dieses Risiko einzugehen. Wenn sie durch die Wahlen erstmal den Fuß in der Tür haben, wird es sicher recht schwierig die da wieder raus zu bekommen.
Leider sehe ich bei den anderen Parteien keinen wirklichen Wille das zu ändern.
Man könnte fast schon vergessen, dass es in diesem Monat drei Wahlen gibt, aber man hört halt nur von Sachsen-Anhalt, obwohl Berlin allein Wirtschaftlich stärker ist, als die anderen beiden
Auf das Berliner (Wahl-) Chaos kann man sich halt in jeder Hinsicht verlassen.
Da dürfte die AfD halt nicht den Hauch einer Chance auf Regierungsbeteiligung haben.
Meckpomm hat halt eine populäre Amtsinhaberin. Dagegen ist es nie einfach.
Ich denke auch, wenn in S.-A. der worst Case eintrifft hätte das auf die Politik anderswo nur geringe Auswirkungen. Um es mal etwas deutlicher auszudrücken, was interessiert es in Frankfurt, Stuttgart oder München wenn in Magdeburg irgendwelche rechten Spinner in der Regierung sitzen die das Land eh nur zu Grunde richten. Allenfalls dass man das auch noch mitfinanzieren darf, was dann in der Folge noch umstrittenener wird und die Diskussion um den Länderfinanzausgleich mal wieder ordentlich Fahrt aufnimmt.
Anders schaut es halt in den anderen östlichen Bundesländern aus, da werden die Blicke bang und bänger.
Auch wenn sich bundespolitisch oder im Westen nicht viel ändern wird, die Gefahr dass die Kluft zwischen Ost und West immer größer wird, da das gegenseitige Verständnis immer weiter abnimmt ist sehr real. Und der Verlierer wird in jedem Fall der Osten sein. Was wiederum zu einer Eigendynamik führt die sich jetzt schon massiv andeutet.
Tja, irgendwie hätte man sich den Prozess der Wiedervereinigung dann doch etwas anders vorgestellt und nicht für möglich gehalten, dass die Ressentiments fast genauso lange anhalten wie vorher die faktische Trennung.
In dem Kontext aber noch ein kleiner Blick über den Tellerrand.
Die Regierungszeit von Georgia Meloni in Italien mag im Vergleich mit Kohl oder Merkel ziemlich winzig erscheinen, tatsächlich stellt sie jetzt aber mit 1413 Tagen (knapp 4 Jahre) im Amt seit dem 2. WK einen neuen Rekord auf. Die durchschnittliche Regierungsdauer dort liegt bei etwa 13 Monaten, 68 Regierungen in dem Zeitraum.
Ein Journalist umschrieb das die Tage mit "Vom heißen Populismus zum lauen Pragmatismus".
ielleicht habe ich es nur übersehen, aber ich kann mich nicht erinnern, dass irgendwo Groß die Parteiprogramme untereinander verglichen wurden und was das jeweils bedeutet.
Das deckt sich stark mit meinem Eindruck. Ich habe das Gefühl dass die AfD die einzigen sind die inhaltlich agieren, aber im wesentlichen nur betonen wie schlecht es läuft und sie es natürlich besser könnten, ohne konkret zu werden.
Die anderen Parteien haben im wesentlichen kein Programm sondern nur das Ziel die AfD zu verhindern. Ob man so Wähler überzeugt?
Aus meiner Sicht ist dieses Vorgehen gescheitert. Die AfD wurde politisch gebrandmarkt und ausgegrenzt - das hat sie nicht schwächer gemacht sondern deutlich stärker. Aber anstatt die Strategie gegen die AfD zu ändern, nämlich endlich mal wieder zur Sache zu kommen, fährt man diesen Zug weiter.
Wenn die AfD dann wirklich stärkste Kraft wird, kann sich jede Partei gerne an die eigene Nase fassen, es nicht geschafft zu haben den Diskurs zurück zur Sache zu führen. Denn "die sind alle Räääächts und böse Nazis" funktioniert nicht! Das belegt die Entwicklung der letzten 10 Jahre deutlich.
Du scheinst den Bundesrat aus dem Blick zu verlieren. Hier hast du einen Fascho Amtsinhaber hocken, der alles blockieren und ablehnen wird was geht. Und das ist keine Spinnerei oder Schwarzmalerei, sondern das ist Teil seines Wahlkampfes.
Zuletzt bearbeitet:
(Blödsinn, kann er nicht. Mein Fehler.)
Haben im wesentlichen kein Programm? Oder liegt hier womöglich ein Fall von anekdotischer Evidenz vor? Ich wüßte jetzt auch nicht was in Sachsen-Anhalt gerade politisch und programmatisch läuft, aber zu sagen, dass die etablierten Parteien nur versuchen die AfD zu verhindern ohne ein eigenes Programm zu haben WEIL ich die Programm und den Wahlkampf vor Ort nicht kenne ist ein Unterschied.
Für alle, die sich vor der Wahl selbst ein Bild machen möchten. Ist ein bisschen spät, aber es hilft womöglich die Debatte hier ein bisschen zu versachlichen.
Du scheinst den Bundesrat aus dem Blick zu verlieren. Hier hast du einen Fascho Amtsinhaber hocken, der alles blockieren und ablehnen wird was geht. Und das ist keine Spinnerei oder Schwarzmalerei, sondern das ist Teil seines Wahlkampfes.
Ein AfD Ministerpräsident Siegmund kann im Bundesrat nichts blockieren. Sachsen-Anhalt hat vier Stimmen im Bundesrat, für die absolute Mehrheit sind 35 Stimmen von Nöten.
Naja, mit 4 von 69 Stimmen blockierst du so ziemlich gar nichts. Aber sie könnten den Verfassungsschutz und die Gerichte in S.A. schon maßgeblich verändern. Auch die ganzen Stellen in der Verwaltung werden vorraussichtlich mit 'guten ' Menschen besetzt. Ich teile die Einschätzung von vielen hier, es wird an der Bundespolitik selbst nicht viel ändern. Aber S.A. wäre am Ar...
Entschuldige, ich habe mich da vielleicht unmissverständlich ausgedrückt. Natürlich haben alle Parteien ein programm, ich habe aber das Gefühl dass dieses Programm in der öffentlichen Arbeit der einzelnen Parteien kaum eine Rolle spielt. Sei es in Talkshows, Duellen oder Veröffentlichungen.
Die AfD wird gefragt was sie konkret anders machen will und eiert da ziemlich herum, klar ist nur sie wollen etwas anders machen.
Die anderen parteien werden gefragt wie sie AfD verhindern und sind dementsprechend darauf fokussiert.
Mir ist natürlich vollkommen klar dass die Parteien inhaltliche Standpunkte haben, nur kommen diese in der Debatte kaum vor da sich alles darum dreht, wie sie die AfD verhindern wollen.
Ich glaube, du hast mich da missverstanden. Die anderen Parteien haben schon ein Programm und haben das auch bei Interviews hervorgehoben. Mir ging es mehr um die Medien an sich, welche sehr wenig auf die Programme der anderen Parteien eingegangen sind, wenn es nur um Analysen ging, ohne dass ein Vertreter der Parteien anwesend war.
Ich kann verstehen, dass der Eindruck entstehen konnte, die anderen Parteien haben kein Programm, was aber dann daran lag, dann nur jedes der AfD auf und runter behandelt wurde.
Nur beim Thema Migration wurde dann mal auch die Position der anderen Parteien behandelt. Aber wow, wie überraschend, dass diese bei SPD, Grüne und Linke gegenteilig ist.
Aktuell. UNd was ist, wenn SA erst der Anfang ist? Sachsen, Meck-Pom, Brandenburg irgendwann folgen? Dann mag zwar immer noch keine Blockade stattfinden, aber gesund kann das nicht sein. Vor allem kann niemand garantieren, dass es nicht auch irgendwann ein altes Bundesland trifft bzw. irgendwann eine Mehrheit erreicht wird.
Immer mehr sieht man, Deutschland hat einfach nicht kapiert, was "Nie wieder!" in der praktischen Konsequenz bedeutet.
Ich bin gespannt, in wie weit in allen 3 Bundesländern das Wahlergebnis 2026 vom jeweiligen Prognoseergebnis abweichen wird? (Laut ZDF wissen aber 26 Prozent nicht sicher, wen oder ob sie diesen Sonntag wählen.)
Bei den letzten Landtagswahlen in 2025 waren da zum Teil doch deutliche Abweichungen zu verzeichnen.
Ich kann mir auch gut vorstellen, dass die AfD mit Ihrem Wahlprogramm in SA inhaltlich gut bei jungen Wählern punktet. Begrüßungsgeld Baby von 2.000€ fürs Erste + 4.000€ jedes weitere Baby, verbilligter Baukredit über 300.000€ mit Tilgungsprämie von 10.000€ fürs erste und 20.000€ für jedes weitere Kind (+Senkung Grunderwerbsteuer von 5 auf 2,5%) und monatliches landeseigene Zusatzkindergeld von 50€ fürs Erste, 150€ fürs Zweite und 250€ ab dem dritten Kind bringen für junge Leute endlich die Familienpolitik, die unser Land demografisch so dringend braucht.
Dazu kommen laut Wahlprogramm noch kostenlose Kita-Plätze und kostenfreies Schulessen.
Dazu kommt noch kostenloser Eintritt von Familienmit Kindern in alle Kultureinrichtungen des Landes.
Dazu kommen noch die Erstattung von 1 Vereinsmitgliedschaft sportlicher Art für jedes Kind bis 18 Jahren.
Das alles würde jungen Familien mit deutscher Staatsbürgerschaft eines Elternteils so viel finanzielle Entlastung bringen, dass ich mir vorstellen kann, dass SA einen Zuzug erleben wird, welcher den Wegzug wegen einer AfD-Regierung kompensieren kann.
Auch in allen weiteren Bereichen (Kultur, Einwanderung, Wissenschaft, Schule, innere Sicherheit, Justiz, Bürgerrechte, Wirtschaft, Energiepolitik, Landwirtschaft, ländlicher Raum/Kommunen, Verkehr usw.) hat sich die AfD mit ihrem Wahlprogramm sehr präzise positioniert.
Wahlen gewinnt oftmals derjenige, der den Wählern am meisten verspricht.
Nun gibt es mit der AfD in SA eine Partei, welchem verglichen mit dem restlichen politischen Spektrum, sehr viele Änderungen verspricht und damit viele Bevölkerungskreise anspricht.
Ich fände es sehr interessant zu sehen, wie die Umsetzung dieser Versprechungen aussehen wird, da ja laut AfD ständig wert darauf gelegt wird, es besser oder zumindest anders wie die Altparteien zu machen.
Diese Prämien, sind die überhaupt auf Länderebene umsetzbar? Oder auch das mit dem Kindergeld. Das stinkt nach rechtlichen Problemen. Von den bürokratischen Hürden und der Refinanzierung ganz abgesehen.
Kann ja irgendwie nicht sein, dass ein Bundesland fette Subventionsgeschenke an seine Bürger macht, das nicht finanzieren kann und dann über den Länderfinanzausgleich alle dafür zahlen. Da sind doch die Klagen quasi schon garantiert.
Klingt danach, als würde die AfD wider besseren Wissens viel versprechen, die Wähler dankbar diese versprechen schlucken und wenn es dann absehbar scheitert wird die AfD mit dem Finger auf den Bund zeigen und die Wähler werden auch das unkritisch und dankbar annehmen….
Wenn das Geld in der Kasse aber vor den Wahlen schon nur knapp reichte, wie möchte SA nach der Wahl dann einen Haushalt aufstellen, der nach Wahlgeschenken schon über 1Mrd€ Lücke aufweist. 1 Milliarde im Landeshaushalt, der im Jahr 2025 'nur' 15 Mrd€ schwer war. Galt nicht auf Länderebene noch eine viel strengere Schuldenbremse als im Bund? Man braucht nicht mehr wie einen Finger, um abzusehen, dass vieles der Versprechen einfach am Geld scheitern werden. Besonders, wenn Migranten auch noch zum Umzug in andere Bundesländer gedrängt werden. Mobile nicht Arbeitnehmer könnten dann natürlich aufgrund der großzügigen Geschenke verleitet werden, nach SA zu ziehen. Schade, dass diese nicht Arbeitnehmer leider kein Geld zum Haushalt beitragen. Das wird so dermassen interessant....
Zusatz: Präzesierung, die Pläne sollen 2,2Mrd€ schwer sein, siehe hier.
Ich fände es sehr interessant zu sehen, wie die Umsetzung dieser Versprechungen aussehen wird, da ja laut AfD ständig wert darauf gelegt wird, es besser oder zumindest anders wie die Altparteien zu machen.
Es wir ja immer darauf verwiesen, dass vieles davon erst Durchsetzbar ist, wenn der Bund mitspielt, dass aber Gegenwertig dann nicht passieren wird. Wahrscheinlich selbst nach der aktuellen Regierung nicht, da CDU/SPD/Grüne nach aktuellen Umfragewerte eine Mehrheit hinbekommen. So wird man bei einigen Themen dem Bund den schwarzen Peter zuschieben.
Parallel gibt es das Sofortprogramm, mit eher Symbolträchtigen Punkte, oder Dinge, die wenig Effekt haben. Selbst wenn die AfD die ersten 100 Tage all diese Punkte abarbeitet, und sich als Macher Präsentieren, wird das wahrscheinlich nicht die folgenden 1.725 Tage nachhallen.
Egal was ist passiert, die AfD ist super drin "wir könnten werden aber von den Etablierten" verhindert, das wird sich auch nicht ändern wenn AfD die Regierung in Sachsen-Anhalt stellen würde, weil man kann super die Finger auf den Bund und die EU schieben. Denn das kann die Partei, Schuld auf Andere schieben, Andere vor dem Karren ziehen und Studien belegen die AfD weiß Social Media am Besten zu nutzen und das funktioniert für Menschen die eher einfache Antworten haben wollen.
Dieser Effekt für die anderen Bundesländer ist nicht zu vernachlässigen.
Die AfD kann einen schleichendes Schleifen von demokratischen und multikulturellen Prinzipien vollziehen, nicht nur hätte man eine Sperrminorität in Sachen Landesrichter, man kann auch den Bildungsplan beeinflussen, genau so auch Verfasschungsschutz, Polizei, Verfassung des Landes... usw. usf.
Die Etablierten sehen es einfach nicht, die Botschaft AfD ist Böse, erreicht nicht Menschen die einfach beeinflussbar sind für einfache mutmaßliche Antworten auf die alltäglichen Probleme.
Und solange die Parteien nicht endlich mal eingestehen, Politik für die Mehrheit zu machen Klientelpolitik hinter sich zu lassen, wird die AfD weiter erstärken. Überall.
Denn in Deutschland geht ein gefählicher Virus herum, der der Abstiegsangst! Und die AfD weiß das Prima auszunutzen auch wenn es erwiesen ist, dass diese Partei eigentlich keine Nazis in dem Sinne sind sondern eine Bilderbuch Neoliberale Partei , wo der Staat der Wirtschaft am Besten nichts vorschreiben sollte. Wer der Verlierer des Ganen ist wissen wir, der normale Arbeiter und Mittelstand aber man kanalisiert das prima in die Sozialschmarotzer und Migranten bedienen sich an unseren Wohlstand.
Ich würde die Demokratie längst nicht als so wehrlos gegenüber Sachsen-Anhalt bezeichnen. Es ist nur ein popliges Bundesland ohne große wirtschaftliche Bedeutung.
Für die Menschen vor Ort beginnt der Abstieg ohnehin schleichend. Es ist ja nicht so, das von heute auf morgen das Alltagsleben und die Wirtschaft aufhören würde, zu existieren.
Da die AfD wohl auch aus Missinterpretation der Verhältnisse schon vor Jahren den radikalen Kurs gewählt hat, kann sie auch nicht einfach zurück. Dazu sind zuviele Pragmatiker in der Partei längst zurechtgestutzt bzw. ausgetreten. Man agierte halt sehr radikal und genug Parteimitglieder sahen darin die Ursache der steigenden %-Zahlen bei Wahlen und Umfragen. Man ignoriere bitte den gärigen Haufen und konzentriere sich besser wieder auf die eigene Arbeit. Darin sehe ich persönlich das größte Problem. Die Schiene "Wir oder die AfD" ist einfach nicht gut genug. Denn meine eigenen Themen sind mir ebenso wichtig, wie ich die AfD nicht in Regierungsverantwortung sehen möchte. Einfache Lösungen fallen dort auf fruchtbaren Boden, wo man einerseits den Wähler jahrzehntelang bauchpinselt und Probleme ignoriert. Aber die Saat geht erst auf, wenn es wirtschaftlich eben nicht mehr so läuft wie vorher ...
Die Grünen machen pragmatische Politik mittlerweile ganz erfolgreich, die Linke nach dem Austritt der späteren BSW-Mitglieder auch wieder besser. Letztere zerlegen sich gerade im Rekordtempo. Die AfD hat zwar eine breitere Basis, Egomanen sind da aber auch genug vorhanden. Von fehlender politischer Erfahrung ganz zu schweigen. Zusätzlich zur CDU und AfD wäre wohl sogar noch Platz für eine gesittete konservative Partei. Aber die zu Etablieren ist schwer ...
Selbst bei einem AfD-Wahlsieg kommt nach dem Rausch der Kater wohl sogar in der Partei selbst. Weil es nicht genug Geldtöpfe für alle Mitglieder gibt und der Wähler nach "großartigen" Gesten (Flagge, ...) auch mal echte Inhalte erwartet. Zumindest im Portmonee.
Die Etablierten sehen es einfach nicht, die Botschaft AfD ist Böse, erreicht nicht Menschen die einfach beeinflussbar sind für einfache mutmaßliche Antworten auf die alltäglichen Probleme.
Und solange die Parteien nicht endlich mal eingestehen, Politik für die Mehrheit zu machen Klientelpolitik hinter sich zu lassen, wird die AfD weiter erstärken. Überall.
Eigentlich verstehe ich voll, was du meinst und doch ist das so ein kaum zu lösendes Problem.
Erst einmal glaube ich, das jede Partei (vielleicht abgesehen von der FDP) von sich behaupten würde, Politik für die Mehrheit zu machen. Also alle, im Bundestag vertretenen.
Trotzdem müsste man "die Mehrheit" definieren. Nach Geschlecht fällt da schon mal gleich raus, da wir in Deutschland eine äußerst gleichmäßige Verteilung haben, mit einer Abweichung von etwa 1 %.
Nach Alter? Je nachdem wo man den Schnitt macht, ist das weit eindeutiger und das fällt dann zum Gunsten von älteren aus. Da muss ich auch ehrlich sagen, ich bin davon überzeugt, das hat man lange gemacht und ist für viele Probleme Verantwortlich, die wir nun haben. Und das ist auch dann der "Klientelpolitik" geschuldet, welche du Anprangerst. Die Regierende Parteien auf Bundesebene wurden von älteren Menschen gewählt.
Das dritte, und für mich am meisten Sinn ergibt, wär es nach Vermögen zu definieren. Nimm das Gesamtvermögen aller Wähler, Teil es in der Mitte und schaue, wieviel der Stimmen jeweils dann Richtung Reichste und Richtung Ärmste. Kurz gesagt, eine Partei, welche die untere Hälfte repräsentiert, hätte genug Stimmen, um allein Grundgesetzänderungen vorzunehmen. Also 2/3 Mehrheit. Ich würde da jetzt mal, Grüne, SPD und Linke in einem Topf werfen und behaupten, dass diese nach dieser Definition von Vermögen, eigentlich Politik für die Mehrheit machen. Selbst wenn man die Grüne als Partei "Der Besserverdiener" bezeichnen würde, wären sie noch immer nach Definition der Aufteilung des Vermögen, da dabei. Doch diese Parteien kommen zusammen gerade mal auf 40 %. Und bei der Bundestagswahl, haben Menschen, mit schlechter Wirtschaftlicher Lage sogar eher die Parteien gewählt, die eher Politik für Reiche macht (immerhin aber nicht die FDP)
Nach Wahlprogramm, sollte das ganz anders aussehen, und wenn schon, LINKE und AfD vertauscht. Was ist also der Grund, dass es trotzdem so aussieht. Eine Möglich Erklärung, mit mir als Beispiel. Würde man mir jetzt nur LINKE und CDU vorhalten, würde ich sagen, ich hätte bei den LINKEN eine Übereinstimmung von 60 % bis 70 %, und bei der CDU 40 % bis 50 %. Also klar, was ich wohl wählen sollte. Betrachtet man aber einzelne Themen, welche ich als Wichtig betrachte, wie Verteidigung und der Krieg in der Ukraine, habe ich meine Zweifel, das mein Kreuz bei den LINKEN landen würde.
Und jetzt schauen wir uns kurz an, was bei der letzten Bundestagswahl für die Wähler, der jeweiligen Parteien wichtig war (ich nehme hier jetzt nur AfD und CDU, weil das reicht, um zu verdeutlichen, was ich meine).
Für die AfD-Wähler ist ihre eigene Finanzielle Lage kaum ein Thema, obwohl die Statistik das geradezu herausschreit. Die Angst, dass jemand in den Weihnachtsmarkt hereinfährt, ist anscheinend deutlich höher, als die Angst, die Miete nicht mehr bezahlen zu können.
Ich muss gestehen, erst jetzt wird mir wirklich klar, wie der Wahlkampf der AfD in Sachsen-Anhalt funktioniert, und weshalb er gegen jegliche Logik funktioniert.
Ist jetzt aber "Zuwanderung" und "Innere Sicherheit" Politik für die Mehrheit? Obwohl sie objektiv gegen z.B. "Soziale Ungleichheit" und "Menschengemachter Klimawandel" verblassen? Dazu kommt, dass die AfD unter "Innere Sicherheit" wahrscheinlich etwas anderes versteht, als LINKE, SPD und Grüne. Oder besser gesagt, deren Ursprung.
Glaube die AFD Wählerschaft sieht die Problematiken im Land eher ganzheitlich, eine dedizierte Lösung für einzelne Punkte wie bei SPD, CDU etc. sind hier nicht so sehr im Fokus, als daß man von Besserung im Allgemeinen träumt wenn erstmal keine der "Altparteien" mehr regiert. Allerdings nicht zu unterschätzen ist bei AFD aber auch Linken und auch BSW eine gewisse Russland-Orientierung.