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News EA Sports FC 24: USK stuft Fußballspiel erstmals nicht ab 0 Jahren ein

domian schrieb:
Sehe ich ganz und gar nicht so. Denn ich bekomme etwas dafür. Beim Glücksspiel ist mit großer Wahrscheinlichkeit das Geld weg. Das ist wohl eher die falsche Wortwahl. Nichtsdestotrotz finde ich es trotzdem richtig mit der Altersbeschränkung.
Und genau das kann dir bei Lootboxen auch passieren. Du investierst Geld und bekommst am Ende nichts von Wert zurück oder der umgerechnete Wert ist quasi annähernd 0.
Das ist beim Glücksspiel genauso. Du wirfst Geld rein, mit Glück bekommst du dein Geld wieder, mit Glück einen Gewinn und mit Pech bist du der Verlierer.

Lootboxen SIND Glücksspiel.

Das ist in anderen Spielen genauso. Ein Grund, warum ich den "Markt" bei Counter-Strike auf Steam verachte. Die Box ist kostenlos (gehen wir mal davon aus, du droppst sie). Der Schlüssel kostet 2,35 Euro. Du hast 2,35 Euro investiert und bekommst im Zweifel einen Skin der 10 Cent wert ist.
Du weißt nicht was du bekommst. Punkt.

Und nein. Ich habe nicht das Gefühl, dass sich das mit der Zeit ausgleicht... Mag sein, dass es diese "glücklichen" Spieler gibt, die alle Nase lang hochpreisige Karten ziehen. Aber der Großteil dürfte am Ende in dickes Minus haben.
Das schlimme oben drauf: Die mit viel Glück (oder einfach viel Geld) verschaffen sich so durchaus auch einen spielerischen Vorteil. Klar. Ein guter Spieler in FIFA macht noch keinen guten Zocker. Aber es ist ein Faktor ;)
 
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Glücksspiel sollte von Kindern garnicht erst gespielt werden. Die USK ist daher eher die falsche Anlaufstelle, außer sie würde die Sachen konsequent auf den Index setzen. Belgien macht es richtig und verbietet den Verkauf einfach komplett. Klar kommt man da sicher auch noch irgendwie dran, aber wenn Deutschland als deutlich größerer Spielemarkt sowas machen würde, würde die Industrie es sich zwei mal überlegen, ob man wirklich auf den Deutschen Markt verzichten will.
 
Casinos sind dann auch ab 12 Jahren freigegeben?

Komische Logik der USK. Aber vielleicht sorgt das dafür, dass Eltern ein Spiel auch mal hinterfragen, warum ein Fußballspiel auf einmal ab 12 ist, und sich mehr damit beschäftigen (am besten mit dem Kind zusammen).
 
kicos018 schrieb:
Sollten Paninisticker und MTG / Pokemon Boosterpacks auch ab 18 sein? Die Käufe über PS und co. lassen sich "leicht" kontrollieren und einschränken. Es ist völlig i.O. wenn sich Kids sowas kaufen, die Eltern sind aber der springende Punkt und müssen dafür sorgen, dass es nicht ausartet.

Paninisticker und Pokemon Boosterpacks sind meiner Meinung damit nicht zu vergleichen, da hier die "Hürde" zum Kauf eine ganz andere ist. Die Gefahr von dem ganzen digitalen Kram ist ja, dass die Heranwachsenden nicht sehen und aktiv erleben, dass der Kauf der digitalen Güter auch mit einem Verlust des eigenen Geldes zu tun hat, zumal weder Kreditkarte noch Playstation-Guthaben Ihnen gehört. So entsteht kein Lerneffekt.

Bei den physischen Pokemon-Boosterpacks vom Kiosk ist das etwas anders: das Kind erhält idealerweise von den Eltern eine vordefinierte Menge an Taschengeld in Bar, geht dann in den Laden und kauft sich das Boosterpack. Dann hat das Kind ganz real gesehen und erlebt, wie viel Geld über die Theke wandert und dass es eben nicht unendlich ist.

Darüber hinaus gibt es auch immer noch die theoretische Kontrollfunktion vom Verkäufer, der nicht den ganzen Pack für 1000€ an das Kind verticken sollte und die Eltern zuhause sehen auch besser, ob das Kind es mit den Einkäufen übertrieben hat, wenn das ganze Kinderzimmer voll mit Sammelkarten liegt. Digital fehlen de facto also auch Kontrollmechanismen, denn weder der Playstation-Store noch die technik-entfernten Eltern wissen im Zweifel, was darin vorgeht.

Mein Standpunkt geht davon aus, dass ich dem Kind prinzipiell erst einmal unterstelle, dass es nicht mit unsichtbarem Geld umgehen kann. Die meisten Erwachsenen können das übrigens auch nicht. Die Problematik ist insgesamt vorhanden, seitdem Spiele/Filme/Musik digital und/oder in Abos versteckt sind.
 
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Puh, damals als es in solchen Spielen diese Dinge nicht gab, hat man immer so Sammelkarten gekauft in funkelnden Glitzerpackungen und die Sucht dahinter war exakt identisch unter manchen Jugendlichen.
Wenn die Kohle nicht ausgereicht hat sich fortwährend diese Packungen zu kaufen, da war dann sogar manch einer dermaßen aufgefressen, dass er sich sogar das Zeug geklaut hat.

Ich find der Jugenschutz ist bei diesen Themen völlig am schlafen.
Der Reiz ist absolut identisch dahinter und auch ich hab früher son Mist gekauft und musste die Kontrolle darüber erstmal lernen, wobei wie o.g. Andere deutlich extremer waren und später dann auch an Spielautomaten gehockt sind.
 
Ist bestimmt nur ein Zahlendreher und sollte 21 heißen.
 
Ch3ck0r schrieb:

Über die Wirksamkeit einer solchen Einstufung was den Verkauf angeht sind sich hier glaub ich alle einig. Aber die Einstufung versetzt möglicherweise einige Eltern in die Lage aufmerksamer zu werden - gerade wenn man sich zwar schon darum kümmert was die Kinder an Videospielen konsumieren aber sich eben mit der Materie nicht richtig auskennt.

Ich kann für mich selber sagen - meine Eltern haben da eigentlich gar nix kontrolliert (außer die Bildschirmzeit an sich) - das ich mit eigenen Kindern damit anders umgehen würde als es meine Eltern getan haben.
 
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tehschlonz schrieb:
Bei echten Boostern, zB Magic, kann man tatsächlich Plus machen. Virtuell ist es, mMn reine Abzocke.
Man sollte niemals denken, dass man bei sowas mit einem Plus rauskommt. Theoretisch mag das möglich sein, aber die Karten stecken da mit System drinnen. Genauso wie es immer jemanden gibt, der beim Rubbellos gewinnt.

Ein damaliger Freund von mir hat eine Menge Geld mit den FUT Karten in FIFA gemacht. Dafür hat er dort aber auch nach der Arbeit letztendlich nochmal eine 8 Stunden Schicht geschoben und auch viel Geld investiert. Ich würde das jetzt aber nicht als Geschäftsidee in Erwägung ziehen.
 
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just_fre@kin schrieb:
Paninisticker und Pokemon Boosterpacks sind meiner Meinung damit nicht zu vergleichen, da hier die "Hürde" zum Kauf eine ganz andere ist. Die Gefahr von dem ganzen digitalen Kram ist ja, dass die Heranwachsenden nicht sehen und aktiv erleben, dass der Kauf der digitalen Güter auch mit einem Verlust des eigenen Geldes zu tun hat, zumal weder Kreditkarte noch Playstation-Guthaben Ihnen gehört. So entsteht kein Lerneffekt.
Schuld der Eltern, wenn KK hinterlegt ist und ein Kauf nicht per 2FA authorisiert werden muss.
Ne Freundin kauft ihren Kids die Guthabenkarten und die geben ihr dafür das Taschengeld in Bar. Da lernen die genauso, dass das physisch Geld kostet und endlich ist.

Der Lerneffekt setzt dabei genauso ein. Irgendwann raffen sie, dass es sinniger wäre das Taschengeld zur Seite zu legen um trendige Schuhe o.ä. zu kaufen, als ein CoD Skin oder Fifa Booster.
 
Und die Einstufung hat auch garnichts damit zu tun, dass die mächtige Fifa jetzt nicht mehr am Spiel beteiligt ist. Man wollte sich doch bisher bloß nicht mit der Fifa anlegen.

Und ja, sollte wegen der Boxen erst ab 18 sein. Diese permamente Werbung für "hier kannst Du mir all Dein Geld schenken" ist einfach nur nervig.
 
Ich bin ebenfalls der Meinung, dass FIFA eine Altersfreigabe von 18 Jahren haben sollte.
Es ist besorgniserregend zu sehen, wie viele Kinder von Streamern und YouTubern beeinflusst werden, die Packs öffnen. Ich habe das in der Vergangenheit selbst erlebt und konnte damals nicht abschätzen, welche Konsequenzen das haben könnte.
Bei Sammelkartenspielen wie MTG erhält man nach dem Öffnen eines Boosters zumindest physische Karten, die einen gewissen Wert darstellen – obwohl auch hier das Öffnen von Boostern vermutlich genauso süchtig machen kann.
Bei FIFA hingegen verliert alles, was man an Geld und Zeit investiert hat, seinen Wert mit der Veröffentlichung der nächsten Version. Und dann beginnt das Spiel von Neuem. Es ist ein endloser Zyklus, der insbesondere für jüngere Spieler gefährlich sein kann.
 
eax1990 schrieb:
Puh, damals als es in solchen Spielen diese Dinge nicht gab, hat man immer so Sammelkarten gekauft in funkelnden Glitzerpackungen und die Sucht dahinter war exakt identisch unter manchen Jugendlichen.
Nur heute sitzt da ein Experten-Psychologen Team dahinter, welches die ganze Arbeitszeit darin investiert die Kunden noch besser abzuziehen.
Die meisten Spiele sind inzwischen komplett um den Shop herum entwickelt.

Auch haben Sammelkarten und Kartenpacks einen realen Wert über längere Zeit.
Da geht es auch um das sammeln und einheften.
Aber hier erscheint jedes / jedes zweite Jahr ein neues FIFA/EA Sports erscheint und man aktiv dafür Werbung macht bzw. immer wieder auf den Shop kommt. Ist das in meinen Augen ein großer Unterschied.

Ganz am Ende ist es zwar richtig, das Kartenpacks ebenfalls Glücksspiel sind.
Dies aber ist meiner Meinung aber eher gegen Kartenpacks zu richten, den als Argument für EA Sports.

Bin auch gerne für ab 12-16 zu haben, aber nur mit entsprechender Bildung als Fach zwangsverpflichtend in der Schule, wäre eh an der Zeit. Alle meckern über Fake News, Menschen die nicht mit Geld umgehen können oder kein Plan haben wie man recherchiert bzw. Medienkompetenz aufbaut. Aber was gegen tun macht man halt auch nicht.
 
nscharrn schrieb:
Kann man noch ohne Lootboxen überhaupt sinnvoll spielen?
In Ultimate Team brauchst du die Packs/Lootboxen, damit du dein Team erweitern und verbessern kannst. Man kann die Packs halt auch ohne Geld erhalten durch erspielen von Münzen oder durch erledigen von bestimmten Aufgaben.
 
Wieso schon ab 12?
 
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Draco Nobilis schrieb:
Wenn das nicht per Gesetz geregelt wird, wie wäre es dann mit Medienkompetenz in der Schule?
Der war gut.

Da werden nicht mal elementarste Sachen gelehrt.
Meine Tochter kam vom Gymnasium heim, und war stolz, daß sie Pascal programmieren konnte, so ein ganz kleines bißchen.

Dann hab ich sie gefragt, ob sie weiß, wie eine Festplatte funktioniert und sie hat heftig mit dem Kopf geschüttelt.
 
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wenn diese sammelkartenspiel, noch immer drin is muss na USK18 her! undzwar deutlich denn das ist glückspiel. dann rafft EA auch mal die beiden spiele - die gar nicht miteinander zutun haben - auch monetär zu trennen!
 
Gut so. Das dürfte ein Warnschuss an EA sein es mit den Glücksspiel- und Suchtmechaniken nicht zu übertreiben. Ein EA Sports FC dass sonst irgendwann in der Zukunft dann nämlich einmal eine USK16 oder gar USK18 Einstufung haben könnte wäre für den Deutschlandvertrieb mit Sicherheit eine Katastrophe.
 
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