Distrochooser noch aktuell?

Das ist ja mal der Knaller! Hatte sich für mich bisher so gelesen, als müsste man stest komplett neu installieren. Was ist denn da noch der Unteschied zu "nomalen" Updates oder rolling releases...

fehlt nur noch ne schöne Möglichkeit, zwischen verschiedenen Desktop-Oberflächen zu wechseln. Weiß hier jemand, was sich da am besten anbietet?

das wär ja echt ne schicke Sache: sich einfach auf die Distribution seiner Wahl (erstmal) fest zu legen und dort verschiedene Oberflächen in aller Ruhe aus zu probieren. Kommt man mit einer nicht weiter, switcht man schnell mal zur anderen und guckt, ob man sich dort besser zurecht findet. Fänd ich eigentlich praktischer, als kurz mal verschiedene live-Systeme zu testen.
 
fehlt nur noch ne schöne Möglichkeit, zwischen verschiedenen Desktop-Oberflächen zu wechseln.
Das ging eigentlich auch schon immer, man muss nur die verschiedenen Desktopumgebungen installieren. Welche man benutzen will, wählt man dann beim Login aus.

Nachteil daran ist, v.a. wenn du KDE und Gnome gleichzeitig installierst, dass du dann die Programme des einen Desktops im Menü des anderen siehst. Das wird gerne mal fürchterlich unübersichtlich.

Was ist denn da noch der Unteschied zu "nomalen" Updates oder rolling releases...
Also zumindest von Ubuntu kenne ich es noch so, dass man a) das Versionsupgrade explizit starten musste, b) das ganze immer sehr viel umfangreicher war als die normalen Updates, die zwischendurch immer mal wieder kamen - dafür waren dann auch wirklich neue Versionen von den Programmen dabei (z.B. ein neuer KDE-Desktop). Bei Rolling Release-Distros bekommt man die in der Regel kurz nachdem sie veröffentlicht wurden.
 
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Danke!

VikingGe schrieb:
Nachteil daran ist, v.a. wenn du KDE und Gnome gleichzeitig installierst, dass du dann die Programme des einen Desktops im Menü des anderen siehst. Das wird gerne mal fürchterlich unübersichtlich.
Das verstehe ich nicht. Eigentlich ist es doch wünschenswert, dass man alle installierten Programme sieht und nutzen kann, egal welchen Desktop man gerade verwendet. Oder ist es so, dass die Programme dann doppelt angezeigt werden?
 
Nein, aber ich will unter KDE auch nicht 23 Texteditoren im Menü haben (welches ich persönlich zwar fast nie nutze, aber ist ja egal), von denen 18 überhaupt nicht zum Look & Feel von KDE passen. Das meine ich ;)

Edit: Die Erklärung von Iapetos trifft es ganz gut.
 
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Eine richtige Desktop-Umgebung bringt neben einem Fenster-Manager auch eigene Einstellungsdialoge, einen (zuvor genannten) Texteditor, Anzeigeprogramme für Bilder und PDFs und alles andere mit, damit man sofort damit arbeiten kann. Es wird in den Menüs dann wirklich unübersichtlich, sobald mehr als eine Umgebung installiert ist, zumal man nur schwer auseinanderhalten kann, ob es sich nun um die Gnome- oder um die KDE-Einstellungen handelt.
 
Wobei XFCE oder LXDE viel auf Gnome Programme zurück greifen. Sind ja alle GTK. Tiling WM wie Fluxbox lassen sich meiner Ansicht nach auch am besten mit den GTK Paketen betreiben.

Ich starte auch die meisten Pakete nicht aus dem Menü heraus, da geht es.
 
Du hast zur Zeit noch ein System mit Windows? Dann installiere dir doch VirtualBox oder VMware Workstation Player und probiere erst einmal in einer virtuellen Umgebung unter Windows herum. So kannst du gefahrlos verschiedene Distributionen testen und entscheiden, welche dir gefällt, bevor du es real auf deinem PC installierst :)
 
Danke für die Erklärungen und Tipps!

fluxbox?
-> Die Fenster von Programmen mit grafischer Oberfläche können in ihrem Verhalten, Aussehen und ihrer Größe detailreich konfiguriert und gar zu einer Einheit zusammengefasst werden ... unabhängig davon, ob das jeweilige Programm dies unterstützt oder nicht. Weitere Möglichkeiten zur Anpassung, wie das Festlegen von Tastenkombinationen, das Bearbeiten der Menüs oder das Entwerfen neuer Desktop-Designs sind ebenfalls vorhanden.

hahaaaa! das ist ja verrückt! :D
d.h. ich kann in meinem Betriebssystem so rumrühren wie ick will und am Schluss erkennt man es womöglich gar nicht wieder?

Das wird ja immer besser! Dann such ich mir also ne Distri die mir passt und guck mit welchem Desktop ich da am besten zurecht komme. Wenn mir was nicht passt, schmeiß ich die fluxbox an, kram im Netz nach ner Anleitung und konfigurier mir das so zurecht, wie ich will. klasse! Erspart evtl. sogar längeres grübeln wegen dem richtigen Desktop...

Also ich kann euch sagen: die Vorfreude steigt! :)

In ein, zwei Wochen sollt n neuer Rechner da stehen, aufm alten fang ich lieber gar nicht an. Und wenn hier so viele davon überzeugt sind, dass ich lieber erstmal munter durchtesten soll, dann will ich mir das auch nochmal durch den Kopf gehen lassen. Meine Bedenken dabei sind halt, dass es viel Zeit und Aufwand bedeuten könnte, die Distris nach und nach zu installieren, weil die Installation bei denen doch so unterschiedlich läuft. Zudem muss ich wohl auch - je nach Distri - noch die ein oder andere Software installieren. Ist es da nicht einfacher, ich installiere mal nur z.B. fedora, installiere die Programme die ich so brauch und probiers mit Gnome? Damit sich die unterschiedlichen Desktops nicht in die Quere kommen, schmeiß ich dann Gnome wieder runter und installier xfce und schmeiß das dann wieder runter und installier cinnamon. Das wär doch viel chilliger als die vm, oder nicht?
 
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Ohne deine Euphorie jetzt allzugroß schmälern zu wollen: Sieh das System das du aufsetzt als Testsystem an. Du wirst es dir sicherlich nach nicht allzulanger Zeit so sehr zerschießen, dass du mal neu aufsetzen musst. ;)
Nicht böse gemeint, aber Linux kann einerseits alles, ist aber andererseits auch wenig miteinander abgestimmt. Je mehr Pakete zusammenkommen, desto mehr steigen die Inkompatibilitäten und Abhängigkeiten. Wär nicht das erste mal, dass durch austauschen des Netzwerkmanagers gleich der X-Server mitgerissen wird ^^
Also, ich will dir wie gesagt nichts schlecht reden, aber so rosarot ist diese Welt dann doch nicht ;)
 
oh shit! na das ist ja ne ganz wichtige Warnung! danke!

Das bedeutet dann ja, dass ich erst nach ner ganzen Weile - wenn ich alle Programme zusammen habe die ich so brauche - mich erst so richtig auf die Suche nach "meiner" Distro mit "meinem" Desktop machen kann.

Ui!

Wobei ich halt denke: "Was brauch ich schon groß?"

Wenn ich das dann aber alles zusammen zähl, wirds vlt. gar nicht soo wenig...

Heieiei und dann hab ich womöglich alles soweit, dass ich mich nicht mehr drum kümmern muss und dann kommt das nächste Update und ich mach mich vlt wieder erneut auf die Suche...

Deswegen gibts wohl auch Linuxe, die schon vieles gleich mitbringen
 
Also, mal mein Tipp: Lern dich mal in die unixoiden Systeme ein. Das System ohne Konsole zu bedienen ist auf Dauer zumindest keine Lösung. An irgend einer Ecke musst du immer was anpassen.
Erst mal damit spielen, bevor du es produktiv einsetzt. Linux-System sind an sich vollkommen stabil, aber eine falsche Spielerei kann dazu führen, dass beim nächsten Boot zB keine GUI mehr zu sehen ist.
Es ist wie mit jedem System: Erst mal einlernen und produktiv benutzten, wenn du alles mal verstanden hast, deine Software gefunden hast und deinen GUI natürlich. Dann kannst dir dein Testsystem falls es schon etwas wacklig unterwegs ist nochmal neu aufsetzten wie du es haben willst, dann klappts auch. Also nicht davor entmutigen lassen.

Ich mach mir meine System immer erst im Virtuellen Maschinen, dann kann ich die ganzen Abhängigkeiten testen und kann ganz einfach durch Snapshots zurückgehen ohne Reste im System zu lassen, die ungewollt da hineingekommen sind.
Wenn ich dann meine Erfahrungswerte gesammelt habe, dann lass ich so Sachen auf ein Produktivsystem los, nicht davor ;)
 
Alles klar, also DAS ist der große Vorteil! Nochmals Danke!
 
smooth el 4a schrieb:
Alles klar, also DAS ist der große Vorteil!

Das DAS hab ich jetzt nicht so ganz verstanden?
War das jetzt ironisch gemeint, oder was meinst du jetzt genau ^^
 
rg88 schrieb:
Ich mach mir meine System immer erst im Virtuellen Maschinen, dann kann ich die ganzen Abhängigkeiten testen und kann ganz einfach durch Snapshots zurückgehen ohne Reste im System zu lassen, die ungewollt da hineingekommen sind.
Das mein ich. Dass ich halt rumprobieren kann und wenn was kaputt geht geh ich einfach wieder zurück bis zur Stelle, wo noch alles lief und der Rest ist weg.
 
achso :D
Das ist zumindest bei mir gängige Praxis, wenn ich neue Pakete austeste. Virtualbox und darin dann testen.

Will dir allgemein nicht von Linux abraten. Die Erfahrung zeigt nur, dass viele sich nach kurzer Zeit abwenden und eher einen Hass entwickeln, weil sie ihre eigene Dummheit nicht einsehen wollen ;) Es ist etwas anderes wenn man von XP auf Windows 7 umsteigt, als auf ein komplett anderes Betriebssystem. Da muss man sich nunmal damit abfinden und sich erstmal einlernen.
Wer immer Automatik gefahren ist, für den ist eine Kupplung und Gangschaltung auch mal gewöhnungsbedürftig. Aber wenn mans mal kann, machts einfach mehr Spaß ;)
 
guter Vergleich, so in etwa kommts mir auch vor

wobei ich den Vorteil habe: Ick kenne mir mit die computers eh nich aus :D

ohne Witz! ich mein als "normaler Anwender" muss ich auch immer wieder im Netz nach Lösungen für Windows suchen, weil da auch hin und wieder was passiert, das ich nicht verstehe oder etwas machen möchte, von dem ich noch keine Ahnung habe.
Und ob ich jetzt nun für Windows nach Lösungen suche oder für Linux ist dann auch wurst...

Und da ich eben schon lange mal verstehen wollte, was da überhaupt so geht, mach ich das gleich mit Linux. Ist sicherlich n bisschen aufwändiger als bei Windows, aber ich glaub so arg fällt das am Schluss nicht mehr ins Gewicht und ich hab ja auch was davon, u.a. mehr Möglichkeiten :)

edit:
das einzige was halt fehlt ist n "How to Einstieg in die Linux-Welt" mit nem Überblick über das, worüber man sich anfangs so Gedanken macht und deswegen auch der Thread.
 
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Einen einfach howto gibts quasi nicht, weil es kein "linux" gibt. jede Distri ist anders. Je nachdem von welchen Hauptdistribution die abgeleitet ist liegen Dateien wo anders, werden andere Softwaremanager eingesetzt und dann noch die Vielzahl an GUIs.
Du kannst dich eigentlich erst mal nur auf eine Distribution fokusieren und dich da mal einlernen. Wennsd dich ein bisschen auskennst, kannst dich weiter vor wagen wie andere GUIs verwenden.
Ich für meinen Teil habe mit SuSE angefangen und das war im Nachhinein ein Fehler. Keine Ahnung wie Yast (der Paketmanager von Suse) heute ist, damals hat mich das Ding regelmäßig zum Wahnsinn getrieben. Ein neues Programm wird eingespielt, dadurch müssen zig andere Libs ausgetauscht werden, wodurch 20 Programme nicht mehr lauffähig sind. Dann noch einen Nvidia-Treiber installiert und schon landest du in nem Kernel Panic.

Würd an deiner Stelle mal mit Kubuntu oder Ubuntu anfangen und taste dich dann mal langsam vor. Debian basierte System haben die größte Community und die breiteste Basis wenns um Hilfe geht meiner Erfahrung nach
 
Das ist halt ne große und schwierige Frage: fedora & red hat oder *bunutu & canonical? Da kann man so viel drüber lesen... oder doch mint? :freak:

Mir scheints, als wär letztendlich keine der drei übrig gebliebenen Möglichkeiten schlecht, nur weiß man als Neuling dann doch zu wenig, um sich so richtig ne Meinung zu bilden. Vlt. einfach pragmatisch bleiben und soares' Vorschlag folgen: sich die Distri nach dem Desktop seiner Wahl aussuchen! Ist der Lieblingsdesktop der Hauptdesktop einer dieser drei, dann ist die Wahl klar. Wenn nicht, dann halt nochmal gucken, wo der am besten läuft...
 
Naja auch wenn ich wieder schocke: so groß ist der Unterschied zwischen den Distributionen nicht wie man denken möchte. Du solltest dich zunächst an die halten die als Einsteigerdistribution gelten. Ubuntu, suse, Mint usw. Jede für sich hat die gleichen Pakete, gleichen Desktopenviroments usw. in den Quellen. Die den User fällt dann nur der Unterschied am Paketmanager auf. Und ein paar Kleinigkeiten in der Verzeichnisstruktur.

Lies in den Foren mit, stelle fragen. Keine angst vor Fehlern, die sind meistens nicht so tragisch.
 
Ich würde für den Anfang Ubuntu wählen, weil man hier recht sinnvolle Grundeinstellungen hat und es eine riesige Community gibt, falls Fragen auftauchen. Auch mit Ubuntu sollte man alle großen DEs ausprobieren können (wobei das keine Vanilla-Versionen sind, sondern man dann Ubuntu-Anpassungen am Artwork etc. hat, aber das ändert die Bedienung nicht). Ratsam ist es durchaus jeweils den speziellen Spin zu nutzen, um ein Durcheinander zu vermeiden.

https://wiki.ubuntu.com/UbuntuFlavors

Wenn es eine Live-Version gibt, hat man damit den geringsten Aufwand. Ansonsten reicht VirtualBox (korrekt konfiguriert) aus, um mit den Distros zu spielen. Dann muss man sich auch keinen USB-Stick anlegen, sondern nur die .iso Downloaden.
 
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