Distrochooser noch aktuell?

smooth el 4a

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Hallo!

Ich habe mich mit dem distrochooser.de beschäftigt und sehe es als problematisch, dass die Auswertung lediglich eine ja/nein-Auskunft darüber gibt, ob die Antworten zu einer Distribution passen, denn ich vermute, dass die Antworten oftmals auch irgendwo in der Mitte liegen könnten.
Zudem stellt sich die Frage, ob die Auswertung aktuell noch so zutrifft.

Ich liste mal nur die Auswertung von ein paar ausgewählten Fragen auf, konzentriere mich dabei auch nur auf ein paar wenige Distris und hoffe darauf, dass ihr hier mithelft zum Verständnis über die richtige Distro-Wahl beizutragen.

aus dem distrochooser.de:

1. PC-Kentnisse
Antwort: Ich kenne mich noch nicht so gut am Computer aus und benötige zum Teil noch Hilfe von anderen.

empfohlene Distris: Lubuntu, Zorin, Antergos, elementary OS, Manjaro, Ubuntu
nicht geeignet: Ubuntu MATE, openSUSE, Fedora, Debian, Linux Mint, Arch Linux

-> openSUSE und Linux Mint als häufig empfohlene Einsteiger-Distris sollen hier nicht geeignet sein?
-> und überhaupt: was bedeutet die Frage eigentlich? Wird hier nicht ersichtlich und Vorkenntnisse in Linux werden im nächsten Punkt erfragt.

2. Linux-Kentnisse
Antwort: Ich kenne mich noch nicht so gut mit Linux aus. Ich benötige eventuell Hilfe bei manchen Problemen

empfohlene Distris: Ubuntu MATE, Lubuntu, Zorin, elementary OS, Ubuntu
nicht geeignet: Antergos, openSUSE, Fedora, Debian, Linux Mint, Manjaro, Arch Linux

-> wieder openSUSE und Linux Mint nicht dabei. Manjaro diesmal auch nicht...

3. Betriebssystemkentnisse
Antwort: Ich habe vorher Windows benutzt.
empfohlene Distris: Ubuntu MATE, Lubuntu, Zorin, Linux Mint
nicht geeignet: Antergos, elementary OS, openSUSE, Fedora, Debian, Manjaro, Ubuntu, Arch Linux

-> wieder ein paar Einsteiger-Distris nicht dabei...
-> wieso sollte man eigentlich keine Distris wie Arch Linux oder Fedora mit ner Windowsähnlichen Benutzeroberfläche betreiben können? Man kann doch oft einige ganz unterschiedliche Benutzeroberflächen auswählen?

6. Linux-Gemeinschaft
Antwort: Es ist mir sehr wichtig, andere User über ihre Erfahrungen mit der Distribution befragen zu können.
empfohlene Distris: Ubuntu MATE, Lubuntu, Zorin, Antergos, elementary OS, openSUSE, Fedora, Debian, Linux Mint, Manjaro, Ubuntu, Arch Linux
nicht geeignet: -

-> Hier scheinen alle gleich gut geeignet zu sein, während aber z.B. die einen ein sehr weitläufiges Forum besitzen und die andern gar kein (deutschsprachiges) Forum haben.

10. Zielsystem
Antwort: Ich benutze ein gängiges System/ mein PC ist aktuell.
empfohlene Distris: Zorin, Antergos, elementary OS, openSUSE, Fedora, Debian, Linux Mint, Manjaro, Ubuntu, Arch Linux
nicht geeignet: Ubuntu MATE, Lubuntu

-> es heißt doch immer, Debian sei eben nicht so aktuell, dafür aber besonders stabil.
-> die beiden nicht empfohlenen sind doch Ubuntu sehr ähnlich, welches sehr aktuell sein soll.


Übrigens: Das Linux, das in diesen Fragen durchgängig neben Zorin empfohlen wird, ist das von mir nicht aufgelistete PCLinuxOS, von dem ich noch nie etwas gehört habe (was aber nichts heißen muss ;))
 
ich muss gestehen: Ich hab davon noch nie was gehört :D
Aber bei den "Ergebnissen" weiß ich, dass ich wohl auch nichts verpasst habe.
Ich glaub es ist besser, wenn du hier auflistest, was du suchst und was du brauchst und wir dir dann eine Distribution empfehlen ;)
Linux ohne was dazu lernen funktioniert eh nicht, das ist eine naive Illusion. Man muss sich in jedes System erstmal einlernen und gewisse Grundbasics lernen
 
Das basiert halt alles auf sehr subjektiven Einschätzungen, was für wen taugt. Dass man Windows-Nutzern z.B. von "Anfänger-Distributionen" wie elementary OS oder Ubuntu abrät, nur weil das Interface minimal anders ist, halte ich z.B. für kompletten Irrsinn. Und natürlich kann man "altbackene" Destopumgebungen wie MATE oder LXDE auch auf aktueller Hardware verwenden, wenn man das denn will.
Wer wirklich umsteigen will, soll einfach ein paar Live-Systeme mit unterschiedlichen Destops ausprobieren und dann vielleicht mit einer Ubuntu-Basis anfangen.

openSUSE habe ich schon seit einigen Jahren nicht mehr benutzt, aber ich erinnere mich noch an an irgendwelche Konflikte beim Installieren von Codecs aus dem Packman-Repo. Da konnte man letztendlich zwar wenig falsch machen, es hat mich damals aber doch irgendwie abgeschreckt.
 
Die OpenSuse42.1 sollte man ruhig mal installieren. Ich habe sie zur Zeit mit Gnome installiert. Als Gamer ist das zur Zeit das beste System, weil in zusätzlichen Repo. alles drin steckt. Hinzufügen, System Updaten, System läuft. Ubuntu ist zur Zeit mit zusätzlichen Quellen ebenfalls für das Gamen geeignet. Bei beiden bezieht das auf Wine und der Gallium Nine Funktion.
 
So,

ich habe mich hier extra dafür registriert, um hier nen Kommentar reinzuschreiben. Ich bin der Entwickler des Distrochoosers. Ich arbeite aktuell an einer Version 3, die einen besseren Findungsalgorithmus bringen wird. Zusätzlich ist der LDC auch nur eine Orientierungshilfe und kein Orakel. Das muss ich leider immer wieder klar stellen.

Ich habe deinen Thread hier nur aus Zufall entdeckt, was mich traurig macht. Wenn du wirklich konstruktive Kritik leisten willst, bitte ich dich, Eine Email an me@0fury.de abzufeuern. Wie gesagt, das hier habe ich nur zufällig entdeckt, sonst wäre deine Kritik ungehört geblieben.

Deine Grundkritik scheint sich auf die binäre Entscheidungsmatrix zu beziehen. Dem stimme ich zu, ist mit dem neuen Algorithmus auch in Arbeit. Damit sollte es möglich sein, eher "zwischen Schwarz und Weiß" unterscheiden zu können. Für mehr Infos siehe hier: https://0fury.de/2015/11/distrochooser-https-distributionsupdate-und-ldc-3/ ab Abschitt "LDC 3.0"

@rg88:

Linux ohne was dazu lernen funktioniert eh nicht, das ist eine naive Illusion. Man muss sich in jedes System erstmal einlernen und gewisse Grundbasics lernen

Genau da stimme ich dir zu. Das ist auch nicht das Ziel des LDC. War es auch nie. Es ist, wie erwähnt, eine Orientierungshilfe.

@mensch183:

Warum so abwertend?
 
Zuletzt bearbeitet:
Dass hier ein „verkramter“ Eindruck des Distrochoosers entstanden ist, ist sicherlich auch meinem Eingangspost geschuldet, in welchem ich die 5 kritischsten Fragen aufgelistet habe. Insgesamt war mir als Linux-Interessierten und noch-nicht-User der Chooser aber bisher ne ganz gute Hilfe. Auch wenn nicht (mehr?) alle Punkte zutreffend sind, so hat er mir nach dem Ausfüllen die (~6-8) Ergebnisse ausgespuckt, die auch nun, nach ein wenig mehr Recherche immer noch die Interessantesten sind. Als Orientierungshilfe hat er also tatsächlich ganz gut getaugt und die enthaltenen Fragen geben mir immer noch einen ganz guten Überblick über die für die Distri-Wahl relevanten Themen :)

Also cmf, erstmal vielen Dank für den Chooser!
Den Thread hier habe ich eröffnet, um mich mit anderen Usern über den Chooser aus zu tauschen. Da ich mich zu fundierter Kritik, aufgrund mangelndem Linux-Wissens, gar nicht in der Lage sehe, habe ich mich auch nicht an dich direkt gewandt.
Danke auch für das Angebot mit der Mail - nehme ich an! Erwarte aber bitte nicht zu viel. Was ich leisten kann ist lediglich ein detailliertes Feedback und n paar (hübsche) Anregungen. Vlt. magst du dir das auch noch mal anders überlegen, dann klatsche ich das gerne auch hier rein, womit es zur Diskussion freigegeben wäre. Könnte evtl. ertragreicher für dich sein.

rg88 schrieb:
wenn du hier auflistest, was du suchst und was du brauchst und wir dir dann eine Distribution empfehlen ;)
Danke, angenommen :)

Ich suche eigentlich gar nichts großartig besonderes: Im Netz viel surfen, Internet-Radios sollten genauso unproblematisch funktionieren wie Youtube-Videos oder ähnliches. Office sollte wohl sowieso kein Problem sein und wenn ich mal n bisschen Ordnung in meinen Musik- oder Dokumenten-Archive bringen möchte, dann darf das auch ganz einfach per drag & drop geschehen. Alle wichtigen Programme liegen mit einem Icon verknüpft auf dem Desktop.

Wenn ich damit ne Runde Pro Evolution Soccer spielen kann ists schön, aber nicht unbedingt nötig, da ich unsexy windows für das ein oder andere Spiel leider sowieso noch brauchen werde.

n graphischer Assistent zur Installation ist zwar schick, mit ner Anleitung ausm Netz sollt ich das aber auch so hin bekommen. Auch das Installieren von sonstiger Software wird doch schon klappen. Ob ich nun einfach nur klicken muss oder mal schnell apt get iwas eingeben muss, sollte wohl auch keine große Hürde darstellen. Was das mit den Software-Bibliotheken soll, hab ich noch nicht ganz gecheckt: Was für Linux gemacht ist, sollte doch sowieso in jeder Distri laufen, oder ist das mit den Bibliotheken iwie sicherer oder so?

Auch die Updates hab ich noch nicht verstanden: Die einen haben diese rolling releases und die andern? Muss man da immer wieder neu installieren?
Sollte ich vor nem Update irgendwas lesen müssen oder eingeben oder lieber noch warten ist das auch kein Problem. Ist man ja schon von den Spielen her gewohnt, dass man erstmal n bisschen wartet, bis die entsprechenden Patches draußen sind und man nicht gleich nach Release loslegt...

Bezahlen möcht ich nichts für die Distri, sollte sie mir zusagen, spende ich aber gerne. Über den ungefragten Aufbau von irgendwelchen Verbindungen brauchen wir nicht zu reden...

Da ich bisher keine Ahnung von Linux habe, sind Installations-Anleitungen unverzichtbar wie n Forum, wo ich n bisschen stöbern und evtl. mal was nachfragen kann.

Ich hab vor Linux auch keine Angst, sondern freue mich richtig darauf!
Linux wird von Millionen Leuten genutzt und wer hier nen Rechner zusammen bauen kann oder gelernt hat, wie man Windows bedient, der sollte mit der richtigen Distribution auch keine große Mühe haben :)
 
Ich frage mich immer ernsthaft was man davon hat wenn man mit biegen und brechen auf Linux umsteigen möchte, im Endeffekt ist man doch eh nur unglücklich...
 
Unnötigster. Post. Ever. Diesen Senf hättest du wirklich für dich behalten können.

Deine Einstellung gegenüber Leuten, die sich anders orientieren möchten, macht betroffen.

Ich finde es gut, dass sich cmf die Mühe macht, Interessierten den Einstieg in die Linux-Welt zu erleichtern. Danke.
 
dann steige ich eben nicht auf biegen und brechen auf Linux um, sondern mache den Umstieg einfach leicht & locker :)

wenn ich von den Ergebnissen des Distrochoosers ausgehe und die Distris rausschmeiße, die keine (größeren deutschssprachigen) Foren haben, bleiben übrig:

Die Ubuntu-Derivate
Wenn ich das richtig sehe, dann ist die erste Anlaufstelle für all diese Derivate das ganz normale ubuntuusers Forum. Und der Unterschied zwischen diesen Derivaten ist lediglich, dass sie standardmäßig ne andere Oberfläche haben: Ubuntu GNOME hat halt Gnome, Ubuntu MATE hat MATE, Kubuntu hat KDE, Lubuntu hat LXDE und Xubuntu hat Xfce als Desktopoberfläche.
-> Sind die Derivate alle gleich gut und ich such mir einfach das mit dem vielversprechendsten Desktop aus?

Linux Mint
Wär vlt. die einfachste Lösung, womöglich aber auch die langweiligste...

openSUSE
hübscher Name, aber es muss doch auch gute Gründe geben, warum die anderen Einsteiger-Distris vorne liegen...

Wie gesagt: schmeißt man alle Distris ohne Foren-Support raus, wars das eigentlich schon. Nur fallen mir seit ner Weile zwei andere Distris mit weitläufigem Forum ins Auge, die nur selten Einsteigern empfohlen werden:

Arch Linux
Anscheinend bei Fortgeschrittenen sehr beliebt aber out of the box ohne grafischer Benutzeroberfläche. Dabei gibt die List of desktop environments doch einiges her.
-> Laufen nur bestimmte Oberflächen stabil oder alle oder keine?

Fedora
Ist halt spannend, da sie in der Liste die einzgen zu sein scheinen, die ausschließlich Software mit freier Lizenz benutzen.
-> Die Frage ist halt, ob das überhaupt so gut (stabil, praktikabel...) ist.

Jetzt wären diese Distributionen halt noch hinsichtlich Stabilität, Multi-Media-Tauglichkeit und Updatepolitik zu bewerten, weswegen ich hier um Hilfe bitte.
 
Zuletzt bearbeitet:
smooth el 4a schrieb:
-> Sind die Derivate alle gleich gut und ich such mir einfach das mit dem vielversprechendsten Desktop aus?

Das ist die Idee. Wie rund ein DE läuft, mag trotzdem unterschiedlich sein. Ich habe Ubuntu schon seit Jahren nicht mehr verwendet und weiß nicht, ob es hier irgendwelche Probleme mit den alternativen DE gibt. Ich suche mir meine Distro immer nach dem Hauptdesktop aus, weil ich davon ausgehe, dass hierhin die meisten Ressourcen fließen und die größten Anstrengungen unternommen werden, dass alles rund läuft.


smooth el 4a schrieb:
Arch Linux
Anscheinend bei Fortgeschrittenen sehr beliebt aber out of the box ohne grafischer Benutzeroberfläche. Dabei gibt die List of desktop environments doch einiges her.
-> Laufen nur bestimmte Oberflächen stabil oder alle oder keine?

Alle. Aber Arch ist Rolling Release und damit hinsichtlich der Update-Politik völlig anders, als die anderen genannten (OpenSUSE ist wohl mittlerweile ein TZwitter in der Hinsicht). Immer neueste Software, aber vor oder nach einem Update muss man u.U. Hand anlegen. Deswegen (und weil es keinen grafischen Installer gibt) eignet sich Arch nur für Leute, die entsprechende Erfahrung haben und damit umgehen können (und wollen! Sich ständig hinsichtlich der Updates zu informieren oder diese ggf. rückgängig machen zu müssen, ist nicht für jeden erstrebenswert).


smooth el 4a schrieb:
Fedora
Ist halt spannend, da sie in der Liste die einzgen zu sein scheinen, die ausschließlich Software mit freier Lizenz benutzen.
-> Die Frage ist halt, ob das überhaupt so gut (stabil, praktikabel...) ist.

Fedora hat mit 18 ~13 Monaten relativ kurze Zyklen, bis man upgraden muss. Dafür hat man immer sehr aktuelle Software. Funktionierte bei meinem letzten Versuch (F21) sehr gut, aber gegen Ende des Support-Zeitraums gab es einige Probleme.


smooth el 4a schrieb:
Jetzt wären diese Distributionen halt noch hinsichtlich Stabilität, Multi-Media-Tauglichkeit und Updatepolitik zu bewerten, weswegen ich hier um Hilfe bitte.

Was ist Dir wichtig? Ein stabiles System für möglichst lange Zeit? Oder immer möglichst aktuelle Software? Oder irgend was dazwischen?

Schon für ein DE entschieden?


IMHO kommt man nicht umhin Dinge aktiv auszuprobieren. Ich würde einem Anfänger empfehlen, sich Ubuntu zu installieren und verschiedene DE auszuprobieren. Im April kommt eine neue LTS.
 
Zuletzt bearbeitet: (Fehler korrigiert. Fedora ein Twitter. Tzs :))
danke soares

ein stabiles System für möglichst lange Zeit ist sicher sehr verlockend!
als Anfänger würd ich das nicht für die allerneuste software eintauschen wollen (zumal ich anfangs wohl sowieso schon genug zu tun haben werde...)

fedora oder arch werden dann halt vlt. interessant in ein paar Jahren...

Im April dann also die neue LTS, die dann wieder 5 Jahre mit Updates versorgt wird. Jau!
kommt gerade richtig und sollte man vlt. nochmal die Werbetrommel für rühren...

Also schaue ich mir mal Videos über Unity von Ubuntu und über Cinnamon von Mint an und entscheide mich für eine dieser Hauptdesktops.
Danach gucke ich mal Videos von Kubuntu, Lubuntu, Xubuntu, Gnome und Mate an. Sollte mir keins davon wesentlich besser gefallen, dann hab ich mein Linux gefunden, wenn doch, dann guck ich mal in die Foren wie stabil das so läuft und überleg mir, ob ich das Risiko eingehe.

Klasse, nochmals danke!
 
smooth el 4a schrieb:
Also schaue ich mir mal Videos über Unity von Ubuntu und über Cinnamon von Mint an und entscheide mich für eine dieser Hauptdesktops.
Danach gucke ich mal Videos von Kubuntu, Lubuntu, Xubuntu, Gnome und Mate an. Sollte mir keins davon wesentlich besser gefallen, dann hab ich mein Linux gefunden, wenn doch, dann guck ich mal in die Foren wie stabil das so läuft und überleg mir, ob ich das Risiko eingehe.
Jaaa, genau!!1 Statt mal paar Gigabyte auf einer Festplatte freizuräumen und mit irgendeinem Linux paar eigene Erfahrungen zu sammeln, lieber erstmal wochenlang Videos aus dem Wahrheitsministerium gucken und in Webforen schmökern, um das superböse Riesenrisiko eines Linux perfekt abschätzen zu können. Linux macht bekanntermassen einen Höllenlärm, riecht schlimmer als 17 Herden Schafe und frißt kleine Kinder. Und das ist noch die harmloseste Variante. Wenn man sich gar DAS FALSCHE(tm) LINUX installiert, geht die Welt gern mal komplett unter. Außerdem weiß jeder: Wenn man einmal ein bestimmtes Linux im Haus hat, klebt es wie Schei*e überall und ist __nie__ __wieder__ loszuwerden. Wirklich schlimm das ganze! Da kann man sich gar nicht gut genug vorher "informieren".

Früher war alles besser: Das Ende der Fahnenstange in Sachen dramatische Fehlentscheidungen fürs Leben bestand im Kauf der falschen Joghurtsorte im Supermarkt. Ja - das war eine schwere Zeit. Sie war aber ein Kindergeburtstag im Vergleich zu heute, wo man seit der Existenz verschiedener Linux-Distros vor noch viel schwierigeren Entscheidungen steht.

Schönen Tag noch.
 
soares schrieb:
Fedora hat mit 18 Monaten relativ kurze Zyklen, bis man upgraden muss. Dafür hat man immer sehr aktuelle Software. Funktionierte bei meinem letzten Versuch (F21) sehr gut, aber gegen Ende des Support-Zeitraums gab es einige Probleme.

Fedora ist quasi das Labor von RedHat, aufgrund der aktuellen Software und der dichten Release-Zyklen nicht ganz fehlerfrei. Damit DHCP mit Fedora23 auf jedem Rechner geht, bedarf es schon den ersten Eingriff.
Aber ich habs jetzt auf der Arbeit im Einsatz und mein Notebook hats auch, bin soweit ganz zufrieden.
 
soares schrieb:
Aber Arch ist Rolling Release und damit hinsichtlich der Update-Politik völlig anders, als die anderen genannten (OpenSUSE ist wohl mittlerweile ein Twitter in der Hinsicht). Immer neueste Software, aber vor oder nach einem Update muss man u.U. Hand anlegen. Deswegen (und weil es keinen grafischen Installer gibt) eignet sich Arch nur für Leute, die entsprechende Erfahrung haben und damit umgehen können (und wollen! Sich ständig hinsichtlich der Updates zu informieren oder diese ggf. rückgängig machen zu müssen, ist nicht für jeden erstrebenswert).
openSUSE ist da aufgrund automatisierter Tests wohl etwas anspruchsloser als Arch, selbst ausprobiert habe ich das allerdings nicht.

Fedora hat mit 18 Monaten relativ kurze Zyklen, bis man upgraden muss. Dafür hat man immer sehr aktuelle Software. Funktionierte bei meinem letzten Versuch (F21) sehr gut, aber gegen Ende des Support-Zeitraums gab es einige Probleme.
Garantiert sind eigentlich nur 13 Monate, da der Support-Zeitraum aber von den folgenden Releases abhängig ist, sind es meist ein paar Monate mehr.
 
Ja mensch183,
dann mach ich mir einfach mal irgendein Linux drauf und teste selbst und wenn sich nach ner Weile herausstellt, dass es nichts für mich ist, dann installier ich halt irgendein anderes und das geht dann so weiter, bis ich evtl. nach ein paar Wochen oder Monaten herausgefunden habe, welches Linux mir passt und womöglich schlummern dann immer noch irgendwo andere Distris, die mir sogar besser passen würden, aber was solls?
Warum eigentlich und für was? Gibts dafür nen Preis? Vlt. den „tanzenden Pinguin in Linux“ der würde super passen, den stell ich dann neben meinen „goldenen Löffel in Yoghurt“ ;)

Im Ernst: die in Frage kommenden Distris kann ich mit dem Distrochooser eingrenzen, durch den Austausch hier im Forum fallen nochmals welche weg, so dass ich nur noch ein paar Videos angucken muss, damit vlt 1 - 3 Distris übrig bleiben, wo ich evtl. selbst ein Blick reinwerfe oder das vielversprechendste einfach installiere :)
Ich sehe keinen Grund, was an meinem Weg allgemein schlechter oder besser sein soll als an deinem ^_^

Fedora schien interessant, weil es sowohl für „willige Anfänger“ geeignet ist, als auch von Leuten wie Linus Torvalds verwendet wird. Da fragt man sich natürlich (genauso wie bei Arch), was diese Distributionen für Vorteile gegenüber Mint oder Ubuntu haben und ob die Vorteile für den „Normalanwender“ überhaupt von Bedeutung sind.
Zudem ist auch nicht klar, wie hoch der Mehraufwand für die Pflege wäre...

Große Sorgen um die Stabilität der anderen mach ich mir eh keine. So n Verhältnis wie „wenn windows 5 mal abstürzt, stürzt distri x 8 mal ab“ haben für mich als 08/15-user wohl sowieso keine Bedeutung.
 
Der Vorteil von Distributionen wie Fedora oder Arch, die aktuellere Pakete als z. B. Ubuntu oder Mint (technisch nahezu identisch) enthalten, ist die potentiell bessere Hardware-Unterstützung. Dies kann gerade dann wichtig sein, wenn man Open-Source-Grafiktreiber verwenden möchte (AMD) oder muss (Intel), ein exotisches Dateisystem verwendet (F2FS, Btrfs) oder einfach gern eine aktuellere Version von Software XY hätte, ohne für alles ein zusätzliches Repo (im Falle von Ubuntu: PPA) einrichten zu müssen.

Arch kann anfangs sehr frustrierend sein, die Dokumentation ist jedoch meistens vorbildlich (auf Englisch). Fedora ist meiner Meinung nach ein guter Mittelweg zwischen sehr aktuellen Paketen und klassischem Veröffentlichungszyklus (und die Installation einer neuen Version führt über einen Update-Prozess - es ist also keine komplette Neuinstallation nötig). Interessante Rolling-Releases könnten z. B. Siduction (ein gepflegtes Debian Sid) oder Manjaro (ein gepflegtes Arch) sein, weil sie versuchen, Benutzerfreundlichkeit mit stets aktuellen Paketen zu vereinen.

Ohne eine Distribution vorher per Live-Medium ausprobiert zu haben, würde ich sie jedoch nicht installieren. Die Zeit solltest du dir nehmen.
 
Danke!

Was Fedora ist, scheint ja ziemlich umstritten zu sein, wenn man mal n bisschen schmökert (aber welche Einsteiger-Distri ist das nicht...)

Wie sieht das denn genau aus mit den Updates auf die neuen Versionen? Hat man dann die alten Einstellungen noch drin? Muss man Multimediapakete oder sonstige Software wieder neu installieren oder bleiben die erhalten?
 
smooth el 4a schrieb:
Wie sieht das denn genau aus mit den Updates auf die neuen Versionen? Hat man dann die alten Einstellungen noch drin? Muss man Multimediapakete oder sonstige Software wieder neu installieren oder bleiben die erhalten?
Das bleibt alles erhalten.
 
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